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  1. #1

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    Estrichaufheizung mit Hotboy oder auf Wärmepumpe warten

    Hallo, ich weiß nicht, wo die Frage besser aufgehoben ist, hier oder im Estrichforum. Bitte ggf. verschieben.

    Unser Zementestrich ist seit Ende November eingebracht. Leider kommt es beim Einbau der Wärmepumpe zu Verzögerungen, so dass der Heizungsbauer uns jetzt vorgeschlagen hat, einen Hotboy (elektrische Heizung) zur Estrichaufheizung (Funktionsheizen) einzusetzen, für eine Dauer von 10 bis 12 Tagen.

    Da die Stromkosten aber von uns als Bauherren übernommen werden müssen, fragen wir uns, ob es nicht sinnvoller wäre, auf die Wärmepumpe zu warten und dann das Estrichaufheizprogramm der WP zu verwenden, was wahrscheinlich um einiges wirtschaftlicher wäre.

    Die Gewerke Fliesen und Boden können wir noch nach hinten verschieben, es eilt also nicht.

    Ich habe nirgendwo eine Zeit gefunden, nach der man den Estrich spätestens aufheizen müsste, damit dieser keinen Schaden nimmt. Und die 21 Tage vor dem Aufheizen haben wir ja schon längst überschreiten lassen.

    Was würdet ihr empfehlen?
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  2. Estrichaufheizung mit Hotboy oder auf Wärmepumpe warten

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  3. #2

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    Auch mit der Wärmepumpe wirst du größtenteils elektrisch heizen müssen da die Wärmequelle selten so überdimensioniert ist dass du damit das Funktionsheizen durchführen kannst.
    Eine Zeit nach der man den Estrich spätestens aufheizen musst gibt es nicht, du kannst das Funktionsheizen auch erst nach einem Jahr machen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Boergi Beitrag anzeigen
    Auch mit der Wärmepumpe wirst du größtenteils elektrisch heizen müssen da die Wärmequelle selten so überdimensioniert ist dass du damit das Funktionsheizen durchführen kannst.
    Aber die Wärmepumpe (übrigens Grundwasser-WP) hat doch eine Leistungszahl COP von 5,6 und eine rein elektrische Heizung hätte doch eine Leistungszahl von 1. D.h. bei der WP bekomme ich für 1 kW elektrische Leistung max. 5,6 kW Heizleistung. Bei der elektrischen Heizung bekomme ich für 1 kW elektrische Leistung max. 1 KW Heizleistung.

    Außerdem kann die WP später mit Wärmepumpentarif betrieben werden, das ist zumindest etwas günstiger als normaler Hausgrundversorgungstarif.

    Verstehe ich da was falsch?
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  5. #4

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    Muss man überhaupt Estrich aufheizen? Dachte das macht man nur, damit man schneller verfliesen kann... besonders über Winter. Normalen Estrich ohne FBh heizt man auch nicht auf.
    Würde mich persönlich auch interessieren ob man Estrich mit FBH aufheizen muss oder kann damit man schneller verfliesen kann.
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  6. #5
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    Ja - muss man denke ich. Es gibt auch eine Norm dafür: DIN-EN-1264-Teil-4. Der Estrich wird schrittweise an die spätere max. Vorlauftemperatur "gewöhnt", dass es hinterher, wenn bereits gefliest wurde, nicht zu Schäden kommt. Das nennt sich Funktionsheizen.

    Was du wahrscheinlich meinst, ist das Belegreifeheizen, um die Restfeuchtigkeit zu regulieren, damit der Bodenbelag (früher) drauf kann.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von baudummie Beitrag anzeigen
    Ja - muss man denke ich. Es gibt auch eine Norm dafür: DIN-EN-1264-Teil-4. Der Estrich wird schrittweise an die spätere max. Vorlauftemperatur "gewöhnt", dass es hinterher, wenn bereits gefliest wurde, nicht zu Schäden kommt. Das nennt sich Funktionsheizen.

    Was du wahrscheinlich meinst, ist das Belegreifeheizen, um die Restfeuchtigkeit zu regulieren, damit der Bodenbelag (früher) drauf kann.
    Stimmt macht irgendwo sinn.

