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Verbau auf öffentlichem Grund / HILFE

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  1. #1

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    Verbau auf öffentlichem Grund / HILFE

    Hallo zusammen,

    kurz zu unserem Problem:
    Wir MÜSSEN unser Haus mit Keller als Grenzbebauung am Gehweg bauen. Dadurch muss mit Verbau auf öffentlichem Grund gebaut werden.
    Wie sich jeder vorstellen kann liegen natürlich Sparten im Gehweg.

    Es hat sich heute rausgestellt, dass die Spartenpläne der Stadtwerke doch nicht so genau sind. Ursprünglich sind wir von einem Abstand der Stromleitungen zur Grundstücksgrenze von 1 Meter ausgegangen. Nun sind es leider nur 0,75 cm.
    Da die Bohrungen für den Verbau ca. 0,75 cm sind um einen T-Träger von ca. 40 cm zu verbauen, haben wir nicht mehr genug Sicherheitsabstand bei der Bohrung zu den Kabeln. Dieser Sicherheitsabstand muss normalerweise laut Aussage der Stadtwerke 0,50 cm betragen.

    Frage an die Experten:
    - Gibt es irgendeine andere Möglichkeit trotzdem den Verbau an der Stelle durchzuführen, um die Grenzbebauung umzusetzen?
    - Gibt es eventuell andere Verbautechniken?
    - Gibt es andere kontrolliertere Bohrmöglichkeiten?

    UND ganz wichtig: Gibt es eine gesetzliche Vorschrift, die 50 cm Sicherheitsabstand einzuhalten? Wenn ja, wo finde ich sowas?

    Danke für Eure rasche Hilfe!
    Die Verbaufirma steht noch auf dem Grundstück und wartet
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  2. Verbau auf öffentlichem Grund / HILFE

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  3. #2

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    Frage an die Experten:
    - Gibt es irgendeine andere Möglichkeit trotzdem den Verbau an der Stelle durchzuführen, um die Grenzbebauung umzusetzen?
    - Gibt es eventuell andere Verbautechniken?
    - Gibt es andere kontrolliertere Bohrmöglichkeiten?

    UND ganz wichtig: Gibt es eine gesetzliche Vorschrift, die 50 cm Sicherheitsabstand einzuhalten? Wenn ja, wo finde ich sowas?

    Mal abgesehen davon, dass ich mich Frage, wer da die Ausführungsplanung / Bauleituing macht ... es kann doch wohl nicht sein, dass die Firma auf dem Hof steht und dann deswegen ausgebremst wird = irgend jemand hat gepennt.

    Gut, hilft nicht so wirklich, aber ...

    Methoden zur Baugrubensicherung gibt es viele - hier mögliche Alternativen zu benennen, ist so nicht möglich.

    Was die Abstände angeht (wie es bei euch so ist, weiß ich nicht) hier hat der Leitungsbetreiber "Hausrecht" = was der will ist erst einmal umzusetzen.


    Dem zur Folge:

    "Verbau-Firma" nach Hause schicken

    Baugrundgutachter um die Ausarbeitung von Alternativen bitten

    Möglichkeiten mit Leitungsbetreiber abstimmen und dann (hoffentlich) kurzfristig umsetzen
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  4. #3
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    Ich denke mal gepennt hat da keiner so richtig, da ja die Spartenauskunft ja eine andere Lage ergeben hat. Diese weicht jetzt gut 0,25 cm ab und die fehlen uns jetzt halt. Die Verbaufirma hat dann zur Sicherheit noch Suchschlitze gegraben und ist zu diesem Ergebnis gekommen.
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  5. #4

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    den sicherheitsabstand legen die medienbetreiber fest, nicht der gesetzgeber oder der din-verein.

    als alternative bleibt die nur spundbohle erschütterungsfrei einpressen. die kannst du nachher auch wieder ziehen - wenn nicht die täler ausbetoniert werden. wird aber dauern, die verbaustatik muss gerechnet werden, die bohlen müssen bestellt, zugeschnitten und geliefert werden. die baugrubenbande kannst du erst einmal nach hause schicken. wer zahlt denn den ganzen spass - derjenige der nicht geplant hat, nicht vorbereitet hat oder der unbedingt sparen wollte?

    was hattet ihr denn für bohrungen geplant?
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  6. #5

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    Na entschuldigung, aber bei jeder Leitungsauskunft, die ich je gesehen habe steht, dass für Genauigkeit der Lage usw. keine Gewähr übernommen wird und die örtliche Erkundung erforderlich ist.

    Das, was die Verbau-Firma jetzt gemacht hat, hätte zwingend in der Planungsphase erfolgen müssen.

    Also: ich bin nach wie vor der Meinung, dass da jemand richtig gepennt hat - und bei dem eh schon knappen Abstand sogar mit Ansage = Tiefschlaf.
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  7. #6
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    Na ja, da hätte man vorher Suchschlitze beauftragen sollen. Sind Mehrkosten auf Kappe des Bauherren. Ob das das ende der noch auftauchenden zu lösenden Themen ist?

