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  1. #1

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    Nur eine stützmauer hinter gehsteig...

    Ich weiß nicht wirklich, wo mein Anliegen am besten hier einzustellen wäre. Bitte seht mir meine derzeitige Aufregung etwas nach.
    Mein Problem:
    die Kommune baut derzeit einen Gehsteig von 150 m Länge. Daran grenzen gesamt 4 Anlieger u.a. auch unser späteres Bau-Grundstück an; wir haben Strassenplatz dafür abgetreten. 4 Werktage nach dem Vertrag wurde mit dem Bau begonnen. Bei den Bauarbeiten gibt es ständig Ungereimtheiten; der Unternehmer macht anscheinend was und wann er will, die von der Kommune und deren Ausführungsbauleiter vorgenommenen Lösungen sind im Detail planerisch nicht (komplett/nicht) erfasst oder bemaßt, und werden teils lediglich "vor Ort angegeben".
    Ich hänge irgendwo hilflos mittendrin und versuche meine Bedenken nicht übermächtig werden zu lassen. Es ist auch eilig, das Damoklesschwert mit dem Vorwurf der Bauverzögerung und Schadenersatz hängt über mir. Grundstücks-Eigentümerin ist meine Mutter.

    Hier mal eines der Probleme:
    Ein Schnittplan durch unser Grundstück existiert nicht, lediglich Nebengrundstück in ähnlicher Form. Weil das Objekt so klein sei, könne man nicht alle Änderungen (?) ständig planen und ergänzen? Hinter der neu wieder herzustellenden Stützmauer (neu gegen alt, und jetzt auf unserem Grundstück) war beim Nachbargrundstück eine Drainage gezeichnet, dort wohl aber auf Wunsch des Eigentümers weggelassen worden.

    An unserem Grundstück ist eine Drainage eingebaut in der folgenden Art:
    anfangs - linke Seite - grünes Stangenrohr DN 100 - auf Ok Fundamentplatte endend und seitlich fast dicht am Fundament anliegend, dort halbwegs sauberes Packungsmaterial rd. 40/30 cm breit und 40 cm hoch, kantig Sieblinie (trotz Nachfrage noch) unbekannt. Darauf lose, doppellagig, weißes Vliesmaterial (kein Eignungsnachweis an mich, trotz Nachfrage). Auf den Schotter wird immer mehr Erdreich unter/eingespült, trotz Hinweis.

    später - ab Mitte rechts - grünes Flexrohr DN 100 - dort anfangs in Schlangenlinien auf und ab. Hier hat mein ständiger Protest dazu geführt, dass die Leitungsenden angeblich nach oben gehoben wurden, sodass der Leitungsanfang wenigstens nicht der tiefste Punkt ist. Hier ist - trotz Hinweis - kein Drainagepackungsmaterial sondern Restmaterial aus der Gehsteigunterfüllung verwendet mit deutlichem braunem Erdmaterialanhaftung und noch mehr Erdreich aus der Umgebung; Vlies identisch. Wo sich die Leitungen mittig treffen liegt das Drainagepaket an der Oberkante auf ca. 2-3 m Länge ca. 15 cm tiefer, ob dort zusammengeschlossen weiß ich nicht (niemand?).

    Alle meine Proteste nach Nachfrage nach DIN halfen nichts. Es würde nicht nach DIN sondern nach den Regeln der Baukunst gearbeitet. Meine Nachfrage ob temporär an Entwässerung angeschlossen wird, weil der Erdaushub hinter der Stützmauer falsch und mit ca. 2,10 cbm/je lfm viel zu viel sei (z.B. überflüssige Böschung im Regelbereich von ca. 2,50x1,30/2 pro m Länge = Schichtenwasser?), erhielt hochmütige Abfuhr: Drainageanschluss an Ortskanal sei in De. grundsätzlich verboten. Die Drainage würde: " wird üblicherweise im Graben entlang des Rohres wieder in den Untergrund versickert."

    Bitte, bitte an die Experten ratet mir wenn ihr könnt. Ist diese Drainage - wie o.e. nur bei einer Stützmauer hinter dem Gehsteig - nicht schlimmer als keine Drainage. Dass die nicht funktioniert - obgleich die Kommune sicher gut dafür zahlt - steht für mich fest. Wie seht ihr das. Bin schon ganz verzweifelt. Wie schon gesagt, nur ein Punkt unter vielen.
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  2. Nur eine stützmauer hinter gehsteig...

