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Feuchter Keller - Altbau 1935 - Maßnahmen

Diskutiere Feuchter Keller - Altbau 1935 - Maßnahmen im Forum Abdichtungen im Kellerbereich auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Feuchter Keller - Altbau 1935 - Maßnahmen

    Hallo zusammen! Wir haben einen Altbau aus dem Jahre 1935 gekauft - insgesamt guter Zustand, - Dach, Fenster, Heizung alles neu, aber der Keller......
    Jede Kellerwand ist etwas feucht, d.h. Ausblühungen (Salz oder gar Salpeter?). Es wurde bereits mal eine Horizontalsperre eingebaut (unterhalb der Kellerdecke, EG ist auch trocken). Desweiteren ist wohl ein Sanierputz auf den Innenwänden, aber da blühts durch. Es riecht eigentlich nicht muffelig und der Boden ist trocken (Betonböden bzw. in zwei Räumen Naturböden mit Tonplatten).
    Die Frage ist nun, sollen wir da gleich ran, oder einfach mal lassen?
    Wenn ja, von außen alles auf, und Drainage etc rein?
    Ich hab mal ein paar Bilder eingestellt um das Schadensbild deutlich zu machen! Danke für jeden konstruktiven Hinweis.
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  2. Feuchter Keller - Altbau 1935 - Maßnahmen

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  3. #2

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    nicht gleich wild um sich schlagen.

    dein sanierputz, wird ein opferputz sein
    und erfüllt seinen zweck.

    googel mal nach opferputz.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von rollertom Beitrag anzeigen
    Die Frage ist nun, sollen wir da gleich ran, oder einfach mal lassen?
    Wie werden Räume genutzt bzw. wie sollen die Räume genutzt werden?

    Ich würde hier nicht von einem Schadensbild sprechen, der Keller ist immerhin fast 80 Jahre alt, und war wohl nie als Wohnzimmer gedacht. Mich würde eher wundern wenn alles tadellos und perfekt aussehen würde, dann käme mir vielleicht auch der Gedanke, dass hier etwas versteckt werden soll. Aber so wie es auf den Bildern zu sehen ist, da wüsste ich nicht, warum hier Handlungsbedarf bestünde.
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  5. #4
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    Vielen Dank für die beiden Antworten. Hört sich ja durchaus ermutigend an, wobei wenn ich jetzt die Bilder anschaue, diese das Schadensbild doch etwas "verniedlichen". Ich denke trotzdem, dass ich nun die ganze Sache mal beobachten werde und je nach Verschlimmerung handeln werde....
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  6. #5

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    Ich hab das gleiche Baujahr und kann auf den Bildern ebenfalls keinerlei Schäden entdecken.

    Mach dich mal sicherheitshalber schlau, wie man so einen Keller richtig lüftet. Kurz gesagt: Fenster grundsätzlich zu, keine Warmluft aus der Wohnung sollte in den Keller ziehen können. Lüften nur wenn es draußen kühl und trocken ist.

    Zwei, drei Jährchen würde ich mir mit der "Beobachtung" mindestens Zeit lassen. Ihr habt doch bestimmt noch andere Baustellen, hm?

    Baustopp
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  7. #6

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    Sanierputz im Keller (ohne Abdichtung) ist das verkehrteste was man machen kann. Man trocknet die Oberfläche ab und sorgt somit dafür, dass dann mehr nachwandert.
    Dabei wandern auch Salze mit und kommen bei Trocknung mit an die Oberfläche. Wasser verdunstet und dann kommt es zu einer Volumenvergrößerung und auch zum Spreng-druck.
    In Ihrem Falle ist dies jedoch sicher nicht tragisch und das Haus hat gute Chancen die nächsten 500 Jahre zu bestehen.
    Also auch abwarten und vorab nichts unternehmen.
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  8. #7
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    Liebe Experten, vielen Dank für die Antworten. Mittlerweile hat sich ein neues Sorgenkindchen aufgetan. In einem Nebensatz hat die Vorbesitzerin fallen lassen, dass sie ein "kleines" Schimmelproblem hatte. Konkret, hinter der Einbauküche (Außenwand), hinter Möbeln an der Außenwand. Als Maßnahme hat sie die Tapeten an den Außenwänden gegen Innenputz ausgetauscht und Möbel von den Wänden gerückt, Sockelleiste ihrer neuen EBK weggelassen und seither gehts wohl. Die Außenwände sind recht dünn (25cm Stein) und dementsprechend kalt. Saniert wurden zuvor die Fenster (KUnststoff) und das Dach (KfW-Standard). Tja nun stellt sich mir die Frage, hat sie durch die Sanierungsmaßnahmen, dass "bauphysikalische Gleichgewicht" des Hauses durcheinandergebracht? Außendämmung kommt nicht in Frage, da dies außen mit zusätzlichen, erheblichen baulichen Veränderungen zu tun hätte. Meine Lebensgefährtin ist nun leicht panisch (gebranntes Kind in Sachen Schimmel), reicht in so einem Fall, lüften und gut heizen - oder hängt der Schimmel vielleicht doch mit dem Keller zusammen?
    Der Innenputz der von der Vorbesitzerin aufgetragen wurde macht auch nicht den allerbesten Eindruck, d.h. wenn man ein Loch in die Wand bohrt, fällt er größerflächig entgegen.
    Vielen Dank für jeden Tipp!
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  9. #8

