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Geteiltes Grundstück ohne Grenzsteine - wie Zaun setzen?

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  1. #1

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    Geteiltes Grundstück ohne Grenzsteine - wie Zaun setzen?

    Hallo.
    Wir haben ein Teilstück eines großen Baugrundstückes gekauft, dieses wurde auch teilvermessen, unser Haus steht als erweiterter Rohbau.
    Im Rahmen der Planung der Außenanlagen habe ich nun erfahren, daß die Teilung ohne Setzen von Grenzsteinen auf dem Grundstück erfolgt ist.
    Um den Zaun irgenwie an der richtigen Stelle zu platzieren, muß ich ja Referenzpunkte haben. Bleibt mir da nur, auf eigene Kosten zumindest Holzpfähle vom Vermesser setzen zu lassen oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

    Danke.
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  2. Geteiltes Grundstück ohne Grenzsteine - wie Zaun setzen?

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  3. #2

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    Euer Haus wurde eingemessen? Oder zumindest vor Bodenplatte/Keller abgesteckt? Dann wäre das ja ein Referenzpunkt.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Einmal Beitrag anzeigen
    Euer Haus wurde eingemessen? Oder zumindest vor Bodenplatte/Keller abgesteckt? Dann wäre das ja ein Referenzpunkt.
    Beides. Oh Mann bin ich blöd....

    Danke.
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  5. #4

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    Hatte das gleiche Problem ....
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  6. #5
    Avatar von Geodesy
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    Zitat Zitat von Einmal Beitrag anzeigen
    Euer Haus wurde eingemessen? Oder zumindest vor Bodenplatte/Keller abgesteckt? Dann wäre das ja ein Referenzpunkt.
    Und dann?
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  7. #6
    Avatar von ars vivendi
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    Messen wir selbst die Grenze anhand des eingemessenen Hauses ab (hoffen, es wurde richtig eingemessen) setzen den Zaun , dann kommt ein Nachbar mit dem Verdacht daß der Zaun nicht richtig steht, naja, dann einmal neu.
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  8. #7
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    Zitat Zitat von Geodesy Beitrag anzeigen
    Und dann?
    Naja. Dein Kollege hat das Grundstück geteilt, die Bopla abgesteckt/eingemessen, das Gebäude/den Rohbau eingemessen, die frisch angelegten Straßen etc. vermessen.... Alles innerhalb der letzten 7 Monate. Ich gehe einfach mal davon aus, daß er es richtig gemacht hat....
    Mit den einen Nachbarn sind wir gut im Kontakt, da rechne ich nicht mit Mißgunst, zumal ich den Zaun ohnehin auf meinem Grunstück errichten lassen werde, also eher ein paar cm verschenke als überbaue. Die anderen kenne ich noch nicht. Aber zu denen haben wir gar keine Einzäunpflicht und eigentlich müßten sie sich an einem gemeinsamen Zaun auf der Grenze beteiligen. Wenn wir den auch voll auf unsere Kosten und ebenso ein paar cm auf unserer Seite errichten - rechne ich auch nicht wirklich mit Zoff. Und wenn der doch kommt, muß ich halt das Geld, was ich jetzt nicht zahle, berappen um zu beweisen, daß der Zaun richtig steht...
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  9. #8

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    Oder du gehst mir deinem Nachbarn und Bandmaß zusammen übers Grundstück und ihr messt gemeinsam ab und protokolliert es zusammen...
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  10. #9
    Avatar von Geodesy
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    Zitat Zitat von Projektante Beitrag anzeigen
    Naja. Dein Kollege hat das Grundstück geteilt, die Bopla abgesteckt/eingemessen, das Gebäude/den Rohbau eingemessen, die frisch angelegten Straßen etc. vermessen.... Alles innerhalb der letzten 7 Monate. Ich gehe einfach mal davon aus, daß er es richtig gemacht hat....
    Ich gehe auch davon aus, dass der Kollege alles richtig gemacht hat. Hoffe ich zumindest. Nur, ist die Vermessung nicht mehr die Vermessung von vor 20 Jahren. Einbindemethode, Orthogonalverfahren und sogar die polare Absteckung sind nicht mehr zeitgemäß, teils durch Erlass nicht mehr durchzuführen. Die ersten beiden Methoden könnten noch von einem Laien durchgeführt werden. Die polare Absteckung nicht mehr und von GPS ganz zu schweigen. Dazu braucht es auch noch der Unterlagen. Du müsstest Koordinaten umrechnen um Abstandsmaße zu ermitteln. Da auch Brandenburg nicht mehr im Mittelalter lebt wird es für Laien fast unmöglich dies selber zu machen. Besonders bei Neubaugebieten kommen moderne Messverfahren zum Einsatz.

    Du haust für eine Narkose dem Patienten ja auch nicht mehr den Hammer auf den Kopf.
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  11. #10

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    Geodesy, das musst du jetzt mal erklären, so kompliziert gedacht habe ich nicht. Ich habe den Flurplan mit Grundstück und Haus. Und dann (ebenfalls gemeinsam mit den Nachbarn) mit Bandmass und Maurerschnur den künftigen Zaun abgesteckt. Ausgehend von den Hausecken. Das ist sicher nicht so genau wie einmessen, also Holzhammer nach deinem Bild. Wir haben einen Abstand von 3-4 Metern vom Haus, groß kann der Fehler nicht sein (immer relativ zum Haus natürlich).
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  12. #11
    Avatar von Geodesy
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    Ok, ich versuch´s.

    Also, früher hat man z. B. das Haus auf die Grenzen eingemessen. Einbinde-, Orthogonalmethode. Somit hat man die Abstände Haus <> Grenze. Dies wurde in den Vermessungsrissen auch so dargestellt und per Maße protokolliert. In der Zeit der polaren Absteckung wurden Richtungswinkel und Entfernung gemessen. Somit kann man durch polares Anhängen die Absteckungselemente berechnen. Durch Umformung diese auch auf die Grenzseite berechnen. Die Abstandsmaße stehen nicht mehr auf dem Vermessungsriss, also für den Laien so ein Riss unbrauchbar. Dazu benötigt man die amtlichen Koordinaten oder die lokalen Koordinaten des Vermessers.
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  13. #12
    Avatar von Geodesy
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    und diese Polarabsteckung bezieht sich auf das amtliche Lagefestnetz oder auf das örtliche lokale Netz des Vermessers.
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  14. #13

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    Danke Geodesy, wieder was gelernt. Einbindemethode und Orthogonalverfahren nennt sich das, was wir gemacht haben.

    Allerdings sind auf meinen Lageplan die Abstände Haus zu den jeweiligen Grenzen eingetragen. Der amtliche Vermesser hat mir aber gesagt, dass er mit GPS arbeitet und sich an Fixpunkten wie Kanaldeckeln orientiert. Mehr Details habe ich nicht erfragt.

    Ich gehe jetzt davon aus, dass unsere Einmessung korrekt verlaufen ist und ich natülich selbst verantwortlich bin, wenn ich diese Masse übernehme und selbst die Position des Zaunes festlege. Da ich das zusammen mit dem Nachbarn gemacht habe, erwarte ich von daher auch keinen Ärger. Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man im Zweifel aber den Vermesser nochmal kommen lassen.
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  16. #14
    Avatar von saarplaner
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    @einmal:
    Das Problem ist ja idR nicht der jetztige Nachbar sondern dessen Nachfolger, Erben, usw.

    Da gibt es die tollsten Geschichten...
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  17. #15

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    Sicher, gibt es, aber das schlimmste, was passieren könnte, wäre den Zaun irgendwann (also der Nachbesitzer ) umsetzen zu müssen.

    Wir haben beispielsweise Grenzpunkte - irgendwo 50 cm unter (!) der Erde. Darüber sind dann munter die Bagger gefahren, der Aushub vom Nachbargrundstück wurde genau da aufgeschüttet etc.

    Sprich wir haben auch gemeinsam mit dem Nachbarn selbst "vermessen" (der hatte eh den großen Vorschlaghammer ) und einen provisorischen Zaun mit Holzpfosten gesetzt.
    Gearbeitet haben wir beide nach besten Wissen und Gewissen. Echte grobe Fehler dürften nicht unterlaufen sein und wenn dann irgendwann doch mal jemand 2 cm falsch gemessenen Gartenzaun zwischen zwei dann eingewachsenen Gärten findet, dann muss man sich dann halt damit auseinandersetzen.
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