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Abnahme bzw. richtige Installation?

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  1. #1

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    Abnahme bzw. richtige Installation?

    Hallo!
    Wir haben mit einem GU ein Massives KfZ-70 Haus gebaut und wohnen dort nun seit Anfang Dezember.
    Es wurde eine Wolf CSZ (erstes Modell) (Gastherme mit 300-L Schichtspeicher und 2 Flachkollektoren) mit FBH und Einzelraum-Reglung installiert. Die Thermostate haben wir von Danfoss (DEVI-RegTouch) mit Bodenfühler.

    So nun zu unserem "Problem" mit unserer Heizung:

    Der erste "Hydraulische-abgleich" wurde vom Heizungsbauer derart vorgenommen das er bei allen Heizkreisen die Durchfluss auf 2 l/min eingestellt hat .
    Nach dem ich mich anschließend versucht habe eine wenig in die Materie einzulesen habe ich des als Mangel angezeigt und habe eine entsprechende Berechnung angefordert.

    Gut eine Woche später ist der gute Man wieder gekommen (mit einer Berechnung).
    Beim einstellen der Durchflussmengen ist ihm aufgefallen das er für die Berechnung das Mass für den einen Raum falsch angegeben hatte. Darauf hin hat er den Durchfluss einfach auf den Wert eines Raumes mit Ähnlichen Ausmaßen eingestellt.

    Dies ist bisher so geblieben, wir wollten es erstmal "Beobachten" wie sich die Sache nun verhält.

    Haben gestern (versehentlich) vom Gästebad den ganzen Tag die Tür zugehabt. Das Thermostat ist auf 20,5 °C eingestellt. Naja nur hatte der Raum abends gerademal 17,9 °C. Thermostat hat "Aufheizen" angezeigt - also Ventil geöffnet. Ich habe es bisher auch noch nicht erlebt dass, das Gäste-Bad einen warmen Fußboden hat.

    In unsere offenen Küche mit Esszimmer haben wir ein Ähnliches Problem. Dort ist für den gesamten Raum nur ein Heizkreis. Es ist erst eine "spirale" in der Küchen-Hälfte verlegt und die geht dann Rüber in eine Spirale im Esszimmer. Im Esszimmer ist der Fußboden immer Kalt, und zwar so Kalt das man Puschen anhaben muss.

    Ich habe mich nun wieder beim GU beschwert, der Heizungsbauer wollte sich das nächste Woche mal ansehen.

    Ist es wirklich, auch für ein Fachmann, so Kompliziert eine Heizung in einem EFH mit FBH zu planen so das die richtig funktioniert? Wenn ich dem Heizungsbauer was von Kalten Fußböden erzähle sagt er mir die müssen nicht Warm sein, Hauptsache die Räume sind warm. Aber es kann doch nicht sein das ich im Bad im OG bei eingestellten 22,5°C immer (sogar nachts) warme Fließen habe. In der Küche und im Flur auch. Nur halt nicht im Esszimmer und im Gästebad.

    Dann habe ich noch irgendwo was gelesen von Modulierenden pumpen das die im zusammenspiel mit FBH nicht unbedingt optimal sind. Ist das richtig?

    Ich hoffe ich habe das einigermaßen verständlich zusammen getragen.
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  2. Abnahme bzw. richtige Installation?

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  3. #2

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    Also gleich mal vorweg, der Heizungsbauer hat Recht wenn er sagt, dass der Fußboden nicht "warm" sein muss. Jetzt kommt es nur noch darauf an, wie man "warm" definiert. Eine FBH wird heute so ausgelegt, dass sie eine Vorlauftemperatur von max. 35°C hat, also bei Auslegungstemperatur, sprich bei -14°C draußen oder -16°C oder wie die min. AT in Deiner Region auch ist.

    Bei den aktuellen Temperaturen liegt die Vorlauftemperatur vielleicht bei um die 30°C, die Oberflächentemperatur liegt deutlich darunter. Das reicht um den Raum auf Temperatur zu bringen, nur ob man die Oberfläche als "warm" empfindet, das ist so eine Sache. Eine Oberflächentemperatur von 25°C ist im Vergleich zu 10°C sicherlich warm, im Vergleich zu 40°C aber eher kalt. Der Mensch empfindet also die Oberfläche nicht unbedingt als warm.

    Was das Badezimmer betrifft, so kann es gut sein, dass dort die gewünschte RT nicht erreicht wird, sofern keine weiteren Heizflächen vorgesehen sind. Üblicherweise ist die FBH Fläche in Badezimmer eher gering, die Heizlast aber aufgrund der gewünschten RT relativ hoch. Das lässt sich ohne zusätzliche Heizflächen nicht bewerkstelligen so lange der Boden nicht kochen soll, was dann wiederum in anderen Räumen zu Problemem führt.

    Ein hydraulischer Abgleich ist wichtig, aber man sollte ihn auch nicht überbewerten. Man muss hier nichts auf x Nachkommastellen justieren, ob 2l/min oder 2,5l/min, den Unterschied wirst Du in der Praxis nicht feststellen.

    Wenn ein einzelner Kreis großflächig kalt ist, dann muss man diesen während des Betriebs beobachten. Sind die Raumthermostate noch aktiv? Wenn ja, dann sicherstellen, dass diese nicht eingreifen können. Dann erkennt man auch ob die Heizkreispumpe den notwendigen Volumenstrom bewältigen kann.

    Und bei allen Änderungen der Anlage viel Zeit lassen. Veränderungen machen sich nicht innerhalb von Minuten bemerkba, oder innerhalb von Stunde, sondern min. 1 Tag abwarten.

    Was die Pumpe betrifft, zumindest während des Abgleichs und Testbetriebs sollte diese NICHT regeln.

    Gruß
    Ralf
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