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Zirkulationsleitung und -Pumpe im EFH-Neubau, ja oder nein?

Diskutiere Zirkulationsleitung und -Pumpe im EFH-Neubau, ja oder nein? im Forum Sanitär auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage Zirkulationsleitung und -Pumpe im EFH-Neubau, ja oder nein?

    Hallo,

    wir sind am überlegen, ob wir in unserem Passivhaus aus Kalksandsteinen und WDVS (ohne Keller, EG, OG und DG) eine WW-Zirkulationsleitung und -Pumpe installieren lassen sollen/müssen oder nicht.

    Mein Sanitärinstallateur sagte, nach neuesten Vorschriften muss ab 5 m WW-Leitungslänge und/oder mehr als 3 l Wasserinhalt der Leitung eine Zirkulationsleitung gelegt werden.

    Die 3 l Regel war mir bekannt, aber die 5 m Regel nicht. Kennt Ihr die?

    Unsere Rahmendaten:
    Der Technikraum mit Sole-Wärmepumpe und integriertem, ca. 200 l WW-Behälter ist im EG. WW-Leitungslänge ins darüber liegende Bad ca. 5 m, ins Gäste-WC neben dem Technikraum ca. 4,5 m und in die Küche ca. 11 m. Also nur der Weg in die Küche ist lang.

    Ein Zirkupumpe würde ich natürlich so steuern, dass Sie möglichst wenig läuft bzw. wenig WW-Energie verbraucht. Der Strom für eine ca. 4 W Pumpe ist vernachlässigbar.

    Was meint Ihr? Zirkulationsleitung und -Pumpe in unserem Neubau, ja oder nein?

    Viele Grüße
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  2. Zirkulationsleitung und -Pumpe im EFH-Neubau, ja oder nein?

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  3. #2

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    Nein. Kein ZL

    Wir haben eine Leitungslänge von ca 12 m vom Speicher bis zur Dusche. Selbst wenn vorher kein warmes Wasser am Wasserhahn entnommen wurde, dauert es von kalt bis heiß bei erster Entnahme nur wenige Sekunden. Kurzfristig nachfolgende Entnahmen praktisch ohne Zeitverlust möglich.

    Rohrmaterial: Kunststoff 20x2

    gruss aus Rheinhessen
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  4. #3
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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    ...
    Wir haben eine Leitungslänge von ca 12 m vom Speicher bis zur Dusche. Selbst wenn vorher kein warmes Wasser am Wasserhahn entnommen wurde, dauert es von kalt bis heiß bei erster Entnahme nur wenige Sekunden. Kurzfristig nachfolgende Entnahmen praktisch ohne Zeitverlust möglich....
    Danke,

    genau so eine Info habe ich gebraucht. Nämlich, dass es auch ohne ZL und -Pumpe kaum dauert, bis warmes Wasser kommt.

    Wenn kein oder kaum Komfortgewinn, warum dann die ZL? Bleibt noch die seltsame 5 m Regel!
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Wenn in den 5 m mehr als 3 l Volumen vorhanden sind mag das zutreffen.

    Ansonsten würde ich mir das zeigen lassen wo es steht.
    Würde mich übrigens auch interessieren.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Wenn in den 5 m mehr als 3 l Volumen vorhanden sind mag das zutreffen.
    Ansonsten würde ich mir das zeigen lassen wo es steht. ...
    Wenn ein 5 m Rohr 3 l Wasser aufnehmen kann, müsste dass ein Rohr mit abnormal großem Durchmesser sein.

    Die seltsame 5 m Regel müsste daher unabhängig von der 3 l Regel sein.

    Aber ich werde bei meinem Sani auf jeden Fall nachfragen. Ich will das schriftlich sehen.

    Entscheidend für mich ist der Komfort:
    Wenn (in der Küche) durch ZL kaum Komfortgewinn, warum dann der zusätzliche technische Aufwand mit Steuerung der Pumpe usw.
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  7. #6
    kappradl
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    Zitat Zitat von Nestbauer1 Beitrag anzeigen
    Danke,

    genau so eine Info habe ich gebraucht. Nämlich, dass es auch ohne ZL und -Pumpe kaum dauert, bis warmes Wasser kommt
    Das hängt vom Volumenstrom der Zapfstelle ab. Bei einer Regendusche ist das Wasser schnell da. Bei einem Wasserhahn dauert es länger.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Ansonsten würde ich mir das zeigen lassen wo es steht.
    Würde mich übrigens auch interessieren.
    Mich auch. Haben wir vielleicht ein Update irgendeiner Norm verpasst?
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  9. #8

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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    Wir haben eine Leitungslänge von ca 12 m vom Speicher bis zur Dusche. Selbst wenn vorher kein warmes Wasser am Wasserhahn entnommen wurde, dauert es von kalt bis heiß bei erster Entnahme nur wenige Sekunden.[...]

    Rohrmaterial: Kunststoff 20x2
    In der Rohrleitung stehen knapp vier Liter Wasser. In der Praxis dürfte es knapp 30 Sekunden dauern, bis warmes Wasser ankommt. Das ist nackt unter der Dusche stehend, schon eine gefühlte Ewigkeit.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    In der Rohrleitung stehen knapp vier Liter Wasser. In der Praxis dürfte es knapp 30 Sekunden dauern, bis warmes Wasser ankommt. Das ist nackt unter der Dusche stehend, schon eine gefühlte Ewigkeit.
    Wir haben genau ein Waschbecken, das nicht direkt an der Zirku hängt. Habe letztens ausgemessen und gestoppt. Mit Spararmatur dauert es ca. 25s und rd. 1,5l. Die 25s kommen einem wirklich wie eine Ewigkeit vor.
    Und wenn man jetzt grob überschlägt, was beim TE an Wasser kalt den Abfluß rausläuft:
    Grob 20l pro Tag = ca. 7m³/a. Was kostet bei Euch bei der m³ inkl. Abwasser. Auch so 3,50€? Wären ca. 25€/a. Wow...
    Dagegen steht eine Zirku. Sagen wir 6W Verlust. 20m Länge, 16h in Betrieb am Tag = 700kWh/a.
    Je nachdem mit was man heizt, sind das rd. 35€/a.
    Doppel Wow...
    Und wenn man jetzt noch mag, kann man die Verluste in der Heizzeit dem Gebäude gutschreiben...
    Tripple Wow...
    Jetzt kann man in beiden Richtungen optimieren (kürzere Zirkuzeiten, weniger Verlust wenn ohne usw.), aber am Ende nimmt sich das nichts oder ein paar € in die eine oder andere Richtung. Und dafür auf den Komfort verzichten? Würde ich niemals...
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  11. #10

