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Frage zu Bausparverträgen

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  1. #1

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    Frage zu Bausparverträgen

    Hallo,

    ich habe die Möglichkeit, Bausparverträge bei der LBS ohne Gebühr abzuschließen. Aktuell läuft eine Baufinanzierung, die in rund 6 Jahren das erste Mal kündbar wird. Die Anschlussfinanzierung für einen Teil der Finanzierung läuft über Riesterbausparer.

    Der Sollzins beträgt für das Darlehen Jahre 3,75%.
    Für mein Sparguthaben erhalte ich momentan 4,5% bei täglicher Verfügbarkeit abzgl. Steuern.
    Momentan wird etwa je 50% in Sondertilgung und Sparen investiert.

    Für mich stellt sich die Frage, ob es Sinn ergibt, einen Bausparer neu abzuschließen (niedrige Sollzinsen, niedriger als bei den Riester-BSVs) und diesen NICHT zu besparen, sondern erst in x Jahren einen größeren Betrag einzuzahlen.

    Besteht dann überhaupt eine realistische Chance auf eine Zuteilungsreife innerhalb von z.B. 2-3 Jahren? Ich möchte ja nur ungern mit 0,5% Guthaben sparen, wenn ich woanders mehr Rendite erzielen kann.
    Und wie lange könnte ich einen BSV "ruhen" lassen, ohne ihn zu besparen? Hintergrund ist, dass die Darlehensphase bei interessanten BSVs nur ca. 7 Jahre beträgt und ich danach dann gerne einen Anschluss-BSV hätte.

    Abschluss heute: 2 BSVs.
    Darlehen 1 in ca. 8 Jahre
    Darlehen 2 in ca. 15 Jahren

    Das zweite Darlehen ist nur theoretisch, da ich insgesamt eigentlich nur 20 Jahre finanzieren möchte. Aber vielleicht braucht es dann ein neues Dach/Heizung/etc.

    Freue mich auf eure Antworten!
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  2. Frage zu Bausparverträgen

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  3. #2

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    Im Endeffekt wirst du das mit der Bank klären müssen. Für die Einzahlung in den Vertrag sammelst du ja Punkte und ab einer gewissen Punktzahl ist der zuteilungsreif. Letztlich gehts den Banken ja darum, dass sie mit deinem Geld arbeiten können. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du da großartig Punkte bekommst, wenn du kurz vorher was einzahlst.
    Im Endeffekt bringt dir das ganze Konstrukt ja nur einen Vorteil: Zinssicherheit. Aber rechne dir mal aus (Kaufmann biste ja), wieviel Zinseszins-Effekt da über die Jahre zusammen kommt, wenn du das Geld stattdessen ebenfalls zum Sondertilgen nimmst.
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  4. #3
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    Zitat Zitat von biologist Beitrag anzeigen
    Aber rechne dir mal aus (Kaufmann biste ja), wieviel Zinseszins-Effekt da über die Jahre zusammen kommt, wenn du das Geld stattdessen ebenfalls zum Sondertilgen nimmst.
    Die 50%, die auf's Sparkonto gehen?

    Der einzige Hintergrund dafür ist, dass ich täglich verfügbares Geld als Sicherheit haben möchte. Das Geld soll dazu dienen, im Fall der Fälle zum Beispiel Heizung und Auto zu ersetzen.

    Mag vielleicht nicht wirtschaftlich sein, aber mir wurde in die Wiege gelegt, nach Möglichkeit ein Jahresgehalt als Puffer vorzuhalten. Und ich habe ja einen durchaus ordentlichen Anlagezins.
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  5. #4
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    Ich habe gerade in den AGB ein KO-Kriterium für meine Idee gefunden :-(

    Vor Auszahlung des Bauspardarlehens besteht für die Bausparkasse die Möglichkeit, den Bausparvertrag zu kündigen, wenn der Bausparer ihn nicht zielgerichtet angespart oder das Bauspardarlehen über einen längeren Zeitraum nicht in An- spruch nimmt. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn seit Vertragsbeginn 15 Jahre vergangen sind. (§ 13 Abs. 1)

    "Zielgerichtet" ist ja irgendwie dehnbar...
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  6. #5

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    Wenn in 3-4 Jahren die Zuteilungsreife erwirkt werden soll, dann muss genau andersherum JETZT eine große Einmalzahlung erfolgen! Als Dank für die bescheidene Verzinsung bekommst du dann ein günstiges Bauspardarlehen :-) Also erst im letzten Moment einbezahlen ist definitiv nicht möglich/sinnig.
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  7. #6
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    Ich hatte schon vor, nicht erst zwei Monate vor Anschlussfinanzierung einzuzahlen, sondern 1-2 Jahre vorher.

