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  1. #1

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    Immer wieder Druckverlust in Solarthermie-Anlage

    Hallo zusammen!

    Wir betreiben seit vielen Jahren eine Elco-Klöckner-Solarthermie-Anlage mit Röhrenkollektoren. Die ersten Jahre lief alles problemlos, dann fing es an, dass die Anlage in der kalten Jahreszeit immer Druck verlor. In der warmen Jahreszeit läuft die Anlage über Monate problemlos!

    Mein Heizungsbauer vermutete eine Verschraubung, die bei Kälte undicht wird und hat auf dem Dach mehrmals alle nachgezogen. Ob und wo tatsächlich ein Leck vorliegt, ist nicht festzustellen.

    Vorgestern habe ich zufällig gesehen, dass der Druck der Anlage auf 1 bar stand. Ich habe etwas Wasser nachgefüllt, um wieder auf 1,8 bar zu kommen. In nur zwei Tagen ist der Druck wieder auf 1,1 bar gefallen!

    Ich werde nicht umhinkommen, den Heizungsbauer wieder einzubestellen, zumal ja durch das Nachfüllen der Frostschutz überprüft werden muss. Ich würde ihm nun gerne vorschlagen, die Flüssigkeit im Heizkreislauf einzufärben, um evtl. das Leck zu finden. Kann man so etwas machen? Wenn ja - womit? Oder liegt das Problem vielleicht am Ausdehnungsgefäß? Der Druck in der Anlage schwankt je nach Temperatur ganz erheblich... Im vergangen Winter wurde schon mal vorsichtshalber das Ventil am Ausdehnungsgefäß ausgetauscht und dieses neu aufgepumpt.

    Wir schlagen uns nun schon mehrere Jahre mit immer wieder dem selben Problem herum. Profitabel läuft die Anlage schon lange nicht mehr, wenn ich die Kosten der laufenden Handwerkerbesuche einrechne.

    Hat jemand hier eine Idee, wie man das Problem noch angehen könnte? Ich bin für jeden Hinweis dankbar!

    Herzliche Grüße
    Martina
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  2. Immer wieder Druckverlust in Solarthermie-Anlage

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  3. #2

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    Klingt sehr nach einer defekten Membran im Ausdehnungsgefäß. Lass das mal überprüfen wenn Du den Heizungsbauer "einbestellst".

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  4. #3
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    Hallo Thomas,

    sowas hatte ich befürchtet :-(

    Der Heizungsbauer hatte schon mal erwähnt, dass wir wohl ein neues Ausdehnungsgefäß brauchen, wenn wir keine andere Ursache finden.

    Für mein laienhaftes Verständnis: wenn die Membran undicht ist, welches Medium wandert dann wohin? Müsste ich dann nicht Luft im Kreislauf haben?

    Herzliche Grüße
    Martina
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  5. #4
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    Die *Luft* ist dann wohl durchs Ventil entwischt ....

    Es kann auch gut sein dass die Membrane festklebt oder -rostet. Dann funktioniert das AUsdehnungsgefäß nicht mehr richtig.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  6. #5

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    Warum wurde nicht gleich das MAG getauscht? Der Austausch wird billiger als wenn er 2 Mal anfahren und Fehler suchen muss. Keine Ahnug wie groß Deine Anlagen ist, aber bei den typischen EFH Anlagen ist der Wasserinhalt ja eher gering. Demzufolge ergibt sich trotz großer Temperaturschwankungen ein relativ kleines MAG. Frage ihn mal was der Austausch kosten würde. Dann könnte man diese Fehlerquelle zumindest ausschließen, bevor er wieder auf dem Dach rumturnt. Bis der irgendein Ventil getauscht und aufgepumpt hat, hat er auch das komplette MAG gewechselt.

    Vielleicht hat er auch irgendwo einen Entlüfter verbaut der Ärger macht. Ansonsten gibt es da nicht viel das so einen Druckverlust erzeugen kann.

    Für mein laienhaftes Verständnis: wenn die Membran undicht ist, welches Medium wandert dann wohin? Müsste ich dann nicht Luft im Kreislauf haben?
    Das kommt darauf an, "wie" undicht die Membran ist. Luft wandert in die Soleflüssigkeit und der Bereich in dem vorher die Luft war wird nun von der Soleflüssigkeit eingenommen. Wenn Du nun die Anlagen auf 1,8bar gebracht hast (kalter Zustand), dann wäre es sehr gut möglich, dass der Druck steigt sobald mal die Sonne scheint. Irgendwann löst dann ein Sicherheitsventil aus.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Warum wurde nicht gleich das MAG getauscht? Der Austausch wird billiger als wenn er 2 Mal anfahren und Fehler suchen muss.
    2 Mal??? Schön wär's! Er war in dieser Angelegenheit bestimmt schon 5 - 6 x da! Immer wieder nachgefüllt, gespült, Leck gesucht!

