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  1. #1

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    Installation FBH: Absenkung der Vorlauftemperatur von 45° auf 35 Grad ... Mehrkosten?

    Hallo zusammen,

    in meinen letzten Beitrag (http://www.bauexpertenforum.de/showt...-45%B0-Vorlauf) wurde angemerkt, dass die Vorlauftemperatur von 45° ich sag mal "ungewöhnlich" wäre. Es ist eine Neubau-Doppelhaushälfte nach EnEV2009 vom Bauträger. Der Rohbau ist fertig, jetzt kommt die Sanitärinstallation. Im ganzen Haus wird ausschließlich FBH verlegt (EG, OG, DG, ca. 136qm Wfl.). Geheizt wird mit Gastherme. Keine KWL, Solarunterstützung nur für Brauchwasser. Nun sind 45° Vorlauf natürlich etwas viel für etwaige Zukunftsoptionen (z.B. Wärmepumpe).

    Der Verlegeabstand ist so ungefähr 15cm, im Fensterbereich ca. 10cm (hab ich im baugleichen Nachbarhaus gesehen).

    Ich hab meinen Heizi mal darauf angesprochen, ob man die FBH nicht so auslegen könnte, dass wir den Vorlauf etwas runterbringen. Er hat mir vorher eine kurze Mail geschickt in der er schreibt, dass das Mehrkosten in Höhe von ca. 1300 Euro zzgl MwSt nach sich ziehen würde (Material, Aufwand, etc.), wenn wir die Heizung auf "Wärmepumpen-Niveau" bringen wollen.

    - Ist der Mehrpreis im Vergleich zu einer "Standard-FBH" eurer Meinung nach gerechtfertigt?
    - Wie setzt sich der Mehrpreis zusammen?
    - Was ist "Wärmepumpen-Niveau"? 35°?
    - "Lohnt" bzw. "Rechnet" sich diese Temperaturabsenkung als "Zukunftsoption"? Würdet ihr einen Mehrpreis in Kauf nehmen?

    Ich treffe mich morgen mit ihm und hätte gerne vorab ein paar Meinungen von euch dazu!

    Eine Frage noch zu seinem Sanitärangebot. Dort steht bei der Unterschriftszeile:
    "Hiermit erteile ich Ihnen den Auftrag auf der Basis des vorstehenden Angebotes zum voraussichtlichen Gesamtpreis von Euro xxx incl. MwSt. Die Abrechnung erfolgt nach tatsächlichem Aufwand."

    Ähm... irgendwie ist mir bei diesem Passus unwohl. Das riecht nach Mehrkosten. Kann ich diese Aussage einfach streichen?

    Vielen Dank vorab!
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  2. Installation FBH: Absenkung der Vorlauftemperatur von 45° auf 35 Grad ... Mehrkosten?

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  3. #2

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    Ich würde mich zuerst einmal fragen, was in den 1.300,- € enthalten ist. Eine Aussage wie "Wärmepumpenniveau" ist nichtssagend. Er sollte schon genau sagen was er gedenkt zu unternehmen. Vermutlich braucht´s einen engeren VA und zusätzliche Kreise, sprich einen größeren HKV.

    Bei 15cm VA und 10cm im Randbereich sehe ich nicht mehr viel Potenzial. Man könnte den 15er Bereich auf 10cm auslegen, das bringt noch ein paar Watt/m2 bzw. eine geringfügig niedrigere VL Temperatur. Wie sich das im Detail auswirkt, das kann man aus der Ferne nicht sagen. Dazu müsste man jetzt genau untersuchen, was, wo, wie verlegt wird und wie sich das durch die Option verändert.

    Der Passus "nach tatsächlichem Aufwand" ist natürlich gefährlich, für beide Seiten.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Nach dem Treffen hab ich jetzt etwas präzisere Infos.

    Das ist im Standard enthalten:
    - 45° Vorlauf
    - FBH mit VA von 15/10cm im gesamten Haus
    - FBH Bad mit VA von 5/10cm

    Das ist im 1300 Euro Mehrpreis enthalten:
    - 30-35° Vorlauf
    - FBH mit VA von 10/5cm im gesamten Haus
    - FBH Bad mit VA von 5/5cm
    - Es ist auf 3 Etagen je ein größerer Heizungsverteiler erforderlich als der Bereits eingebaute, da zusätzliche Heizkreise erforderlich sind.

    Auf die Frage, ob er (der Heizi) es einbauen würde, meinte er, dass man die 1300 Euro+Steuer erstmal reinsparen müsste. Bei der Gastherme würde ich nahezu nichts sparen, es ist eine reine Zukunftsoption.

