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  1. #1

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    Existenzgründung

    Hallo,

    ich denke gerade darüber nach, mich selbstständig zu machen und versuche herauszufinden, ob es für meine Geschäftsidee einen Markt gibt. Da es in diesem Forum potentielle Kunden für mich geben würde, hoffe ich auf Ihre Meinung. Könnten Sie sich vorstellen, für diese Leistungen Geld auszugeben? Oder sind dies Dinge, um die Sie sich lieber selbst kümmern möchten?

    Die Geschäftsidee wäre im wesentlichen, kaufmännische Dienstleistungen für Einzelunternehmer, kleine und mittlere Unternehmen anzubieten, damit diese sich besser auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.

    1. Kaufmännische Serviceleistungen: ich nehme Ihnen soweit möglich alle kaufmännischen Tätigkeiten ab z.B. Angebote und Rechnungen schreiben, Ablage, Präsentationen, Geschäftskorrespondenz, Erstellung von Excel-Tabellen etc.

    2. Controlling und Beratung: ich bereite Ihre Buchhaltungszahlen auf und erstelle Ihnen so übersichtliche Darstellungen über Ihre Geschäftszahlen, analysiere wo Schwachstellen und Verbesserungspotentiale liegen; ich erstelle Ihnen Auswertungen und Kennzahlen, die für die Führung Ihres Unternehmens wichtig sind; ich helfe Ihnen, durch Vorlagen und Checklisten Ihre Abläufe zu optimieren.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Meinung zu meinem Geschäftskonzept mitteilen würden! Vielen Dank!

    Viele Grüße
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  2. Existenzgründung

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  3. #2

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    1. Werden Sie nicht realisieren können. Ist dann am Ende nicht mehr als ne Tippse... Warum sollte der HW also genau SIE dafür beauftragen? Wenn er nen 400 Euro Jober dafür einstellen könnte. Denn Rechnungen stellen und vorallen Angebote erstellen wird der Meister höchst selbst machen müssen. Außer sie haben natürlich Erfahrung in den Bereichen, fachlich wie rechtlich.

    2. Möglich, macht heute aber jeder Steuerberater.

    Ich behaupte mal, für kleine Betriebe sind sie zu Teuer mit ihrer Dienstleistung und größere haben höchstwahrscheinlich Betriebswirte die im Handwerk ausgebildet wurden. Aber ist nur meine Meinung dazu.
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    ich sehr oft regionale Anzeigen von Damen die solche Dienste anbieten. Ich selber habe aus gründen wie Kalle genannt gar keine bedarf aus sowas. Meine Buchhaltung mache ich selber und Buchführung macht mein steuerberater.
    Ich würde klein (nebengewerbe) anfangen und nach ein Jahr mich entscheiden ob es funktionieren kann.
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  5. #4

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    1. Wird in vielen Faellen von mitarbeitenden Familienangehoerigen erledigt, erfordert m.E. auch keine besondere (breite) berufliche Qualifikation, eher eine tiefgreifende Einbindung in das eine Unternehmen.

    2. klassische Taetigkeit eines Steuerberaters.

    (Vielleicht umschulen auf Elektriker, die werden gerade haenderingend gesucht...)
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  6. #5

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    Hab ne gute Freundin die fast das Gleiche macht. Mehr als mühsam Kunden zu finden und vor allen Dingen bombig bezahlt. Na hat vielleicht auch was mit Osten zu tun.
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  7. #6
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    Danke für die Antworten! Leider sind ja alle eher kritisch....aber ich bin ja froh, wenn ich so ein realistisches Bild bekomme....
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  8. #7

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    ich muß dir leider auch den wind aus den segeln nehmen.

    1. machen sekretärinnen, oder meistens familienangehörge
    2. macht der steuerberater
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  9. #8

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    Zitat Zitat von akazie76 Beitrag anzeigen

    Die Geschäftsidee wäre im wesentlichen, kaufmännische Dienstleistungen für Einzelunternehmer, kleine und mittlere Unternehmen anzubieten, damit diese sich besser auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.
    Diese "Geschäftsidee" ist nicht neu, hat aber nach meiner Erfahrung noch nie richtig funktioniert.