    Ab und zu war dann der Druck so niedrig, dass die Anlage bei schönem Wetter nicht mehr angelaufen ist und eine Kollektorüberhitzung drohte. Dann musste ICH rauf aufs Dach und den Kollektor erst mal provisorisch abdecken, damit nicht noch Schlimmeres passiert.

    'Wartungsfrei' ist diese Anlage schon lange nicht mehr, ich muss sie (in der kalten Jahreszeit) ständig im Auge behalten und notfalls eingreifen, da mein HB auch nicht immer 'Gewehr bei Fuß' steht.

    'Entlüftet' wird meine Anlage direkt am Kollektor - zumindest habe ich das da oben schon mal gemacht. Dieses Ding habe ich schon mal in trockene Tücher eingepackt, um festzustellen, ob da evtl. was undicht ist. War aber alles trocken... Deshalb auch meine Frage bezügl. des Einfärbens.

    Wenn ihr meint, dass der Austausch des Ausdehnungsgefäßes keine große Sache ist, werde ich das mal mit meinem HB besprechen.

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wenn Du nun die Anlagen auf 1,8bar gebracht hast (kalter Zustand), dann wäre es sehr gut möglich, dass der Druck steigt sobald mal die Sonne scheint. Irgendwann löst dann ein Sicherheitsventil aus.
    Ja - so war es bisher immer. Mit der Temperatur steigt auch der Druck.

    Herzliche Grüße
    Martina
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  8. #7

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    Zitat Zitat von MartinaS Beitrag anzeigen
    Ab und zu war dann der Druck so niedrig, dass die Anlage bei schönem Wetter nicht mehr angelaufen ist und eine Kollektorüberhitzung drohte. Dann musste ICH rauf aufs Dach und den Kollektor erst mal provisorisch abdecken, damit nicht noch Schlimmeres passiert.
    Was macht Ihr, wenn der Speicher "voll" ist oder bei Stromausfall?
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  9. #8
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    Wenn der Speicher voll ist: Wärmeabfuhr über einen Heizkörper im Keller.
    Bei Stromausfall: Kollektor abdecken.

    Gibt es bessere Lösungen?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von MartinaS Beitrag anzeigen
    Gibt es bessere Lösungen?
    Meine Flachkollektoren heizen sich dann halt auf 170 °C oder mehr auf. So lange das nicht ständig passiert, sollte das nichts ausmachen.

    Ich weiß nicht, ob Röhrenkollektoren da empfindlicher reagieren.
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  11. #10
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    'Entlüftet' wird meine Anlage direkt am Kollektor
    Handentlüfter oder Schwimmerentlüfter ?

    Gruß
    Achim KAiser
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  12. #11

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    Zitat Zitat von MartinaS Beitrag anzeigen
    2 Mal??? Schön wär's! Er war in dieser Angelegenheit bestimmt schon 5 - 6 x da! Immer wieder nachgefüllt, gespült, Leck gesucht!
    Das ist vielleicht seine neue Geschäftsidee.
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  13. #12
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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Handentlüfter oder Schwimmerentlüfter ?
    Es ist ein runder Topf und hat oben das selbe Entlüftungsventil, wie man sie auch an Heizkörpern findet. Man nimmt auch den selben Schlüssel dafür.
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  14. #13

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    Also Hand.

    Na, dem Heizi würde ich bescheidstoßen...
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  16. #14
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    Julius,

    das ist der richtige ... wenns ein Handentlüfterlüfter ist.
    Heute baut man da zwar gar keinen mehr ein und spült die Anlage so lange bis sie luftfrei ist ...
    und hat dann ein Bauteil weniger das versagen kann (man kommt eh schlecht bei).

    Schwimmerentlüfter NUR mit geschlossener Vorabsperrung (als krabbelst wieder aufs Dach ...).
    Hintergrund : Wenn die Anlage bei 140 bis 200 °C Stillstandstemperatur in die Dampfphase geht würde der ganze Dampf über den Schwimmerentlüfter abblasen ....
    Folge : Nach dem Stillstand ist die Anlage mindestens nachzufüllen .... wenn nicht komplett neu zu befüllen um die Rückstände rauszukriegen.

    Das gefällt niemandem. Mit entsprechend ausgelegtem Ausdehnungsgefäße geht die Anlage nach nem Stillstand einfach wieder in Betieb und die Anlage läuft wieder ....

    Bei der Ausführung mit Handentlüfter ist nichts zu bemängeln. Die Anlage entspricht dem damaligen Standard.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  17. #15
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    Ich würde das Ausdehnungsgefäß demontieren und die Anlage abdrücken bis zum max. Betriebsdruck (heute zwischen 6 und 10 bar ... damals könnens auch blos 3 bis 6 bar gewesen sein - PRÜFEN !) und dann abwarten ob sie dicht ist oder ob ein Druckverlust auftritt.

    Ist kein Druckverlust feststellbar .... Ausdehnungsgefäß ggf. mit angepasster Größe.

    Gruß
    Achim Kaiser
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