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  1. #1

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    Dämmung hinter Kinkerfassade "defekt" = neue Fassade??

    Guten Tag,
    wir haben derzeit ein EFH Bj. 1978 Massiv gebaut mit einer hinterlüfteten Klinkerfassade. Der Fassadenaufbau von innen nach außen ist wie Folgt:

    1) 17,5cm Hintermauerwerk (KSV 1,6 / 150 / II HLZ 0,8 / 150 / II)
    2) 3,0cm Dämmstoffmatten (Material unklar. Es handelt sich jedoch um eine helle glatte Platte - sieht jedoch nicht nach Styropor aus)
    3) 4,0cm belüftete Luftschicht
    4) 11,5cm Klinkerverblendsteine

    Das (eventuelle) Problem ist, dass sich über die Zeit die Dämmstoffmatten von ihren Drahtankern getrennt haben und sich nun im unteren Bereich stapeln. Folgerichtig ist im oberen Bereich das Hintermauerwerk nun frei und die Fassade zum Teil nicht mehr hinterlüftet, da die mehrschicht der Dämmstoffplatten die Lüftungsöffnungen zugedeckt haben.

    Geplant war das Haus beinahe komplett zu sanieren, da viele Teile des Hauses erneuert werden müssen wie z.B. Fenster, Dach, Heizungs- und Wasseranlage, Estrich, Putz, Terassenabdichtung, Loggia und weiterer "kleinkram", jedoch schießt die Fassade hier quasi den Vogel ab.
    Da die Heizungsanlage inkl. Rohrleitungen leider komplett hinüber ist, ist eine Thermografie von außen nicht möglich.

    Wie gehe ich nun vor? Wie groß ist das Problem tatsächlich? Hat es energetisch einen nicht so hohen Einfluss oder ist grade durch die Kombination eine extrem erhöhte Gefahr von Tauwasser, bzw. Schimmelbildung? Was habe ich für Optionen der Reparatur?
    Hat jemand schon ein solches Haus saniert und kann seine Erfahrungen teilen?

    Ein Austausch der Klinkerfassade zu einer neuen Fassade würde das Haus zu einem wirtschaftlichen Totalschaden machen, darum suche ich grade nach brauchbaren Alternativen und Erfahrungen.

    Viele Grüße,
    DV
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  2. Dämmung hinter Kinkerfassade "defekt" = neue Fassade??

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  3. #2

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    Woher weißt Du denn eigentlich, dass die Dämmplatten heruntergefallen sind?

    Eine Thermografie müsste aber doch trotzdem möglich sein. Notfalls heizt man das Haus elektrisch auf.

    Als Laie werfe ich als möglich Lösung Einblasdämmung in die Runde, ohne eine Ahnung davon zu haben, ob die in Deinem Fall hilfreich wäre.
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  4. #3
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    Im unteren Bereich der Fassade gibt es Lüftungsschlitze zwischen den Klinkersteinen. Dort ein Zollstock hineinstecken und die Tiefe messen und Druckwiderstand fühlen. Gleich die erste Messung ergab 11,5cm mit hohem Druckwiderstand, also mehrere Dämmplatten hintereinander. Der Lüftungsschlitz war auch überraschend sauber. Die Hälfte der anderen waren wenigstens gut verstaubt und tiefer, so dass man davon ausgehen kann das hier die Luft noch zirkuliert. Wo entlang ist allerdings unklar.

    Mit dem Aufheizen des Hauses beschäftige ich mich grade auch. Ist wahrscheinlich noch die sicherste Methode, wobei das Haus keine Innentüren mehr hat.

