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neue Fenster und elektrische Vorbaurollläden

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  1. #1

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    Daumen hoch neue Fenster und elektrische Vorbaurollläden

    Hallo an alle,

    vielleicht kann mir jemand hier in diesem Forum mit Rat zu Seite stehen, wo ich nicht weiter weiß.
    Es tut mir jetzt schon leid, wenn schon ein anderer einen ähnlichen Beitrag eingestellt hat. Bei meiner Recherche habe ich aber keinen gefunden.
    Ich habe einen Altbau als Reihenhaus mit einem an das Haus neu gebauten Anbau (7m*2m). Für diesen Anbau haben wir bei einer Firma im Rhein-Sieg-Kreis 3 Fenster, eine doppelflügige Terrassentür und elektrisch betriebene Vorbaurollläden in Auftrag gegeben. Insgesamt 4 elektrische Rollladen. Gesamtkosten 5300€.
    Das Ganze wurde schon montiert. Der Anbau ist außen komplett fertig verputzt usw. Alles funktionierte und wir haben bezahlt.

    Unser Trockenbauer hat jetzt beim Abhängen der Decke festgestellt, dass die elektrischen Zuleitungen der Rollladen so blöd von außen nach innen gebohrt sind, dass die Austrittsöffnungen im sichtbaren Bereich der Zargen sind. Das heißt, man sieht an den Fenstern und an der Tür jeweils oben in der Ecke ein weißes Kabel aus der Zarge herauskommen bevor es dann in der Decke verschwindet. Natürlich haben wir das direkt bei der Firma moniert. Wir können und wollen die Decke auch nicht so tief abhängen, dass man die Kabel nicht mehr sieht.
    Man hätte auch so bohren können, dass die Kabel knapp unter dem Dach im Innenraum hätten raus kommen können. Die eigentliche Decke würde ca. 10cm tiefer hängen.

    Die Firma hat uns 2 Vorschläge unterbreitet.
    Nr 1)
    Alles bleibt wie es ist und wir erhalten einen Nachlass von 100€. (Gibt es hier vielleicht eine Tabelle? 100€ Nachlass bei 5300€ Auftragssumme scheint mir doch zu wenig zu sein, oder?)
    Nr 2)
    Die Firma demontiert die Vorbaurollladen, kappt (ist mittlerweile angeschlossen) das Kabel und zieht es heraus, schäumt das Loch in den Zargen aus (mit welchem Material haben Sie nicht geschrieben) und setzt dann innen eine Abdeckkappe auf die ehemalige Bohrung. Außen werden die Vorbaurollladen montiert. Kabel bleiben draußen hängen.

    Zusätzlich hat die Firma geschrieben, wenn Sie gemäß Auftrag gearbeitet hätten, wäre das mit der Bohrung nicht passiert.
    Im Auftrag steht folgender Satz:
    "Die Verlegung von elektrischen Zuleitungen und Anschlüssen, sowie das Setzen der Schalter, müssen von einem zugelassenen Elektriker vorgenommen werden, der bauseits bestellt werden muss."

    Bei der Erstbesichtigung habe ich mit dem Kundendienstler gesprochen und der sagte mir zu, dass das Kabel in den Innenraum geführt werden würde. Alles weitere soll dann bauseits erfolgen, was ja auch ok ist. Blöd ist, daß ich den Auftrag natürlich nicht komplett durchgelesen habe. Weiß ich jetzt auch.
    Habe mich aber auf die Aussage des Kundendienstlers der Firma verlassen.

    Die Monteure haben aber die Zuleitung von außen nach innen durch Bohrungen in den Zargen geführt. Muss ich Vorschlag 2 akzeptieren? Vorschlag 1 kommt für mich nicht in Betracht. Was ist mit Beiputzarbeiten? Ich gleube nicht, dass die Demontage und anschließende Montage der Vorbaurollläden ohne Blessuren im Mauerwerk von statten geht.

