Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1

    Registriert seit
    06.2013
    Ort
    OWL
    Beruf
    Maschinenbau-Ing.,Software
    Beiträge
    179

    Stadt hat unseren Kanal getrennt in Folge einer Inline-Sanierung

    Hallo,

    durch Zufall habe ich entdeckt, dass unser Kanal verstopft ist.
    Es wurde 2003 ein Revisionsschacht von ca. 2,50 Tiefe auf dem Grundstück erstellt und ein neuer Kanal gelegt, der im Keller auf ca. 40cm rausgeht und den alten unter der Sohle ersetzt.
    Nun habe ich diesen Revisionsschacht regelmäßig 1mal im Jahr untersucht, habe es aber nun 2 Jahre versäumt. Durch Zufall habe ich nun entdeckt, dass der Schacht fast 1m voll steht.

    Ende der Geschichte: Wir haben ein Kanalreinigungsunternehmen beauftragt. 1. Tag Spülen und Bohren hat nichts gebracht. 2. Tag mit dem Saugwagen auch nicht. Es wurde festgestellt, dass im Zuge einer Hauptkanalsanierung durch die Stadt vor 2 Jahren im Inliner-Verfahren unsere Zweigstelle verschlossen wurde und nicht mehr freigeschnitten. Wo in der Zwischenzeit das Abwasser hingegangen ist, ist noch unklar. Der 1m Höhe wäre bestimmt zu wenig für 2 Jahre lang Abwassermenge.

    Laut Satzung müssen die Besitzer die Reinigungen bezahlen. Das sagt auch die Stadt. Die Verstopfung ist allerdings ein reiner Folgeschaden durch den Fehler der Sanierung.

    Die Stadt hat (erstmal mündlich) den Fehler eingestanden, möchte aber noch keiner Kostenübernahme zustimmen.

    Wir möchten nun erreichen, ...
    * ... dass die Stadt für die entstandenen Kosten (2 Tage erfolglose Kanalreinigung) aufkommt.
    * ... dass die bisherigen Kanalgebühren der letzten 2 Jahre auch erstattet werden.

    Wie stehen hier die Chancen?
    Ein Schaden ist (glücklicherweise) noch nicht entstanden. Wenn das Abwasser im Haus Schäden verursacht hätte, oder in Folge noch verursachen wird, würden wir dies auch gerne der Stadt in Rechnung stellen.

    Was meint ihr? Ist soetwas schonmal vorgekommen?

    Die Stadt hat zumindest erklärt, dass die Behebung des Fehlers nur durch Aushub und Freilegen des Anschlusses auf der Straße/Bürgersteig möglich ist, was ich noch nicht ganz verstehe, da das Inliner-Verfahren ja nur für die Zugänge freigeschnitten werden muss. Diese Maßnahme "möchte" die Stadt natürlich übernehmen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Stadt hat unseren Kanal getrennt in Folge einer Inline-Sanierung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    06.2005
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    34,325
    Mit der Erstattung der Gebühren für 2 Jahre wäre ich vorsichtig.
    Wenn Du die D+H im Amt zu sehr ärgerst, könnten die Dich das gleiche fragen wie Du Dich jetzt - wo blieb der Dreck.

    Dann bekommst Du eine (eigentlich ohnehin zu machende) Druckprobe aufgebraten und - sollte das Sickerleck sich in DEINEM Besitz befinden - zumindest eine Sanierungsauflage.
    Zumindest, weil die auch noch eine Bodenanalyse und ggf einen Austausch/Sanierung fordern könnten, sollte die Analyse eine zu hohe Keimbelastung ausweisen.

    Also schön den Ball flach halten. Am besten Maulwurfsgänge nutzen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von msssmm Beitrag anzeigen
    Wir möchten nun erreichen, ...
    * ... dass die Stadt für die entstandenen Kosten (2 Tage erfolglose Kanalreinigung) aufkommt.

    .
    Ich denke da stehen die Chancen ganz gut. Der Fehler ist ja eindeutig durch die Stadt bzw. ein durch sie beauftragtes Unternehmen verursacht.

    * ... dass die bisherigen Kanalgebühren der letzten 2 Jahre auch erstattet werden.
    Damit habe ich noch so mein Problem. Die spannende Frage ist, wohin ging das Abwasser die letzten 2 Jahre? Das können bei einem typischen Haushalt ja schon einmal 200m3 sein, und die verschwinden nicht so einfach. Vielleicht sind sie doch im Abwassersystem gelandet.

    Ich würde, bevor man hier Forderungen stellt, zuerst einmal die Fakten abwarten. Dann kann man auch entscheiden, wie man reagieren sollte, ob und welche Schäden entstanden sind, auf welchem Weg die entstanden sind, ob vielleicht noch von anderen unfreiwillig Beteiligten Forderungen auflaufen (was ist wenn das Zeug beim Nachbarn im Boden versickert ist) usw. Es sind viele Szenarien denkbar, und so lange da keine Klarheit herrscht, würde ich erst einmal abwarten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Also schön den Ball flach halten. Am besten Maulwurfsgänge nutzen
    Zwei E.... ein Gedanke.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2013
    Ort
    OWL
    Beruf
    Maschinenbau-Ing.,Software
    Beiträge
    179
    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Also schön den Ball flach halten. Am besten Maulwurfsgänge nutzen
    Klingt vernünftig.
    Derzeit lässt sich die Stadt Zeit, auf den Problemfall zu reagieren, und wir "sitzen" praktisch auf dem Problem

    Mir ist technisch noch unklar, warum eine Behebung nur durch Freilegen möglich sein soll, und nicht, was damals wahrscheinlich vergessen wurde, nach dem Inline-Verfahren die Zugänge freizuschneiden.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    08.2010
    Ort
    Oberursel
    Beruf
    Dipl-Ing
    Beiträge
    667
    Zitat Zitat von msssmm Beitrag anzeigen

    Mir ist technisch noch unklar, warum eine Behebung nur durch Freilegen möglich sein soll, und nicht, was damals wahrscheinlich vergessen wurde, nach dem Inline-Verfahren die Zugänge freizuschneiden.
    Ich habe den Jungs die das neulich bei uns direkt vorm Haus gemacht haben mal über die Schulter gesehen. Die alten Anschlüsse werden vorher eingemessen, da zieht der Roboter ein Maßband hinter sich her. Sobald der Inliner drin ist, lassen die sich optisch nicht mehr finden. Das Auffräsen funktioniert dann ähnlich. Roboter fährt rein, unten im Schacht hockt einer mit dem Maßband in der Hand und ruft Stop. Dann wird gefräst.

    Ist deiner beim Einmessen vergessen worden oder sind die Unterlagen nicht greifbar, denke ich dass sich der Anschluss nicht mehr finden lässt. Erscheint mir jetzt nicht völlig unplausibel.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen