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  1. #1

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    Die richtige Heizung

    Eine einfache Frage:

    Warum muss man so viele Faktoren berücksichtigen um die richtige Heizung zu bestimmen?

    als Beispiel: 1 EFH mit 135qm (Familie max.4. Personen) + 1 Einliegerwohnung (1.Person)
    Haus zw. KFW 70 und KFW 55.

    Diese Infos sollten eigentlich reichen.


    alles weitere ist in die Glaskugel schauen:

    Denn im Laufe des Hauslebens ändert sich doch der Heizbedarf ständig (am Anfang ist man im Haus zu zweit nach und nach kommen die Kinder, dann gibts ne Zeit wo Kinder in der Schule und Eltern arbeiten sind, in der Zeit wo Kleinkinder da sind wird bis auf 22 Grad geheizt später wenn die kleinen größer sind wird es viel. auf max. 20 Grad geheizt.
    Zwischenzeitlich wir die Einliegerwohnung mal mit 2 Personen bewohnt die es eher warm mögen, ein Paar Jahre später wohnen dort Personen die kaum zu hause sind etc.

    Wie ihr sieht sehr viele Faktoren die man eigentlich berücksichtigen sollte aber die wahrscheinlich nicht so zutreffen werden.
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  2. Die richtige Heizung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    feelfree
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    Wieviele Personen in einer Wohnung wohnen und ob sie es jetzt 20 oder 22 Grad warm haben möchten spielt in der Tat keine bzw. kaum eine Rolle.
    Aber das:
    1 EFH mit 135qm (Familie max.4. Personen) + 1 Einliegerwohnung (1.Person)
    Haus zw. KFW 70 und KFW 55.
    reicht eben auch nicht, weil KfWxx genau gar nix über den Wand/Boden/Dachaufbau und damit die zu erwartenden Wärmeverluste aussagt.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von menno19 Beitrag anzeigen
    Diese Infos sollten eigentlich reichen.
    Nein, das reicht nicht. Die Heizlast hängt zwar von der Raumtemperatur ab, aber mit der Anzahl der Personen hat das nicht viel zu tun. Die WW Erzeugung wird ja parallel betrachtet. Bei einer Heizlastermittlung wird aber immer vorausgesetzt, dass das komplette Haus beheizt wird. Ob der Bedarf dann später aufgrund irgendwelcher Umstände niedriger liegt ist egal. Wichtig ist, dass die Heizlastermittlung sicherstellt, dass ein Wärmeerzeuger verbaut wird der unter allen (normierten und vom Bewohner vorgegebenen) Bedingungen den Wärmebedarf deckt.

    Mit den Angaben KfW xx kann man hinsichtlich Heizlast nicht viel anfangen, weil einfach die Grundlagen verschieden sind. EnEV und daraus abgeleitet KfW, und Heizlastermittlung, verfolgen unterschiedliche Ziele. Im ersten Fall ist der Primärenergiebedarf der entscheidende Faktor, und im zweiten Fall geht es um die Heizleistung die benötigt wird um den Wärmebedarf zu decken. Die Heizlastermittlung trifft ja auch keine Aussagen zum Jahresenergiebedarf.
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  5. #4
    Themenstarter

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    ok,
    aber um ein KFW 70 oder 55 Haus zu errichten muss ja entsprechend gebaut werden. Von daher sollte dann der Aufbau her ähnlich sein um die geforderten Werte zu erreichen?

    oder verwechsele ich da etwas?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von menno19 Beitrag anzeigen
    aber um ein KFW 70 oder 55 Haus zu errichten muss ja entsprechend gebaut werden. Von daher sollte dann der Aufbau her ähnlich sein um die geforderten Werte zu erreichen?
    Um es mal übetrieben darzustellen:

    Ein Haus mit den Abmessungen von 10x10 m² hat eine Grundfläche von 100 m² und einen Umfang von 40 Metern. Ein Haus mit den Abmessungen 100x1 m² hat ebenfalls eine Grundfläche von 100 m², aber einen Umfang von 202 Metern. Trotz der gleichen Grundfläche verliert das schmale Haus mehr als fünf Mal so viel Wärme durch die Außenwände wie das quadratische Haus.
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  7. #6
    MoRüBe
    Gast
    Na ja und bei zwei Wohnungen und 6 Personen (jetzt mal nur so gegriffen) ist der Warmwasseranteil (ausreichend!!) viel spannender...
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  8. #7

