Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 31
  1. #1

    Registriert seit
    07.2012
    Ort
    Römerberg
    Beruf
    Informatiker
    Beiträge
    189

    Eigenleistung Elektro in welchem Umfang?

    Mal eine Frage an die Experten:

    Ist es prinzipiell möglich, als fachfremder Bauherr Teile der Elektroinstallation in Eigenleistung durchzuführen? Ich denke da primär an das Schlitzen und Verlegen der Kabel und Busleitungen im gesamten Haus (Verlegen nur im Sinne von Verlegen im Bodenaufbau und der Wand, nicht anschließen), evtl. noch Anklemmen der Steckdosen, jeweils gemäß Plan. Sprich wir werden einen Plan erhalten, wo welche Kabel zu verlegen sind.

    Die endgültigen Anschlüsse (Verteiler, Sicherungskasten etc.), das Durchmessen und die Abnahme würde natürlich ein Fachmann durchführen. Kann man bei den genannten "Fleißarbeiten" viel verkehrt machen, falls ja worauf wäre zu achten?

    Viele Grüße

    Stefan
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Eigenleistung Elektro in welchem Umfang?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    So wird es öfters gemacht... Problem ist dann nur halt immer die Gewährleistung...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    Teltow bei Berlin
    Beruf
    Techniker
    Beiträge
    1,447
    Verkehrt machen kann man überall viel, selbst unsere Elektro-Fachmänner die installiert haben, durften nach Hinweis etliches korrigieren.

    Wenn in Eigenleistung, sollte man die Sachen vorher mit dem Fachmann einmal durchsprechen wie er es am liebsten hätte. Es gibt auch bestimmte Installationszone wo die Kabel nur in Wand und Biden verlegt werden dürfen. Horizontal ist zum Teil garnicht erlaubt usw. Die maximale Leitungslängen einzelner Kreise und der Querschnitt spielen ebenso eine Rolle. Bei 1,5mm2 ist bei maximal 18m Leitungslänge vom Verteiler Schluss bei 16A Absicherung. Daher wäre vermutlich 2,5mm2 besser. Wenn man sich in diese Punkte einlesen würde, sehe ich persönlich nach Absprache mit dem Eli kein Problem diese Fleißarbeit selbst zu erledigen (ohne Steckdosen anzuschließen) In der Wohnung meiner Elis hatten wir dies damals so bei der Renovierung gemacht.

    Kater432
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    04.2012
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Dipl. Physiker
    Beiträge
    379
    Erst mal einen finden, der sich auf so ein Spiel einlässt und der Dir die "Restleistung" zu einem fairen Preis anbietet, bei dem Du tatsächlich durch das DIY noch was sparst.
    Kommt mir jedenfalls etwas blauäugig vor: Meinst Du wirklich, jemand zeichnet Dir einen so exakten Plan, wo genau der Verlauf jedes Leerrohrs mit richtigem Durchmesser mit der genauen Anzahl Kabel mit den jeweiligen Querschnitten eingezeichnet ist? Bis das zu Papier gebracht ist, wäre es auch schon (fast) installiert (wir reden hier von einem EFH und keiner Großbaustelle, oder?).
    Und dann kommt er zum "Anklemmen", jede Menge von Dir verlegte Kabelenden gucken aus den Dosen ... und da soll er nun die richtigen zusammenklemmen. Da sind doch Probleme vorprogrammiert, und unterm Strich soll dann noch eine Ersparnis bei rauskommen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    05.2011
    Ort
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    539
    Wenn du ein Bussystem vorsiehst, sollte es ja etwas einfacher sein, da man keine Stromstoß, Wechsel und Kreuzschaltungen braucht. Sofern du es komplett mit Bussystem machst und keinen Mischmasch.
    Wenngleich ich das in einem normalen EFH sinnlos finde, bei ner 500qm Villa mit Alarmanlage usw hingegen macht das ehr Sinn.

    Wie auch immer. Die Leerrohre in den Decken kannst du ja mit dem Elektriker zusammen legen, da kannst du auch vor Ort sagen, da kommt der TV hin, da der Herd, Kühlschrank, usw. bei mir war das in 2 x 3h erledigt. Elektriker auf Stundenbasis bezahlt.

    Wenn man sich sowas zutraut, weiß man denke ich welche Kabelquerschnitte und Adernanzahl man wo braucht. So war es zumindest bei mir, bin keine Elektriker habe aber trotzdem alles Selbst gemacht inkl. Sicherungskasten. Hatte nur den Elektriker da für die Abnahme des Sicherungskastens.
    Wenn Du allerdings nicht selbst klemmen willst musst du die Kabel gut beschriften und zwar so das der Elektriker es auch versteht, bei mir hätte kein Elektriker das ohne durchklingeln anschließen können, weil die Beschriftungen kein System hatten.

