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Kellerdämmung / innen !

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  1. #1

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    Kellerdämmung / innen !

    Hallo,
    unser Keller soll als Wohnraum genutzt werden. Ein Zimmer liegt halb im Erdreich (d.h. eine Seite voll, die andere Seite gar nicht). Die Kelleraussenwände (Bj.55) sind aus ca.40cm dickem Beton,aussen mit Bitumenanstrich aber nicht gedämmt. Eine VWS-Styrodur-Aussendämmung 10cm Styrodur geht bis in den Bereich der Kellerdecke....eine Aussendämmung des Kellers ist wegen fertiger Aussenanlage leider nicht möglich. Der Keller ist trocken, zumindest seit 1.5Jahren seit wir das Haus kauften.

    Ständerbauweise mit Rigipsplatten und Mineralwolle wollte ich ausschliessen, habe aber folgende Vorschläge für Wärmedämmung/Wand innen:
    1) Styrodur 6-8cm an die Wand, 8cm Ytong vormauern,verputzen (Rauputz)
    2) Styrodur 6-8cm,Armierungsputz, anschliessend verputzen (Rauputz)

    Dass man bei der zweiten Lösung keine schweren Regale mehr an die Wand hängen kann ist mir klar...Spricht sonst etwas gegen diese Lösung ?

    Ralf
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  2. Kellerdämmung / innen !

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  3. #2

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    Innendämmung

    Hallo Ralf,

    theoretisch ist bei einer Innendämmung eine Dampfbremse/Sperre einzubauen,

    Im "Prinzip" kannst Du dir das vorstellen wie beim Dach.

    Wenn`s wirklich trocken ist hätte ich "ohne Vor-Ort" zu sein keine Bedenken gegen eine Ausführung wie von dir "geplant".

    Die Dämmplatten müssen aber nicht aus "Styrodur" sein, "Styropor" mit Wärmeleitgruppe 035 würde ich als ausreichend erachten, zumal das Styrodur, zumindest wieder in der Theorie, zusätzlich mechanisch (Dübeln)zu befestigen ist. Kleber trotz aller Trockenheit sollte ein WDVS-Kleber sein!

    Um den Anforderungen der ENEV (U-Wert maximal 0,45) Genüge zu tun brauchst du mindestens 7cm Dämmstoffdicke, also üblicherweise Lagerware 8cm.

    Die Dampfbremse kann durch Verwendung derart ausgerüsteter Gk-Platten (Alu-Natron-Kraft-Papier-Auflage), die bitte vollflächig (Zahntraufel) mit WDVS-Kleber "aufbringen oder auf dem beschriebenen Armierungsputz mittels flüssiger Dampfbremsen/Sperren, wie z.B. von sto und fema im Angebot, ausgeführt werden.

    Eventuell solltest du an der Decke ein Stück "mitdämmen". Ich würde aber auf keinen Fall Gk-Platten an die Decke kleben wollen (subjektives Sicherheitsbedürfnis). Hierfür gibt es z.B. von epasit keilförmig zugeschnittene Calzium-Silikat-Dämmplatten, die dann mit Putz bearbeitet werden können.

    Gruß Michael
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    danke für die Antwort. Die Dampfsperre wollte ich mit Verwendung des Styrodurs (ziemlich diffusionsdicht oder ?) umgehen...

    Ich werde bis an die derzeitige Decke dämmen, dann sollten sich Innen- und AUssendämmung gerade so überlappen. Die End- Decke wird sowieso ca. 30 cm abgehängt. Da der Hohlraum über dieser Decke dann bei mir belüftet werden kann (nach aussen unter ein angrenzendes nichtgemämmtes, diffusionsoffene Garagendach) werde ich als Deckendämmung normale GKP und 10cm Mineralwolle nehmen, denke da sollte dann tauwassermässig nichts passieren (0der doch lieber PE-Folie zwischen GKP und Mineralwolle?)

    Ralf
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  5. #4

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    Grau

    ist alle theorie.

    Das angesprochene Styroppor taugt nicht zur Dampfbremse.

    Wenn die Außenwand raumhoch gedämmt und die Dampfsperre auch raumhoch drauf ist, spricht eigentlich wenig gegen einen Dämmstoff ohne Dampfbremse im Deckenhohlraum.

    www.knauf.de
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  6. #5

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    Hallo Ralf,

    ich rate Ihnen dringend von einer Innendämmung ab. Warum ?