    Warum das nicht funktioniert, dazu muss man sich erst einmal die Geschäftsabläufe in den Firmen anschauen. Großkonzerne beschäftigen komplette Abteilungen mit solchen Aufgaben, die sind also als Kunden nicht möglich. Aber selbst Mittelständische Unternehmen vergeben solche Aufgaben nicht an externe Dienstleister, weil sie die Buchhaltung sowieso intern machen, und somit auch alle Daten jederzeit verfügbar haben. Für die Abschlüsse werden dann Steuerbüros bzw. Wirtschaftsprüfer beauftragt.

    Übrig blieben dann nur noch Kleinfirmen bzw. Einzelkämpfer. Da sind aber die Geschäftsabläufe völlig anders. Meist konzentriert sich alles auf den "Chef", denn nur der hat den Überblick was gerade wo und wie läuft. Der muss sich um Angebote und Rechnungen kümmern weil meist Leistungen angeboten werden die man nicht automatisiert verwalten kann. Bei einem "Online-Shop" läuft das automatisiert im Hintergrund, da gibt es nur eine Person die Daten pflegt, aber im Handwerk beispielsweise geht das nicht. Da ist kein Auftrag wie der andere.
    Wird die Schreibarbeit zu viel, dann helfen oft Familienmitglieder, oder man holt sich eine Teilzeitkraft.

    Ich überlege gerade, wie eine externe Person meine Geschäftskorrespondenz erledigten könnte, ohne die Leute zu kennen, ohne die Leistungen oder Projekte zu kennen, bis ich da alles mundgerecht aufbereitet habe, habe ich die "mails" auch selbst geschrieben. Das funktioniert vielleicht noch bei einer Person die ständig im Betrieb anwesend ist und die sich so eingearbeitet hat, bzw. der man schnell "über den Tisch" zurufen kann was zu schreiben ist, aber nicht bei einem externen Dienstleister.

    zu 2. Controlling und Beratung ist Sache des Steuerberaters den jeder Kleinunternehmer haben sollte. Schauen wir uns mal die Praxis an, wie oft ein Kleinstunternehmer "Kennzahlen" oder "Geschäftszahlen" studiert. Das läuft üblicherweise 1 Mal jährlich ab, ein Ausdruck vom StB der in den Aktenschrank wandert, oder vielleicht noch als Kopie an die Bank. Aber man hat als "Chef" die Zahlen sowieso ständig im Hinterkopf, ansonsten taugt man nicht für die Selbständigkeit. d.h. das Controlling läuft ständig im Hintergrund mit.

    So, und wo möchtest Du Dich nun positionieren? Als Schreibkraft die maximal noch Belege sortieren könnte. Dafür müsste sie aber ständig oder zumindest als Teilzeitkraft im Betrieb verfügbar sein.

    d.h. Deine Punkte 1.) und 2.) sind eher auf große Firmen zugeschnitten, die dafür aber eigenes Personal bereithalten. Für Kleinfirmen ist das uninteressant. Du darfst niemals den Kosten-/Nutzenfaktor aus den Augen verlieren, und da "ticken" Kleinbetriebe völlig anders als Mittelständische Unternehmen oder Großkonzerne.
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  10. #9