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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    In der Rohrleitung stehen knapp vier Liter Wasser. In der Praxis dürfte es knapp 30 Sekunden dauern, bis warmes Wasser ankommt. Das ist nackt unter der Dusche stehend, schon eine gefühlte Ewigkeit.
    Entweder habe ich in Mathe nicht aufgepasst, oder mein Taschenrechner spinnt, oder meine Lesebrille gauckelt mir falsche Zahlen vor.

    Ich komme hier auf 2,4 Liter bei 12m Länge. Selbst bei einer sparsamen Armatur mit 10 Liter/Minute wären das etwa 15 Sekunden. Je nachdem ob hier zugesmischt wird, kann es etwas länger dauern.
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  12. #11
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    Es gibt unterschiedliche Meinungen zu ZL und ZP (Zirkulationsleitung und Zirkulationspumpe) im EFH, wie auch aus Euren Antworten zu entnehmen ist.

    ZL und ZP sind wohl hygienischer, komfortabler und zukunftssicherer. Wenn man bedenkt, dass z. B. die Ansprüche an den Wohnkomfort ständig steigen.

    Läuft die ZP mit der Legionellenschaltung unserer Sole-Wärmepume, so kann sie aus einer Mischung aus Zeit- und Ereignissteuerung (z. B. WW-Hahn kurz aufdrehen) nur wenige Stunden am Tag in Betrieb sein, bei trotzdem guter Hygiene.

    So gesehen tendieren wir eher zu ZL und ZP.

    Der zusätzliche WW-Energiebedarf (gerade im Sommer) relativiert sich auch bei uns, da wir später Photovoltaik installieren mit Schwerpunkt auf Eigenverbrauch (die Elektroleitungen dafür liegen schon bis unters Dach).
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  13. #12
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    Bei der *Rechnung* sollte man die Strafpunkte in der EnEV Bewertung nicht vergessen ....
    Wenns knapp hergeht kann der Punkt über wohl und wehe entscheiden.

    Grundsätzlich bin ich da ein Gegner von Komfort vor Energieeinsparung.
    Jeder macht Klimmzüge dämmt sich dumm und dämlich .... aber bei der WW-Bereitung kann mans dann *verkomforten* und der Energieaufwand interessiert keine Sau ? .... das kanns nicht wirklich sein

    Zirkulationssystem in Kleinanlagen nur wenn die 3l Regel nicht eingehalten werden kann, ansonsten bin ich der Meinung .... *zumutbar*. (Man muss eben den Nachweis führen was Sache ist).

    Gruß
    Achim Kaiser
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich bin ich da ein Gegner von Komfort vor Energieeinsparung.
    Jeder macht Klimmzüge dämmt sich dumm und dämlich .... aber bei der WW-Bereitung kann mans dann *verkomforten* und der Energieaufwand interessiert keine Sau ? .... das kanns nicht wirklich sein
    Die Frage ist, wo fängt Komfort an und wo hört er auf? Nach Deiner Auffassung könnte man auch sagen, jeder sollte nur 20° RT im Wohnbereich haben, ist auch "zumutbar". Ist mir aber deutlich zu kalt auf der Couch, da brauch ich mind. 22°.
    Und was sind denn die tatsächlichen wirksamen Verluste?
    Im Winter kommts ganz überwiegend dem Heizwärmebedarf zugute, im Sommer wird (wie auch beim TE zukünftig) die WW Bereitung oft durch PV oder ST geleistet. Zusätzlich wird Zirku zeitlich eingeschränkt bzw. auf den Bedarf angepasst...am Ende stehen da vermutlich effektive Verluste von <100kWh/a.
    Wenn ich das mit den Verlusten durch vermurkste oder schlecht eingestellte Heizungen im Neubau vergleiche, die oft das doppelte vom "geplanten" Verbrauch benötigen (da reden wir über tausende wirklich unnötige kWh).
    Im Neubau auf sowas zu verzichten finde ich des Guten wirklich zuviel. Wer einmal mit einem verdreckten Baby am Arm 20s auf WW am Wasserhahn gewartet hat, weiß ich was ich meine...und der Nutzername des TE lässt drauf schließen, dass es nicht mehr weit hin ist bis zu diesem Szenario ;-)
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    am Ende stehen da vermutlich effektive Verluste von <100kWh/a.
    Wenn du dich da mal nicht täuscht. Faktor 4 bis 10 unterste Grenze. Typisch eher 2000 bis 2500 kWh/a.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Wenn du dich da mal nicht täuscht. Faktor 4 bis 10 unterste Grenze. Typisch eher 2000 bis 2500 kWh/a.
    Zellstoff ist davon ausgegangen, dass ein Großteil der Verluste den Heizbedarf senken, weil sie zur Heizzeit innerhalb der thermischen Hülle anfallen. Würdest Du trotzdem noch von einem solch hohen Verlust ausgehen?
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