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Mal wieder ein Aquarium auf Schwimmestrich

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  1. #1

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    Mal wieder ein Aquarium auf Schwimmestrich

    Guten Abend zusammen.

    Auch, wenn das hier wahrscheinlich der x-te Beitrag zum Thema ist, brauche ich doch mal schnell eure professionelle Meinung. Und zwar geht es um folgendes Problem:

    Vor einigen Monaten bin ich in eine neue Wohnung gezogen und möchte hier ein Aquarium aufstellen. Geplant ist ein Meerwasser-Becken mit den Maßen 90x45x45 cm, also ca. 180l. Der Unterschrank hat eine durchgehende Bodenplatte, liegt also nicht punktuell auf Füßen auf.
    Eine kleine Sorge habe ich bei der ganzen Sache allerdings: Mein neuer Vermieter hat mir mitgeteilt, dass ein schwimmender Dämmestrich bei der Kernsanierung des Altbaus eingebracht wurde, der eine Last von ca. 250 kg/m² aufnehmen kann. Jetzt meine Frage: Muss ich mir Gedanken machen, dass das 180 Liter Becken in irgendeiner Weise Schäden am Estrich hervorruft? Unter dem Estrich ist wohl eine Schicht "Styroporkügelchen" eingebracht. Könnte da der Estrich nachgeben? Wäre ja immerhin eine Belastung von gut 200 kg auf ca. 0,5 m². Oder kann man das so nicht rechnen? Das Becken soll an einer Wand (nicht in der Ecke) stehen, die bis in den Keller durchgeht (Wohnung ist übrigens im Hochparterre).
    Im Netz stößt man auf Kommentare von "alles bis 500 l geht überall" bis "ab 180 kg/m² ist in der Regel Schluss". Dass niemand hier die Hand für seine Aussage ins Feuer legen wird, ist mir absolut klar. Eine kleine Hilfestellung wäre aber trotzdem super, da der Estrichleger, der das Ganze hier verlegt hat scheinbar keine Lust hat, mir weiter zu helfen.

    Vom Gefühl her würde ich sagen, dass ein gut gefülltes Bücherregal locker dasselbe wiegt, und da fragt ja auch niemand nach?

    Danke schonmal für eure Hilfe!

    Claudius
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  2. Mal wieder ein Aquarium auf Schwimmestrich

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  3. #2

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    Êhrlich gesagt sehe ich da wenig Probleme... Der Boden wird nicht durch diese 200 kg brechen, eventuell an Rand leicht absacken. Aber das hast du bei jedem Bücherregal auch...
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  4. #3
    Themenstarter

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    Vielen Dank für die Antwort! Das klingt doch schonmal gut. Können das Andere noch bestätigen? Etwas mehr als genau 200kg können es werden.
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  5. #4
    feelfree
    Gast
    Zitat Zitat von ClaRod Beitrag anzeigen
    Etwas mehr als genau 200kg können es werden.
    Hatten wir doch erst kürzlich.

    Gegenfrage: Hättest Du Angst um den Estrich, wenn Du mit 2 Gästen nebeneinander an der Wand stehst, auf einer Länge von 90cm? Wieviele kg sind das dann?
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  6. #5

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    JA, dürfte gerade noch ohne genaueres Nachrechnen über die Verkehrslast funktionieren.
    Nur, sind das keine ca. 200 kg, schnelle Glaskugelrechnung...

    AQ-Glas
    Bodengrund (Kies, Sand, Kor.-Steine)
    Technik (Pumpen, Filter, Abschäumer, Ozon, Beleuchtung)
    Unterschrank

    Summe: ca. 400 kg
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  7. #6

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    Du+ 2 Gäste = Verkehrslast
    Aquarium = ständig einwirkende Last
    Lastverteilender Unterschrank - kann der auch etwas länger sein?


    Gruß
    Holger
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  8. #7
    Themenstarter

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    Naja, ganz so krass ist es mit dem Gewicht ja nun wirklich nicht. Habe das wie folgt ermittelt:

    Die Außenabmessungen des Beckens betragen 0,9m * 0,45m * 0,55m. Das Aquarium selbst ist mit einer Glasstärke von ca. 10 mm hergestellt. Damit man an das Gewicht herankommt, braucht man nun das spezifische Gewicht von Glas. Es beträgt ca. 3000 kg pro Kubikmeter, also das dreifache dessen von Wasser.

