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  1. #1

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    Unterspahnbahn Feucht

    Hallo, ich bin gerade dabei zu Bauen.Vor kurzem ( ca. 3 Wochen ) wurde mein Dach fertiggestellt. Was ich zur Zeit beobachte ist es, das auf der einen Seite des Hauses keine Feuchtigkeit an dem Unterspahnbahn sichtbar ist, jedoch auf der anderen Seite ist die Unterspahnbahn nass. Wenn man mit der Hand drüber geht fühlt man die Feuchtigkeit erst dann tropft es auch nach unten. Ich muss hier kurz sagen dass ich ein Haus mit versetztem Pultdach habe und dort wo die Versetzung ist, wurde eine Putzträgerelement montiert. Ich habe mein Dachdecker kontaktiert er sagte dass die normal sei und dies nicht mehr so extreme vorhanden sein werde, wenn ich die Isolierung vorgenommen habe. Und dort wo dies auftrete wäre sowieso die Wetterseite. Hat einer von euch hierzu Erfahrungen ?? Danke & Grüße
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  2. Unterspahnbahn Feucht

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Dein Haus ist noch im Rohbau und es ist Winter. Ich halte so was für 100 % normal.
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  4. #3
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    Hallo,
    Danke für die Antwort. Das ist korrekt, was ich jedoch nicht verstehe ist, das in der einen hälfte unter dem Unterspahnbahn Tropfen zu sehen sind aber nicht in der anderen hälfte. Wie gesagt, es tropft auch nicht runter aber die ganze untere Seite der Unterspahnbahn vollkommen feucht. Die Frage wieso die eine Seite und nicht die andere?
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  5. #4

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    Das wird Dir keiner beantworten können ohne auf Deinem Bau zu stehen.
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  6. #5

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    Ausrichtung deines Gebäudes?
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  7. #6
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    Danke, das bedeutet dass die Ausrichtung eine große Rolle spielt. Friedl1953 hat ja auch kommentiert dass dies in der Rohbauphase normal ist. Unter welchen Umständen hätte ich diese Phänomen nicht? Also wäre dies nicht der Fall wenn Isolierung und Dampfsperre kommt oder muss ich mit diesem Zustand leben?
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  8. #7

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    Die Ausrichtung deines Gebäudes hat etwas damit zu tun, wie die Materialien (Dachziegel, Unterspannbahn, Luft) erwärmt wird. Bedeutet die Südflächen werden durch die Sonne aufgeheizt, damit steig die Temperatur am Bauteil so wie die Luft. Da warme Luft grundsätzlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen und transportieren kann schlägt sich das auf der kälteren Nordseite nieder. Wenn also die Luft, bedingt durch den Bau sehr feucht, auf die Nordseite wandert, muss die Luft den überschüssigen Feuchteanteil los werden. Da kalte Luft weniger Sättigung hat als warme. Ergo schlägt es sich an der kälteren Unterspannbahn nieder.

    So vermute ich das zumindestens. Was du machen solltest ist, dass die Luft da ob nicht zu feucht wird! Bedeutet, wenn Estrich und Putz etc. Liter weise Feuchtigkeit einbringen die Bodenluke entsprechend abdichten. Ansonsten Heizen und Lüften im Wechsel, damit die Feuchtigkeit aus dem Bau kommt. Evtl. mal über einen Entfeuchter nachdenken, für den oberen Bereich, sollte das immer mehr werden.

    Wenn Dämmung und Isolierung drin ist, hast du das Problem nicht mehr, zumindestens das Auskondensieren an kalten Bauteilen nicht. Vorraussetzung ist natürlich die Luftdichtigkeitsebene ist vernünftig ausgebildet wurden. Außerdem sollte man, wenn das nun schon mehrer Wochen so ist, vorher mal die Holzfeuchte der Balken messen, bevor man mit Dämmung und Folie anfängt. Die Folie, wenn sie denn angebracht ist, verhindert zwar das Raumseitig weiter Feuchtigkeit eingetragen wird. Wenn die Konstruktion aber schon zu viel Feuchtigkeit trägt, dann kann es dennoch zum Bauschaden führen, sollte die Diffussion nur in eine Richtung möglich sein. Holz speichert Feuchtigkeit und will diese auch wieder abgeben können. Sowas klärt der eigene Sachverstand, der für einen Neubau wohl unerlässlich ist.
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  9. #8
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    Hallo Kalle88, Danke für die ausführliche Erklärung. Das Bild zeigt die vordere Seite, also die Südseite. Die andere Seite, quasi hinter der Versetzung, ist die Nordseite.Und genau an der "Nordhälfte" sehe ich unter der Unterspahnbahn die Wassertropfen. Die Fläche wo die Versetzung der Dachflächen stattfindet habe ich mit Putzträgerelementen von Knauf ausgestattet und mit einem spezial Putz von Knauf ( SM700 ) verputzen lassen. Nun habe ich aus dem Dachgeschoss sehen können das kleine noch offene Flächen vorhanden sind zwischen, ich glaube Pfettet ???, also die Balken die von der Dachrinne Richtung oben verlaufen und der Putzträgerelemente bzw. dem Putz. ich kann mir vorstellen das aus der Öffnungen Luft einströmt aus dem Süden nach Norden und durch das Heizen mit einem Baustellenofen die Warme Luft über dem Treppenhaus an die Nordseite gelangt und dort dies ensteht. Würdest Du mir da eventuell zustimmen? Hast Du mit Putzträgerelementen von Kanus Erfahrungen sammeln können? Den Oberputz wollte ich jetzt im Sommer machen nachdem ich die äußere Verputzung in Auftrag geben wollte. Würdes Du mir da zustimmen? Sollte ich alle Öffnungen, wie oben beschrieben, zumachen ? Wenn ja, was würdest Du mir empfehlen? Ich kann dies lediglich aus dem inneren, da das Gerüst bereits abgebaut wurde.

    Könntest Du bitte auch zu Deinem letzten Absatz etwas sagen wegen den eventuell entstehen könnten Bauschäden wenn die Balken nun Feuchtigkeit aufgenommen haben?

    Danke & Grüße
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  10. #9

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    [QUOTE=roger69;864256]Hallo Kalle88, Danke für die ausführliche Erklärung. Das Bild zeigt die vordere Seite, also die Südseite. Die andere Seite, quasi hinter der Versetzung, ist die Nordseite.Und genau an der "Nordhälfte" sehe ich unter der Unterspahnbahn die Wassertropfen. Die Fläche wo die Versetzung der Dachflächen stattfindet habe ich mit Putzträgerelementen von Knauf ausgestattet und mit einem spezial Putz von Knauf ( SM700 ) verputzen lassen. Nun habe ich aus dem Dachgeschoss sehen können das kleine noch offene Flächen vorhanden sind zwischen, ich glaube Pfettet ???, also die Balken die von der Dachrinne Richtung oben verlaufen und der Putzträgerelemente bzw. dem Putz. ich kann mir vorstellen das aus der Öffnungen Luft einströmt aus dem Süden nach Norden und durch das Heizen mit einem Baustellenofen die Warme Luft über dem Treppenhaus an die Nordseite gelangt und dort dies ensteht. Würdest Du mir da eventuell zustimmen?[QUOTE]

    Es ist zwar schwer nachzuvollziehen, ich denke aber eher das es über das Treppenhaus passiert, als durch irgendwelche Lücken in den Putzträgerelementen. Deine Südseite wird wahrscheinlich einfach nur wärmer seien oder in der Nordhälfte hast du mehr Feuchtigkeitsspitzen. Das Feuchtigkeit sich irgendwo niederschlägt ist normal bei den Temperaturen. Kritisch wird es eben erst, wenn es zu lange andauert und nichts unternommen wird.