    Vielleicht solltest du mal den Estrichleger fragen, der sollte es auf jedenfall wissen. Ob man noch warten kann?
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  8. #7

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    hat mal was vernünftiges gelernt
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    Zitat Zitat von baudummie Beitrag anzeigen
    Aber die Wärmepumpe (übrigens Grundwasser-WP) hat doch eine Leistungszahl COP von 5,6 und eine rein elektrische Heizung hätte doch eine Leistungszahl von 1. D.h. bei der WP bekomme ich für 1 kW elektrische Leistung max. 5,6 kW Heizleistung. Bei der elektrischen Heizung bekomme ich für 1 kW elektrische Leistung max. 1 KW Heizleistung.

    Außerdem kann die WP später mit Wärmepumpentarif betrieben werden, das ist zumindest etwas günstiger als normaler Hausgrundversorgungstarif.

    Verstehe ich da was falsch?
    ja, da verstehst Du teiwleise was falsch...schau mal, bei welchen Tempwerten der COP gilt, und welche Du benötigst um den Estrich zu heizen.
    Zudem wird schlicht die Leistung der WP nicht ausreichen, um das Estrichprogramm zu fahren. Dazu kommt die Frage, was mit der Entzugsquelle passiert.
    Fazit: auch mit WP, wirst Du zum großen Teil mit dem Heizstab den Estrich streicheln...
    Der WP Tarif ist allerdings von Vorteil, das stimmt, wenn der Heizstab darüber betrieben wird.
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  9. #8
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    Der COP von 5,6 ist für W10W35. Da die Vorlauftemperatur aber nie höher als 35°C sein wird, müsste das doch reichen. Ansonsten ist bei W10W55 der COP immer noch bei ca. 4,5 (weiß ich gerade nicht auswendig).

    Estrichleger habe ich gerade gefragt. Es spricht nichts dagegen, den Estrich erst später aufzuheizen. Trotzdem hat er gemeint, dass man bei 25°C anfängt und dann in 5°C-Schritten bis 55°C hochgeht. Aber warum überhaupt so hoch? Die Vorlauftemperatur wird doch später nie so hoch sein?
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  10. #9

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    Zitat Zitat von baudummie Beitrag anzeigen
    Der COP von 5,6 ist für W10W35. Da die Vorlauftemperatur aber nie höher als 35°C sein wird, müsste das doch reichen. Ansonsten ist bei W10W55 der COP immer noch bei ca. 4,5 (weiß ich gerade nicht auswendig).

    Estrichleger habe ich gerade gefragt. Es spricht nichts dagegen, den Estrich erst später aufzuheizen. Trotzdem hat er gemeint, dass man bei 25°C anfängt und dann in 5°C-Schritten bis 55°C hochgeht. Aber warum überhaupt so hoch? Die Vorlauftemperatur wird doch später nie so hoch sein?
    Funktionsheizen bedeutet auch Stresstest. Es ist die maximal mögliche Temperatur zu fahren (nicht höher als 55°C) und nicht die Temperatur für die die FBH ausgelegt wurde. Wer will sicherstellen, dass nicht doch mal jemand an der Heizkurve rumspielt und eine höhere VL Temperatur in den FBH Kreis schickt? Deswegen ist auch eine Temperaturbegrenzung unabhängig vom Regler sinnvoll.

    Belegreifheizen wäre dann wieder ein anderes Thema.
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  11. #10
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    Aber um nochmal auf die eigentliche Frage zurückzukommen: Wäre es nicht sinnvoller, auf die Wärmepumpe zu warten, um die Stromkosten so klein wie möglich zu halten?
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  12. #11

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    Zitat Zitat von baudummie Beitrag anzeigen
    Aber um nochmal auf die eigentliche Frage zurückzukommen: Wäre es nicht sinnvoller, auf die Wärmepumpe zu warten, um die Stromkosten so klein wie möglich zu halten?
    Wenn die WP korrekt dimensioniert wurde, dann wird sie ohne zusätzliche Hilfe nicht in der Lage sein das Funktionsheizen korrekt durchzuführen. Dafür fehlt ihr schlichtweg die Leistung. Das Funktionsheizen stellt ja einen Sonderfall dar, dessen Leistungsbedarf bei den normalen Berechnungen nicht berücksichtigt wird. Es wäre ja sinnfrei eine doppelt so starke WP zu verbauen, nur um einmalig ein Funktionsheizen durchführen zu können.
    Deswegen wird die WP entweder einen integrierten Heizstab nutzen oder aber das Funktionsheizen klappt nicht normgerecht.