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    @ R.B. also unmöglich ist es nicht, aber die Idee ist wie Du schreibst, nun absolut nicht neu. Für die wenigen Arbeiten die so vergeben werden gibt es eine Menge an Konkurenz. Viele Frauen, die aus welchem Grund auch immer, nicht Vollzeit arbeiten können, machen so was von zu Hause.
    Um nochmals auf die Freundin zurück zu kommen, die macht für einen Handwerksbetrieb die Lohnabrechnungen und verbucht Einnahmen und Ausgaben und bereitet die Unterlagen für den Steuerberater vor, für einen Prof. und Schriftsteller verbucht Sie die Einnahmen und Ausgaben, ich habe mir früher jemanden geholt der für meinen kleinen Brettschichtholzhandel die Rechnungen an Hand der Eingangsrechnungen an die Zimmerleute geschrieben hat.
    Selbst wenn man Aufträge generieren kann dann werden die höchstens im Rahmen solcher 450 € Aushilfen honoriert und davon kann man keine Selbsständigkeit begründen.
    Meine Freundin/Bekannte überlebt auch nur weil ca. 80 % Ihrer Einnahmen von einer Tätigkeit bei einem Verband kommt, wo Sie quasi im Werkvertrag Sekretärinen Arbeit macht. da war dann auch die Frage Scheinselbsständigkeit eine großes Thema und Grund für eine intensive Prüfung.
    Zusammenfassung meiner Meinung nach Zubrot verdienen sicherlich möglich, als Geschäftsidee eher unwahrscheinlich.
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  11. #10

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    Spezialisiere dich. Arbeite dich ins Handwerk ein, biete Seminare und Kurse für Handwerksmeister an, vielleicht in Zusammenarbeit mit der HWK. Fokusiere dich auf Insolvenzen und deren Abwendung. Das musst du aber entsprechend kommunizieren. Bedeutet, du musst ein Konzept entwicklen, was Bundesländerübergreifend funktioniert. Dir eben einen Namen machen und mit verschiedenen Stellen zusammen arbeiten.

    Ich würde hier eher, wenn du das unbedingt willst, beratend tätig werden. Abe eben nicht das, was jeder Steuerberater oder jeder Unternehmensberater macht. Konzeptentwicklung "wie führe ich meinen Betrieb aus der Krise", "entwicklung und förderung neuer Geschäftsfelder für den Handwerksmeister" usw.

    Das was du vor hast ist Einheitsbrei und wird kaum bis garnicht zum Erfolg führen.
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  12. #11

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    meine Angebote mache ich immer selbst. Mein Aufgabengebiet ist einfach zu vielfältig.
    Und als ich noch im Handwerksbetrieb arbeitete, bearbeiten Techniker, Meister und Ingenieure die Angebote. Es braucht einfach zu viel technisches Know-How.
    bei den Rechnungen ist es ähnlich...
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    meine Angebote mache ich immer selbst. Mein Aufgabengebiet ist einfach zu vielfältig.
    Und als ich noch im Handwerksbetrieb arbeitete, bearbeiten Techniker, Meister und Ingenieure die Angebote. Es braucht einfach zu viel technisches Know-How.
    bei den Rechnungen ist es ähnlich...
    Genau so isses. Deswegen mein Beispiel mit dem Webshop. Da braucht man nur eine Person die den Datenbestand aktuell hält, der Rest läuft automatisiert ab. Da wird halt 1 Tube Zahnpasta für 1,99 verkauft, und die kostet morgen auch noch 1,99, und wenn 100 Leute die Zahnpaste bestellen, zahlt jeder auch nur 1,99. Das sind typische Aufgaben für die Automatisierung.
    Aber in meiner Branche läuft das ganz anders. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich in den letzten 20 Jahren jemals 2 gleiche Rechnungen geschrieben hätte. Manchmal ähnlich, aber niemals gleich. In vielen Kleinbetrieben ist das auch nicht anders, erst Recht im Handwerk, denn da werden ja komplette "Werke" verkauft und nicht nur einzelnen Produkte.

    Die Überlegung von Kalle mit der Spezialisierung hat Charme, das wäre vielleicht eine Option. Man muss weg von den Dingen die jeder macht. Die Schwierigkeit dürfte sein hier die passenden Kunden zu finden, denn viele sehen erst dann dass Hilfe benötigt wird, wenn es schon zu spät ist. Zudem muss man ja auch noch sein Geld verdienen, was bei Kleinbetrieben die schon mit dem Rücken zur Wand stehen, gar nicht so einfach sein dürfte. Bei Großkonzernen ist das Thema Insolvenzverwaltung wieder was ganz Anderes. Da tummeln sich spezialisierte Fachanwälte und Kanzleien, und da kann man auch noch Geld verdienen (so blöd das klingt).

    Was evtl. noch eine Möglichkeit wäre, Einkaufsoptimierung für kleinere Unternehmen. Da gibt es oft eingefahrene Kanäle, "da hat schon der Opa gekauft", und dabei wird viel Potenzial verschenkt. Dazu muss man sich aber in der Branche auskennen.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Die Überlegung von Kalle mit der Spezialisierung hat Charme, das wäre vielleicht eine Option. Man muss weg von den Dingen die jeder macht. Die Schwierigkeit dürfte sein hier die passenden Kunden zu finden, denn viele sehen erst dann dass Hilfe benötigt wird, wenn es schon zu spät ist.
    Naja wenn du mit den Kammern zusammen arbeiten kannst, dann kannst du schon eine Vielzahl erreichen. Sicherlich gebe ich dir Recht das es schwierig wird aber sicherlich genügend Wege. Einer könnte auch über den Lieferanten gehen. Seien wir mal ehrlich, die sind meißt die ersten die merken es wird klamm. Natürlich soll das nicht so ablaufen, dass man einfach die Lieferanten abtelefoniert und Betriebsnamen haben will von säumigen Kunden. Man kann es aber durchaus anders verpacken. Wenn dann z. B. der Händler an den Handwerksunternehmer tritt, weil es ja auch in seinem Intresse sein müsste an Geld zu kommen, dann hat man schon mal einen Einstieg. Der weniger wiegt als würde man einem etwas aufquatschen wollen.

    Man könnte dann z. B. gleich an Stellschrauben die mit dem Händler zusammen hängen drehen. Finanzielle Überhebung ist ja nicht selten im Handwerk.

    Zudem muss man ja auch noch sein Geld verdienen, was bei Kleinbetrieben die schon mit dem Rücken zur Wand stehen, gar nicht so einfach sein dürfte.
    Kleine Honorare die später am Erfolg gekoppelt sind. Natürlich muss man da sen Konzept ausarbeiten um nicht selber mitm Arsch an die Wand zu fahren, da gebe ich dir recht.

    Was evtl. noch eine Möglichkeit wäre, Einkaufsoptimierung für kleinere Unternehmen. Da gibt es oft eingefahrene Kanäle, "da hat schon der Opa gekauft", und dabei wird viel Potenzial verschenkt. Dazu muss man sich aber in der Branche auskennen.
    Jop, ich kenne es noch aus meinem alten Betrieb, der war QM Zertifiziert. Da war früher die Lieferantenbewertung mein täglich Brot. War zwar stinkend langweilig, oder sagen wir mal man muss es lieben , aber hat auch dazu beigetragen, dass man das Geld nicht mit vollen Händen verschenkte.

    Aber ich vermute, das die Einarbeitung direkt ins Handwerk schon enorm lange dauern dürfte. Sind zwar meißt nur klein oder mittelständische Betriebe aber sind dadurch ja nicht weniger komplex. Über Privatkunden könnte man auch nachdenken um seinen Absatzmarkt nicht zu sehr einzuschränken.
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  16. #14
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    das ..
    Zitat Zitat von akazie76 Beitrag anzeigen
    .. Ablage, Präsentationen, Geschäftskorrespondenz, Erstellung von Excel-Tabellen etc...
    .. könnte was sein.
    "entchaotisierung" als marketingchance - oder als gag ..
    vielleicht gibts handwerker oder ingenieure, die sich beim
    buchhalterischen sprung über den tellerrand helfen lassen
    wollen (stb. bieten da imho zuwenig softskills).
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