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  1. #1

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    Kalte Außenwand (Neubau) ?

    Hallo an alle...

    seit drei Jahren wohnen wir in einer Erdgeschosswohnung die 2011 /12 bezugsfertig war. Letztes Jahr im Winter hatten wir leichten grünen Schimmel im Schlafzimmer an einer Außenwand an der zwei Außenwände aneinander treffen (Ecke unten) die mit Raufasertapete und normaler weißer Farbe behandelt ist. Nach Einsatz von Schimmelentferner und neuer Farbe war bis heute alles ok. Nun wieder ganz leichter Grünstich auf der Wand.

    Gelüftet wird 3x Täglich Stoß für mind 5 Minuten.
    Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer eine Stunde nach dem Lüften Tagsüber ca. 55% - 60%
    morgends nach dem aufstehen bis zu 70%.
    Temperatur im Schlafzimmer zwischen 17 grad Tags und 18 - 19 Grad nachts.
    Temperatur Außenwandecke ca. 11,5°C


    Nun die Frage warum kommt an dieser Ecke der Schimmel? mehr lüften geht ja wohl nicht... Heizung ist auch ständig in Betrieb (Stufe 2 von 5)

    Ist die Außenwand zu kalt? Wäre von außen eindringende Feuchtigkeit ein mögliches Problem oder wäre bei feuchter Wand die Temperatur noch niedriger als 11,5°C

    Was meint ihr? ist die Wandtemperatur bei den oben genannten gegebenheiten (unterste Ecke zwei Außenwände) zu kalt?

    Leider kenne ich mich mit Wänden usw. nicht aus, kann euch nur sagen dass das Haus eine Außendämmung besitz und im Jahre 2011 fertig war. (Neubau)

    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    Gruß Marcel
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  2. Kalte Außenwand (Neubau) ?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ich schätze ein baulich hervorgerufenes Problem in Form einer Wärmebrücke. Evtl. den Räum stärker beheizen, damit die Oberflächentemperatur steigt.
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  4. #3

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  5. #4
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    Da es sich um ein Schlafzimmer handelt heize ich nur ungern auf 20 °c den Raum auf. soviele Leute haben es Kalt im Schlafzimmer ohne Schimmel... ich heize konstant auf 17 - 18 °c und habe probleme damit.... Die Frage ist nun wie weit eine Außenwand abkühlen darf? Hier handelt es sich schließlich um keinen Altbau!
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  6. #5

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    Oberflächentemperatur messen, dann weiß man mehr. Alles andere ist Kaffeesatzleserei.

    Hier handelt es sich schließlich um keinen Altbau!
    Eben, und genau da muss man ansetzen. Moderne Gebäude sind dicht, in einem Altbau war ständiger Luftzug üblich. Deswegen muss man jetzt schauen ob die Wand so weit auskühlen kann, dass dort Feuchtigkeit entsteht.

    Nebenbei bemerkt, auch früher gab es Schimmel in den Räumen, vor allen Dingen in den kalten Schlafzimmern, und das trotz Dauerlüftung aufgrund der schlechten Bauweise.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von marcel84 Beitrag anzeigen
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    Da es sich um ein Schlafzimmer handelt heize ich nur ungern auf 20 °c den Raum auf. soviele Leute haben es Kalt im Schlafzimmer ohne Schimmel... ich heize konstant auf 17 - 18 °c und habe probleme damit.... Die Frage ist nun wie weit eine Außenwand abkühlen darf? Hier handelt es sich schließlich um keinen Altbau!
    Den Taupunkt kannst du dir unter http://www.wetterochs.de/wetter/feuchte.html berechnen.
    Wie hoch sind denn die Außentemperaturen bei deiner Messung gewesen?

    Dramatisch sind die Temperaturen noch nicht, evtl. solltest du vermehrt Stoßlüften damit du die Feuchtigkeit noch weiter senkst, optimal ist tagsüber die Schlafzimmertüren auch geschlossen zu halten.