    Die Berechnung der Bewertungszahl erfolgt dabei übrigens aus zwei Komponenten:

    Die Bewertungszahl ist das Maß für die Sparleistung des Bau- sparers. Sie errechnet sich wie folgt:
    ((Bausparguthaben inkl. Zinsen x Guthabenfaktor) + (Summe Zinsen x Zinsfaktor) ) /
    4 ‰ der Bausparsumme
    Der Guthabenfaktor beträgt: 1,0
    Der Zinsfaktor beträgt: 27

    Mindestbewertungszahl ist 201

    Nach 2 Jahren ca.
    (40.000 EUR * 1 + 400 *27)/(0,004*100.000) =

    50.800 / 400

    = 127

    Mir würden also ordentlich Bewertungspunkte fehlen, die realistisch nicht erreichbar sind, damit das Ganze wirtschaftlich bleibt. Wenn ich richtig gerechnet habe, bräuchte ich zu den 40.000 EUR Kapital noch rund 1500 EUR kumulierte Zinsen. Das Kapital müsste entsprechend 7,x Jahre in den Vertrag liegen...

    die Verträge werden ja gefühlt niemals zuteilungsreif :-(
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  8. #7

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    Es hängt vom Vertrag ab, minimum 3-4 Jahre hat ein Makler in einem anderen Forum geschrieben, bei manchen Verträgen müssen Einmalzahlungen auch deutlich früher erfolgen.
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  9. #8
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    Das stimmt. Aber bei den Verträgen, die der Makler meint, sind die Darlehenszinsen dann eher unattraktiv. Das Produkt, was ich im Auge hatte, war mit 1,4% Sollzins sehr attraktiv - auf den ersten Blick. Auf den zweiten...siehe Berechnung oben.


    Das nächstgünstigere liegt schon bei 2,9% Darlehenszins.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Batman Beitrag anzeigen
    Das stimmt. Aber bei den Verträgen, die der Makler meint, sind die Darlehenszinsen dann eher unattraktiv. Das Produkt, was ich im Auge hatte, war mit 1,4% Sollzins sehr attraktiv - auf den ersten Blick. Auf den zweiten...siehe Berechnung oben.


    Das nächstgünstigere liegt schon bei 2,9% Darlehenszins.
    Das ist doch logisch. Eine Bausparkasse ist ja kein caritativer Verein, sondern die wollen auch Geld verdienen. Genau genommen müssen sie sogar Geld verdienen, sonst funktioniert das ganze Konzept nicht.

    Deswegen gibt es Tarife die schnell zugeteilt werden können, dann holt sich die BSpk. ihren "Gewinn" mit den höheren Zinsen, oder halt Tarife deren Zuteilung deutlich länger dauert, dann holt sich die BSpk. ihr Geld indem sie das angesparte Guthaben für sich nutzen kann. BSV die man durch eine Einmalzahlung innerhalb von 1-2 Jahren zur Zuteilung bringen kann, haben dann Zinssätze für das Bauspardarlehen im Bereich 3% oder höher.

    Das zeigt sich auch in der Dauer der Darlehensphase. Die Tarife mit niedrigen Darlehenszinssätzen sind ausnahmslos Kurzläufer, sprich das Darlehen muss innerhalb kurzer Zeit zurückgezahlt werden. Ein Zeitraum von 7-10 Jahren ist hier üblich. Wer das Darlehen über einen längeren Zeitraum strecken möchte, muss auf einen anderen Tarif zurückgreifen, und da sind dann die Zinssätze nicht mehr so berauschend.

    Wenn Du bereits in 6 Jahren über das Darlehen verfügen möchtest, dann wird es selbst bei sofortiger Einmalzahlung mit den Kurzläufern knapp. Dazu müsste ich jetzt aber in die aktuellen Tarife schauen.

    Ach ja, noch etwas. Bei den Zinssätzen nicht nur nach dem Nominalzinssatz schauen, sondern die eff. Verzinsung im Auge behalten.
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  12. #10
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Das ist doch logisch. Eine Bausparkasse ist ja kein caritativer Verein, sondern die wollen auch Geld verdienen. Genau genommen müssen sie sogar Geld verdienen, sonst funktioniert das ganze Konzept nicht.
    stimmt. Aber da sie bei mir bereits auf die Provision verzichten...

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Ach ja, noch etwas. Bei den Zinssätzen nicht nur nach dem Nominalzinssatz schauen, sondern die eff. Verzinsung im Auge behalten.
    Ja, Provision fällt nicht an, die Guthabenzinsen hatte ich ja bedacht. Die 12 EUR Kontogebühr sind glaube ich zu vernachlässigen. Was käme noch dazu?
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  13. #11

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    Zitat Zitat von Batman Beitrag anzeigen
    stimmt. Aber da sie bei mir bereits auf die Provision verzichten...
    Keine Angst, die verzichten nicht darauf weil sie Dir was Gutes tun wollen. Nennt sich Marketing, mal holt das Geld halt an anderer Stelle wieder rein. Ist ja auch legitim.

    Zitat Zitat von Batman Beitrag anzeigen
    Ja, Provision fällt nicht an, die Guthabenzinsen hatte ich ja bedacht. Die 12 EUR Kontogebühr sind glaube ich zu vernachlässigen. Was käme noch dazu?
    Es hat schon einen Grund warum die BSpk. auch einen eff. Zins angeben müssen. Was die von Dir genannte BSpk. alles während der Vertragsdauer berechnet kann ich nicht sagen. Da lohnt aber meist ein Blick in die Tarifbedingungen bzw. allgemeinen Bedingungen. Manchmal gibt´s auch Gebührentabelle, Serviceentgelte oder was weiß ich.
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