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    Das Problem ist bekannt. Neue Fenster machen die Bude dicht, und wenn dann nicht ausreichend gelüftet wird, kondensiert die Luftfeuchte an den kalten Oberflächen der Außenwände, bevorzugt an so versteckten Stellen wie hinter Schränken, oder in Zimmerecken an denen kaum Luft zirkuliert.

    Lösung: Fassade dämmen, oder ordentlich heizen und lüften. Dabei auch daran denken, dass an den kritischen Stellen Luft zirkulieren muss.

    Warum der Putz nicht hält, dafür kann es mehrere Ursachen geben. Wenn Du Dir Sorgen machst, warum holst Du keinen SV der das Haus mal begutachtet? Viele Dinge kann man aus der Ferne nicht oder nur oberflächlich beurteilen.
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  10. #9

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    Eine der möglichen Ursachen wäre ein latenter Feuchteschaden durch undichte Wasserleitungen oder Abflussrohre.

    Wenn an der Außenwand nichts gedämmt wird, würde ich dort keine Einbauküche mehr hinstellen. Neuer Putz und was luftiges davor stellen. Zugegeben, das ist leicht daher gesagt.

    Wenn der Schimmel nur hinter den Schränken an Außenwänden der Küche war/ist, dann ist es unwahrscheinlich, dass der Keller was damit zu tun hat. Eher die über mir beschriebene Problematik mit dem Kondenswasser.

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  12. #10
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    Bei unserem Häusle ist zu den bereits geschilderten Problemchen ein weiteres aufgetaucht. Die ungedämmten Außenwände (24cm Wandstärke) sind extrem kalt. Mit dem Laserthermometer gemessen: ca. 9°C in Fußbodennähe und den Ecken, in der Wand mittig etwa 15°C. Das ganze bei ca. 52% Luftfeuchte, 20°C Zimmertemperatur und 3°C Außentemperatur! Meine Fragen hierzu:

    1.) Wenn es extrem kalt wird, fällt die Wandtemperatur weiter, richtig?

    2.) Die oben genannten Daten, schreien ja quasi nach Schimmel, Stichwort Taupunkt. Was machen wir denn am besten dagegen, außer den üblichen Tipps (Lüften, keine Möbel an die Wand...)?

    3.) Eine Außenfassadendämmung ist quasi unmöglich, bzw. nur mit riesigem finanziellen Aufwand, wie kriegen wir die Wände denn wärmer?

    4.) Da die extreme Kälte hauptsächlich in Fußbodennähe auftritt frage ich mich ob die Kälte nicht vom Keller kommt (siehe erster Beitrag)?

    5.) Mittlerweile sind von der Vorbesitzerin Rechnungen aus dem Jahr 2005 aufgetaucht, Einbau einer Horizontalsperre im Keller, Sanierputz auftragen, an einer Stelle von außen aufgegraben um Fallrohranschlüsse zu erneuern.....). Kellerdecke mit Styropor dämmen. Die feuchte Stelle am Fallrohr ist definitiv wieder feucht, hat der Fachbetrieb nach 8 Jahren noch eine Gewährleistungspflicht?

    Bedanke mich für jeden guten Tipp - Beste Grüße, ein Laie der versucht den Durchblick zu bewahren
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  13. #11

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    zu 1) ja, dagegen hilft, mehr zu heizen

    zu 2) wenn da was schreit, Gehörschutz tragen...
    Im Ernst: Solche Stellen haben jahrhundertelang nicht geschimmelt, wenn man nicht unpassendes Nutzerverhalten an den Tag legt, wird das auch heute noch klappen!

    zu 3) unmöglich gibts am Bau nahezu nicht, warum also meinst Du das?
    was verstehst Du unter "riesigen Kosten"?

    zu 4) Ixel und Ecken sind sowieso immer geometrische Wärmebrücken, der Keller kommt hinzu

    zu 5) nein
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