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  1. #1

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    Rammkernsondierungen (RKS) nach DIN 4021

    Hallo,

    ich habe ein interessantes Angebot für ein Baugrundgutachten, worin u.a.
    2 Rammkernsondierungen (RKS) nach DIN 4021
    angeboten werden. In Wikipedia heisst es an einer Steller:
    DIN 4021: Baugrund. Aufschluss durch Schürfe und Bohrungen sowie Entnahme von Proben. Berlin 1990 (seit Januar 2007 ungültig).
    Nun bin ich als Laie unsicher, was mir da angeboten wird.

    Weiter werden
    schwere Rammsondierungen (SRS) nach DIN 4094
    und
    erstelltes Bodengutachten nach DIN 4020 und DIN 4022
    Ist das damit für ein geplantes EFH ok?

    Vielen Dank im voraus und viele Grüße
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  2. Rammkernsondierungen (RKS) nach DIN 4021

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Hallo Amibobo,

    zwei Rammkernsondierungen und zwei schwere Rammsondierungen reichen nur aus, wenn die Bodenschichtung einheitlich ist. Sollten sich vor Ort Differenzen zwischen den einzelnen Aufschlüssen ergeben oder ist aufgrund der Erfahrung mit wechselhaftem Untergrund zu rechnen, sind mehr Untersuchungen notwendig.

    Wichtig ist die ausreichende Tiefe der Rammkernsondierungen und Rammsondierungen. Der Boden unter der geplante Gründungssohle muss untersucht werden.

    Bodengutachten nach DIN 4020 und DIN 4022 ist o.K.. Der Kollege ist wohl was die DIN angeht nicht auf dem neusten Stand. Aber die neuen DIN sind gegenüber den aufgeführten DIN nicht wesentlich verändert worden.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo Peter,

    die Bohrungen sollen 6m in die Tiefe gehen, somit max. 3m unter den Keller was nach meinem Wissen ok sein sollte.

    Was den Untergrund angeht gibt es ein Bodengutachten fürs Baugebiet. Eine Bohrung war in der Nähe (ca. 25-30 m entfernt) und ergab:
    0,00 - 0,10m Mutterboden
    0,10 - 1,00m Schuff, stark feinsandig, Wurzelreste, steif, dunkelgrau
    1,00 - 3,00m Schluff, feinsandig, weich bis steif, graubraun
    (Endtiefe)

    Weiter entfernt (ca. 100m) gibt es mehr Schichten:
    0,00 - 0,40m Mutterboden (Schluff, sandig), braun
    0,40 - 0,60m Schluff, feinsandig, schwach kiesig, Wurzelreste, weich, dunkelbraun
    0,60 - 0,90m Schluff, feinsandig, Wurzelreste, weich bis steif, rotbraun
    0,90 - 1,30m Feinsand/Mittelsand, schwach schluffig bis schluffig, Glimmer, braun
    1,30 - 1,50m Mittelsand, schwach schluffig, rotbraun
    1,50 - 2,30m Mittelsand, schwach schluffig, Schluffanteil <5%, dunkelgelb bis braun
    2,30 - 3,20m Feinsand/Mittelsand, gelb
    3,20 - 4,00m Mittelsand, kiesig, gelbbraun
    (Endtiefe)

    Wäre das ein Beispiel für wechselhaftem Untergrund?
    Wie viele Bohrungen wären bei so einem Boden sinnvoll?
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  5. #4

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    Hallo Amibobo!

    Leider hat da der Kollege die Böden nur hinsichtlich der Kornverteilung beschrieben oder Du hast den entscheidenden Teil nicht aufgeschrieben. Die Genese der Böden ist nicht beschrieben. Mit den Angaben kann man so wenig anfangen. Im Raum Mainburg liegen Löß, Talaueablagerungen und Süßwassermolasse vor.

    Löß und Talaueablagerungen sind eher wechselhaft einzustufen. Die Süßwassermolasse ist einheitlicher einzuschätzen. Du solltest Dich auf den Sachverstand des lokal erfahrenen Geologen verlassen. Per Ferndiagnose kann ich Dir nicht weiterhelfen.

    Die Bohrtiefe von 3 m unter Kellerfußboden sind ausreichend, wenn dort einigermaßen tragfähige Schichten anstehen.
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