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Themenstarter

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    Vielleicht sollte ich noch ergänzen:
    die Gesamtlänge = ca. 26,5 m, es gibt 2 Knicke von ca. 45 Grad und mehr ins Grundstück rein. Die Anlage ist selbstverständlich komplett ohne Spülschächte ausgeführt. Wozu auch, es gibt ja vermutlich keine Ausleitung sondern lediglich eine gerade Linie mit 2 Knicken rechts, und beidseitig am Ende wohl mit Deckel verkapselt. Jedenfalls lag mal ein Deckel lose herum.
    Ein Gefälle resp. durchgehendes Gefälle hat die Anlage wohl auch nicht, lediglich ca. 15 m von links - wie o.e. eine Vertiefung des Kiespaktes sichtbar.
    Der Hügel auf der Drainagepackung wächst auch täglich an. Es wird wohl alles druntergekehrt was irgendwie übrig bleibt.
    So steht die Sache nur 10-14 Tage rum, und es wird immer mehr Erdreich eingespült.
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Wahrscheinlich mehrstufig:
    • örtlichem Ing. Büro Tiefbau die Sachlage schildern
    • seine Meinung dazu hören
    • fragen, ob Unterstützung möglich
    • Bürgermeister anrufen und um gemeinsamen Termin bitten
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Herr Abt,
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  6. #5

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    Wie so oft würden ein paar Fotos die Einschätzung der Situation extrem vereinfachen!

    Warum wendest Du Dich nicht an den von Dir erwähnten "Ausführungsbauleiter"? Der sollte doch die Bauleitung vor Ort haben und auch wissen, welche Leistungen ausgeschrieben sind! In den "Schnittplänen" (Querprofilen) können unmöglich alle Details erfasst werden, da diese i. d. R. in einem Abstand von 25 bzw. 20 m, innerorts auch mal 10 m, erstellt werden. Der Lageplan sollte aber schon Auskunft geben, welche Änderungen an den Einfriedungen vorgenommen werden.
    Um was für eine Stützmauer geht es denn? Wie gesagt, Bilder sagen manchmal mehr als tausend Worte!
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  7. #6
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    Hallo,

    ihr habt natürlich beide recht.
    mehrstufig:
    •örtlichem Ing. Büro Tiefbau die Sachlage schildern
    •seine Meinung dazu hören
    •fragen, ob Unterstützung möglich

    Es fragt sich eben wieviel Geld wollen wir noch in diese Sache reinstecken, die ja die Kommune sozusagen "für uns erstellt", es ist ja immerhin nur eine Stützmauer an der Straße. Habe auch schon RA Beratungskosten. Der versteht aber nichts davon, sinnlos mit dem weiterzumachen. Weil ich mir hinsichtlich der Drainage unsicher bin ob ich überreagiere, hatte ich bei euch angefragt.

    Mit Bürgermeister habe ich zwar Do. 27.11. einen Termin aber da wird es vornehmlich um eine andere schwerwiegende Ecke des Grundstücks gehen und in technischen Dingen ist der natürlich nicht so bewandert.

    Meine Bedenken habe ich nicht nur einmal schriftlich angemeldet, wird aber immer niedergeschlagen. Zuletzt auf meine Frage nach welcher DIN denn die Drainage hergestellt, z.B. vom Ausführungsbauleiter die für mich traurige Antwort:
    man kann nicht immer nach der DIN arbeiten, dies ist hergestellt nach den Regeln der Baukunst. Dieselbigen sie aber nicht näher erläutern konnten (oder wollten?).
    Ausführungsbauleiter kenne ich schon seit Jahren. Ist eigentlich Statiker von Haus aus, macht aber seit Jahren auch kommunale Aufträge ich denke auch für Erschließungsgebiete. Er zuckt aber immer nur hilflos die Schultern, ist also keinesfalls ein Hilfe.
    Zur Krönung macht dann der Unternehmer einfach was er will, und man lässt ihn das tun?

    Fotos, mal sehen ob ich es schaffe. Nein, leider nicht. JPEG ist zu groß und als PDF wird es nicht angenommen. Bin leider ne absolute IT Null.
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  8. #7
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    Jetzt doch nochmal ein Versuch einige Bilder der Drainage-Anlage während der Ausführungsphase 14.11.13 upzuloaden:
    Sicher war das jetzt nicht so toll. Ob man damit was anfangen kann?
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  9. #8
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    Sorry, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass du hier im Forum wirklich Hilfe bekommen kannst.

    Nicht wegen der fehlenden Fachkunde aber weil das ganze ohne örtliche Sichtung der Gesamtsituation nur ein einziges Rätselraten sein kann.
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  10. #9
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    Manfred Abt:

    Tja, ich befürchtete das schon, dass keiner so richtig was dazu sagen kann. Und das ganze ist vermutlich (in euren Augen) auch zu popelig.

    Müssten wir nicht für die Instandhaltung der Anlage als Grundstückseigentümer selber Sorge tragen, könnte es und wäre es mir auch ziemlich egal.
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  11. #10
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    zu popelig ist das nicht, aber es geht nur vor Ort zu klären.
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  12. #11
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    Schade, kann keinen Auftrag erteilen. Köln und Schwarzwald liegt einfach zu weit auseinander.
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  13. #12

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    Kann auf den Fotos erst mal keine großartigen Mängel erkennen!
    Okay, zwischen Abgrabung und Drainage sollte ein Vlies liegen. Aber sonst?
    Wenn Du mit Bild 3 auf Verunreinigung des Filtermaterial anspielst, kann ich Dich beruhigen: So sieht feuchtes Sickermaterial (hier vielleicht 2/32) schon mal aus! Kommt ja nicht unbedingt gereinigt vom Kieswerk!