    Es gibt 2 Möglichkeiten:
    a) auf grund der Innendämmung kommt es zum Tauwasserausfall in der Betonwand, die nicht an das Erdreich grenzt, im Winter. Ihre KG Außenwand ist mit Bitumenanstrich versehen, also sehr dampfdicht. Dann kann dieses Tauwasser so gut wie nicht im Sommer aus diffundieren, die Feuchtigkeitsmenge schaukelt sich von Jahr zu Jahr auf.
    b) Es kommt nicht zum Tauwasserausfall in der Betonwand. Trotzdem haben Sie im Winter ein Dampfdruckgefälle von innen nach außen, bei Nutzung als Wohnraum. Ihre KG Außenwand ist mit Bitumenanstrich versehen, also sehr dampfdicht. Dann kann
    dieser Wasserdampf so gut wie nicht im Sommer aus diffundieren. Irgendwann kommt es zur Kapillarkondensation. Danach können sich dann die Kapillaren/Poren nach und nach mit Wassertropfen füllen, die Feuchtigkeitsmenge schaukelt sich von Jahr zu Jahr auf.
    Jetzt mache Sie von Innen eine Dampfbremse. Das ist nur eine bremse, sie verhindert die Diffusion nicht ! Wie wollen Sie alle Anschlüsse, Durchdringungen etc, mit der dampfbremse abdichten ? Fast unmöglich. Und was machen Sie, wenn Sie mal etwas an der Wand befestigen ? Sie durchlöchern Ihre Dampfbremse.
    Also, besser: aufschachten, Außendämmung oder sein lassen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Schwabe
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    bin begeistert wie schnell hier im Forum reagiert wird !

    noch eine Frage zu den flüssigen Dampfsperren: Ich nehme an, der Auftrag würde dann auf den Armierungsputz erfolgen. Kann man darauf dann beliebig einen Zementputz , bzw. mineralischen oder Kunstharzrauputz aufbringen ?

    Danke im Vorraus !
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  9. #7
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    @schwabe : Dass die Innendämmung nicht ganz unproblematisch ist,ist mir bewusst. Aussendämmung würde einen Riesenaufwand bedeuten,werde also Innendämmung "riskieren". Zum Argument a) der nicht im Erdreich liegende Teil ist aussengedämmt, sollte also kein Problem sein. Zu b) ich denke (hoffe) dass 8cm Styrodur von sich aus schon Wasserdampfundurchlässig sind, eine flüssige Dampfsperre wie von Michael vorgeschlagen sollte zusätzliche Sicherheit geben. ...soweit die Theorie....
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  10. #8

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    Flüssigdampfsperre

    Hallo Hispa,

    wir haben es mit der flüssigen Dampfbremse einmal gemacht, -FEMA-SYSTEM-Oberputz war im System ein Kunstharzputz!

    Lesen Sie hierzu doch bitte die jeweilige Herstellervorgabe.

    Die Sache mit den Gk-Platten mit der aufkaschierten Dampfbremse machen wir die letzten 10 Jahre, vorher haben auch wir die Verbundplatten ohne Dampfbremse verwendet, ohne einen mir bekannten "Feuchteschaden" und ich bin auch schon bald 40, Fragezeichen @ Herr Schwabe!?

    Aussage ist/war: Von außen dicht, Beton trocken, trotzdem keinen gipshaltigen Kleber für die Dämmplatten verwenden, aber das hab ich ja schon beschrieben s.o..

    Wenn der Raum gleichmäßig beheizt und "richtig" gelüftet wird kann ich mir da kaum wirklich auftretende Probleme vorstellen.

    Und wenn das Bewohnerverhalten nicht an die Gegebenheiten "angepasst" ist, sehe ich beim "Weglassen" der Dampfsbremse die größeren Probleme. Die Standard-Feuchte-und-Wärmeschutzberechnung zeigt dies ja auf.

    Wenn auch nicht alle Anschlüsse und Fugen 100% dicht zu kriegen sind, ist mir das System mit den Gk-Platten vom "Gefühl" her sympathischer...

    Die Dampfbremse liegt eine Schicht weiter außen, die Gk-Platte kann den "normalen Luftfeuchtehaushalt" regulieren.

    Gruß Michael
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