    Bei meinem Bekannten sind die Außenecken trotz Stufe 5 und 18 Grad Raumtemperaturen zeitweise auf 0,2 Grad gefallen, da bildet sich aber längst Schimmel und der Auszug steht nach fast abgeschlossener Renovierung bereits fest - Das ganze Haus betrifft das Schimmelproblem und es wurde natürlich verschwiegen, sowas ist mehr als ärgerlich, zumal ich dort massiv bei der Renovierung geholfen habe.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von marcel84 Beitrag anzeigen
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    Da es sich um ein Schlafzimmer handelt heize ich nur ungern auf 20 °c den Raum auf. soviele Leute haben es Kalt im Schlafzimmer ohne Schimmel... ich heize konstant auf 17 - 18 °c und habe probleme damit.... Die Frage ist nun wie weit eine Außenwand abkühlen darf? Hier handelt es sich schließlich um keinen Altbau!
    Sie werden aber vermutlich mehr heizen müssen, um die Problem zu beseitigen.

    gerade in den ersten Jahren haben Sie vermutlich noch jede Menge Neubaufeuchte in den Materialien, die raus müssen. Und das geht nur durch heizen (damit die Wand "auf Temperatur kommt") und Lüften.
    70% Luftfeuchte ist schlicht zu hoch, selbst frühmorgens! (die rel. Luftfeuchte kann man sehr wirkungsvoll durch Erhöhen der Raumtemperatur senken)

    Ich persönlich würde die betroffenen Räume tagsüber deutlich heizen (z.B. Stufe 3 1/2), mehrmals kurz und kräftig lüften, nachts vor dem Schlafengehen nochmal richtig durchlüften und dann ggf. die Heizung etwas runterdrehen.

    Aber seien Sie sich bewusst: wenn Sie nicht heizen, bis die Baufeuchte draußen ist, riskieren Sie immer Schimmelbildung. Kleine Schlafzimmer sind tendenziell eher betroffen als große (weil sich bei großen Zimmern die Feuchte auf ein größeres Luftvolumen verteilt).

    natürlich gilt zu bedenken: zusätzlich darf die Luftzirkulation in den betroffenen Ecken nicht behindert sein. Möbel bis zur vollständigen Austrocknung von den Wänden abrücken! Keine Wäschekörbe, Vorhänge, Deko oder sonstwas in die betroffenen Bereiche stellen.
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  9. #8
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    Hallo... die gemessene Außentemperatur liegt bei ca. 0 - 4 Grad, bei dieser Außentemperatur habe ich ca. 11,5 Grad Wandtemperatur (eine Stunde nach dem Lüften) an der kälttesten Stelle. Kann es sein das immernoch neubaufeuchte in den Wänden ist? Das Gebäude steht schließlich 4 Jahre...

    wie gesagt gelüftet wird 3x täglich für ca. 5 Minuten

    Das Zimmer hat ca. 11 qm, leider nicht sonderlich groß. Tagsüber ist die Zimmertüre geschlossen, nachts geöffnet. Trotzdem haben wir eine Feuchtigkeit von ca 70% beim aufstehen, nach dem lüften pendelt es sich zwischen 55 und 60% ein. Es stehen keine Pflanzen im Zimmer.
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  10. #9

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    Wenn Sie es genau wissen wollen: Messen lassen.

    Auch berücksichtigen: sind denn Ihre Messungen korrekt? Ich hatte schon Hygrometer gesehen, die lagen um 15% neben der Realität. Und berührungslose Temperaturmessgeräte haben u.U. auch deutliche Absolutabweichungen. Bei den kleinen Geräten bekommen Sie dazu u.U. nicht mal eine Herstellerangabe.
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  11. #10

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    die Nachts geöffnete Innentür ist vermutlich ein Teil der Ursache Ihres Problems: warmfeuchte Luft aus anderen Räumen trifft auf die ausgekühlten Flächen im Schlafzimmer und sorgt dort für Kondensat. Außerdem erhöht diese im Schlafzimmer die rel. Luftfeuchte, weil es im Schlafzimmer wohl kühler ist als in den übrigen Räumen.