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    Zitat Zitat von menno19 Beitrag anzeigen
    ok,
    aber um ein KFW 70 oder 55 Haus zu errichten muss ja entsprechend gebaut werden. Von daher sollte dann der Aufbau her ähnlich sein um die geforderten Werte zu erreichen?

    oder verwechsele ich da etwas?
    Jepp. Da sich EneV bzw. KfW auf den Primärenergiebedarf beziehen, spielt schon mal die Auswahl des Wärmeerzeugers eine wesentliche Rolle. Ich sage mal so, ein Haus das gerade mal die EnEV erreicht lässt sich durch geschickte Wahl des Wärmeerzeugers schon in Richtung KfW70 bringen. In beiden Fällen ist die Heizlast aber gleich und Du zahlt auch das gleiche (kWh) für die Beheizung. Der Endpreis kann natürlich unterschiedlich sein, weil Pellets oder Gas etwas andere Kosten pro kWh haben als eine WP.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    Wieviele Personen in einer Wohnung wohnen und ob sie es jetzt 20 oder 22 Grad warm haben möchten spielt in der Tat keine bzw. kaum eine Rolle.
    Doch!
    Die Personenzahl spielt jedenfalls im Hinblick auf die Trinkwassererwärmung eine wesentliche Rolle. Ebenso wie die Sanitärausstattung und die Nutzungsgewohnheiten.
    Und die Raumtemperatur spielt zumindest bei WP eine Rolle an den kältesten Tagen.

    Aber da Du eine einfache Antwort auf eine (leider nur vermeintlich) einfache Frage wolltest:
    Man betreibt bei der Ermittlung einen solchen Aufwand, weil man heutzutage sehr viel Wert auf eine möglichst in Betrieb sparsame Heizung legt.
    Und das liegt daran, daß der Liter Heizöl leider keine 7 Pfennige mehr kostet...

    Wenn man über die Lebensdauer der Anlage mit bestimmten Änderungen rechnet, dann muß man sie eben für die höchsten auslegen, die reaqlistisch betrachtet vorkommen werden.
    Oder man wählt einfach ein System, welches in dieser Hinsicht sehr unkritisch ist (eben z.B. Gasfeuerung oder Pelletkessel, statt WP).
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  10. #9
    Themenstarter

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    Na ja und bei zwei Wohnungen und 6 Personen (jetzt mal nur so gegriffen) ist der Warmwasseranteil (ausreichend!!) viel spannender...
    es werden 1000 liter sein.

    Oder man wählt einfach ein System, welches in dieser Hinsicht sehr unkritisch ist (eben z.B. Gasfeuerung oder Pelletkessel, statt WP).
    Es wird wohl ne LWP mit zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und ein Kamin, dieser soll aber nicht in die Heizgeschichte eingerechnet werden da wir nur ab und an den Kamin anmachen.

    Gas gibts nicht und auf Pallets habe ich keine lust.

    Ein Haus mit den Abmessungen von 10x10 m² hat eine Grundfläche von 100 m² und einen Umfang von 40 Metern. Ein Haus mit den Abmessungen 100x1 m² hat ebenfalls eine Grundfläche von 100 m², aber einen Umfang von 202 Metern. Trotz der gleichen Grundfläche verliert das schmale Haus mehr als fünf Mal so viel Wärme durch die Außenwände wie das quadratische Haus.
    ah jetzt verstehe ich es langsam. Wohl im unterbewußtsein haben wir große Fensterflächen an der Südseite geplant und fast keine Fenster an der Nordseite, diese wird zusätzlich noch durch eine Doppelgarage verkleinert. Ebenso haben wir den Kamin als Raumteiler in der mitte des Hauses geplant damit die erzeigte Wärme (falls wir den Kamin nutzen) auch schnell nach oben über Treppen die oberen Zimmer "erwärmen" kann.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Da alles so komplex ist, spielt wahrscheinlich auch die Lage der LWP eine Rolle.
    So wie ich es hier gelesen haben, soll diese im Winter tagsüber laufen, da es tagsüber wärmer ist. Das kann ich noch zusätzlich beeinflußen wenn ich die WP an die Südseite eines Hauses stelle in der Hoffnung das diese noch im Winter zusätzlich durch die Sonne erwärmt wird. Richtig?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von menno19 Beitrag anzeigen
    Wohl im unterbewußtsein haben wir große Fensterflächen an der Südseite geplant und fast keine Fenster an der Nordseite,
    Diese Maßnahme bringt für KfW-70 überhaupt nichts, da auch das Referenzgebäude über diese Fenster verfügt. Genau so könntest Du alle Fenster im Norden haben und trotzdem KfW-70 erreichen. Der Heizbedarf wird trotzdem unterschiedlich sein.

    Mit einer LWP lässt sich durch geschicktes Rechnen viel einfacher KfW-70 als mit Gas oder Öl erreichen. Das sagt aber gar nichts zu den tatsächlichen Heizkosten aus.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von menno19 Beitrag anzeigen
    Da alles so komplex ist, spielt wahrscheinlich auch die Lage der LWP eine Rolle.
    So wie ich es hier gelesen haben, soll diese im Winter tagsüber laufen, da es tagsüber wärmer ist. Das kann ich noch zusätzlich beeinflußen wenn ich die WP an die Südseite eines Hauses stelle in der Hoffnung das diese noch im Winter zusätzlich durch die Sonne erwärmt wird. Richtig?
    Nun, das ist einer der wenigen Punkte, die keine Rolle spielen...
    Die Pumpe setzt sehr große Mengen Außenluft durch. Dagegen ist ihr eigener Strahlungsgewinn sowas von unbedeutend.

    Du möchtest also eine LWP.
    Dann muß man entweder sorgfältig (aufwendig) planen.
    Oder mit höheren Betriebskosten rechnen (wozu gibts den Elektrohheizstab?)...

    Warum kein Flächenkollektor? Grundstücksgröße?
    Oder Tiefenbohrung?

    Als allererstes braucht man eine ECHTE Heizlastberechnung (da gehen dann z.B. auch zukünftige mögliche höhere Raumtemperaturwünsche ein)!
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  14. #13
    Themenstarter

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    Tiefenbohrung ist ja teurer mußte mal ausrechen lassen wann es sich amortisiert bzw. habe auch gelesen das diese gerne mal zufriert und dann hat man ein größeres Problem (Sorry mein mangelndes Wissen, bisher war ich auf die LWP fixiert)
    Zu Flächenkollektoren habe ich mich noch nicht richtig informiert, z.B. die Fläche die man zur Verfügung stellen müstet etc.

    Du möchtest also eine LWP.
    Dann muß man entweder sorgfältig (aufwendig) planen.
    Oder mit höheren Betriebskosten rechnen (wozu gibts den Elektrohheizstab?)...
    Wohnen in Hagen NRW, die Temperaturen gehen ja nicht so weit in den Keller und der Heizstab schaltet sich ja nur ab einer bestimmten Minustemperatur zu. (an wievielen Tagen gibt es schon solche extremen Temp.)

    Ja, die Planung steht demnächst an und ich möchte mich diesbezüglich hier informieren weil ihr hier recht ehrlich und direkt seid.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von menno19 Beitrag anzeigen
    es werden 1000 liter sein.
    ??? 1.000 Liter pro Tag, pro Woche, pro Jahr?

    Es wird wohl ne LWP mit zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und ein Kamin, dieser soll aber nicht in die Heizgeschichte eingerechnet werden da wir nur ab und an den Kamin anmachen.
    KWL mit WRG ist schon mal gut. Kaminofen als Hobby ist auch OK. Für die Heizlastermittlung bzw. Deckung der Heizlast sollte man dann sicherstellen, dass die WP in der Lage ist diese allein abzudecken. Ob eine LWP hier die passende Lösung ist, das möchte ich in Frage stellen. Mit LWP die auch noch WW erzeugen müssen, ist es schwer eine JAZ deutlich über 3 zu erreichen. Mit viel Optimierungsarbeit kommt man vielleicht in Richtung 3,5, solche Anlagen sind aber eher selten.

    Rechnet man die aktuellen WP Tarife (ca. 21Ct./kWh, ab nächstem Jahr wohl 22Ct./kWh, alles zzgl. Grundgebühr) dann kostet die kWh thermisch, bei einem Jahresbedarf von 10.000kWh thermisch, mal locker 7,3Ct. Man bewegt sich hier zwar unterhalb der Heizölpreise, aber in einem Bereich in dem auch eine Gastherme mithalten kann.

    Im Vergleich dazu würde eine WP mit Flächen- oder Grabenkollektor eine JAZ in der Größenordnung um 4,5 erreichen. Die Verbrauchskosten wären somit etwa 5,7Ct./kWh thermisch.

