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Entscheidungsfindung Dachboden Dämmung

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  1. #1

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    Frage Entscheidungsfindung Dachboden Dämmung

    Hallo,

    ich habe einen ca.100qm große Dachboden (Kaltdach) der leider nicht zum Ausbau genutzt werden kann. Diesen möchte ich nun Dämmen (Dachbodendämmung)
    Ich habe bisher viele schöne Videos darüber gesehen und es ist mir ganz klar, aber alle Videos und Anleitungen bezogen sich auf ein glatten Fußboden. Bei mir sieht es aus das ich die Balken sehe und von unten dran sind die Deckenbretter vom Geschoss. Im Bild denk ich erklärt sich es.
    Meine Idee war es dazwischen dann Dämmung zulegen in 2 Lagen und dies versetzt. Aber was ist mit einer Dampfsperre. Alle Videos und Anleitungen schreiben das ich eine Dampfsperre unter die Dämmung machen sollte. Das ist ja nur schwer umzusetzen.
    Weiterhin gehen über die Balken die Elektroleitungen und verteilen sich dann von oben runter in die Zimmer. Daher weiß ich nicht so richtig ob Dampfsperre oder nicht und ob es reicht zwischen den Balken zu Dämmen.
    Ich könnte auch noch eine Bahn über die Balken legen, wäre dies eine Option?

    Benutzen würde ich als Material - Isover Topdeck DF 2-035 Deckenfilz Stärke 80mm (durch beide Lagen 160 mm) ---- Wäre dieses material geeignet oder habt Ihr ein besseren Werkstoff.

    Im Anhang mal eine Skizze und noch den Deckenaufbau
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  2. Entscheidungsfindung Dachboden Dämmung

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  3. #2
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    hier auch nochmal den gesamten Querschnitt des Gebäudes
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  4. #3

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    wenn man das fachgerecht machen will, wird man wohl von unten eine vollflächige Dampfbremse und Luftdichtheitsschicht anbringen müssen. Erst dann wird man von oben dämmen...
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  5. #4

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    ein Binderdach ist da schon extrem fehleranfällig da man unzählige Durchdringungen hat...
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  6. #5

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    Da bleiben wohl nur die Möglichkeiten: 1. OG Decke runter reißen, 1 Steinreihe der Innenmauern entfernen (Achtung Statik!) und die Dampfsperre durchziehen. 2. Von Außen mit Aufdachdämmung arbeiten.

    Bei Variante 1 wird viel Dreck/ Staub anfallen im Innenraum. Das Wohnen wird für eine gewisse Zeit sehr eingeschränkt sein. Bei der 2 Variante wird das Dach und damit die Ansichten (Stirnblenen an Traufe, Ortgang, Giebel) entsprechend breiter. Muss man mögen. Der Aufwand dürfte bei beiden Varianten relativ gleich bleiben, der Materialpreis auf m² wird bei Variante 1 aber wohl günstiger werden.

    Am Ende obliegt es einer Planung, was mehr Sinn ergibt, oder was besser vertetbar ist. Sie sollten sich lieber damit beschäftigen einen geeigneten Planer zu suchen oder Fachbetrieb mit entsprechenden Referenzen um die Maßnahmen qualitativ durchführen zu lassen.
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  7. #6

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    Richtig fachgerecht bekommt man es ohne Abriss der Decke nicht mehr hin.
    Es gibt aber funktionierende Alternativen:
    Einsatz von Dampfbremstapeten....sehr teuer und Fehlerträchtig, da Flankendiffusion noch Feuchtigkeit einträgt
    Dachboden komplett belüftet lassen und Zellulose oder Holzweichfaser ( beide sorptionsfähig) offen aufblasen lassen. Ist nahezu Wärmebrückenfrei und funktioniert bei ausreichender Belüftung des Spitzbodens. Nachteil: Nicht wirklich regelkonform aber funktionierend.
    Beraten lassen!
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  9. #7
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    so .. und jetzt kombinieren wir, was zu einer (bei normal guter ausführung)
    sicheren lösung gehört:
    * luftdichte eben komplett (!) unter der decke
    * dämmung - eh klar
    * belüftung des dachraums

    alle anderen varianten stellen in den details wieder
    sonderprobleme dar (zb aufdachdämmung: übergang
    wand-ringanker zur dämmung .. luftdichtigkeit?
    wärmebrücken?).
    warum/ob die deckenuntersicht abgerissen werden
    muss .. hmm.
    es scheint bestandsunterlagen zu geben - "statiker"
    oder twp suchen, der soll gucken, ob die wände
    tragend sind (glaub ich nicht, aber glauben heisst
    nix wissen ..) .. u.u. ist die sanierung mit dreck
    verbunden, aber technisch relativ einfach und sicher.

    unabhängig von der dämmung: die binder sind über
    40 jahre alt, oder? beurteilung nur anhand der
    unterlagen reicht nicht, da muss man genauer
    hingucken.
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  10. #8
    Themenstarter

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    vielen Dank erstmal für die Antworten, das Dach selbst bleibt weiter belüftet. Es sind auch Lüfteinlässe vorhanden. Wie gesagt der Dachraum wird nicht benutzt und wird so bleiben ungenutzt.
    da finde ich Flockes Idee wirklich am besten das Dach ausblasen zu lassen. Die Substanz vom Dach ist super, das Holz und ähnliches sieht aus wie neu ist übrigens baujahr 85.

    Bisher ist ja von hause aus auch eine Dämmung drauf die ja nur verstärkt werden sollte. Es ist mir klar das es ENEV's gibt. Aber das System bisher hat ja scheinbar bis heute auch ohne Probleme funktioniert.
    Ich versuch mal zu erklären wie ich das verstehe.

    Es geht um die Aufsteigende Feuchtigkeit des Raumes das bis zum Dach sozusagen hochzieht durch alle Deckenschichten. Im Dachraum angekommen muss die Luft erst durch die aufgebrachten Dämmstoffe wie z.b Rockwoll oder oder. Danach wird es an die Luft abgegeben. Nun muss das Dach so belüftet sein das es den Austausch und Aufnahme des Kondensats schafft richtig oder falsch?
    Ich habe mal den Deckenaufbau mit und ohne Dämmung eingegeben bei U-Wert und auch mal die Dicken gespielt der isolierung auf dem Dachboden. Irgendwie kommt da nie der taupunkt in Gefährliche bereiche. Oder ich mach ein Fehler bei den Eingaben.

    Daher ich verstehe es irgendwie nicht ganz. Vorallem es gibt ja eine 350er nTB (Bitumbahn denke ich) ist das nicht eh eine Dampfsperre?

    Vielen Dank
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