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  1. #1

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    Außenputz und Algen

    Hallo zusammen, wer kann mir helfen?

    Wir bauen gerade unser erstes Haus und der Putzer hat uns vorgeschlagen, als Schutz gegen Algen einen "dispersionsoffenen Kunstharzputz" aufzutragen. Vertraglich ist ein mineralischer Kratzputz (2mm) vereinbart. Der Kunstharzputz soll ca 600 EUR zusätzlich kosten. Das Haus ist 2-stöckig und hat eine Grundfläche von ca 100m2.
    Wir stehen Kunstharz sehr skeptisch gegenüber.

    Hat hier irgendjemand Erfahrung? Ihr würdet uns sehr, sehr helfen.
    Vielen Dank im Voraus.
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  2. Außenputz und Algen

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  3. #2

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    Gemeint ist "diffusionsoffen", was auch immer damit genau gemeint ist bzw. sind das alle Putze.

    Wenn die Fassade algengefährdet ist (niedriger U-Wert der Außenwand, geringer Dachüberstand, viele Bäume in der Nähe...), hilft als wirksam auf längere Zeit nur ein biozid ausgerüsteter Kunstharz-/ Siliconputz oder mind. zwei biozid ausgerüstete Anstriche mit geeigneter Farbe auf dem Mineralputz.
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  4. #3

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    Blödsinn.
    Wenn ich einen bereits Mineralischen Untergrund habe, ist es mehr als sinnvoll einen Mineralischen Oberputz aufzutragen. Den dieser Schütz durch seine Alkalität länger vor Algen und Moos befall. Organische Beschichtungsstoffe, die ein sogenanntes " Fungizid" in der Farbe o.ä haben, werden mit der Zeit ausgewaschen.
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  5. #4

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    Und im Rahmen des Systems sollte der "massive" Aussenputz die mögliche Maximalstärke erhalten. Damit kriegt man Masse in Bauteiloberfläche und die unterkühlten Stunden werden weniger und damit auch das Algenwachstum.
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  6. #5

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    "Blödsinn" sind allenfalls die Marketingaussagen bezüglich der Wunder-Putze, die aufgrund von Alkalität, Hydroaktivität, Speicherfähigkeit etc. irgendwelche "natürliche" Widerstandsfähigkeit gegen Algen hätten. Gerade die Alkalität ist an der Oberfläche nach wenigen Wochen weg, zudem gibt es genügen Spezies, denen der PH-Wert eh Schnuppe ist.

    Das einzige, was wirklich hilft, sind Gifte. Und da diese natürlich mit der Zeit ausgewaschen bzw. abgebaut werden, liegt das Geheimnis in der Formulierung, damit das eben nur langsam geschieht.

    Ich kenne keinen Putz- oder Farbhersteller, der Garantien oder ähnliches ohne den Einsatz von giftigen Wirkstoffen gibt. Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Mark Beitrag anzeigen
    irgendwelche "natürliche" Widerstandsfähigkeit gegen Algen hätten.
    Alkalität ist eine Tatsache und nicht irgend etwas erfundenes. Ja, die Alkalität lässt mit der zeit nach, aber nicht wie von dir Beschrieben innerhalb von wenigen Wochen. Das einzige was die Alkalität abbaut ist unter anderem Saurer Regen. Aber das dauert Jahre und nicht Wochen.
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  8. #7

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    Einen Tod muss jeder sterben, also such Dir einen aus
    Ich würde den diffusionsoffenen und algizid-ausgerüsteten Siliconharzputz nehmen.
    Auf den zusätzlichen Anstrich würde ich dann verzichten und für den ersten Anstrich nach Bedarf anlegen ;-)
    Bei der mineralischen Variante könnte der "Egalisationsanstrich" nötig werden, vorallem aber wenn der Putz farbig wird.
    Auch wenn Du den Kunstharzputzen skeptisch gegenüber eingestellt bist, rein aus dem Gefühl kenne ich mehr Schäden an dünnschichtigen meineralischen- als an Kunstharzgebundenen Systemen. Mit Schaden meine ich jetzt nicht nur die paar Algen auf der Fassade.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von EMSO789 Beitrag anzeigen
    Das einzige was die Alkalität abbaut ist unter anderem Saurer Regen. Aber das dauert Jahre und nicht Wochen.
    Jop, das ist richtig so, und man kann das durch die Gesamtschichtdicke des Untergrundes also von Grundputz, Putz und ggf. Egalisationsanstrich beeinflussen.

    Biozide waschen sich i. d. R. nach rund 2 Jahren aus. (Die Natur freut sich)
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  10. #9
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    hallo zusammen, vielen Dank an Euch alle. Vor Algen kann man sich wohl nicht vollständig schützen. Eure Beiträge haben aber schon einmal sehr geholfen. Vielen Dank.
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  11. #10
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    hallo Taipan, ist es möglich, dem Putzer den Auftrag zu erteilen, aus 2mm Kalkputz, 3mm dicken Kalkputz zu machen? Oder ist das aus irgendwelchen (statischen?) Gründen nicht möglich?
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  12. #11

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    Ob du das dem Putzer sagen kannst, weiss ich nicht ... möglich ist es auf jeden Fall ... ich rede aber nicht von +1mm sondern eher von +5mm .... und das wiederum muss mit dem Systemhersteller (siehe bauaufsichtliche Zulassung des WDVS) abgeklärt werden.

    Zu deiner Beruhigung: Algenbewuchs ist in aller Regel kein technischer Mangel, sondern nur ein optischer. Der Algenbefall schränkt die Funktionsfähigkeit der Fassade nicht ein.
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  14. #12
    Avatar von Hundertwasser
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    Allen die von einer dauerhaftigen Alkalität mineralischer Putzoberfläche überzeugt sind mache ich ein Angebot: Ihr nennt mir die Adresse einer Fassade die ca. 12 Wochen alt ist. Wir treffen uns dort, Phenolphtalein bringe ich mit. Dann wird untersucht!
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  15. #13

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    Danke Hundertwasser, das Beispiel wollte ich auch noch bringen. Natürlich wird der mineralische Putz nicht neutral oder gar sauer. Es reicht aber aus, wenn der pH-Wert unter 11 liegt, damit der natürliche Schutz weitestgehend verloren ist. Und da eignet sich als Nachweis am besten Phenolphthalein.
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