    Hast Du mit Putzträgerelementen von Kanus Erfahrungen sammeln können? Den Oberputz wollte ich jetzt im Sommer machen nachdem ich die äußere Verputzung in Auftrag geben wollte. Würdes Du mir da zustimmen? Sollte ich alle Öffnungen, wie oben beschrieben, zumachen ? Wenn ja, was würdest Du mir empfehlen? Ich kann dies lediglich aus dem inneren, da das Gerüst bereits abgebaut wurde.
    Nein habe ich nicht, aber du kannst ja mal Fotos machen. Evtl. schreibt dir H.PF dazu noch etwas, der dürfte da weitaus fähiger sein als ich. Ich habe von Putz und dem Zeug kein Fachwissen, möchte das daher auch nicht bewerten.

    Könntest Du bitte auch zu Deinem letzten Absatz etwas sagen wegen den eventuell entstehen könnten Bauschäden wenn die Balken nun Feuchtigkeit aufgenommen haben?

    Danke & Grüße
    Holz fungiert im Grunde ähnlich wie ein Schwamm. Es saugt, bis zu einem gewissen Grad Feuchtigkeit auf. Damit erhöht sich natürlich der Feuchtegehalt des Holzes. Du kennst das bestimmt, wenn du rohes Holz draußen im Regen liegen hast, irgendwann läufts blau an, es bilden sich Pilze, Schimmel etc. Nun verbaut man üblicherweise Holz was irgendwo bei 15-20% rest Holzfeuchte trägt. Steigt der Wert deutlich an, dann kann das zu Bauschäden führen. Das hängt natürlich davon ab mit wie viel Feuchtigkeit das Holz bis zum dämmen in Berührung gekommen ist.

    Setzt man dann z. B. eine Dampfsperre mit einem festen SD-Wert von, sagen wir mal, 150 ein. Dann hast du raumseitig die Konstruktion gut abgesperrt. Feuchte Raumluft bleibt damit im Raum und wird über das Lüften abgeführt. Nun ist es so, vereinfacht gesagt, das im Winter die warme Luft nach draußen will. Bedeutet Feuchtigkeit diffundiert nach draußen, druch die Unterspannbahn z. B. Im Sommer dreht sich das Verhalten. Da du nun aber raumseitig abgesperrt hast kann die Feuchtigkeit, innerhalb der Konstruktion, nicht in den Raum zurück. Das kann dazu führen, dass deine Konstruktion wesentlich länger braucht um einen sicheren Zustand zu erreichen.

    Das soll dich jetzt nicht verängstigen, ist jedoch ein Punkt den man berücksichtigen sollte, wenn Estrich und Putz vor der Dämmung eingebracht wird. Hier werden eben Unmengen an Feuchtigkeit eingetragen und ohne die nötigen Maßnahmen kommts meistens im Dach zum Schaden.
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  11. #10
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    Verstehe, also als Maßnahme dann Gerät aufstellen was die Feuchtigkeit aufnimmt ? Danke & Grüße
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  12. #11

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    Wäre eine Möglichkeit, ja. Muss auch kein super Hightech Ding vom Maschinenverleih sein. Reicht auch eines aus dem Baumarkt, den Behälter muss man nur eben regelmäßig, täglich entleeren.
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  13. #12
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Kalle88 Beitrag anzeigen
    Wäre eine Möglichkeit, ja. Muss auch kein super Hightech Ding vom Maschinenverleih sein. Reicht auch eines aus dem Baumarkt, den Behälter muss man nur eben regelmäßig, täglich entleeren.
    Noch besser:
    Einen Schlauch daran anschließen, der vorzugsweise in ein Abwaserrohr mündet!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Noch besser:
    Einen Schlauch daran anschließen, der vorzugsweise in ein Abwaserrohr mündet!
    Der Garten ist doch nach garnicht vorhanden, wo soll denn das zöllige Rohr herkommen? Nein klar, das wäre natürlich noch besser.
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  17. #15
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    Danke für die vielen Beiträge. Seit 2 Tagen alle Fenster offen, bis zu 90% ist die Feuchtigkeit unter dem Unterspanbahn verschwunden. Habe gestern ein Bautrockner vom Baumarkt besorgt. Werde es heute anschliessen.
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