    Und was jetzt?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Daedalus Beitrag anzeigen
    Eine Frage noch zu seinem Sanitärangebot. Dort steht bei der Unterschriftszeile:
    "Hiermit erteile ich Ihnen den Auftrag auf der Basis des vorstehenden Angebotes zum voraussichtlichen Gesamtpreis von Euro xxx incl. MwSt. Die Abrechnung erfolgt nach tatsächlichem Aufwand."

    Ähm... irgendwie ist mir bei diesem Passus unwohl. Das riecht nach Mehrkosten. Kann ich diese Aussage einfach streichen?
    Dein Gefühl liegt richtig - sehr riskant.
    Solch eine Vereinbarung (als ein Regieauftrag) wäre für mich bei einem Neubau ABSOLUT INDISKUTABEL!
    Einfach streichen geht aber nicht, sondern zurückreichen und um Festpreisangebot bitten.

    In Sachen VL/Amortisation hat der Heizi schon recht.
    Trotzdem würde ich das so machen, wenn es Euer Finanzrahmen hergibt! Der Aufpreis ist moderat und eine spätere Änderung kaum möglich (und wäre extrem aufwendig).
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  6. #5

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    Ich würde mir das auch gönnen. Vielleicht ist man irgendwann einmal froh darüber, und der Aufpreis ist zu verschmerzen. Ein VA von 5cm ist aber schon eine Herausforderung.

    Rein wirtschaftlich betrachtet ist die Option genau so zu sehen wie ein vergoldeter Duschkopf im Badezimmer. Da könnte man auch nur spekulieren, dass der Goldpreis heftig weiter steigt.
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  7. #6
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    Verlegeabstand 5 cm möchte ich sehen .... bitte gut dokumentieren und hier einstellen

    Alles unter 7,5 oder 8 cm (Noppensystemplatte) halte ich für ein Gerücht ....
    Zudem hat mir noch keiner nachgewiesen, dass Estrichstege mit ~ 3,5 cm zwischen den Rohren den auftretenden Scherkräften stand halten ....

    Kurz : Ich halte so wenig vom Verlegeabstand 5 cm dass ich ansatzlos auf nen Auftrag verzichte wenn das mit normalem (16er oder 17er) Rohr gewünscht wird.

    Ich wills sehen wie das an anderen Orten der Republik gelöst wird .... :-)
    Meterstab drauflegen und Bilder, Bilder Bilder ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
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    Hallo,

    naja so langsam kommen wir mit den Upgrades in einen Preisbereich wo es weh tut, deshalb müssen wir uns das schon gut überlegen. Es kamen schon einige Positionen, die (wie immer) teurer als geplant ausgefallen sind und die Finanzierungsreserve nicht ganz unerheblich strapazieren.

    Was ist davon zu halten, den Monteur direkt mit einem gescheiten Vesper und was Flüssigem zu ein paar Metern mehr Leitung / Zimmer zu bewegen? So als kostengünstiger Kompromiss? Oder schafft man sich damit uU mehr Probleme als Nutzen?
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  10. #8
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    Was ist davon zu halten, den Monteur direkt mit einem gescheiten Vesper und was Flüssigem zu ein paar Metern mehr Leitung / Zimmer zu bewegen? So als kostengünstiger Kompromiss? Oder schafft man sich damit uU mehr Probleme als Nutzen?
    Das Problem hätte dann der Monteur .... bei mir dürfte er sich im Anschluß an so eine Aktion fristlos die Papiere holen.

    Das ist im Standard enthalten:
    - 45° Vorlauf
    - FBH mit VA von 15/10cm im gesamten Haus
    - FBH Bad mit VA von 5/10cm
    Wenn das so verlegt wird und nicht grade eine ganz ungeschickte Zonierung der Heizkreise gewählt wurde ... dann möchte ich fast wetten, dass es bei vernünftigen Wassermengen - bis auf die Bäder - für den Rest des Hauses für ein Temperaturniveau von 35-40° reicht .... und das ohne die Pläne gesehen zu haben.

    Dazu brauchts u.U. nur mal den einen oder anderen Leitungsabschnitt in der Zuleitung zum Verteiler eine Dimension größer ... und in den Bädern sollte sowieso eine Zusatzheizfläche vorgesehen werden.
    Das dürfte mit 15% des Mehrpreises erledigt sein .
    Ich bevorzuge da Heizfläche *rein elektrisch* .... heisst selbst wenn aus Budgetgründen nicht sofort realisiert ... dann wenigstens Steckdose mit eigener Sicherung vorsehen lassen.
    Das dürfte vermutlich als *Vorbereitung* in der selben Größenordnung liegen.

    Gruß
    Achim Kaiser
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