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  1. #1

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    Raumthermostat, Sensor wechseln

    Hallo,

    wenn Raumthermostaten sehr träge reagieren, weil die Schalthysterese bei 1K liegt; kann dann einfach der Sensor mit einer besseren Hysterese ausgetauscht werden?

    Und was bedeutet es, wenn beim Thermostat steht:
    Simuliert das Nachheizen der Heizfläche nach der Abschaltung und verhindert ein
    Temperaturüberschwingen
    Ist das Standard?
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  2. Raumthermostat, Sensor wechseln

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Gwenny Beitrag anzeigen
    Und was bedeutet es, wenn beim Thermostat steht: Ist das Standard?
    An sich ja. Es geht dabei anscheinend um die thermische Rückführung die die Hysterese verkleinert und somit ein genaueres Regeln ermöglicht. Durch die thermische Rückführung wird quasi der Abschaltpunkt früher erreicht indem ein Widerstand den Temperatursensor (Bimetall?) zusätzlich mit Wärme versorgt.

    Bei einem elektronischen Thermostat gibt es diese Rückführung in Form eines Widerstands nicht. Hier wird üblicherweise ein NTC eingesetzt, beispielsweise in Form eines Spannungsteilers oder evtl. auch in einer Brückenschaltung, und eine Elektronik wertet die Spannung aus. Bei einer einfachen elektronischen Schaltung bastelt man die Hysterese in die Messsignalaufbereitung (Bsp.: OP), in besseren Thermostaten werkelt sowieso ein µC, da kann man das per software erledigen. Man darf´s halt nicht übertreiben, weil der Thermostat sonst bei den kleinsten Änderungen hin und her schaltet. Deswegen darf man eine bestimmte Hysterese nicht unterschreiten (bei einstellbaren Thermostaten meist so 0,3K oder 0,2K).
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  4. #3
    feelfree
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    in besseren Thermostaten werkelt sowieso ein µC, da kann man das per software erledigen.
    Kleine Anmerkung: Das ist richtig, aber das Umgekehrte stimmt auf keinen Fall. Ich bin gerade auch auf der Suche nach Thermostaten und hatte mal so einen China-Billigheimer vom großen Buchhändler bestellt. Zum Testen habe ich den einfach mal im Kellerraum (konstante Temperatur) deponiert und mit einem externen Thermometer kailibriert. Dann habe ich die Solltemperatur hochgedreht, der Ausgang ging dann auf heizen. Innerhalb von einer halben Stunde ist nun die intern gemessene Temperatur um 1.2K angestiegen. Bei einer Hysterese von 1K hätte man so also ein schönes an- und ausschalten, sogar ganz ohne angeschlossene Heizung ;-)
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  5. #4

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Man darf´s halt nicht übertreiben, weil der Thermostat sonst bei den kleinsten Änderungen hin und her schaltet.
    Warum sollte man das verhindern wollen? Die üblichen thermischen Stellantriebe mit ihren Stellzeiten im Minutenbereich würden das doch schön glätten. Das wäre praktisch eine Stetigregelung über Pseudo-PWM-Regler.
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  6. #5

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    Pseudo PWM ist ja schön und gut, aber hier kriegst Du ein unkontrolliertes Flattern, denn die kleinste Änderung am Messeingang sorgt bereits für ein Umschalten. Bei mechanischen Schaltern nicht unbedingt das was man möchte.
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  7. #6

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    Rotes Gesicht

    @TE

    wie ist denn die Aufgabenstellung,die der RTR erfüllen soll?
    Eigentlich sind alle RTR so konzipiert,wie R.B. es beschreibt.
    Und das schon seit jeher.
    Andere kenne ich nicht!
    außer feelfree
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  8. #7

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    Zitat Zitat von nolu13 Beitrag anzeigen
    Eigentlich sind alle RTR so konzipiert,wie R.B. es beschreibt.
    Viele funktionieren so, aber längst nicht alle.
    Andere kenne ich nicht!
    Nur weil Du etwas nicht kennst, heißt das noch lange nicht, dass es das auch nicht gibt.
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  9. #8

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    Deswegen meine Frage ,für welchen Anwendungsbereich der RTR verwendet werden soll!
    krümelkack
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  10. #9