    Abgesehen davon haben die Monteure falsche Führungen für die 4 Rollläden montiert. Im Auftrag steht, daß die Montage der Führungen durch die Führung ins Mauerwerk erfolgen soll, so das man die Bohrungen nicht sieht. Die Monteure haben die Führung einfach auf die Zargen geschraubt, mit dem Erfolg, dass man die Schraubenköpfe sieht. Diese sind allerdings mit Kappen in gleicher Farbe abgedeckt. Haben wir beim Kundendienstler angesprochen und heraus kam, dass wohl falsche bestellt oder falsche geliefert worden sind. Diese hat man trotzdem montiert ohne uns vorher in Kenntnis zu setzen. Hinterläßt schon einen komischen Geschmack, war uns aber damals nicht so wichtig.
    Ich habe der Firma schon einen Brief mit Einschreiben und einer Frist geschickt. Als Antwort kamen diese 2 Vorschläge.
    Ich werde keinen Ihrer Vorschläge annehmen.
    Der zitierte Absatz ist meiner Meinung nach hinfällig, da die Monteure wider dem Auftrag gehandelt haben. In Sachen Zuleitung und in Sachen Montage der Rollladenführung.
    Der Nachlass von 100€ ist unverschämt.
    Mit Vorschlag Nr 2 hätten wir doch beschädigte Zargen. Nach BGB habe ich doch ein Recht auf eine unbeschädigte Sache oder nicht?
    Kann ich die Firma auffordern alles gegen Neuteile zu tauschen? Dadurch dass an den Fenstern und der Tür alles schon fertig ist (Fensterbänke innen und außen, vor der Terrassentür haben wir eine mit Granit verkleidete Trittstufe), würde der wirtschaftliche Aufwand doch in keinem Verhältnis zum Auftrag stehen, oder?
    Was meint Ihr? Habt Ihr eine Idee, wie man hier am besten Vorgehen kann?
    Ich bin eher an eine zeitnahe Lösung interessiert.
    Veilen, vielen Dank schon 1x vorab.
    Gruss
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  2. neue Fenster und elektrische Vorbaurollläden

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  3. #2

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    Vielleicht wären Fotos nicht schlecht. Mit 'Zarge' meinst Du Fensterrahmen? Auf Anhieb fällt mir hier aber 'Abnahme durch Nutzung' ein, zumal die Sachen doch wohl gut sichtbar sind?

    Gruß
    Roland



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  4. #3
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    Sorry, der Fensterrahmen ist natürlich gemeint. Decke war zu dem Zeitpunkt noch nicht abgehängt. Insofern ist das nicht aufgefallen. Mit dem Abhängen der Decke stellten wir fest, dass das aus Fensterrahmen heraus kommende Kabel, nicht durch die abgehängte Decke verdeckt werden kann. Das Kabel kommt genau neben dem Pfosten im Fensterrahmen heraus. Foto werde ich nachreichen. Wie werden denn sonst bei elektrischen Rollläden die Bohrungen durch geführt? Bohrt man immer durch die Rahmen oder versucht man nicht eher die Kabel durch das Mauerwerk zu legen?
    Gruß
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  5. #4

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    Aus der Ferne schlecht zu sagen. Das ist wohl abzusprechen. Zumal in der Bauphase das Problem nicht offensichtlich war.
    Gruß
    Roland

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  6. #5

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    Wie werden denn sonst bei elektrischen Rollläden die Bohrungen durch geführt?
    Mit einem Bohrer...?
    Du meinst, an welcher Stelle?
    Vorzugsweise genau da, wo die Planung es vorsieht.
    Wer hatte die Aufgabe, die Schnittstelle zwischen Fensterbauer, Eli und Trockenbauer zu koordinieren?
    Vermutlich Du selbst...
    Dann: An eigene Nase fassen!
    Oder gab es z.B. einen damit betrauten Archi?

    Bohrt man immer durch die Rahmen
    Nicht immer. Sollte man vermeiden.
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  7. #6

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    Man kann die Bohrungen unterschiedlich durchführen, ich sehe hier eher die Schuld an der nicht vorhandenen Planung - Warum haben sich Trockenbauer und Fensterbauer nicht abgesprochen? (Planung eingespart?)

    Evtl. wären bei der "unsichtbaren" Variante auch Zusatzarbeiten am Außenmauerwerk verbunden gewesen, ich persönlich finde die Lösung mit den Löchern in der Zarge nicht optimal aber auch nicht so tragisch wie dargestellt - Das wird man nachher kaum mehr erkennen.

    Ich habe die Zuleitungen zwischen Rahmen und Laibung verlegt, dass bedeutet natürlich einen Mehraufwand - Insofern erlässt dir der Fensterbauer neben den 100 Euro auch den Mehraufwand.
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  9. #7
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    Hallo Julius, danke für Deine Antwort.
    Planung lag bei mir. Muss man denn für alles und jeden Handwerker einen Archi oder wen auch immer beauftragen????? Oder geht es nur um einen Schuldigen???
    "Mit einem Bohrer...?"
    Klar weiß ich, daß Bohrungen mit einem Bohrer durchgeführt werden. Fehler lag bei mir - hätte ich vielleicht doch genauer beschreiben sollen. Wie und an welcher Stelle werden Elektrokabel von außen (elektr. Rollladen) nach innen geführt, wenn Fenster vorher vom selbem Handwerker eingesetzt worden sind? Fußpfette ruht auf mehreren Mauersockeln. In die Öffnungen wurden Fenstern eingesetzt. Alle Fenster mit Luft zu benachbarten Gewerken, insofern hätte man das Kabel doch ohne Probleme am Fenster vorbei ins Innere führen können, ohne bohren zu müssen, oder? Kann man eine nicht sichtbare Kabelverlegung von außen nach innen nicht voraussetzen? Also ich möchte kein Kabel aus einem Fensterrahmen kommen sehen und auch nicht sehen, wie es in der Decke verschwindet.
    Bin ich denn Fachmann???? Nein, bin ich nicht. Von daher ist man doch die Erfahrungen von Handwerkern angewiesen oder hätte ich einen Archi beauftragen sollen, der letztendlich auch nur Geld kostet. Vielleicht ja, dann hätte ich den anmeckern können?
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  10. #8

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    Zitat Zitat von turbopropp Beitrag anzeigen
    Hallo Julius, danke für Deine Antwort.
    Planung lag bei mir. Muss man denn für alles und jeden Handwerker einen Archi oder wen auch immer beauftragen?????
    Nö, muss man nicht. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn man selbst den Kopf hinhalten muss.

    Ob die 100,- € unverschämt sind, das kann man aus der Ferne nicht beantworten. Zuerst einmal erscheint es so, dass alles funktioniert, nur halt die Optik ist nicht optimal. So etwas kann eine Wertminderung begründen, aber vermutlich nicht in der gewünschten Größenordnung. Da verschätzt man sich leicht, und ein Fremder der das Fenster mit Abstand betrachtet, dem fällt das evtl. gar nicht auf.

    Ein Austausch der Elemente wäre wohl nicht verhältnismäßig, und würde sicherlich nicht kostenfrei über die Bühne gehen. Wärst Du bereit diese Kosten zu tragen? Ich glaube wohl eher nicht.

    Also bleibt doch nur noch Vorschlag 2. Ob das "reparierte" Loch dann besser aussieht als momentan das kurze Stück Kabel, darüber darfst Du nachdenken. Aus der Ferne kann Dir niemand diese Entscheidung abnehmen. Mit etwas Erfahrung und Gefühl lässt sich das Loch so verschließen, dass man es kaum noch sehen wird. Unsichtbar wird es dadurch aber nicht, und wenn man direkt davor steht und darauf schaut, wird es einem sicherlich auffallen. Bei einem entsprechenden Betrachtungsabstand der für die Beurteilung herangezogen wird, sollte dann aber kaum noch etwas zu erkennen sein.

    Ja, man hätte es vermutlich besser machen können, aber der Zug ist durch. Es lohnt nicht darüber zu spekulieren, was wäre wenn, sondern man muss das Beste aus der Situation machen. Hier wäre in meinen Augen die Reparatur wohl die einzig sinnvolle Möglichkeit.
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