    Front-, Rücken- und Bodenscheiben: 3 * 0,90 m * 0,45 m = 1,215 m²
    Seitenscheiben: 2 * 0,45 m * 0,45 m = 0,405 m²
    Gesamtfläche:A = 1,62 m²
    Anteil des Glases 1.62 * 0.01 * 3000 = 48,6 kg

    Es wird eine Bodenschichtdicke von 3 cm angesetzt. Daraus ergibt sich ein Volumen von
    Bodenvolumen:V = 0,90m * 0,45m * 0,03m = 0,0122 m³
    Kies wiegt ca. 1800 kg pro Kubikmeter. Da der Kies aber im Wasser liegt, verringert sich sein Gewicht um das des verdrängten Wassers (Archimedes).
    Trockengewicht des Kieses:0,0122m³ * 1800 kg/m³ = 22 kg
    abzüglich des verdrängten Wassers
    0,0122 m³ * 1000 kg/m³ = 12,2 kg
    Anteil des Kieses= Ca.10 kg

    Bei einer 95 %-igen Füllung: 0,90m * 0,45m * 0,45m * 0,95 = 0,173 m³
    Anteil des Wassers 0,173m³ * 1000 kg/m³ = 173 kg
    In der Summe ergeben sich daraus:48,6 kg + 10 kg + 173 kg =*231,6 kg

    Ich rechne einfach mal noch 20 kg Gestein drauf, ohne eine Wasserverdrängung zu berücksichtigen, zusätzlich mal 35 kg für den Unterschrank. Dann sind wir in der Summe bei etwa 285 kg.

    Gut, ist etwas mehr als 200, aber auch keine 400. Beleuchtung hängt übrigens an der Decke.

    Der Unterschrank selbst kann nur schlecht größer werden, die Platte drunter grundsätzlich schon...

    Danke nochmal für die Hilfe!
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  9. #8

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    Zitat Zitat von ClaRod Beitrag anzeigen
    Gut, ist etwas mehr als 200, aber auch keine 400. Beleuchtung hängt übrigens an der Decke.
    In einer Mietswohnung würde ich nie ein so großes Aquarium aufstellen, ohne die Genehmigung des Vermieters und einer Gebäude/ Haftpflicht sonstwie Versicherung die mich gegen eventuelle Schäden absichert.
    Noch dazu finde ich es für ein Meerwasseraquarium etwas klein
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  10. #9
    Lebski
    Gast
    285 kg. Und dann stehen 2 Leute davor und schauen sich die Fische an...

    Mach eine Konsole an die Wand.
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  11. #10
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Beezle Beitrag anzeigen
    In einer Mietswohnung würde ich nie ein so großes Aquarium aufstellen, ohne die Genehmigung des Vermieters und einer Gebäude/ Haftpflicht sonstwie Versicherung die mich gegen eventuelle Schäden absichert.
    Noch dazu finde ich es für ein Meerwasseraquarium etwas klein
    Was aber leider ganz genau keine meiner Fragen beantwortet!
    Zunächst mal ist das Aquarium nicht "so groß" ;-) Da gibt's ganz andere, also das ist definitiv noch ne sehr gängige Größe im unteren Mittelfeld. Spricht also grundsätzlich erstmal nichts dagegen es aufzustellen, wenn alle Voraussetzungen passen (auch in einer Mietwohung). Vermieter weiß wie gesagt Bescheid, hat mich aber gebeten das eben abzuklären -> genau das versuche ich. Die Gebäude- und Haftpflicht weiß auch Bescheid. Denen ist es aber nach eigener Aussage bis 500l absolut wumpe, ob ich das Ding aufstelle oder nicht (du siehst, ist echt nicht so groß das Ding...).

    Und was die Größe im Bezug aufs Meerwasser angeht, bist du leider so gar nicht up to date. Auf meinem Schreibtisch steht nämlich n perfekt laufendes 30 l Becken, habe auch schon welche mit 10 l eingerichtet. Man will darin ja keine großen Tümmler züchten, sondern Korallen und einige kleinbleibende Fische halten. Von der aquaristischen Seite her hab ich also keine Fragen, bei der Bausubstanz eben schon.