    Und ein Bussystem sollte man sowieso nur machen wenn man sich technisch damit auch auskennt, sonst wird das der absolute Horror wenn da mal was nicht geht oder man muss jedesmal zahlen wenn man mal was ändern möchte.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    06.2013
    Ort
    München
    Beruf
    IT
    Beiträge
    133
    Ja kann man machen, muss halt alle Punkte klären:

    - Elektriker finden der sich darauf einlässt
    - Restliches Angebot klar trennen oder gleich Abrechnung nach Stunden (wenn man darauf vertraut, dass der Elektriker nicht übermäßig trödelt)
    - Materialbestellung abklären (Wie? Wann? Wohin? Wieviel? Was ist mit den Resten?)
    - Umfang klären (Verschlitzen, Verlegen inkl. Befestigen, Verschließen, Abisolieren?)
    - Ausreichend Einweisung / Anleitungen / Vorgaben einholen (z. B. Wo genau soll geschlitzt werden? Welche Kabel wofür?)
    - Zeitrahmen absprechen (je nachdem ob man Frei hat oder nur Abends/Nachts kann)

    Gruß
    Sebastian
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7

    Registriert seit
    09.2010
    Ort
    Leinfelden-Echterdingen
    Beruf
    IT-Meister
    Beiträge
    392
    Zitat Zitat von stna1981 Beitrag anzeigen
    Die endgültigen Anschlüsse (Verteiler, Sicherungskasten etc.), das Durchmessen und die Abnahme würde natürlich ein Fachmann durchführen. Kann man bei den genannten "Fleißarbeiten" viel verkehrt machen, falls ja worauf wäre zu achten?
    Man kann auch bei roter Ampel die Straße überqueren, sollte sich aber dabei nicht erwischen lassen. Siehe NAV § 13.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Themenstarter

    Registriert seit
    07.2012
    Ort
    Römerberg
    Beruf
    Informatiker
    Beiträge
    189
    Es geht da weniger ums "rechtliche" oder so, sondern einfach darum, dass ich sowas nicht kann. Und eine gewisse "Sicherheit" und Qualität sollte ja im eigenen Interesse schon gewährleistet sein!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    01.2013
    Ort
    RLP
    Beruf
    Elektriker
    Beiträge
    1,448
    Zitat Zitat von Rosmarin Beitrag anzeigen
    Erst mal einen finden, der sich auf so ein Spiel einlässt und der Dir die "Restleistung" zu einem fairen Preis anbietet, bei dem Du tatsächlich durch das DIY noch was sparst.
    Kommt mir jedenfalls etwas blauäugig vor: Meinst Du wirklich, jemand zeichnet Dir einen so exakten Plan, wo genau der Verlauf jedes Leerrohrs mit richtigem Durchmesser mit der genauen Anzahl Kabel mit den jeweiligen Querschnitten eingezeichnet ist? Bis das zu Papier gebracht ist, wäre es auch schon (fast) installiert (wir reden hier von einem EFH und keiner Großbaustelle, oder?).
    Und dann kommt er zum "Anklemmen", jede Menge von Dir verlegte Kabelenden gucken aus den Dosen ... und da soll er nun die richtigen zusammenklemmen. Da sind doch Probleme vorprogrammiert, und unterm Strich soll dann noch eine Ersparnis bei rauskommen?
    Soll vorkommen!
    Abgerechnet wird hier i.d.R. nach Zeitaufwand.
    Es gibt auch versierte Laien,in dem Fall "Elektro-Laien",die sowas 1a hinkriegen !

    Bei solchen "Projekten" ist eben eine sorgfältige ,ich nenne das mal "Betreuung",angesagt!

    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    12.2005
    Ort
    Hückeswagen
    Beruf
    Baufachberater + Staatl. geprüfter Hochbau
    Benutzertitelzusatz
    Dachdecker+Hochbautechniker
    Beiträge
    11,917
    Rosmarin: Genau SO ein Plan gehört gezeichnet... Wie will man sonst noch in 10 Jahren nachvollziehen wo welches Kabel herläuft? Die Dokumentation wird doch gerne geschlampt...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    01.2013
    Ort
    RLP
    Beruf
    Elektriker
    Beiträge
    1,448
    @H.PF
    schon mal so einen Plan in der Hand gehalten?
    Es soll Fachleute geben,die winken bei dem Thema bereits mit der weißen Fahne .

    Das ist genauso,wenn Du einem Pastor(z.B.) einen Richtplan (heißt das so?)in die Hand drückst und der mit super Werkzeug und null Ahnung ,versucht die nummerierten Holzteile so zu verbinden,daß ein brauchbares Ergebnis zustande kommt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Düsseldorf
    Beruf
    selbständig
    Beiträge
    69
    Wenn Du Dich gar nicht auskennst, würde ich mich aufs Schlitze ziehen beschränken. Dosen eingipsen kannst Du auch.
    Das vorher mit dem Elektriker absprechen und gut ist - damit kann man schon viel sparen.
    Ich habe das mal in einer Etagenwohnung bei der Komplettsanierung gemacht und da lag die Ersparnis bei ca. 3000 Mark (damals)

    Der Elektriker hat dann alle Kabel gezogen und angeschlossen, ich habe alles zugeputzt und am Ende die Abdeckungen für Steckdosen und Schalter montiert. Material habe ich selber gekauft.

    @Nolu: es gab dazu keinen Plan. Wir sind durch die Wohnung gegangen und haben angezeichnet: Lauf der Schlitze (das ist ja kein Hexenwerk - senkrecht und waagerecht, ca. 30cm etc ... ) und Anzahl der Dosen.

    Wenn man sich auf die Logik des Beschriftens einigt und dies vom OP penibel befolgt wird, sollte auch das kein Problem sein.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    05.2011
    Ort
    Beruf
    Ingenieur
    Beiträge
    539
    Zitat Zitat von morpheus Beitrag anzeigen
    Wenn Du Dich gar nicht auskennst, würde ich mich aufs Schlitze ziehen beschränken. Dosen eingipsen kannst Du auch.
    Das vorher mit dem Elektriker absprechen und gut ist - damit kann man schon viel sparen.
    Ich habe das mal in einer Etagenwohnung bei der Komplettsanierung gemacht und da lag die Ersparnis bei ca. 3000 Mark (damals)

    Der Elektriker hat dann alle Kabel gezogen und angeschlossen, ich habe alles zugeputzt und am Ende die Abdeckungen für Steckdosen und Schalter montiert. Material habe ich selber gekauft.

    @Nolu: es gab dazu keinen Plan. Wir sind durch die Wohnung gegangen und haben angezeichnet: Lauf der Schlitze (das ist ja kein Hexenwerk - senkrecht und waagerecht, ca. 30cm etc ... ) und Anzahl der Dosen.

    Wenn man sich auf die Logik des Beschriftens einigt und dies vom OP penibel befolgt wird, sollte auch das kein Problem sein.
    So ist das üblich, ich kenne viele die gebaut haben die letzten Jahre, da hat keiner einen Plan für die E-Installation. Ich kenne auch mehrere Elektriker, da macht keiner einen Plan bei nem EFH. Bis der den Plan gemacht hat, hat er auch alles angezeichnet und die Leerobre gelegt. wie gesagt bei mir waren das 2 x 3h für die Leerobre in den Decken.
    Ist eh besser mit dem Ele durch den Rohbau zu gehen und alles anzuzeichnen und mal die Wege abzulaufen, dann sieht man schon wo man nen Schalter usw. braucht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    04.2012
    Ort
    Bayern
    Beruf
    Dipl. Physiker
    Beiträge
    379
    Ich bin da ganz bei euch. Natürlich kann man das als Laie sauber hinbekommen, es dauert halt länger als wenn es jemand macht, der das den ganzen Tag macht und der den richtigen Dreh bereits raus hat, aber sei's drum.
    Und natürlich ist eine so exakte Planung bis ins Detail bereits im Vorfeld erstrebenswert.
    Dazu muss sich halt der Eli hinsetzen, das Gebäude in Gedanken bis in Detail "durchinstallieren" und das alles dokumentieren. Das dauert, weil er auch alle Dinge aufschreiben muss, die für ihn eigentlich selbstverständlich sind. Es genügt dann eben nicht, sich vorher nur grob Gedanken zu machen um nichts Wichtiges zu vergessen und die Details on-the-fly zu erledigen.
    Lässt Du Details weg, so steigt halt dafür der "Betreuungsaufwand". Wie Du's auch drehst und wendest, Der Eli ist so oder so mit einem erheblichen Stundenkontingent dabei, selbst wenn Du Schlitze und Verkabelung selber machst.
    Die Alternative ist dann, eben auch die Planung selbst in die Hand zu nehmen, was aber neben Planungsgeschick eine gute Recherche sowie Lesen und Verstehen der relevanten Vorschriften voraussetzt (wobei man erst mal herausfinden muss, was eigentlich für den eigenen Bau überhaupt relevant ist).
    Alles machbar, aber mein Eindruck war, dass der TE das ein bisschen unterschätzt. "Eli macht Plan, ich mache die Schlitze und verkabele", so einfach läuft es imho nicht.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    01.2013
    Ort
    RLP
    Beruf
    Elektriker
    Beiträge
    1,448
    Zum Glück hab ich kein Diplom,sondern Fachabitur!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen