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Thema: Dachaufbau

  1. #1

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    Dachaufbau

    Hallo,

    welcher Dachaufbau macht Sinn eurer Meinung nach. Mir ginge es um Funktion und Zeit beim montieren.

    1.
    Dachziegel
    2x Lattung
    Nagelband
    Diffusionsoffene Folie
    Schalung aus Fichtenbrettern
    Zwischensparrendämmung (28cm)
    Untersparrendämmung (6cm)
    Dampfbremse
    Lattung als Installationsebene
    Gipskartonplatte

    2.
    Dachziegel
    2x Lattung
    Nagelband ?
    Diffusionsoffene Folie ?
    OSB Platten
    Zwischensparrendämmung (28cm)
    Untersparrendämmung (6cm)
    Dampfbremse
    Lattung als Installationsebene
    Gipskartonplatte

    Die OSB Platten sollen ja dafür geeignet sein was ich gehört habe. Wird dann noch die Folie und das Nagelband benötigt? Der Vorteil wäre, dass der Einbau schneller wäre.

    3.
    Dachziegel
    2x Lattung
    Steico Universal Unterdeckplatte (6cm)
    Zwischensparrendämmung (28cm)
    Dampfbremse
    Lattung als Installationsebene
    Gipskartonplatte

    Die Unterdeckplatten sollen ohne Folie auskommen, Witterungsbeständig sein und auch Belastbar ( bei der Verarbeitung). Der Vorteil wäre die Zeitersparnis. Würde da aber gerne Meinungen hören von Leuten die das System nicht verkaufen.

    Hat wer damit Erfahrung? Wie sind die Meinungen zu den drei Varianten? Wie sieht es Bauphysikalisch aus?

    Danke und sg
    Daniel
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  2. Dachaufbau

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  3. #2

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    Ich find sie alle 3 kacke, weil zu wenig Infos... Wobei 3 irgendwo noch Sinn macht. Warum soll das Dach abgeschalt werden? Welche Dachneigung?
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  4. #3
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    Ist im Rahmen eines Dachbodenausbaus, es entstehen also darunter Wohnräume.
    Dachneigung: 38,5 Grad
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  5. #4

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    Ist das ein komplett Neuaufbau? Hat die Schalung nen statische Bewandniss? Ansonsten ergibt sich mir nicht, warum der Aufwand betrieben werden soll, wenn es auch mit einer Unterspannung möglich wäre? Grundsätzlich sind die Ziele wohl erstmal festzulegen. Was will ich erreichen und wie hoch soll der Aufwand und damit die Kosten sein? Liegen Angebote vor, gibt es einen Planer?
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  6. #5
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    Nein, ist kein Neuaufbau, zumindest nicht komplett. Der aktuelle Aufbau ist Ziegel, Querlattung, Sparren. Es sind die Querlattung und auch die Sparren zu gering dimensioniert. Die Sparren werden aufgedoppelt, um auf die Dämmstärke zu kommen, die Lattung wird erneuert.

    Ziel ist eine angemessene Wärmedämmung für das Dachgeschoß.
    Der Aufwand und die Kosten richten sich meiner Meinung nach danach, welche Variante gewählt wird, oder?
    Angebote liegen noch keine vor. Planer gibt es natürlich (Variante 1)

    Für mich ist wichtig, welche Variante die optimalste ist, bzw. ob alle funktionieren oder OK sind. Danach entscheiden wir welche es wird, unter Berücksichtigung der Kosten.
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  7. #6

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    Wie gesagt, halte ich die Schalung für unnötig, wenn sie keinen genauen Grund hat.

    Variante 2 ist Murks und Variante 3 wird am Ende teurer werden, als Variante 1. Variante 3 hat dafür ein besseres "Hitzeschild" durch die Aufdachdämmung.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Ok, vielen Dank für die Mühe. Leider ist besser meistens teurer, es sollte aber dafür schneller gehen.

    Also stimmt es wirklich, dass die Steico Unterdeckplatten ohne Folie auskommen. Gibt es dazu Langzeiterfahrungen?
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  9. #8

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    Ob nun Steico, Gutex, Schneider usw ist am Ende völlig egal. So lange Sie die entsprechenden Zulassungen tragen ist dem schon Glauben zu schenken. Wobei dies ein zwei schneidiges Schwert ist und es sehr von der frei bewitterten Phase abhängt.

    Die Unterdeckplatte geht nicht schneller als die Überspannung. Die sollte deutlich länger dauern. Das ist also Unsinn! Selbst wenn ich die Zeit zur Montage der Dichtbänder rechne, dann bin ich mit der Folie immer noch schneller.

