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Treppenhausabtrennung durch Glaswände --> Genügend Schallschutz?

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  1. #1

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    Treppenhausabtrennung durch Glaswände --> Genügend Schallschutz?

    Hallo,

    unser Haus hat ein 45° Satteldach. Das Dachgeschoss ist ausgebaut und wird als Büro genutzt. Der Treppenaufgang ist offen und nur von einer 1m hohen Brüstungsmauer umgeben. Mit den Kindern die durchs Haus toben ist das manchmal etwas laut. Daher gibt es nun die Überlegung den Aufgang zu schließen. Damit das ganze nett aussieht und im Treppenhaus kein Licht verloren geht soll das mit Glaswänden geschehen. Ich habe das Ganze mal Skizziert:

    Name:  Treppenhaus-Glas.jpg
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Größe:  15.8 KB

    Einmal die Ansicht von oben und von vorne. Die Vorderansicht zeigt schon das geplante Holzständerwerk mit Glastür. Die anderen beiden Seite die ich hier nicht gezeichnet habe werden natürlich auch geschlossen :-)

    Die Frage ist nun: Wird das ganze genügend Schallschutz bieten?

    Mir ist klar, dass keine sagen kann "Man erreicht damit x db Schallreduktion". Ich habe keinerlei Erfahrung mit Glaswänden und kann daher überhaupt nicht einschätzen ob das Ganze überhaupt geeignet ist oder nicht.

    Es würde 6-8mm ESG verwendet, dass in das Holzständerwerk eingesetzt wird. Alle Fugen werden geschlossen und das Glas möglichst entkoppelt.

    Wie sind eure Erfahrungswerte bzw. eure Einschätzungen? Etwas ruhiger wird es mit geschlossener Tür natürlich werden. Aber ist der Schallschutz auch signifikant? Lohnt der Aufwand also, oder schaut man sich lieber nach einer anderen Lösung um? Was würdet Ihr bei eurem Treppenhaus/Büro machen?

    Vielen Dank für eure Meinung!
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  2. Treppenhausabtrennung durch Glaswände --> Genügend Schallschutz?

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  3. #2

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    Direkt Schalldämmaß von 8 mm Glas ist nur etwa 5 dB, das ist enttäuschend wenig. Gefühlt bedeutet das eine Reduzierung des Lärms um nicht einmal die Hälfte.
    Interessant würde es werden mit Doppelverglasung (2 x 8mm + Luftschicht 1cm). Da wärst Du dann rechnerisch bei 16dB, also schon erheblich leiser, gefühlt etwa nur noch ein Viertel des momentanen Lärmes. Aber das wird natürlich auch viel aufwändiger und teuerer und ob so etwas Sinn macht?

    Viel besser wäre der Schallschutz mit Trockenbau und Gipskarton. Bereits eine je Ständerseite einfach beplankte Wand bringt dann schon so um die 50 dB. Das ist etwa genauso viel wie eine übliche Ziegelinnenwand in 24 cm Stärke.
    Schwachpunkt bleibt dann eh die Tür. Mit einfachem Röhrenspan kommt man da auf etwa 28dB, mit einer schwereren Tür auf etwa 32 - 35 dB, was völlig ausreicht.
    Allerdings müsstest Du Dich dann um die Beleuchtung kümmern.
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  4. #3

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    ESG und Kinder?...
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  5. #4

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    Nachtrag:
    Ich war am WE in einem Haus, wo ein Raum mit Glaswand und Glastür abgetrennt war. Stärke 8mm. Also hätte man einen rechnerischen Schallschutz von nur 5 dB erwarten müssen.
    Die gefühlte Schallreduzierung war aber viel höher und man hatte in dem Raum nach Schließen der Türe irgendwie trotzdem das Gefühl, ganz gut seine Ruhe zu haben. Ich könnte mir daher vorstellen, dass Deine Idee doch zum gewünschten ERgebnis führen dürfte.

    Einwand von Kalle88 beachten!
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Corinna72 Beitrag anzeigen
    Nachtrag:
    Ich war am WE in einem Haus, wo ein Raum mit Glaswand und Glastür abgetrennt war. Stärke 8mm. Also hätte man einen rechnerischen Schallschutz von nur 5 dB erwarten müssen.
    Die gefühlte Schallreduzierung war aber viel höher und man hatte in dem Raum nach Schließen der Türe irgendwie trotzdem das Gefühl, ganz gut seine Ruhe zu haben. Ich könnte mir daher vorstellen, dass Deine Idee doch zum gewünschten ERgebnis führen dürfte.

    Einwand von Kalle88 beachten!
    Wie kommst Du auf die 5dB Schalldämmmaß? Das kann ich nicht nachvollziehen.

    Eine 8mm Glasscheibe erreicht ein Schalldämmmaß um die 30dB, selbst bei tiefen Frequenzen dämmt das Glas noch mit etwa 25dB, bei hohen Frequenzen sind auch 35dB bis zu 40dB möglich, woraus sich dann ein Schalldämmaß von etwa 30-32dB ergibt. Das hängt dann auch von den Abmessungen der Glasscheibe ab.

    Auch Deine Rechnung mit 2 x 8mm inkl. Luftschicht ergibt 16dB ist für mich nicht nachvollziehbar. Eine Glasscheibe mit 8+16+8 bewegt sich üblicherweise in der Region um die 34dB (Schalldämmmaß), wobei hierfür vor allen Dingen die Schalldämmung bei höheren Frequenzen verantwortlich ist, die problemlos 45dB und mehr erreichen kann. Im unteren Frequenzbereich sind wir wieder irgendwo um 25dB-30dB.

    Für die Praxis spielen dann noch Zarge, Einbau etc. eine Rolle, aber das ist wohl selbstverständlich.

    Jetzt könnte man noch über Bezugskurven und EN717 etc. diskutieren, aber zuerst mal würde mich der extreme Unterschied zwischen Deinen Angaben und den üblichen Daten interessieren. Vielleicht können wir und dann die ganzen Details auch sparen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6

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    Ich hab mich auch SEHR über die rechnerischen 5 dB gewundert.
    Programm Wiederberger ARGE Mauerziegel Version 1.7.51

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  8. #7
    feelfree
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  9. #8

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    ....
    was willst Du damit sagen?
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  10. #9
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    ohne Worte oder
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  11. #10

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    Selbst wenn man über die flächenbezogene Masse geht, müsste man bei um die 28dB landen, von Unterschieden wie biegeweich, biegesteif ganz zu schweigen.
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  12. #11

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    und woher kommen dann die 4,7 dB, die das Programm ausgibt?
    Dass die falsch sein müssen ist schon klar, aber warum kommt da so etwas heraus?
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    Beim Schallschutz halt ich mich raus, aber mir fällt auf, dass die Tür direkt an der ersten Stufe wäre, - wäre mir zu heikel mit offensichtlich kleinen Kindern.
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  15. #13

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    Zitat Zitat von Corinna72 Beitrag anzeigen
    und woher kommen dann die 4,7 dB, die das Programm ausgibt?
    Entweder von falschen Formeln oder aufgrund falscher hinterlegter Datenbank.

    Dass die falsch sein müssen ist schon klar, aber warum kommt da so etwas heraus?
    Wenn Du das schon weißt, warum führst Du diese Werte dann hier an...?
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