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DHH - einmal ohne Keller, einmal mit

Diskutiere DHH - einmal ohne Keller, einmal mit im Forum Beton- und Stahlbetonarbeiten auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    DHH - einmal ohne Keller, einmal mit

    Hallo zusammen,
    es geht um eine Doppelhausbebauung, die Grundstücke wurden über die Stadt separat verkauft und es gibt außer dem Bebauungsplan keine weiteren Vorgaben.
    Natürlich wird auch noch mit zwei unterschiedlichen Bauunternehmern gebaut. Bundesland ist Hessen.

    Unser Nachbar möchte mit Keller bauen, wir aber ohne. Es war vorher dem Nachbarn wohl nicht klar gemacht worden dass wenn er später als wir anfängt zu bauen unser Haus bzw. unsere Fundamente unterfangen muss. Da wir vorher gekauft und auch den Bauantrag schon im Dezember letzten Jahres gestellt haben (nach §56 HBO) kommt die Baugenehmigung nächsten Montag mit Fristablauf, so der zuständige Bauamtsmitarbeiter.
    Also werden wir wohl in 2 Wochen anfangen können. Beim Nachbarn wird sich das wohl mit der Bauantragsabgabe noch 1-2 Wochen hinziehen da sie die Dachneigung von ihren geplanten 35 auf unsere 38 Grad anpassen müssen.

    Nun stellt sich natürlich die Frage was passiert wenn das Wetter jetzt nicht mitspielt, wir nicht in 2 Wochen anfangen können und der Nachbar seine Baugenehmigung erhält und dann bei Wetterbesserung beide Parteien gleichzeitig anfangen zu bauen?

    Im Bekanntenkreis haben wir auch einen Statiker und auch unser BU meinte am besten wäre eine doppelschalige Betonwand oder einwandig gemauerte Gründungswand aus Kalksandstein. Wer muss diese Mehrkosten von 8000€ - 10.000€ für diese Gründungswand tragen und wer die Mehrkosten für die evtl. Unterfangung unserer Fundamente?

    Kann das Bauamt hier dem Nachbarn den Keller verbieten da sie uns ja uns die Baugenehmigung schon erteilt haben?

    Der Nachbar mit Keller will nur den entstandenen Schaden am Grundstück wieder gut machen, indem er das Grundstück wieder verfüllt und verdichtet und ein begleitendes Gutachten erstellen lässt. (danach so ist man der Auffassung würden keine Kosten mehr zusätzlich geltend gemacht werden können)

    Wir ohne Keller sind der Auffassung, dass der Nachbar mit Keller die Tiefengründung zahlen muss. Auf das Wiederherstellen wollen wir verzichten da wir ja eh anfangen werden zu bauen, dann muss ja nix wieder verfüllt werden.

    Da beim Nachbar die Finanzierung wohl extrem knapp ist wird dieser wohl weder eine Unterfangung noch eine Gründungsmauer bezahlen können. Wir sind aber nicht wirklich bereit die bis zu 10000 zu bezahlen un unseren Puffer aufzubrauchen nur damit der Nachbar einen Keller hat. Ein Kompromiss ist wohl vorerst auch mangels Geld beim gegenüber nicht in Sicht.

    Wie kann mann hier am besten vorgehen. Welche Risiken gibt es an die ich jetzt evtl. nicht denke.
    Ich bin dankbar für jeden Tipp.
    Grüße
    Daniel
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  2. DHH - einmal ohne Keller, einmal mit

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  3. #2

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    DHH ohne Keller, na da seid ihr wohl knapper dran als die Nachbarn...

    Die Mehrkosten der tieferen Gründung sollte sich soweit direkt geplant in deutlichen Grenzen halten. Dazu bedenke, wenn später verschiedene Setzungen geschehen, wird es mehr als schwer zu beweisen, dass es an dem Kellerbau des Nachbarn lag.

