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Thema: Dampfbremse

  1. #1
    Fisiko
    Gast

    Dampfbremse

    Hallo liebes Forum,

    ich informiere mich schon seit einiger Zeit in diesem Forum zu den Themen Dachaufbau/Isolation und unbeheizter Keller, da wir einige Problemchen in unserem Eigenheim haben.
    Nun komme ich aber nicht mehr weiter und bin auf einem etwas höherem Niveau verwirrt. Deshalb hoffe ich das mir jemand weiterhelfen kann.

    In diesem Beitrag möchte ich das Problem Zugluft vom Keller ansprechen:
    Wir wohnen in einem Häuschen in Stahlbeton-Großtafelbauweise aus Mitte der Achtziger Jahre. Der Keller ist unbeheizt. Eine Dämmung ist nicht vorhanden. Auch sonstige Folien o.ä. sieht man nicht (WU-Beton??). Das einzige was man sehen kann ist ein Bitumenanstrich. In den alten Entwurfzeichnungen ist der Keller als "Mehrzweckkeller" deklariert und es gibt im ganzen Keller einen Anschluß für einen Heizkörper an der Stelle, an der in den Zeichnungen eine Sitzecke eingezeichnet ist --> ich gehe jetzt mal davon aus, dass diese Art von Nutzung heutzutage nicht möglich wäre. Die Kellerhöhe beträgt 2,13m.
    Der Keller ist aber trocken, und Kondensationsfeuchte ist mir auch noch nicht begegnet. Im Winter ist es aber schon arg kalt. Soweit ich sehen kann handelt es sich bei der Kellerdecke um eine 14cm Stahlbetondecke mit 3-4cm Styropor und darauf Estrich. Der Aufgang aus dem Keller ist oben durch eine normale Wohnungstür abgetrennt vom Flur. Die Trennung von Wohnraum zum Flur ist durch eine 8cm Dicke Gipswand realisiert (Gibsdielen).
    Hinweis: Mein Sohn spielt Schlagzeug und soll das bitte im Keller machen.

    Problem 1: Es zieht kalte Luft vom Keller ins EG. Ich habe nun gelesen das man den Kellerabgang am Besten aus der Thermischen Hülle hält. Deshalb habe ich vor die Kellertreppe im Keller zu verbauen und mit einer Tür zu versehen, und die Kellertreppe unterseitig zu dämmen. Ich frage mich jetzt nur, ob ich dann auf der "wärmeren" Seite eine Dampfbremse vorsehen muss oder nicht, da ja dann der Treppenabgang zum Keller mitgeheizt wird? Habe aber gelesen, dass der Temperaturunterschied ein anderer ist, wie zum Beispiel im Winter im Dachbereich und man eher keine Dampfbremse braucht. Oder besser doch, weil sie nicht Schaden kann? Jetzt möchte ich meinen Sohn aber auch nicht erfrieren lassen, deswegen überlegen wir, ob wir nicht doch einen Heizkörper an den einzigen Anschluß im Keller machen sollen. Damit kommen wir nämlich zum 2.ten Problem.

    Problem 2: Den Raum in dem mein Sohn Schlagzeug spielen soll habe ich mit einer Trockenbauwand geteilt (50er CW-Profile doppelt beplankt mit gips-Feuchtraumplatten (die grünen) und Steinwolle habe ich auch drin.) auf der anderen Seite des Raumes befindet sich nämlich die Kellertür in den Garten, und diese ist alles andere als dicht. Dort zieht extrem kalte Luft rein (evlt. Spezielle Luftdichte Tür einbauen?). Hier stellt sich mir jetzt auch die Frage, ob ich eine Dampfbremse auf der Seite brauche, in dem der potentielle Heizkörper stünde. Wenn ja - kann man diese auch auf der 1.Lage Gipsplatte anbringen, oder besser an den UW-Profilen?

    Ich bin mir darüber im klaren, dass der Keller kein Wohnkeller werden kann. Und ich habe Angst vor Feuchteschäden (never change a running System). Aber vielleicht kann mir jemand Tipps geben?

    Gruß
    Sascha
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  2. Dampfbremse

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Wenn Sie auf der Kaltseite eines Stahlbetonbauteils (Innenwand/Innendecke zu unbeheiztem Keller) dämmen wollen, brauchen Sie in der Regel keine Dampfbremse.
    Im Keller, der von Ihrem Sohn genutzt werden soll, könnten Sie über eine mäßige Innendämmung nachdenken, um die Behaglichkeit und Beheizbarkeit zu verbessern. Da könnte ich mir evtl. Mineralschaum-Dämmplatten vorstellen.

    Holen Sie sich doch mal einen Energieberater her - kostet nicht die Welt...
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