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Innentüre durch Hitze (Ofen) verzogen - nachvollziehbar?

Diskutiere Innentüre durch Hitze (Ofen) verzogen - nachvollziehbar? im Forum Fenster/Türen auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Innentüre durch Hitze (Ofen) verzogen - nachvollziehbar?

    Hallo, liebe Profis oder erfahrende Bauleute!

    In unserem neu gebauten Haus wurden 2011 als Abgrenzung zwischen Esszimmer und Küche zwei Schiebetüren eingebaut. Es handelt sich um "normale" CPL-Innentüren in weißer Holzoptik.
    Im Wohnzimmer (keine Abgrenzung zum Esszimmer, soll heißen, Wohn- und Esszimmer sind im Grunde ein Raum, 40qm) steht ein Kaminofen (7 KW).

    Nun hat sich im ersten Winter (Heizperiode) eine der beiden Schiebetüren verzogen.

    Der Türverkäufer hat sich den Schaden zusammen mit einem Vertreter des Türenherstellers angesehen und letzterer meint, dass die Türe deshalb verzogen ist, weil durch das Heizen mit dem Kaminofen bei geschlossenen Schiebetüren solche hohen Temperaturunterschiede zwischen Esszimmer und Küche entstehen, dass normale Türen nicht ausreichen, sondern Klimatüren erforderlich gewesen wären. Es bestehe also kein Mangel an den Türen, sondern wir wären aufgrund unserer "extremen" Temperaturunterschiede selbst verantwortlich...

    Wenn der Kaminofen mal richtig bollert, kommen im Höchstfall ca. 27/28 Grad zustande. In der Küche herrschen zur selben Zeit ca. 21/22 Grad.
    Ich komme also auf ein Temperaturgefälle von höchstens 6/7 Grad.

    Muss ich mich da tatsächlich auf "extreme" Temperaturunterschiede verweisen lassen und werden in solchen Konstellationen tatsächlich Klimatüren (Klasse II?) verwendet und keine normalen Innentüren?

    Ich würde mich über die Antwort von Bauträgern o.ä., die Erfahrung damit haben, sehr freuen und bedanke mich bereits im Voraus!

    Gruß,
    Andy
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  2. Innentüre durch Hitze (Ofen) verzogen - nachvollziehbar?

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  3. #2

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    Also Holz reagiert erstmal nicht auf Wärme/Kälte, sondern nur auf Feuchtigkeitsaufnahme bzw. -abgabe. Allerdings hast Du eine Kunststoffbeschichtung die schon auf Wärme/Kälte reagieren kann.
    Wahrscheinlicher ist es aber doch unterschiedliche Raumluftfeuchten in den Räumen, und damit Feuchtigkeitsaufnahme.
    Kann also durchaus sein, musst einfach mal Messungen in den beiden Räumen vornehmen.
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  4. #3

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    solche temperaturunterschiede können relevant sein, wenn die tür keine anforderungen erfüllt.

    wer hat es geplant? war dem ausführenden bekannt, was du vorhast?
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  5. #4
    Themenstarter

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    Schon mal Danke für die raschen Antworten!

    Ich wüsste nicht, dass die eingebauten Türen spezielle Anforderungen erfüllen.

    Wir haben das Haus durch einen Bauträger planen und bauen lassen. Dass ein Kaminofen rein soll, war bekannt, da die Baupläne auch einen gesonderen Kaminzug im Wohnzimmer vorsahen und dieser vom Bauträger so eingezeichnet / eingeplant wurde. Das war auch einer meiner Gedanken, dass der Bauträger ja wissen muss, welche Art von Türen bei dieser Nutzung rein müssen. Ich als Laie hab davon ja leider keine Ahnung.