    Auch beim Kontrollschacht sieht es jetzt nicht so aus, als ob es dafür keine zufriedenstellende Lösung gäbe!

    Ich denke, Du solltest die Kirche mal im Dorf lassen und nicht alles anzweifeln! Es sei denn, Du überzeugst mich vom Gegenteil...
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  14. #13
    Themenstarter

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    Auf Bild 3 tatsächlich am besten zu erkennen:
    a) natürlich Vlies an der Abgrabung hinten fehlt, also seitliche Erdeinschwemmung.
    b) natürlich Filtermaterial. Zur Hälfte ist richtig gutes Material verwendet. Der Rest siehe auf Foto: orginal das gleiche wie für den Gehwegunterbau verwendet; Mineralbetonähnliches eben. Hatte vergleichend von beidem eine Hand voll aufgenommen.
    c) grünes Material, z.Teil als Stange, hier nur noch Schlange. Schön ist ja nur ne Stützmauer. Allseits gelocht zur Verrieselung im Graben. Naja ist ja nur ne Stützmauer. Kenne ich jetzt zwar nur für Flächendrains aber bitte, die werden sich schon auskennen.
    d) wie auf Bild 2 zu erkennnen der Beginn der Drainage = rechts und fließt (hoffentlich) nach links. Rechts ist tiefer als links. Das wenigstens wurde vor dem verfüllen lt. Bauleiter noch geändert, rechts sei hochgehoben worden. Ich vermute ich sollte das noch untersuchen?
    e) alle Drainageleitungen liegen unmittelbar am Fundament an, dort genau wo vor Wasser geschützt werden soll. Aber, ok nur ne Stützmauer, die werden sich schon auskennen.
    f) beide Drainageleitungsanden liegen Rohroberkante bündig mit Fundamentoberkante, ohne Gefälle ziemlich waagerecht auf je ca. 10-12 m Länge und lediglich im Mittelbereich wo sie aufeinandertreffen ist ca.2-3 m lang auch ca. 15 cm tiefergelegt. Beim Bild 3 immer daran denken rechts wo es runter geht mit der Leitung ist Rohranfang fließen soll es nach links, aber das soll ja gerichtet worden sein.
    g) keine Ahnung ob die beiden Rohrenden mittig einfach zusammengesteckt oder irgendwo punktentwässert werden. Ist ja nur ne Stützmauer.
    h) ich sehe keine Spülvorrichtung. Hier allerdings meine auch ich: muss nicht sein?
    ij) das Vlies liegt als fadesscheiniges Fähnchen (immer mehr seilähnlich) immer mehr vom Wetter zerrauft doppellagig lose auf dem Kies, Kiespaket auf dem Drain wächst immer mehr an. Alles wird alles druntergekehrt was so anfällt und nicht mehr gebraucht wird. Schon vor Vliesauflage drauf lag war schon viel von der herunterkollerte Erde auf dem Kies. Wurde natürlich einfach überdeckt. Seitlich schwemmt es täglich mehr Erdreich unter das Vlies. Aber schön ist ja nur ne Stützmauer, die Fachleute werden schon wissen was sie tun.
    Alles gemeldet, bis auf den einen Punkt passiert nichts.

    Ich bin ein Feind von Aktionismus, diese Drainageanlage hätte ich lieber gar nicht erst. Warum bloß hatte ich nicht anstatt dessen einfach ein Vlies-abgedecktes Kiespaket statt Drainage gewünscht, so wie es auch der Nachbar wollte. Zumindesten billiger wäre es gewesen.

    So jetzt wieder zu meiner Eingangsfrage. ich bin fest überzeugt sie nützt mir nichts diese Drainageanlage. Ich will nur noch wissen:
    schadet sie auch nichts??????

    Mehraufwand für ordentliche Ausführung vor Ort: sicher nicht mehr als 1/2 Stunde für alles!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    PS: die Leitung auf Bild 2 wurde ja rechts nochmal hochgenommen und dicht ans Fundament angelegt worden, wie alle anderen Leitungen auch.

    zu b) das Filtermaterial hinterließ an meinen Händen reichlich Erdverschmutzung (aber nicht dasjenige von der Baustelle sondern Fremdmaterial).

    Ja, ja ich bin einfach zu penibel und verstehe eben nichts davon.
    An den Unternehmer traut sich einfach keiner ran. Möchte nur mal wissen, warum nicht? Welches düstere Geheimnis?
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  17. #15
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    Herr Manfred Abt ist ein weiser Mann. Er hat mir gleich prophezeit, dass ich hier nichts zu erwarten hätte, und es war so. Vor allen Dingen bringt er immer den notwendigen, sachlichen Ton mit sich.

    Hätte ich doch mal lieber gleich auf ihn gehört, hätte ich mir wenigstens eine Mange Zeit erspart.
    Auf Herrn Abt werde ich zukünftig hören, sofern es für mich in diesem Forum ein zukünftig noch gibt.
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