    Dass das Schlafzimmer so klein ist, ist leider nicht hilfreich, um dort Probleme zu vermeiden (nicht nur Luftfeuchte, sondern Luftqualität allgemein), sofern Sie keine mechanische Lüftung haben.
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  12. #11

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    bei allem Verständnis für die Hinweise bzgl. heizen und lüften, aber:
    Ein 4a alter Neubau, sollte mind einen Aussenwand U-Wert von ca. 0,4-0,5 W/(m²K) haben um die EnEV 2007 noch zu erfüllen. Damit kann es bei einer Innentemp. von 18° und einer AT von 0-4° unmöglich zu 11,5° Wandtemp kommen. Zu erwarten wären eher 17° Wandtemp.
    Hier muss eine Wärmebrücke vorliegen, so falsch kann kein Thermometer messen.
    Ich würde da jetzt einen SV kommen lassen (evtl. Bauteilöffnung etc.) um das live zu dokumentieren. Wenn 5a Gewährleistung, sollte man das auch zügig angehen.

    v.a. wenn ich das noch lese
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  13. #12

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    Ich befürchte auch, dass sich die gemessenen Daten an der Grenze zum kritischen Bereich bewegen. Das kann an manchen Tagen gut gehen, an andere wiederum nicht. Zudem gibt es auch Tage mit geringerer Außentemperatur, wie aktuell, und dann geht die Oberflächentemperatur weiter in den Keller. Die Messgenauigkeit ist ein weiteres Thema, da gaukeln einem die Messwerte manchmal schon eine Sicherheit vor die in Wirklichkeit nicht vorhanden ist.

    Das Abkühlen während der langen Tageszeit, und die kurze "Heizzeit" gegen Abend, erschwert die Situation zusätzlich. Da fällt mir noch ein, WIE wird der Raum beheizt? Durch die offene Tür? Oben stand etwas, dass Abends (oder während der Nacht) die Tür offen steht.

    Wie wird gelüftet? 3 mal täglich habe ich ja verstanden, aber zu welchen Zeiten?

    Wenn die üblichen Maßnahmen nicht helfen, also heizen und lüften, dann muss über einen Entfeuchter nachgedacht werden damit man das Zimmer erst einmal in den grünen Bereich bringt. Bei der bisherigen Nutzung, vermutlich immer so an der Grenze zum kritischen Bereich, wird das Zimmer nie richtig trocken.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Zellstoff Beitrag anzeigen
    Zu erwarten wären eher 17° Wandtemp.
    Darauf würde ich nicht wetten wenn das Zimmer immer auf niedrigen Raumtemperaturen gehalten wird.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Darauf würde ich nicht wetten wenn das Zimmer immer auf niedrigen Raumtemperaturen gehalten wird.
    ich schon, wenn immer 18° im Raum sind, kann es ohne WB und bei geschlossenen Fenstern nicht zu 11,5° Wandtemp kommen.
    @ TE: wie ist denn die Wandtemp in anderen Bereichen (z.B. Wandmitte ohne Anschluß?)
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  17. #15
    Themenstarter

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    also gelüftet wird direkt nach dem aufstehen ca. 7 uhr, dann nochmals gegen 13 uhr und zu letzt 19 uhr, erst am abend wenn wir zu bett gehen lassen wir die zimmertüre geöffnet, wir schlafen bei geschlossenem fenster... geheizt wird eigentlich den ganzen tag auf 17 bis 18 Grad.

    Das meine Messungen zu 100% korrekt sind kann ich natürlich mit meinen standart-messgeräten nicht sagen...

    Unsere Möbel stehen mindestens 5 Cm von der Außenwand... an der Betroffenen Kalten Zimmerecke steht das nächste Möbelstück sehr weit ca.15 Cm weg.


    meine Frage: darf eine Außenwand in einem 4 Jahren alten Neubau auf 11 Grad° abkühlen wenn der Raum auf 17-18 grad gehalten wird? Damit ich überhaupt mal einen vergleich habe ----> welche Temperatur haben eure Außenwände im schlafzimmer (vorzugsweiße die Ecken) ?
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