    Zu der Thematik mit der Luftfeuchtigkeit haben weder der Bauelemente-Händler noch der Türenhersteller ein Wort verloren. Klar sinkt die rel. Luftfeuchtigkeit im Wohn-/Esszimmer bei Betrieb des Ofens, aber vor dem Schließen der Schiebetüren fand ja ein Ausgleich statt und selbst eine Tür der Klimaklasse I verträgt normal 20% (+/- 5) Unterschied. Ich kann zwar mal nachmessen, bin mir aber sicher, dass kein so großer Unterschied besteht.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Im nun vorgelegten Kostenvoranschlag für den Austausch durch "spezielle Klimaschiebetürblätter" ist die Rede davon, dass diese neuen Türen eine "Vollspaneinlage" haben, wohingegegen die vorhandenen Türen den "normalen" Ansprüchen genügen würden, aber auch bereits eine "Röhrenspaneinlage" haben.
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  7. #6

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    naja - hast du ihm mitgeteilt, dass du deinen wohnraum auf 28° C aufheizt?

    schau mal hier rein:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Klimaklasse

    hier ist die alte klimaklasse mit aufgeführt, die seit 2002 nicht mehr gilt. die musst du ignorieren. die neue regelung besagt für türen der klasse I ein temperaturdelta von 5° C. dein temperaturdelta ist nun mal höher, also benötigst du klasse II. das delta der luftfeuchtigkeit kann man aufgrund fehlender genauer angaben außen vor lassen.
    du wirst wohl dem unternehmer einen fehler schwer nachweisen können. das zulässige temperaturdelta wirst du wohl nicht nur einmal überschritten haben. außer in badehose kann doch 28° C raumtemperatur nicht angenehm sein.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Andy Merlin Beitrag anzeigen
    Dass ein Kaminofen rein soll, war bekannt, da die Baupläne auch einen gesonderen Kaminzug im Wohnzimmer vorsahen und dieser vom Bauträger so eingezeichnet / eingeplant wurde.
    Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man hier mit extrem hohen Raumtemperaturen und somit hohen Temperaturunterschieden rechnen muss. Normalerweise geht man davon aus, dass mit dem Ofen ein Raum auf die Raumtemperatur gebracht wird für die der Raum gerechnet wurde (typ. 20°C oder 21°C). Eine RT von 27/28°C ist absolut nicht normal, damit konnte niemand rechnen.

    Wie weit steht der Ofen von der Tür entfernt? und in welche Richtung zeigt die Tür des Öfens? (in Richtung Schiebetür?)

    Bei einer "normalen" Zimmertür wird mit 23±2 °C auf der einen und 18±2 °C auf der anderen Seite geprüft. Als Längskrümmung sind dann bis zu 8mm zulässig wenn ich die Kategorien noch richtig im Gedächtnis habe. Das ist aber nebensächlich, ich gehe mal davon aus, dass der Vertreter des Türherstellers sich die Türe schon genau angeschaut und nachgemessen hat.
    Was aber entscheidend ist, dass hier im Raum Temperaturen auftreten für die die Tür nicht gedacht war. Dabei darf man nicht nur auf das dT abzielen, sondern man muss auch die Absoluttemperaturen betrachten. Sonst könnte man ja die Tür auch bei 55°C RT und 60°C auf der anderen Seite einsetzen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    (typ. 20°C oder 21°C). Eine RT von 27/28°C ist absolut nicht normal, damit konnte niemand rechnen. Gruß
    Ralf
    Ralf, das ist doch "Quatsch"...
    Den Ofen, der in einem Neubau nur 20/21 Grad in die Bude bringt, gibt es nicht. Da lohnt das Anfeuern auch nicht.

    Wir haben die selben Temperaturen, wenn's "brennt".

    PS: Wir haben 2 Glastüren verbaut.





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  10. #9
    wasweissich
    Gast
    Da lohnt das Anfeuern auch nicht.
    und genau deswegen macht man beim anfeuern die türen auf und schwupp ist das temperaturgefälle vernachlässigbar ...
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  11. #10

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    Ich find Anheizen für Temperaturen unter 25/26 Grad lohnt sich doch nicht...

    so bei 26/27 Grad fühl ich mich richtig wohl, dann kann ich auch mal den Fleecepullover ausziehen.

    Die Unterschiede sind eher normal bei Holzofen als aussergeföhnlich...