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    Wenn ich das richtig sehe, dann geht es um einen simplen Raumthermostat für ein EFH der eine FBH bzw. die üblichen elektrothermischen Stellantriebe ansteuern soll.
    Natürlich könnte man jetzt hochpräzise Thermostate einsetzen und dahinter eine aufwendige Steuerungstechnik, und dann elektromotorische Antriebe, dem Spieltrieb sind keine Grenzen gesetzt.
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  11. #10
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wenn ich das richtig sehe, dann geht es um einen simplen Raumthermostat für ein EFH der eine FBH bzw. die üblichen elektrothermischen Stellantriebe ansteuern soll.
    Nur noch preiswert und schick sollte er sein

    Ich hatte bei einigen Bewertungen von Thermostaten gelesen, dass die Fühler ne Katastrophe sein sollen
    Das Gerät reagiert auf Grund seines Temp.Sensors viel zu langsam auf Temp.änderungen und ist somit sehr träge = längere Heizzeit = mehr Kosten --> Lösung: Austausch durch Präzisions-Temperatursensor
    Und auf so ein gebastel und Experimentieren habe ich nun keine Lust...
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  12. #11

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    Wenn das Thermostat träge ist, wird einerseits länger geheizt und andererseits aber auch länger nicht geheizt. Theortisch gleicht sich das aus.

    Bei korrektem hydraulischem Abgleich und angepasster Heizkurve stellen die Thermostate nur eine "Notabschaltung" dar. Thermostate mit einer Hysterese von 1 K wären mir bei mir von Mitte Oktober bis Mitte März arbeitslos, da die Abschalttemperatur nie erreicht würde.

    Ich halte eine Hysterese von 1 K für UP-Thermostate für deutlich zu hoch. Ich verwende momentan weniger als 0,1 K Hysterese und einer Beschräkung der Schaltvorgänge auf 1 / 5 Minuten.
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  13. #12

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    Das Gerät reagiert auf Grund seines Temp.Sensors viel zu langsam auf Temp.änderungen und ist somit sehr träge = längere Heizzeit = mehr Kosten --> Lösung: Austausch durch Präzisions-Temperatursensor
    Diese Schlußfolgerung ist nicht korrekt. Für den absoluten Energieverbrauch ist die mittl. Temperatur entscheidend. Das Überschwingen bzw. die sich daraus ergebende Temperaturwelligkeit sind eher eine Frage des Komforts.

    Man kann auch nicht so einfach den Temperatursensor austauschen. Im Fall der Klick-Klack ist das sowieso nicht möglich, denn die haben konzeptbedingt schon eine entsprechende Ungenauigkeit und Hysterese, und im Fall von elektronischen Thermostaten geht das auch nicht, weil die Kennlinie des Sensors im µC hinterlegt ist, und man auf dieses Datenfeld keinen Zugriff von außen hat. Die Genauigkeit einer Temperaturmessung wird ja nicht nur vom Temperaturfühler bestimmt.

    Einfache Klick-Klack kriegt man mit einer Hysterese ab etwa 0,5K-1K, bei einer Mess"genauigkeit" von +-0,5 bis +-1K. Kostenpunkt irgendwas um 20-30,- €/Stck. Wer höhere Ansprüche an Design etc. stellt muss ein bisschen mehr auf den Tisch blättern. Wer mehr Funktionsumfang möchte, kriegt die Dinger auch "digital" mit allen möglichen features, auch mit einstellbarer Hysterese bis 0,1K. Dafür muss man halt etwas mehr Geld auf den Tisch blättern, meist irgendwas um 50,- € bis 100,- € je nach features etc. Deren Absolutgenauigkeit ist aber auch nicht besser, man hat halt nur mehr Spielereien die man mehr oder weniger sinnvoll nutzen kann.

    Wer´s absolut genauer haben möchte, dem empfehle ich Temp.mess und-regelsysteme aus der Prozesstechnik. Da gibt es ganz tolle Sachen. Bis man damit ein EFH ausgestattet hat, dürfte man grob den Gegenwert eines Kleinwagens verbraten haben. Aber wer sonst keine Hobbys hat......
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  14. #13
    Themenstarter

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    Also im Grunde genommen heißt es wieder mal: Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Keine Ahnung was Du ausprobieren möchtest. Definiere Deine Anforderungen und suche Dir einen passenden Thermostat aus. Dann sollte das auch funktionieren.
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  17. #15

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    Wieder mal ein typisches Gwenny-Problem.
    Es ist alles in Ordnung, aber man sucht sich Punkte, an denen man verschlimmbessern kann...

    Wenn Du freie Zeit und freies Geld hast, solltest Du Urlaub machen, anstatt den Fernlehrgang in Regelungstechnik!
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