    Ich verarbeite schon lange Holzweichfaserplatten und bin generell vom Produkt überzeugt. Wie bei jedem Material gibt es auch hier Nachteile, die keiner offen sagt. Einer ist die Zeit, wenn die Freibewitterungsphase überschritten wird. Der Stoff reibt sich großflächig ab. Hat man Anschlüsse wie Dachflächenfenster oder ähnliches lediglich mit Primer behandelt, hat man ein Problem. Denn die feuchtigkeit sitzt tiefer, als der Primer einzieht und am Ende hält der Primer nicht mehr. Das kann man aber verhindern, wenn man zusätzlich mit Folien arbeitet.

    Das hängt aber nicht vom Werkstoff ab, sondern vom Verarbeiter.

    Ein Dach sollte aber innerhalb von 3-6 Wochen durchaus realisierbar sein. Beim Vergleich der Angebote auch die entsprechenden Materialien berücksichtigen. Ich hab es immer öfter, das ich angeblich zu teuer bin, aber auch nur weil ich höherwertige Produkte verwende oder es allgemein der Grundsatz in der Firma ist, in der ich arbeite. Also nicht nur den Gesamtpreis vergleichen, sparrt manchmal am Ende etwas Ärger
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    die variante mit "bautechnischer mdf" fehlt.
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  11. #10
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    Ist mir noch nicht vorgeschlagen worden. Wie funktioniert diese Variante bzw. was wären die Vorteile?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Ich find sie alle 3 kacke, weil zu wenig Infos... Wobei 3 irgendwo noch Sinn macht. Warum soll das Dach abgeschalt werden? Welche Dachneigung?
    Kalle Du bist aus Schleswig-Holstein, der Themenstartet aber aus Ober-Österreich. Auch wenn es vielleicht keinen sachlichen Grund für die Abschalung gibt, so wird dies im ganzen Süden schon aus Tradition so gemacht. Dächer bei Dir sehen halt anders aus als bei denen. Beispiel eure Pappdoggen sind dort eher unbekannt.

    Windripenband, (Nagelband) hier stellt sich doch die Frage ist es ein Pfetten- oder Sparrendach? Normalerweiße brauchen Pfettendächer kein Windrispenband. Selbst beim Sparerendach stellt sich die Frage ob die Abschalung als Aussteiffung herangezogen werden kann. OSB kleinformatig, großformatig, Fugenverleimung usw.?

    Freibewitterungsphase, sicherlich zu Bedenken, aber mal ehrlich, ist doch eine Sanierung. Wer würde in diesem Fall sein Dach wochenlang offen stehen lassen?
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Friedl1953 Beitrag anzeigen
    Kalle Du bist aus Schleswig-Holstein, der Themenstartet aber aus Ober-Österreich. Auch wenn es vielleicht keinen sachlichen Grund für die Abschalung gibt, so wird dies im ganzen Süden schon aus Tradition so gemacht. Dächer bei Dir sehen halt anders aus als bei denen. Beispiel eure Pappdoggen sind dort eher unbekannt.

    Windripenband, (Nagelband) hier stellt sich doch die Frage ist es ein Pfetten- oder Sparrendach? Normalerweiße brauchen Pfettendächer kein Windrispenband. Selbst beim Sparerendach stellt sich die Frage ob die Abschalung als Aussteiffung herangezogen werden kann. OSB kleinformatig, großformatig, Fugenverleimung usw.?

    Freibewitterungsphase, sicherlich zu Bedenken, aber mal ehrlich, ist doch eine Sanierung. Wer würde in diesem Fall sein Dach wochenlang offen stehen lassen?
    Und was möchtest du mir jetzt damit sagen? Das mag ja sein, das es Tradition ist. Solang die Schalung statisch nicht notwendig ist, ist es irgendwo sinnbefreit. Pappdoggen gibt es schon lange nicht mehr, wenn ich die mal verwende, dann irgendwo in Lübecks Altstadt, wenn mal ne Pfanne geflickt werden muss. Sonst reiß ich das Zeug runter und ersetze es nicht.

