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  1. #1

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    Frage Fensterabdichtung

    Hallo,

    mein Name ist Marie und ich lese hier schon etwas länger im Forum mit und habe mich nun ganz frisch angemeldet :-)
    Mein Mann und ich haben ein EFH aus 1959 und sind gerade dabei dieses zu sanieren. In diesem Zuge wurden nun aktuell die Fenster ausgetauscht und da gibt es ein paar Probleme. Insbesondere hätte ich hier Fragen zur Fensterabdichtung in unserem ganz konkreten Fall, da wir nicht ganz sicher sind, ob dies so korrekt umgesetzt wurde. Ich habe mich vor der Fensterbestellung intensiv mit dem Thema Abdichtung beschäftigt und weiss grundsätzlich über die 3 Dichtungsebenen (Schlagregendichtheit/Wärmedämmung/Innenabdichtung) bescheid.

    Die Fensterabdichtung wurde bei uns mit dem Trioplexband von Illbruck durchgeführt, welches alle drei Ebenen beinhalten soll. So weit so gut.
    Nun hat der Monteur/Fensterbauer das Dichtband bei einigen Fenstern allerdings nicht direkt bündig an den Fensterrahmen gelegt, sondern mit Absicht weiter nach außen verschoben. Das Band fängt jetzt an einigen Fenstern erst hinter der Verschraubung an und liegt quasi teilweise am äußeren Rand des Rahmens und an der Schiene für die Rollladenführung. An einem Fenster liegt das Band sogar komplett hinter der Rollladenschiene und hat gar keinen direkten Kontakt mehr zum Fensterrahmen.

    Folgende Erklärung des Fensterbauers:
    Das alte Fenster war direkt am Mauerwerk befestigt/verschraubt. Das neue Fenster musste allerdings weiter nach Innen montiert werden, daher ist hier zwischen Mauerwerk und Fensterrahmen natürlich noch eine ca. 2cm Schicht mit Innenputz aufgebracht. Das bedeutet, dass die alte "Fensterlücke" komplett im Außenbereich liegt und dadurch die Gefahr besteht, dass die kalte Außenluft quasi hinter dem Putz (und dadurch auch hinter der Abdichtung) nach Innen ziehen könnte. Daher wurde das Band weiter nach Außen, zur Hälfte noch in die alte Fensterlücke gelegt, um hier sozusagen auch eine Dichtung herzustellen. Ich Frage mich nur, ob das wirklich alles gut so ist. Die restlichen Fehlstellen, die dadurch an der Innenseite noch zwischen Fensterrahmen und Wand sind, wurden nun mit Steinwolle ausgestopft.

    Generell hört sich die Erklärung für uns erst einmal plausibel an. Da wir allerdings überhaupt keine Ahnung von Fenstereinbau haben, wäre es echt nett, wenn hier jemand mal seine Meinung dazu äußern könnte.

    Ich hoffe ihr versteht was ich meine ;-) Ich habe mal versucht eine Skizze zu zeichnen und hoffe, dass man dabei besser sieht.

    Name:  Fenster Einbausituation.jpg
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Größe:  19.0 KB


    Unsere Bedenken sind unter Anderem:

    1. da die Steinwolle nun von Innen in die noch offenen Löcher gestopft wurde und zur Innenseite nun allerdings keine weitere Abdichtung (Dampfbremse) mehr angebracht ist, haben wir hier bedenken, ob dies nicht auf Dauer anfängt zu schimmeln? Die Luftfeuchtigkeit aus den Räumen wird sich doch genau dort absetzen, oder nicht? So hatte ich das zumindest immer verstanden, dass deshalb zwischen Dämmung und Innenbereich noch eine Dampfbremse liegen muss, die die Luftfeuchtigkeit fern hält.
    Da allerdings ja hinter der Steinwolle das Illbruckband liegt und hier ja auch bereits alle drei Ebenen enthalten sind wissen wir nicht so ganz wie wir das einordnen sollen.


    2. hat es nicht auch einen Sinn, dass das Dichtband regulär komplett bündig am Rahmen liegt? Kann man das einfach so weiter nach außen schieben ohne irgendwelche Probleme? Kann hier dann nicht irgendwie auch Kälte durch den Kunststoffrahmen ziehen?


    3. Kann irgendjemand zufällig einen Sachverständigen aus dem Ruhrgebiet empfehlen der sich wirklich mit Fenstereinbau etc. auskennt? Wir haben leider schon in anderen Zusammenhängen schlechte Erfahrungen mit Sachverständigen gemacht und möchten daher niemanden mehr "blind" beauftragen.

    Viele Grüße
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  2. Fensterabdichtung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    1. Es kommt auf den Taupunkt an, wenn das innenseitig abgedichtet wird, mit Fensteracryl, sollte kein Problem entstehen. (200% wäre es mit Butylband am Rahmen)

    2. Siehe Antwort zu 1.

    3. Da sind die ortsansässigen Experten hier gefragt.

    Warum wurde die Laibung vor dem Einbau nicht einfach angeglichen?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo,

    vielen Dank schon einmal für die Antwort.

    Eine weitere Abdichtung ist Innen aktuell nicht vorgesehen, es soll wohl nur noch mit Abdeckleisten bestückt werden, damit es von Innen schön aussieht.

    Warum die Laibung nicht angeglichen wurde habe ich mich gestern beim Verfassen meines Beitrages auch schon gefragt. Es heißt vom Fenstebauer bei anderen Dingen immer "das ist bauen im Bestand, da müssen wir uns den Gegebenheiten des Hauses anpassen".
    Man hätte doch den Innenputz einfach sauber entfernen können und dann das Fenster ganz normal, wie bei einem Neubau auch, im Mauerwerk befestigen können, oder?
    Vielleicht hätte das dann nicht mehr mit dem ursprünglichen Aufmaß des Fensters gepasst!? Wobei so ein bisschen Innenputz da doch eigentlich mit eingerechnet werden sollte...
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