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Frage zur Ausbildung einer Brandwand

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  1. #1

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    Frage zur Ausbildung einer Brandwand

    Hallo zusammen,

    wir haben gerade eine kleine Problemstellung zum Thema Brandwandausbildung bei einer Sanierung. Es geht um eine Dacheindeckung mit Dachplatten die auf Schalung verlegt sind.
    Die Brandwand hört unterhalb der Dachdeckung auf, so dass eigentlich die Schalung über der Brandwand durchläuft. Im Bereich der Brandwand wird die Holzschalung durch eine Holzzementplatte, Brandklasse A2, in Dicke der Schalung ersetzt. Die Dachplatten können im Bereich der Brandwand in diese Holzzementplatte geschraubt werden.
    Die Frage jetzt geht um die Vordeckbahn. Darf die Vordeckbahn über die Brandwand geführt werden? Ich denke eigentlich nicht. Nur, wie kann die regensichernde Maßnahme dann hergestellt werden? Gibt es nichtbrennbare Vordeckbahnen?
    Oder, habt Ihr andere Vorschläge für eine Brandwand bei einer Dacheindeckung mit Dachplatten auf Schalung?
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  2. Frage zur Ausbildung einer Brandwand

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  3. #2

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    was sagt eure lbo zur ausbildung der brandwand im dachbereich aus? das beste ist immer noch, die brandwand 40 cm über die dachhaut zu führen. wenn beide brandwände so ausgebildet sind, ist das problem gelöst. ansonsten dein detail vom brandschutzsachverständigen prüfen und freizeichnen lassen.
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  4. #3

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    Was für Dachplatten werden denn verlegt?
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  5. #4
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    @Rolf:
    Bevor ein Brandschutzsachverständiger eingeschaltet wird, war für mich die Frage, ob es eine "Standardlösung" hierfür gibt. Wenn nicht, dann muss das wohl über den von Dir beschriebenen Weg mit einem Sachverständigen gehen.

    @Uwe:
    Es sollen Dachplatten aus Faserzement werden. Allerdings wird diese Fragestellung wohl Unabhängig vom Material sein, sondern von der Verlegung direkt auf Schalung abhängen. Oder?
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    wenn ein "flacher" brandkopf bs-technisch zulässig ist,
    dann könnte im teilbereich blech statt unterdeckbahn
    e. lösung sein - musst du prüfen!
    wenn blech, dann querdehnung berücksichtigen.
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  7. #6

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    Gute, auch verständlich bebilderte Hinweise zur Ausbildung von Brandwänden gibt die Publikation Nr. 2234 "Brand- und Komplextrennwände" des VdS. Ist keine DIN und kein Gesetz, basiert aber auf diesen.
    Zu Dacheindeckungen bitte prüfen, ob der Gesamtaufbau den Anforderungen an eine "Harte Bedachung, beständig gegen strahlende Wärme und Flugfeuer" nach DIN 4102-4/A1 bzw. DIN 4102-7 entspricht. Diese werden meistens in den LBO's gefordert. (z.B. §27 LBO BW)
    Wenn die Brandwand nicht über Dach geführt werden kann, besteht ggf. die Möglichkeit, die Deckenbereiche direkt neben der darunterliegenden Brandwand feuerbeständig (F90) auszuführen und an die Brandwand anzuschließen. Dann dürfen aber auch keine Dachöffnungen in diesem Bereich liegen.

    Gruß
    Holger
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  8. #7
    Avatar von Der Bauberater
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    §§ 7 und 9 in der LBOAVO
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  9. #8
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    Danke für Eure Rückmeldungen.

    Die Vordeckung durch Blech zu ersetzen war auch eine Idee. Allerdings werden die Dachplatten dann direkt auf das Blech verlegt und befestigt. D.h. die Schrauben perforieren das Blech, so dass Wasser eindringen kann.

    Ich werde mir mal die Publikation des VdS anschauen. Vielleicht gibt es neue Überlegungen dabei.
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  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Peabody Beitrag anzeigen
    ..Die Vordeckung durch Blech zu ersetzen war auch eine Idee. Allerdings werden die Dachplatten dann direkt auf das Blech verlegt und befestigt. D.h. die Schrauben perforieren das Blech, so dass Wasser eindringen kann..
    ist lösbar - ohne silikon
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  11. #10
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    Zitat Zitat von mls Beitrag anzeigen
    ist lösbar - ohne silikon

    Was meinst Du den damit?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Peabody Beitrag anzeigen
    Was meinst Du den damit?
    "Spenglerschrauben" vielleicht? P.S. prüfen, ob unter das Blech eine "strukturierte Trennlage" gehört!
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Peabody Beitrag anzeigen
    D.h. die Schrauben perforieren das Blech, so dass Wasser eindringen kann.
    Das machen die Schrauben oder Nägel aber auch mit einer Vordeckbahn . Ich würde auch Blech nehmen, bei z. B. 30/60er Platten in Form von Nocken / Schichtstücken.
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  14. #13
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    Vordeckbahnen sind doch überlicherweise aus z.B. Bitumen. Diese dichten den Nagel-/Schraubenschaft ab, so dass Feuchtigkeit weniger schnell eindringen kann.
    Bei Blech auf einer Schalung (ob Holz oder Holzwerkstoffe) hätte ich zusätzlich die Befürchtung, dass sich Kondensat an der Rückseite bildet.
    Spenglerschrauben sind glaube ich nicht ideal geeignet, da die Schrauben ja im Überdeckungsbereich der Dachplatten sind und dann zu dick auftragen würden.

    Aktuell ist der Status, dass sich mit einer Firma, die Experten beim Thema Brandschutz sind und die auch Brandschutzplatten anbieten, in Verbindung gesetzt wird.

    Es gibt wohl einen Passus, dass Folien einen Brandübertrag nicht beeinflussen und daher auch über Brandwände geführt werden können. Dies soll in einer Richtline für den Holzrahmenbau stehen. Hat davon schon jemand gehört?
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  16. #14
    Gast360547
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    Moin,

    nein, ist m. E. auch Blödsinn. Die Btrandwand muss bis unter die Dachhaut geführt werden. Dachhaut definiert die MBO in der Art, dass es die REINE Eindeckung OHNE deren Unterkonstruktion ist. Mithin darf auch unterhalb des Blechs kein Holz angeordnet sein, denn es dürfen KEINE brennbaren Werkstoffe die Brandwand überspannen, damit geht m. M. n. nur A1 Ware. Folien, die schmelzen oder brennen können, demnach wohl auch nicht.

    Grüße

    stefan ibold
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  17. #15
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    Der TE müßte auch mal ne Info rausrücken, was das überhaupt für ne Hütte ist. Gebäudeklasse, MFH, EFH (RH), Alter ...

    Was ist das für eine Wand: mehrschalig, einschalige Kommunwand, Fachwerkwand (jo gibbet alles...), Dicke

    Wird die Deckung rechts und links erneuert?

    Nutzung im obersten Geschoss...

    "Lattung" kann evtl. ggf durchgehen. Allerdings nix in Holz.
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