    Solange das Abschalen da unten nicht unter Zwang steht, muss ich mich, als Sanierungswilliger, doch überlegen ob die Kosten not tun. Ich find es ja schon bedenklich, da drüber nachzudenken OSB drauf zu machen...
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  14. #13

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    Also die Schalung wird in aller Regel nicht aus statischen Gründen sondern ganz einfach als Unterdach gemacht. Ober-Österreich reicht auch bis in die Alpen hinein und in diesen Gebieten stellt sich die Frage nach Dachaufbauten mit Folien und Co nicht sondern dort wird eine Unterdach hergestellt. Ich hätte deshalb die Sinnhaftigkeit eines Unterdaches beim Themenstarter gar nicht in Frage gestellt.
    Deswegen wäre meine Antwort welches Unterdach ist das sinnvollste:
    Hier würde ich 2 ausschließen weil OSB natürlich nicht ganz so offen ist und dadurch evtl. Kondensatprobleme entstehen können.
    Ich würde 1 ausschließen weil meiner Meinung nach Imprägnierung erforderlich ist.
    Bleibt also nach der Fragestellung 3. übrig und den Aufbau finde ich nicht kacke.
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Friedl1953 Beitrag anzeigen
    Also die Schalung wird in aller Regel nicht aus statischen Gründen sondern ganz einfach als Unterdach gemacht. Ober-Österreich reicht auch bis in die Alpen hinein und in diesen Gebieten stellt sich die Frage nach Dachaufbauten mit Folien und Co nicht sondern dort wird eine Unterdach hergestellt. Ich hätte deshalb die Sinnhaftigkeit eines Unterdaches beim Themenstarter gar nicht in Frage gestellt.
    Deswegen wäre meine Antwort welches Unterdach ist das sinnvollste:
    Hier würde ich 2 ausschließen weil OSB natürlich nicht ganz so offen ist und dadurch evtl. Kondensatprobleme entstehen können.
    Ich würde 1 ausschließen weil meiner Meinung nach Imprägnierung erforderlich ist.
    Bleibt also nach der Fragestellung 3. übrig und den Aufbau finde ich nicht kacke.
    Abschalen tue ich, wenn ich A. nen Sichtdachstuhl habe oder B. ein Wasserdichtes Unterdach herstellen muss. Z. b. bei Unterschreitung der Regeldachneigung. Ist hier nicht gegeben, mit 34,5 Grad. Oder wenn du ein zweischalig hinterlüftest Dach herstellen willst. Dann spielt das Holz am Ende nen gewissen Feuchtespeicher. Das wären für mich alles Dinge die das nötig und sinnvoll machen. Gut, nun ist das da Tradition, da will ich nicht quertreiben.

    Trotzdem sollte man dem TS sagen, das es, einfach weil es alles machen, nicht sonderlich sinnvoll seien muss. Ich weiß nicht, wie Regelungen in Österreich sind. Hier in DE ist es relativ sinnbefreit. Und auch eine hochreisfeste USB würde am Ende über längere Zeit die Schneelasten tragen können. Wenn man kein Billigschund verbaut, dann kost der m² aber eben auch. Wenn man es jetzt mit Variante 3 macht, gut sehe ich noch als sinnvoll. Variante 1 ist aber doppelt gemoppelt. Immerhin wird auf die Schalung am Ende die selbe Folie aufgebracht.

    Ich will das hier ja niemand ausreden. Ich stelle lediglich die Sinnhaftigkeit in Frage, da hier Kosten sind, die man einsparen kann. Aber vielleicht betrachte ich das auch aus einem falschen Blick und es ergibt sehr wohl einen Sinn. Ob nun konstruktiv oder Traditionell.
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  17. #15

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    Ich verstehe ja was Du meinst. Vielleicht überdenkt der Themenstarter ja auch sein Vorhaben wenn Du Ihm gute Argumente lieferst.
    Aber die Tradition ist trotzallem nicht von der Hand zu weisen.
    Mein Fachschulstudium habe ich im Voralpenraum absolviert. Gewohnt habe ich die meißte Zeit in einem nordbayerischen Mittelgebirge und die längste Zeit an einem Stück habe ich dort für einen großen Fertighausanbieter, ehemals aus Deiner Region (der mit dem Holsten-Tor im Logo) gearbeitet. Wenn Du in meiner ehemaligen Heimat baust, dann kommt ein Unterdach darunter, egal welche Dachneigung (und zwar die Variante 1. jetzt immer mehr die Variante 3). Wenn Du das nicht tust tuschelt Dein Nachbar schon ob du dir das nicht leisten kannst. Übrigens genauso ist es bei den bei euch so bevorzugten waagrechten Gesimskästen und den Sparrendächern. Wer so was baut hat keine Geld oder er baut eine Fertighaus billig Variante so die landläufige Meinung. Ja und mit seinem Haus will man sich ja auch repräsentieren und da ist solches Getuschel kontraproduktiv.
    Trifft auch übrigens auf die Größe der Häuser zu. Solche Häuschen die man in den Neubausiedlungen hier in Brandenburg, in rauhen Mengen sieht, sind dort eher die Ausnahme.
    Gruß
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