    Die Mehrkosten für ein direktelektrisches Funktionsheizen könnte man grob abschätzen, aber ich tippe mal auf wenige hundert Euro. Beim Belegreifheizen könnte die WP alleine arbeiten, und der Energiebedarf dürfte auch nicht mehr so hoch sein wenn der Estrich schon so lange liegt.

    Wenn Du also an den Stromkosten den letzten Cent optimieren möchtest, dann warte auf die WP und stelle sicher, dass diese einen el. Zuheizer hat.
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  13. #12
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wenn Du also an den Stromkosten den letzten Cent optimieren möchtest, dann warte auf die WP und stelle sicher, dass diese einen el. Zuheizer hat.
    Ich habe nur leider schon mal von 1000€ an Stromkosten fürs direkt-elektrische Funktionsheizen gehört. Und davor will ich uns bewahren. Es soll nicht zu unserem Problem werden, wenn es auf Seiten der Heizungsbaufirma zu Verzögerungen kommt. Uns wurde nämlich anfangs mitgeteilt, dass man kein direkt-elektrisches Funktionsheizen benötige.

    Und ja, die Wärmepumpe verfügt über eine elektrische Zusatzheizung mit 6kW.

    Außerdem muss man - wie oben schon erwähnt - auch die günstigeren WP-Strompreistarife berücksichtigen.

    Bei WP-Funktionsheizung hätte ich ehrlich gesagt nur mit einem Drittel der Stromkosten ggü. der direkt-elektrischen Variante gerechnet.

    Welchen Sinn hätten sonst die Estrichaufheizprogramme der WP-Hersteller?
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  14. #13
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    Das hier habe ich bzgl. des Estrichtrocknungsprogramms des WP-Herstellers im Netz gefunden:
    Tag Vorlauf
    1 30°C
    2 35 °C
    3 40°C
    4 45 °C
    5 – 12 40°C
    13 35 °C
    14 30°C
    15 25 °C
    16 10°C
    17 – 23 Frostschutz
    24 30°C
    25 35 °C
    26 40°C
    27 45 °C
    28 35 °C
    29 25 °C

    Sieht so aus, als wenn nie 55°C gefahren würden. Maximale Vorlauftemperatur ist 45°C, und das an nur einem der 29 Tage.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von baudummie Beitrag anzeigen
    Welchen Sinn hätten sonst die Estrichaufheizprogramme der WP-Hersteller?
    Der Sinn liegt darin, dass man für das Funktionsheizen nicht extra einen anderen Wärmeerzeuger besorgen muss.

    Wie gesagt, das direktelektrische Funktionsheizen wird mit Sicherheit teurer. Wieviel teurer, da kann man nur spekulieren.

    Das gilt auch für den Energiebedarf der letztendlich nötig ist, das hängt vom Estrich, Alter, Umgebungsbedingungen usw. ab.

    Wenn Du sowieso noch Zeit hast, dann warte auf die WP. Beim Funktionsheizen muss man die Temperaturen beobachten, ob der Wärmeerzeuger die Temperatursprünge überhaupt schafft. Wenn er 1 Woche braucht um den Estrich mal um 5K in der Temperatur anzuheben, dann ist das kein Funktionsheizen mehr.

    Die bisher lange Trockenzeit hat den Vorteil, dass die Belegreife wohl schneller erreicht wird. Das könnte auch Energiekosten sparen.

    Welche Leistung hat die WP? Estrichfläche die beheizt werden soll?
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  17. #15

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wenn Du also an den Stromkosten den letzten Cent optimieren möchtest, dann warte auf die WP und stelle sicher, dass diese einen el. Zuheizer hat.
    also ich finde schon, dass man sich da zurecht Gedanken drüber macht, wenn die WP das Funktionsheizen unterstützt, der Heizstab dazu arbeitet und die Wärmequelle geeignet ist (hier ja).
    Alleine durch den WP Tarif kann man, bei sagen wir 3000kWh el fürs Estrichtrocknen, ca. 200€ sparen.

    Bei Gas werden immer gern die Nebenkosten für den Kaminkehrer als zu beachtendes Gegenargument herangeführt. Für 200€ kann ich 10 Jahre den Kaminkehrer bezahlen, nur mal so nebenbei...
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