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Eigenleistung beim Hausanschluss

Diskutiere Eigenleistung beim Hausanschluss im Forum Tiefbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von meisterLars
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    Eigenleistung beim Hausanschluss

    Tach auch!
    Ich würd hier gerne mal einen, sagen wir mal, "fiktiven" Fall diskutieren.

    Ein Eigenheimbesitzer stellt seine Heizung von Öl auf Gas um, benötigt so auch einen Gashausanschluss.
    Da Geiz ja bekanntlich geil ist, wird der Tiefbau auf privatem Grund und der Wanddurchbruch in Eigenleistung erstellt.

    Der Vertragstiefbauer des Gasversorgers muss lediglich eine Baugrube auf öffentlichem Grund herstellen.
    Danach wird der Gasanschluss hergestellt und der Tiefbauer kommt noch am selben Tag, um die Gasleitung -auch auf Privatgrund- abzusanden.

    Abends gibts dann starken Regen, dieser läuft in die Baugrube, zum Haus und letztendlich durch den (vom Bauherrn) noch nicht verschlossenen Wanddurchbruch in den Keller. Da dort überall Laminat verlegt ist, kommt es zu einem beträchtlichen Wasserschaden.

    Diesen hätte der Eigenheimbesitzer gerne vom Tiefbauer ersetzt, weil der Tiefbauer seiner Meinung nach Maßnahmen hätte treffen müssen, um das Eindringen von Regenwasser in die Baugrube zu verhindern.

    Wäre hier keine Eigenleistung erfolgt, hätte der Tiefbauer den Durchbruch noch vorm Absanden der Leitung verschlossen und nichts wäre passiert.

    Frage ist jetzt, wer hier wie Schuld haben könnte.
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  2. Eigenleistung beim Hausanschluss

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  3. #2

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    der auftragnehmer haftet erst einmal für das, was er hergestellt hat bzw. für das er beauftragt ist. die frage ist jetzt, hätte der auftragnehmer auf die fehlende abdichtung hinweisen müssen?
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  4. #3

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    Darf der AN denn vor der Herstellung der Wandabdichtung bis ans Haus bzw. so verfüllen, dass Tagwasser eindringen kann?
    Das Verfüllen des AN auf Privatgrund sollte an sich rechtens sein (steinfreies Verfüllmaterial, Verdichtungsgrad, maschinelle Verdichtung erst oberhalb der Leitungszone etc. gemäß Vorschrift des Versorgers).
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  5. #4
    Baufuchs
    Gast
    Dem AG dürfte klar gewesen sein, dass der AN den Durchbruch mangels Beauftragung nicht schliessen würde. Also liegt es in seinem Aufgabenbereich -gerade bei unbeständiger Witterung- diesen Durchbruch unverzüglich nach Durchführung der Arbeiten zu schliessen.

    Außerdem:
    Spätestens als der Regen einsetzte, der, da es zur Flutung des Keller kam wohl auch sehr heftig gewesen sein muss, hätte der Bauherr eine provisorische Abdichtung vornehmen müsssen.

    Wie wird sowas laufen?

    Bauherr versucht den Tiefbauer in Regress zu nehmen, der meldet es seiner Haftpflicht und die wehrt, wie bei Versicherungen üblich die Ansprüche ab. Fröhliches Klagen.....

    Laienmeinung, keine Rechtsberatung.
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  6. #5

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    Sehe das auch so wie Baufuchs. Es ist ja ok durch Eigenleistungen Geld zu sparen - aber dann sollte man auch für mögliche Folgen geradestehen.
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  7. #6

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    Wie kann man eine Gasleitung einsanden, wenn die Wanddurchführung noch nicht geschlossen und abgedichtet ist?
    Wurde entsprechend weit vorher aufgehört, evtl schon an der Grundstücksgrenze?
    Dann bestünde ja kein Zusammenhang mit dem "privaten" Graben auf dem Grundstück.
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  8. #7

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    Und die restliche Leitungsstrecke schwebte dann in der Luft...?
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  10. #8

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    Bei mir hätte die Stadt die Gasleitung ohne saubere Wanddurchführung erst gar nicht gelegt. Erdarbeiten und Futterrohr für Mehrsparte hätten sie aus der Hand gegeben, aber das Gasrohr mit einer Wanddurchführung dicht ins Haus bringen nicht.
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  11. #9
    Themenstarter
    Avatar von meisterLars
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    Zitat Zitat von PeterB Beitrag anzeigen
    Wie kann man eine Gasleitung einsanden, wenn die Wanddurchführung noch nicht geschlossen und abgedichtet ist?
    Wurde entsprechend weit vorher aufgehört, evtl schon an der Grundstücksgrenze?
    Die Hauseinführung wird vom Gasversorger mit Holzkeilen im Wanddurchbruch fixiert. Das Absanden der Leitung auf Privatgrund geschieht auf Verlangen des Versorgers. Der Tiefbauer wird mit Sicherheit nicht nochmal mit Sand anrücken, bis der Eigenleister sich mal bequemt hat, den Wanddurchbruch zu verschließen. Daher wird bis ca 1m vor der Wand abgesandet und der restliche benötigte Sand wird im Graben oder seitlich des Grabens gelagert.

    P.S.: Ich verstehe sowieso nicht, wieso die Leute sich überhaupt für Eigenleistung bei Hausanschlüssen entscheiden. Das ist ne Ersparnis von vielleicht 200€, dafür hat man dann keine Garantie bei der Wandabdichtung und Kostenmäßig bekommt man als Privatmensch für das Geld kaum einen Minibagger gemietet, von der späteremn Verdichtung ganz abgesehen...
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