    Edit:
    Von einer Einblasdämmung halte ich generell erstmal nicht viel, dafür gibt es (gefühlt) zuviele Fälle bei denen es Probleme geben soll. Die Trockenfunktion einer hinterlüfteten Fassade wird damit gegen einen gering besseren Dämmwert eingetauscht - da zahle ich lieber 500 Euro mehr im Jahr als nach 10 Jahren mir eine neue Fassade für 50.000 Euro kaufen zu müssen. Ist aber meine einfache Bauchentscheidung welche nicht auf Fachwissen basiert.
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  5. #4

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    Und wo genau ist jetzt das Problem? Gibt es schon Schäden an der Fassade, die darauf schließen lassen? Wie Schlagregensicher ist die Fassade?
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  6. #5
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    Das Problem ist, dass ich nicht weiß ob es ein Problem mit der Fassade gibt oder nicht.

    Offensichtliche Schäden an der Fassade gibt es nicht, wobei erst vor kurzem der Busch- und Baumbestand um das Haus entfernt wurde, welches einiges abgehalten haben dürfte.
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  7. #6

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    Dann würde ich erstmal abwarten. Ich bin zwar kein Architekt und hab jetzt nicht den umfangreichen Kenntnisstand als solches. Sollte das mal Probleme geben, bleibts am Ende wohl eh beim teuren Sanieren. Die Dämmung dürfte effektiv nicht wirklich was bringen, selbst wenn sie runtergefallen wäre. Und ob der Klinker die Luftschicht zum austrocknen braucht, wird man dann ja sehen.
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  8. #7
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    Das ist mein Problem: Wenn am Ende noch eine Fassadensanierung (Geschätzte 65.000 Euro) hinzukommt, liege ich bei -15.000 Euro zum Abriss und Neubau in Massiver bauweise (aktuell 50.000 Aufpreis). Darum möchte ich nicht erst bei fertigstellung sehen wie gut das Haus, bzw. Fassade energetisch funktioniert.
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  9. #8

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    Dann mach ne Kerndämmung der Holschicht und häng ne Vorhangfassade davor mit entsprechender Wärmedämmung. Würde auch ohne Dämmung sicherlich günstiger als 65.000 Euro sein, wenn die EnEv nicht wäre Bedank dich beim Staat....
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  10. #9
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    Auf die Klinkeroptik verzichte ich nur sehr ungerne muss ich sagen. Gibt es da noch andere Alternativen oder auch Erfahrungen bei einem solchen Fall?

    Von einem Fachbetrieb für Einblaßdämmung habe ich schon gehört, dass er sich die Fassade garnicht mehr anschauen möchte, da 99% der Häuser in der Bauzeit dieses Problem haben. Von ihm habe ich auch den Tipp bekommen die Fassade erstmal auf eigene Faust zu überprüfen.
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  11. #10

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    Gut, dann veranlasse doch mal eine Endoskopie? Dann kann man sehen wo es klemmt oder ob es überhaupt klemmt. Bevor man jetzt über etwas schreibt, was man eh nicht haben will?
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  12. #11
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    Eine Endoskopie würde ja nur das Zeigen was durch die Lüftungsschlitze und oberen Testbohrungen (vor Jahren von einem anderen Betrieb gebohrt) offensichtlich ist: Die Dämmplatten sind nicht mehr festgehakt und liegen unten auf einem schmalen haufen zusammen. Was ich in meinen zweiten Beitrag vergessen habe zu erwähnen: Ich habe oben in dieser Testbohrung einen Stift fast komplett hineingesteckt. Die Länge des hineingesteckten Teils betrug 18cm, also kann ich davon ausgehen, dass dort im oberen Bereich wirklich keinen Dämmung mehr vorhanden ist.

    Was ich im Eingangsbeitrag mit "Das (eventuelle) Problem ist..." meinte, ist dass die Platten auf jedenfall unten liegen, ich jedoch nicht weiß wie schlimm das nun ist. Die ganze Logik der hinterlüfteten Klinkerfassade mit kleiner Dämmung hat sich ja nun komplett verändert und die daraus resultierenden Langzeitschäden kann ich leider nicht abschätzen.
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  14. #12
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    Sonst noch jemand eine Idee bzw. Einschätzung? Alles nicht schlimm oder "Totalschaden"?
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  15. #13
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