    Nur wird da keiner dran gedacht haben... Ob man das einem Planer in die Schuhe schieben kann? Ich glaube eher nicht...
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  12. #11

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    Kaminofen hin oder her- wurden dem Bauträger damals die gewünschten extrem-Temperaturen mitgeteilt?
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  13. #12
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    Sicher, wenn die Temperaturen dauerhaft so hoch wären, würde ich das auch nicht aushalten.
    Wir heizen den Ofen tagsüber natürlich so, dass die Tür zur Diele offen steht und dann hält sich das in Grenzen mit der Hitze (23/24 Grad). Nur wenn natürlich abends die Kinder im Bett sind und man die Türe zumacht, lässt man den Ofen halt noch ein bißchen brennen und dann kommt es schon mal vor, dass es so warm wird. Diese Temperaturen bestehen aber nicht regelmäßig, und wenn dann auch nur kurzzeitig, keinesfalls mehrere Stunden oder gar den ganzen Tag...
    Der Ofen steht auch weder in Richtung der Schiebtür noch in deren Nähe, sonst könnte ich's natürlich nachvollziehen, denn direkt vor dem Ofen kann's schon mal noch ne Spur wärmer werden.

    Rein das Temperaturgefälle soll also maßgeblich sein... und das kommt mir einfach seltsam vor.
    Wie oben bereits erwähnt wurde, in neuerem Häusern kann man es mit Ofen doch kaum vermeiden, dass es mal wärmer wird als die übliche Raumtemperatur. Und wenn, dann ist das Temperaturgefälle (oder -delta) auch nicht so extrem, wie man das auf den ersten Blick meinen könnte. Denn die Schiebetüren riegeln weder hermetisch ab noch sind sie permanent zu. In der Küche ist's ja dann nicht eiskalt, sondern eben auch nen Tick wärmer als normal.

    Was mich auch wundert, ist, dass die eine Türe verzogen ist (ich kann leider nicht angeben, um wieviele Milimeter, ich schätze, ca. 5), die andere Tür hingegen hat gehalten. Obwohl beide die selben klimatischen Bedingungen mitmachen...
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  14. #13

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    es nützt jetzt nix - du musst dem unternehmer jetzt nachweisen, dass er einen fehler gemacht hat oder das türblatt mangelhaft ist. dein problem ist eben das temperaturgefälle durch den ofen. wie wilst du es beweisen?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Tja, genau das ist mein Problem.
    Mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass wir keine so extremen Temperaturgefälle haben und dass beide Schiebetüren das aushalten müssten.
    Um das zu beweisen, müsste ich ein SV-Gutachten in Auftrag geben. Das kostet wahrscheinlich soviel wie der Austausch der beiden Türen durch Klimatüren. Es bleibt ein Restrisiko und man hat das an sich gute Verhältnis zum Bauträger ruiniert. Und das will ich eigentlich nicht.

    Ich überleg mir das nun mal und werde nochmal mit meinem Bauträger sprechen.

    Vielen Dank für Eure Antworten und Gedanken zu meinem Problem!
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  17. #15

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    Zitat Zitat von driver55 Beitrag anzeigen
    Ralf, das ist doch "Quatsch"...
    Den Ofen, der in einem Neubau nur 20/21 Grad in die Bude bringt, gibt es nicht. Da lohnt das Anfeuern auch nicht.
    Das hat nichts mit Quatsch zu tun, sondern mit gesundem Menschenverstand. Normale Zimmertüren sind weder für diese Temperaturen noch für diese Temperaturgefälle gedacht. Kein Hersteller muss sich als Hellseher betätigen, und trotz Prüfnormen noch eine Schippe drauflegen, nur weil es passieren könnte, dass ein Bewohner diese Grenzwerte überschreitet. Wenn, dann liegt das im Verantwortungsbereich des Bewohners oder des Planers. Wenn ich meine ich müsste meine Bude in eine Sauna verwandeln, dann muss ich das kommunizieren und bei der Planung berücksichtigen lassen. Ansonsten geht jeder Planer zu Recht davon aus, dass mit normalen Raumtemperaturen zu rechnen ist.

    Zitat Zitat von Andy Merlin
    Rein das Temperaturgefälle soll also maßgeblich sein...
    Nein, nicht nur das Temperaturgefälle sondern auch die Absoluttemperatur.

    Der Ofen steht auch weder in Richtung der Schiebtür noch in deren Nähe,....
    Das bedeutet im Klartext? Wieviel Meter?
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