    Mal ne ganz andere Überlegung:
    Bin eben ins Wohnzimmer gekommen und habe mein Billy-Regal von Ikea gesehen. Grundfläche: 80x28 cm = 0,224 m². Das gute Stück selbst wiegt 39,1 kg (laut Ikea) und hat eine max. Belastung von 30 kg pro Boden, also insgesamt 180 kg. Gehen wir mal davon aus, dass man das nicht voll ausnutzt und "nur" 25 kg pro Boden belastet, dann stehen bei mir schon 190 kg auf 0,224 m², also auf knapp der halben Fläche des Unterschranks. Selbst die weiter oben angepeilten 400 kg wären demnach doch noch drin.
    Versteht mich bitte nicht falsch, wenn ihr sagt lass es, dann glaube ich euch das. Ihr seid die Fachmänner. Aber wenn ich jetzt das Billy-Regal mal hoch rechne... kommt mir das schon irgendwie unverhältnismäßig vor. Was meint ihr?
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  12. #11
    Lebski
    Gast
    Dann Frag den Hersteller vom Regal mal, ob er die Schäden am Estrich bezahlt.
    Tut er so wenig wie dein Autoproduzent deine Strafzettel.

    Die Lastangaben vom Billy beziehen sich darauf, was Billy aushällt. Nicht der Estrich. Ist bei Küchen übrigens ähnlich.

    Der Estrich kann mehr als die Flächenlast vertragen. Oder auch nicht. Das sind natürliche Rohstoffe, die schwanken, und Menschen die Fehler machen. Da es aber nicht dein Estrich ist, wird dir auch niemand eine Freigabe für mehr geben.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von ClaRod Beitrag anzeigen
    Die Gebäude- und Haftpflicht weiß auch Bescheid. Denen ist es aber nach eigener Aussage bis 500l absolut wumpe, ob ich das Ding aufstelle oder nicht (du siehst, ist echt nicht so groß das Ding...).
    Dann ist doch alles bestens....
    wenn die alle eventuellen Schäden am Gebäude übernehmen.. SUPER

    sofort aufstellen..
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  14. #13
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Beezle Beitrag anzeigen
    Dann ist doch alles bestens....
    wenn die alle eventuellen Schäden am Gebäude übernehmen.. SUPER

    sofort aufstellen..
    Ja, was die Kostenseite angeht, klar. Alles supi. Bleibt nur noch der Aufwand, neue Möbel zu besorgen, den Boden trocknen zu lassen usw. usw.
    Du willst mir also nicht ernsthaft erzählen, dass die Kostenseite das Einzige ist, was entscheidet? Dann hätte ich hier wohl kaum gefragt. Wenn du also nichts sinnvolles beizutragen hast, lass es doch bitte einfach. Nichts für ungut
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Sorry ich hatte das "Achtung Ironie" Schild vergessen... kann ja nicht jeder gleich merken.

    Aus meiner Erfahrung mit renovierten Altbauten aus dem Jahr 1908, 1931 und 1964 würde ich es nicht machen.
    Egal was berechnet ist oder werden kann ist es eine kritisches Gewicht. Das kann halten muss aber nicht.
    Und ich glaube du wirst niemanden finden der sagt "joa kein Problem stell hin das Ding" genausowenig kann man sagen dir bricht zu 100% der Boden durch.

    Weisst du wie die Decke darunter ausgebildet ist, was für Materialien in welchen Stärken in welcher Qualität verbaut wurden? wo liegen die Balken,wenn überhaupt wie wurde gebaut.

    Das ist russisches Roulette und keiner kann dir übers Internet sagen ob 5 oder 1 Patrone im Revolver sind
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  17. #15

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    bei deiner teilweise detaillierteren Rechnung fehlen aber Kleinigkeiten...
    was ist mit Filter/Filterbecken? Bodengrund kannst du das 2-3 fache ansetzen, Abschäumer/Ozon, Ströumungspumpen..ist das dein erstes AQ (Meerwasser?)
    Ein Estrich oder Rohboden mag das halten, aber wer weiss denn was im Estrichunterbau so verbaut ist, frag mal den ausführenden Sani...bei den meisten AQs, die einige Jahre gefüllt stehen geht der Unterbau einige mm in die Knie, sieht man schön am Fliesensockel (wenns denn einen gibt) und dann ist es eher das AQ-Glas, das Spannung kriegt und reisst, aber der Estrich hat gehalten!

    Im übrigen ist massgeblich für den Fächendruck die Wassersäule des AQ - einfache Physik und die ist meist bei Meerwasser deutlich höher, oft so 70-100 cm...deshalb hatte mich auch dein AQ-Maß gewundert, vielleicht ist es so ein fertiges Einsteiger/Lifestyle-Paket aus dem Farbprospekt
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