    Nun Bohlträgerverbau (Berliner Verbau), alles ausgereizt an Abstand

    Entweder Verbau abrücken -> a) Hütte wird kleiner oder b) nur UG zurückgesetzt mit Mehraufwand in der Konstruktion und Nachplanungsaufwand
    oder
    c) Leitungen in Abstimmung mit Leitungsträger freibuddeln, sichern, auf Sicht bohren, Gehweg provisorisch herstellen

    Randbedingungen: so ein Verbau hier mit ca. HEA/HEB400 (Profilgröße -> Tendenz ohne Rückverankerung oder wurde die gestattet?, weil die kann man kaum zurückbauen)
    i.d.R. Forderung nach Rückbau der Träger
    und prinzipbedingt Auflockerungen der Leitungszone durch deren Verfüllmaterial und sowieso geringem Abstand und Nachsetzungen
    wird der Gehweg ohnehin komplett zu erneuern sein.

    Also Wahl (kostenmäßig) zwischen erhängen, erschießen oder erdolchen.

    Lösung c) und wo ist das Problem?
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  8. #7

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    als alternative bleibt die nur spundbohle erschütterungsfrei einpressen
    Einspruch !!
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  9. #8
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    Danke für die ersten Antworten!
    Vergesst mal bitte die Schuldigen Frage, die klären wir dann schon.

    Die Frage die ich habe bleibt, wie bekomme in die verbleibenden ca. 0,75 cm einen wie auch immer ausgeführten Verbau rein?
    1. Möglichkeit habe ich jetzt verstanden: Kabel freilegen und auf Sicht bohren (Das heißt wohl in der Praxis, dass man in den Abständen in denen man die Bohrungen setzen will, vom Grundstück aus bis zum Kabel vorgräbt, es dann sieht und dann halt bohrt, oder?)

    2. Möglichkeit: @ Rolf, wie ist das mit der Spundbohle, wie funktioniert dass? Ohne Bohren?

    Gibt es weitere? z.B. Vibrationsverfahren, Kann man die Bohrungen nicht kleiner ausführen und damit auch die T-Träger?, Gibt es unterschiede zwischen den Bohrungen (Thema: "geführte" und "nicht geführte" Bohrung)?

    @Rolf
    was meinst du mit geplanten Bohrungen?
    Ach ja und was ist, wenn man den Schutzabstand nicht einhält? Können die Stadtwerke den Bau stoppen?
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  10. #9
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    @Rolf
    habe schon gefunden. Spundwände ist das was ich mit vibrieren bzw. Du mit einpressen meintest, oder?
    Dort benötigt man keine Bohrungen und damit weniger Platz, oder?

    Wie sieht dass mit dem Kostenvergleich zwischen einer Spundwand und einem Berliner Verbau mit Bohrungen aus?
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    dass sparten selten da sind, wo die spartenpläne genau das behaupten,
    ist, so dachte ich, allgemeinwissen. wenn dein grundbauer .. ne, führt zu
    weit, einfacher:
    wer hat´s geplant? dem darfst du einen schönen tag wünschen ..
    weil: das ist dilettantenstadl!

    falls du innerhalb münchens baust (also lbk-hoheitsgebiet):
    haben deine fachleute erfahrung mit den dortigen zulässigen
    verformungen?

    wie gross, wie tief ist die baugrube? wie lang ist die "wand"
    entlang des gehwegs?
    wie gut ist dein tragwerksplaner (der für den hochbau) und wie
    gut ist deine rohbaufirma?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Swimmy Beitrag anzeigen
    Können die Stadtwerke den Bau stoppen?
    die können nicht nur, die werden die arbeiten stoppen, wenn gefahr im verzug ist.

    Gast vs - wenn der einspruch auf nur abgestellt ist, dann darfst du gerne weitere verbauten aufzeigen, möglichst erschütterungsfrei in schmalwandausführung.
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  13. #12
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    @mls
    Ist LBK Hoheit, wieso fragst Du?

    Maße des Baukörpers sind ca. 12x12 m (Komplettes Doppelhaus)
    Grundstücklänge am Gehweg gute 18 m
    Tiefe der Baugrube??? Höhe des Kellers ist 2,45 plus Bodenplatte und Dämmung

    Und wieso die Frage nach der Rohbaufirma, was hat die damit zu tun?
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  14. #13

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    @ swimmy - wenn du mit verbau arbeiten musst, gibt es eine beweissicherung bei nachbarbauten und sonstigem im umfeld?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Zitat Zitat von rolf a i b Beitrag anzeigen
    @ swimmy - wenn du mit verbau arbeiten musst, gibt es eine beweissicherung bei nachbarbauten und sonstigem im umfeld?
    Ich denke nicht, sollte das in der Baugenehmigung stehen, oder muss ich das aus meiner Bauherrensicht aktiv angehen und eine Aufnahme der Schäden an den Nachbargebäuden durchführen lassen?
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  17. #15

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    so etwas steht nicht in einer baugenehmigung. das solltest du dringend nachholen, wenn durch baugrubenarbeiten unmittelbar bauwerke angrenzen (öffentlicher gehweg) oder bauwerke im einflussbereich der baugrube stehen.
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