Hallo Experten
ich stelle ein altes Thema hier wieder ein, in der Hoffnung, dass jemand weitere Ideen hat, wie das Problem möglicherweise zu lösen wäre.
Das Problem geht um jede Menge Tauwasser unterhalb von Fensterbänke (Alu), welche dann in den WDVS-Fugen herunter läuft. Wenn das Tauwasser dann keine "bequeme" vertikale Dämmungs-Fuge mehr hat, dann läuft es schließlich im Verputz und es kommt immer wieder zu Frostschaden im Verputz. Oberputz sowie Armierung werden wiederholt zerstört. Es geht um so viel Wasser, dass es regelmäßig zu Rinnsale aus der Wand kommt (eine Aussentemperatur von ca. mindestens 3° vorausgesetzt), entweder direkt unterhalb von Fensterbänke oder auch direkt von den "Dauernässe-Stellen" mitten in der Wand --- ca. 60 cm unterhalb von Fensterbänke.
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Einige Details (Achtung: lang! Sorry! Das Problem ist aber schon seit Jahre ungelöst):
- Es geht definitiv um Tauwasser und Konvektion. Also, es gibt Wasser in bzw. aus der Fassade NUR während Heizperiode. (Es geht definitiv NICHT um Regenwasser) Immer unterhalb von Fenster. Nur an der Südseite.
- Wasser kondensiert an Unterseite von Alu-Fensterbänke. Fensterbänke sind im Winter auch wärmer als Fassade-Öberfläche.
- Aussenwand besteht aus 17,5 Verfüllziegel und 15 cm WDVS.
- WDVS-Ausführung, besonders in Fensterbereiche, ist nicht "optimal": viele Fugen, keine Wulst-Punkt Verklebung sondern "Schlangenstil". An den Stellen, wo bis jetzt geoffnet bzw. untersucht wurden, es konnte festgestellt, dass WDVS-Verklebung mindestens 10 cm entfernt von Fensteranschlüße liegt. Verklebung ist ca. 25%. Keine Dübel. Also, Luft kann relativ unverhindert zwischen Mauerwerk und WDVS bewegen.
- Gar kein WDVS-Überstand an Fensterrahmen.
- Fensterbänke wurden vor einige Wochen wieder entfernt und Fensterbankbereiche wieder untersucht. Ein Butylband (diffusionsdicht) wurde vor einige Wochen an untere Fensteranschlüße (AUSSEN) angebracht, um zu sehen, ob nachher das Tauwasser nicht mehr kommt. Ergebnis: Immer noch Tauwasser und Rinnsale aus der Wand. Soweit ich feststellen konnte, kein bißchen weniger.
- Gestern wurden den Fensterbänke wieder entfernt. "Neues" Tauwasser in WDVS sowie an Fensterbank-Unterseite bestätigt. (Keine Überraschung für mich)
- Hinter den "neue" diffusionsdicht Butylbänder war aber alles trocken. Also, dort gar kein Kondensat von warme Innenluft (Fensteranschlüße bzw. Mauerwerkbrüstung anscheinend dicht).
- Mauerwerk hinter WDVS ist natürlich auch warm.
- Meinung von mehrere SVs (vor Ort): die Fensteranschlüße IM Haus sind luftdicht. Ich habe auch noch nie bemerkt, dass es in der Nähe von den 5 "Tauwasserfenster" zieht. Es ist auch gar nichts IM Haus zu sehen. Kein Schimmel, keine Ausblühungen, keine Verfärbungen, usw.
- Luftdichtigkeit (innen, Fensterbereiche und Steckdosen in der Nähe von Fenstern) wurde aber bis jetzt "nur" durch Ultraschall geprüft und keine Undichtigkeiten innen gefunden.
- Ultraschall-Prüfung hat aber Luftbewegung zwischen Mauerwerk und WDVS festgestellt. Luftbewegung zwischen Mauerwerk und WDVS wurde auch gestern wieder bestätigt (öbuv-SV + Stukkateurmeister). "Strömmungs-Quelle(n)" ist (sind) noch unbekannt.
- Noch kein BDT mit Nebel.
- Der SV (von gestern) ist der Meinung, dass das Problem nicht mit Wärmebrücken verbunden ist.
- Der SV hat auch "Kamineffekt" zwischen Mauerwerk und WDVS gestern erwähnt.
- Der SV hat gesagt, ein Bißchen Tauwasser unterhalb von Fensterbänke ist nicht vermeidbar, der hat aber auch bestätigt, die Tauwasser-Menge hier bei mir ist viel zu viel und gar nicht "normal".
- Die Luftfeuchtigkeit IM Haus wurde wieder (!) gestern gemessen. Diesmal vom Bauträger selber. Ergebnis: 52%. Also, ich denke der Bauträger ist nun endlich überzeugt, dass die Luftfeuchtigkeit im Haus nicht zu hoch ist (und dass mein "Duftstecker" auch nicht für eine möglicherweise zu höhe Luftfeuchtigkeit schuld ist.)
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Meine Fragen an euch:
1) Angenommen dass die Fensteranschlüße und Steckdosen tatsächlich dicht sind, hat jemand eine Idee, wie es zu so verdammt viel Tauwasser unterhalb den Fensterbänke kommen könnte? Hat jemand so was schon erlebt?
2) Angenommen dass die Fensteranschlüße und Steckdosen tatsächlich dicht sind, und es um irgendwelche Undichtigkeiten hinter WDVS geht, kann ein BDT mit Nebel solche Undichtigkeiten überhaupt lokalisieren?
3) Kann es sein, dass der Luft zwischen Mauerwerk und WDVS einfach vom Mauerwerk erwärmt wird und dass verschiedene WDVS-Anschlüße/Durchdringungen halt nicht winddicht sind, sodass es deswegn zu Luftströmmung und Konvektion kommt? Und sollte das der Fall sein, bringt einen BDT überhaupt was (ausser Undichtigkeiten IM Haus auszuschließen)?
Danke + Grüßle
BTO


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) Ich habe die Ameisen auch nicht im Haus. Die sind anscheinend wunschlos glücklich mit dem WDVS und die Schlangen-Verklebung. Ist wie die Straßen in den Alpen. Die Kurven sind aber nur halb so extrem.

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