    10000 Euro für die teilweise tiefere Gründung? Das hört sich komisch an, ... Habt ihr schon den Hausbauvertrag unterschrieben?
    Wer auch immer die 10000 in den Raumgeworfen hat soll mal die Kosten aufschlüsseln.

    Ihr solltet euche Archis an einen Tisch bringen und dann wird ne Lösung bei rauskommen. Wieder verfüllter Boden auch wenn verdichtet und co hat nie die gleichen Werte wie der ursprünglich natürliche.
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  4. #3

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    warum stimmt ihr mit dem nachbarn nicht gemeinsam die unterschiedlichen bauweisen ab und einigt euch vernünftig, so dass keiner den anderen benachteiligt. ihr müsst einige jahre oder jahrzehnte als nachbarn miteinander auskommen.
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  5. #4
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    Gast
    Im übrigen gibt's für Grenzwände/Anbau an Grenzwände etc. Regelungen im Hessischen Nachbarrechtsgesetz
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  6. #5
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    Zitat Zitat von CastleInGT Beitrag anzeigen
    DHH ohne Keller, na da seid ihr wohl knapper dran als die Nachbarn...

    Die Mehrkosten der tieferen Gründung sollte sich soweit direkt geplant in deutlichen Grenzen halten. Dazu bedenke, wenn später verschiedene Setzungen geschehen, wird es mehr als schwer zu beweisen, dass es an dem Kellerbau des Nachbarn lag.

    10000 Euro für die teilweise tiefere Gründung? Das hört sich komisch an, ... Habt ihr schon den Hausbauvertrag unterschrieben?
    Wer auch immer die 10000 in den Raumgeworfen hat soll mal die Kosten aufschlüsseln.

    Ihr solltet euche Archis an einen Tisch bringen und dann wird ne Lösung bei rauskommen. Wieder verfüllter Boden auch wenn verdichtet und co hat nie die gleichen Werte wie der ursprünglich natürliche.
    Danke für die antworten.
    Wir haben bewusst ohne Keller geplant um nicht an die Finanzielle Schmerzgrenze zu gehen. Was sich nun als weise herausstellt. Und was will ich mit nem Keller wenn ich diesen nicht zwingend brauche. Und ja, GU Vertrag war schon unterschrieben.

    Des Thema der Kostenteilung ist nun durch. Wir bleiben auf den Kosten leider sitzen. :-( Da ist von Rechtswegen nix zu machen. Aber wir werden die Wand auf jeden Fall setzten lassen um kein Risiko einzugehen.

    Die Kosten diskutieren wir nun die Woche. Wie gut das ein Freund meines Vaters Statiker ist. Wir lassen uns von GU die Statik und ein Angebot kommen. Die Änderungen der Statik bekommen wir von unserem Statiker kostenfrei berechnet. Wir setzten jetzt auf Loch-Betonsteine. Jeder 2. mit Bewehrung, dann die Betonsteine mit Beton verfüllen. Die Bewehrung wird dann mit der Sohlplatte verbunden.
    Den GU lass ich dann die Karten auf den Tisch legen. Hier hab ich das Gefühl das zuviel Marge im Preis steckt und sich jemand die Situation zu nutze machen möchte.

    Grüße
    Daniel
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  7. #6

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    Ich bleib dabei: 10000 Euro sind pure Abzocke. (aber der GU hat durch den unterschriebenen Vertrag schon fast einen Freibrief zu willkürlichen Berechnung)

    Lochsteine, Vorschlag vom Statikus?

    Warum wird hier nicht schlichtweg eine Betonwand geschalt und gegossen? Müssten die abgehenden Fundamente abgestuft werden?
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  8. #7

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    castle - ohne die pläne der tiefergründung zu kennen, ist es ziemlich gewagt, die zahl in der form anzuzweifeln, wie du das machst.
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  9. #8

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    ein solches, tiefergreifende Fundament an einer Gebäudesete kostet sich etwas. Wir bewegen unsd hier aber sicher nicht im Bereich von 10.000 EUR. Auch nicht im bereich von 5.000 EUR....so auf die Schnelle, über den dicknne Damen gepeilt, könnte ich mir hier tatsächlich Mehrkosten in einem Bereich von 2.500 - 4.000 EUR vorstellen.