    Zitat Zitat von menno19
    Tiefenbohrung ist ja teurer mußte mal ausrechen lassen wann es sich amortisiert bzw. habe auch gelesen das diese gerne mal zufriert und dann hat man ein größeres Problem (Sorry mein mangelndes Wissen, bisher war ich auf die LWP fixiert)
    Zu Flächenkollektoren habe ich mich noch nicht richtig informiert, z.B. die Fläche die man zur Verfügung stellen müstet etc.
    Um hier in die Details zu gehen müsste man erst einmal die Heizlast des Gebäudes kennen, und jetzt sind wir wieder beim Anfang des threads.

    Für eine erste Abschätzung könnte man auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Das kann zwar keine Heizlastermittlung ersetzen, aber man sieht schon einmal in welcher Liga die Heizung spielen muss. Bei einem Neubau mit 135m2, dazu dann KWL mit WRG (es entfällt dann ein Großteil der Lüftungsverluste), wird sich die Heizlast in einem Bereich um 5kW oder darunter bewegen. Vermutlich irgendwo zwischen 4kW und 5kW.
    Man wird hier wahrscheinlich auf eine WP in der 6kW Klasse zurückgreifen, da kleinere Modelle kaum verfügbar sind.

    Die Quelle dimensioniert man nach Heizlast und Wärmeerzeugerleistung. Bei einer WP in der 6kW Klasse reden wir dann von einer Tiefenbohrung um die 100m, je nach Bodenverhältnissen. Kostenpunkt der Bohrung um die 5-6T€. Alternativ einen Graben mit 1m Breite min. 1,5m Tiefe und 60m Länge auf dem Grundstück verteilen (Mindestabstände beachten). Kostenpunkt vielleicht 3-4T€.

    Zitat Zitat von menno19
    Ebenso haben wir den Kamin als Raumteiler in der mitte des Hauses geplant damit die erzeigte Wärme (falls wir den Kamin nutzen) auch schnell nach oben über Treppen die oberen Zimmer "erwärmen" kann.
    Da würde ich mir nicht viel Hoffnung machen. Die Wärme verteilt sich nicht von alleine, dazu bräuchtest Du im EG Saunatemperaturen damit hier mal Konvektion einsetzt. Die Wärme wird zwar ansteigen aber nicht bis in die Zimmer gelangen. Abgesehen davon ist ein kaltes Zimmer und Warmluft die von außen einströmt nicht gerade ideal.
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  17. #15

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    Für eine erste Abschätzung könnte man auf Erfahrungswerte zurückgreifen. Das kann zwar keine Heizlastermittlung ersetzen, aber man sieht schon einmal in welcher Liga die Heizung spielen muss. Bei einem Neubau mit 135m2, dazu dann KWL mit WRG (es entfällt dann ein Großteil der Lüftungsverluste), wird sich die Heizlast in einem Bereich um 5kW oder darunter bewegen. Vermutlich irgendwo zwischen 4kW und 5kW.
    Man wird hier wahrscheinlich auf eine WP in der 6kW Klasse zurückgreifen, da kleinere Modelle kaum verfügbar sind.

    Die Quelle dimensioniert man nach Heizlast und Wärmeerzeugerleistung. Bei einer WP in der 6kW Klasse reden wir dann von einer Tiefenbohrung um die 100m, je nach Bodenverhältnissen. Kostenpunkt der Bohrung um die 5-6T€. Alternativ einen Graben mit 1m Breite min. 1,5m Tiefe und 60m Länge auf dem Grundstück verteilen (Mindestabstände beachten). Kostenpunkt vielleicht 3-4T€.
    Wir haben eine Sole-WP mit 5,8kw Heizleistung. Nicht primär wegen der geringen Heizlast, sondern wegen Warmwasser. Ist das bei der Überlegung auch schon drin? Wir sind damit etwas überdimensioniert, aber nicht so sehr, dass wir unbedingt auf die grade erschienene etwas kleinere Variante warten wollten. Die Sondenbohrung landete bei 124m, errechnet waren 92. Das hängt vom Boden ab, dementsprechend variiert der Preis. Über 100m muss man sich gesondert genehmigen lassen, alternativ wären dann 2 Bohrungen, das kostet aber halt auch wieder. Wenn der Platz da ist, würde ich eine Grabenvariante zumindest prüfen. Vor einer vereisenden Quelle habe ich allerdings keine Angst. Die WP wird nicht am Limit laufen und im Sommer durch die passive Kühlung die Quelle auch wieder erwärmen.
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