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  1. #1

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    Weisser Flaum und gelbe Flecken

    Hallo meine Mieterin hat bei mir Schimmel angemeldet. Das Haus ist ein Altbau d= 50 cm mit neuen Fenstern 3-fachverglast und Vollwärmeschutz 14 cm. Die Aussenwände stehen auf dem Erdreich und sind trockengelegt. Das Haus ist seit 2 Jahren im EG bewohnt. Ein Feuchtemessgerät zeigt Werte von 55 - 65 %. Bisher keine Probleme. Es wird regelmäßig gelüftet. Im Schlafzimmer hat sich hinten am Nachtkästchen Schimmel gebildet. Abstand zur Mauer ca 10 cm. An der Mauer hinter dem Kästchen ist alles in Ordnung. In der Schlafzimmerecke (Zwischenwand an Aussenwand) ist ein gelber Fleck. Im Kinderzimmer (grün) ist weisser Flaum und gelber Flecke hinter dem Bett auch beim Eck (Zwischenwand an Aussenwand). Im Wohnzimmer ist im Eck an der Zwischenwand an Aussenwand ein grauer Fleck.

    Was können wir tun?
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  2. Weisser Flaum und gelbe Flecken

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  3. #2

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    trockengelegt aber noch nicht ausgetrocknet? Zumindest auf dem ersten Bild sieht es so aus.

    die anderen Bilder deuten schon auf einen Kondensatausfall hin.
    Ich vermute Heizkörperheizung (bei Fußbodenheizung erlebt man sowas viel seltener).

    sowas habe ich schon in einem Top-Neubau besichtigen müssen. Ursache: in dem Neubau wurde beim Bezug Ende November am Tag des Einzugs die Heizung erstmals in Betrieb genommen. Die Bude war verständlicherweise eiskalt. Damit hat man erstmals die Herstellungs-/Neubaufeuchte aus der Wand "gepresst" (durch erstmaliges Heizen) und gleichzeitig nicht bzw. viel zu wenig gelüftet (es ist ja soooo kalt hier). Gleichzeitig die Möbel direkt an der Wand.

    Waren die Möbel wirklich mit 10cm Abstand zur Wand aufgestellt oder nur zum Besichtigungstermin?

    wenn ein Möbelstück, das wirklich 10cm vor der Wand steht, so schimmelt, sind längerfristig hohe Luftfeuchtewerte (höher als hier dargestellt) zu vermuten.

    Meine Empfehlung: bitte mal eine Holzfeuchtemessung eines unbehandelten Holzes aus der Wohnung veranlassen und mit einer Holzausgleichsfeuchtetabelle vergleichen.
    Unbedingt auch nach Abdichtungsmängeln (von innen oder von außen) und möglichen Rohrleitungsschäden suchen.
    Gleichzeitig aber auch das Konstruktionsdetail des Sockels prüfen.
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  4. #3

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    Was befindet sich unter diesem Raum bzw. Räumen?
    Bodenaufbau bekannt?
    Wandaufbau im Detail?
    Schon mal die Oberflächentemperaturen gemessen?
    Kann eine Beschädigung der Wand von außen ausgeschlossen werden?

    Mein erster Gedanke war Feuchtigkeit von außen, aber das passt nicht so richtig in´s Bild. Es sieht eher aus, als wenn hier Luft an den kalten Stellen (Ecke) kondensiert wäre. Liegt die Luftfeuchtigkeit im Raum im grünen Bereich, dann kann es sich nur um sehr kalte Ecken handeln. Deswegen meine Frage wegen der Oberflächentemperatur. Dummerweise wird es langsam wieder wärmer so dass sich kalte Stellen an der Wand schwerer lokalisieren lassen.
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  5. #4

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    Was IST hier regelmäßig lüften - und wie?

    55% - 65% rel.LF ist definitiv zu hoch für Winter (auch wenns ein warmer Winter ist).

    Ist die Kellerdecke gedämmt?

    Die Stellen der Schimmelbildung sind geometrische Wärmebrücken und machen
    zumindest im ersten Moment den Eindruck als das Ergebnis von Kondensatbildung.

    Wenn in diesem Bereich ein erhöhter AW-Wert besteht, dann ist es nicht besonders überraschend, wenn Schimmelbildung an Rückwänden von Schränken oder Nachtkästchen entsteht, da dies ein idealer Nährboden ist.

    Oberflächentemperatur an den betroffenen Stellen kontrollieren -> Kellerdeckendämmung?

    Evtl. zur Aufzeichnung von Klimadaten, Datenlogger einsetzen.


    Bääh, Ralf war schon wieder schneller ..
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  6. #5
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    Bild 1: Alfons da könntest du recht haben. Es war schon noch ein bischen feucht, als wir den Bodenaufbau reingemacht haben. Der gelbe Fleck ist an der Zwischenwand. Es ist nicht die Aussenwand. Es sind Heizkörper im EG. Der erste Raum wird auch kaum geheizt, da dort geschlafen wird. Die Mieterin lüftet immer morgens ca. 15 Min, Fenster voll geöffnet. Das Haus hat eine Teilunterkellerung. Nur unter dem Schlafzimmer ist ein Keller. Der Rest vom Haus steht auf Feldsteine und dann Erdreich.
    Aufbau aus dem Kopf: Knauf Katja, 6 cm PUR-Dämmung, Schüttung, Fermacelplatten, Boden.
    Möbel waren ca. Sockelleistenstärke von der Wand weg.
    Abdichtungsmängel von Aussen: Denk ich nicht. 2 Lagen Dachpappe eingebaut. Da kommt nix mehr von unten. Rohrleitung, also ich glaubs fast nicht. Aber wissen tut mans nicht. Ich glaub auch eher noch nicht ganz ausgetrocknet. Ich hätt jetzt mal drübergestrichen und wenn nichts mehr kommt dann passts.

    R.B: Wandaufbau: 14 cm VWS, 5cm Putz, 50 cm Vollziegelmauerwerk Reichsformat, 3 cm Putz

    Bild 1, 4 und 5 ist die gleich Wand, nur die andere Seite von der Zwischenwand. Also Zwischenwand zwischen Schlafen und Kind.
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6

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    Zitat Zitat von Russi Beitrag anzeigen
    Der erste Raum wird auch kaum geheizt, da dort geschlafen wird. Die Mieterin lüftet immer morgens ca. 15 Min, Fenster voll geöffnet.
    Hier würde ich eher nur 5 Minuten lüften, dafür mit ordentlich Durchzug. Es soll ja nur die Luft ausgetauscht werden, und nicht das ganze Zimmer abkühlen. Dann den Raum auch beheizen. Das sorgt für höhere Oberflächentemperaturen, zudem nimmt die warme Luft Feuchtigkeit auf, und die kann dann durch Lüften wieder nach draußen geschickt werden.
    Ansonsten einen Entfeuchter aufstellen.

    Möbel waren ca. Sockelleistenstärke von der Wand weg.
    Das ist zu knapp.
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  9. #7

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    Die Mieterin sollte DEUTLICH öfter lüften (dafür kürzer) und den Raum bitte (zumindest bis alles ausgetrocknet ist) DURCHGÄNGIG beheizen.

    Gib ihr das schriftlich, abzeichnen lassen!
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