    Sie es psoitiv: Der GU wird sich nun, da er eben auf die Schnelle einen satten Gewinn einfährt, sicher gut um Dein Haus kümmern um es ordentlich zu bauen... eine solche Baustelle läßt man sicher nicht links liegen...vielleicht gibt es da noch mehr zu holen....
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  10. #9

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    Nö, Norbert, wir reden hier über (geschätzt 10 - 12 +/-) Grenzwand. Darunter eine Tiefergründung (geschätzt + 1,50 m tiefer als Frostschürze)....na komm....10.000 EUR? Never ever!
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  11. #10

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    Nun ja...10T€ vielleicht bisschen viel.

    Aber wenn in dem genannten Preis schon der entspr. Erdaushub für diese Wand enthalten ist....evtl. mit einer Wasserhaltung und einschl. Wiederverfüllung auf der Seite des Hauses ohne Keller?! Dann kommt man mit 2.500 - 4.000€ schon wieder nicht mehr hin.
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  12. #11

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    Klar kann man über den exakten Preis keine verbindliche Aussage machen. Das hängt von einigen Faktoren ab (Baugrund,...).
    Aber -nur mal so als Beispiel- ich habe gerade eine Halle gebaut. Natürlich mit Fundament

    Kosten für das reine Fundament: EUR 37.000 (inkl. allem...Aushub...Schalung...Beton....Baustahl..... )

    Wieviel Fundament gab es dafür?

    53 m3 Beton, 2.150 kg Baustahl; Maße der Halle: 12 x 30 m (ca.)...Länge also etwa 84 lfm; Fundamentbreite: zwischen 55 und 85 cm.

    und hier reden wir über ca. 10 - 12 m...ca. 1,50 m tief (geschätzt)....also tiefer als die ohnehin wohl geplanten Fundamante.

    so etwas darf einfach keine EUR 10.000 kosten. Und m.E. auch keine EUR 5.000
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  13. #12

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    Wie kommt ihr auf die Idee, dass es mit der Tieferführung der Gründung erledigt ist ??

    Entweder abtreppen der Gründung oder Aussteifung der Bodenplatte, durch die Tieferführung Gründung in Schicht x, der Rest in Schicht y = ggf. bodenverbessernde Maßnahmen in den anderen Bereichen, entsprechende Entsorgungskosten, kann man die Tieferführung ohne weiter Baugruben- / Geländesicherung umsetzen, Wasserhaltung etc. - könnte doch alles sein, oder nicht ??

    Eine Menge Fragen ...

    Abzocke etc. kann sein, vielleicht auch nicht - lehnt euch mal nicht zu weit aus dem Fenster, ohne das Projekt überhaupt zu kennen.
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  14. #13
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    Also, für die Wand habe ich nun das Angebot. 10.500€.

    8.500€ für
    Tiefengründung Fundament auf Höhe Nachbarkellerbodenplatte. (Nachbar baut mit Vollkeller also denke ich wohl 2,5m Höhe) ,10m lang, darauf 17,5cm breite Kalksandsteinmauer hoch, dann Anschluss an Bodenplatte. Erdarbeiten 1500 €, Statik 500€.
    Das ganze noch inkl. Abtreppen und verfestigen.

    Klingt auf den ersten Blick für mich als Laie teuer.

    Gruß Daniel
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  16. #14

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    Und warum musst du das komplett alleine tragen?
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  17. #15

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Und warum musst du das komplett alleine tragen?
    wenn der andere bauherr auch 10.000 € berappen muss, ist es wieder gerecht aufgeteilt.
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