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Weiterer Bodenbelag auf Estrich zwingend nötig?

Diskutiere Weiterer Bodenbelag auf Estrich zwingend nötig? im Forum Estrich und Bodenbeläge auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Weiterer Bodenbelag auf Estrich zwingend nötig?

    Hallo zusammen,

    vorab möchte ich mich für die vermutlich blöde Frage entschuldigen. Wir bauen gerade mit Bauträger (schlüsselfertig), ich bin blutiger Laie.

    Laut Baubeschreibung werden die Kellerböden mit einem schwimmenden Zementestrich auf Dämmmatten mit Folie ausgestattet. Außerdem erhält der Kellerfußboden eine zusätzliche Wärmedämmung.

    Nun die Frage: Müssen wir direkt einen weiteren Bodenbelag für den Keller einplanen (Fliesen, Anstrich, etc. über dem Estrich) oder ist es möglich, den Estrich erst einmal "nackt" liegen zu lassen und den Boden eventuell später anzugehen.

    Vielen Dank schon einmal vorab für Eure Antwort.

    Beste Grüße

    SAboteur15
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  2. Weiterer Bodenbelag auf Estrich zwingend nötig?

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  3. #2

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    Kannst Du lassen wie er ist ...

    Wenn Dir die Pflegemöglichkeiten (kehren/wischen) so taugen.
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  4. #3

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    ein nackter Estrich staubt... Wenn dich das nicht stört stört es den Estrich auch nicht...
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  5. #4

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    Dagegen hilft eine Grundierung.
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  6. #5
    Lebski
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    Oder Wasserglas. Würde ich bevorzugen.
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  7. #6

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    Da möchte ich mich Lebski anschließen, mit einer kleinen Abwandlung: Grob Schleifen (ein oder zwei Schleifgänge, je nach Wunsch der Oberflächengüte), schön Kieselgrund einbringen um das Abstauben und Absanden einzudämmen, danach Wasserglas drauf und Du hast für die nächsten Jahre einen pflegeleichten und wenn die Zuschlagssteine (meist Donaukies) gut liegen dank Salz-Pfeffer Optik bzw. Terrazzo-Optik sogar nen sehr ansehnlichen Belag.
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  8. #7

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    was versteht ihr unter "Wasserglas"? Kieselgrund ist vermutlich eine Spezialgrundierung?
    Danke
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  9. #8

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    Na, ein Glas Wasser eben...

    Nein, im Ernst:
    Das, was man schon seit fast zweihundert Jahren darunter versteht!
    Kalium- oder Natriumsilikat, neuerdings auch Lithiumsilikat.
    Für Deinen Zweck ist (flüssiges) Kaliumsilikat am besten geeignet, oder auch Lithiumsilikat.
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  10. #9

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    Naja, die preisgünstigere Variante ist eindeutig Kaliumsilikat, ausserdem reagiert Kalium recht gut mit nicht kunststoffversetzten Estrichen.
    Wenn ich es mir genau überlege und Du deinen Keller nur "klassisch" als Abstellfläche verwenden möchtest, dann würde ein ordentlicher Schliff reichen (Körnung 20 oder 40), wenn ihr ordentlich flügelglättet (WICHTIG: bis an die Ränder), dann würde wahrscheinlich sogar ein 80er Nassschliff reichen, anschließend Wasserglas drauf und eine ordentliche Imprägnierung. Dann seit ihr aber TOP geschützt und müsst an eurem Keller GAR NICHTS mehr machen, ausser in Intervallen von ca. 5 Jahren die Imprägnierung auffrischen. Danach habt ihr einen BEDINGTEN Fleckenschutz gegen säure-, öl- und basenhaltige Schadstoffe. Die Standzeit der Imprägnierung variiert dabei von Hersteller zu Hersteller. Setzt Ihr aber ordentliche Industrieimprägnierer ein, dann kann der ausgeflossene Essig auch mal bis zu 8 Stunden auf dem Boden liegen, ohne dass der Beton Schaden nimmt. Die Imprägnierung muss natürlich dann an dieser Stelle erneuert werden. Die Kosten halten sich bei dieser Lösung auch in Grenzen. Bei einem standard EFH wird wohl eher eine Tagespauschale plus Anfahrt fällig als das tatsächlich ein Quadratmeter Preis anfällt.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von DominikWsD Beitrag anzeigen
    Naja, die preisgünstigere Variante ist eindeutig Kaliumsilikat, ausserdem reagiert Kalium recht gut mit nicht kunststoffversetzten Estrichen.
    Wenn ich es mir genau überlege und Du deinen Keller nur "klassisch" als Abstellfläche verwenden möchtest, dann würde ein ordentlicher Schliff reichen (Körnung 20 oder 40), wenn ihr ordentlich flügelglättet (WICHTIG: bis an die Ränder), dann würde wahrscheinlich sogar ein 80er Nassschliff reichen, anschließend Wasserglas drauf und eine ordentliche Imprägnierung. Dann seit ihr aber TOP geschützt und müsst an eurem Keller GAR NICHTS mehr machen, ausser in Intervallen von ca. 5 Jahren die Imprägnierung auffrischen. Danach habt ihr einen BEDINGTEN Fleckenschutz gegen säure-, öl- und basenhaltige Schadstoffe. Die Standzeit der Imprägnierung variiert dabei von Hersteller zu Hersteller. Setzt Ihr aber ordentliche Industrieimprägnierer ein, dann kann der ausgeflossene Essig auch mal bis zu 8 Stunden auf dem Boden liegen, ohne dass der Beton Schaden nimmt. Die Imprägnierung muss natürlich dann an dieser Stelle erneuert werden. Die Kosten halten sich bei dieser Lösung auch in Grenzen. Bei einem standard EFH wird wohl eher eine Tagespauschale plus Anfahrt fällig als das tatsächlich ein Quadratmeter Preis anfällt.
    Hallo zusammen
    Wäre denn so ein Estrich auch für den Wohnbereich geeignet ?
    Die Frage deshalb, weil ich ein ähnliches Problem habe.
    Kann mir jemand einen Link zu Bildern dieses Estrichs schicken ?
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  12. #11

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    Prinzipiell ja, die Frage stellt sich hier halt nach a) dem Wohnkomfort und b) der Estrichgüte. Wurde denn dein Estrich flügelgeglättet, zumindest verdichtet?
    Gestaltungstechnisch gibt es hier schon Möglichkeiten.

    Estrich flügelgeglättet mit salz pfeffer Optik 48_Wohnhaus-W._Münster_Boden_WEB[1].jpg
    Estrich flügelgeglättet, imprägniert und farbtonvertieft in terrazzo optik oberflaeche5[1].jpg
    und mein derzeitiger Favorit:
    Estrich, flügelgeglättet, imprägniert, oberflächenverhärtet, hochpoliert und auf sicht geschliffen und gefärbt: D4_0[1].jpg
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  13. #12

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    Danke für die Antwort.

    Das sieht ja auch richtig gut aus. Nur, wie ist es mit den Kosten ? Bleibt das alles noch bezahlbar, oder muss ich da mit einem größeren Betrag rechenen ? Ansonsten wäre das eine echte Alternative.
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  14. #13

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    Hallo zusammen,

    leider kann man hier keine pauschalen Kostenangaben geben, da es einiges zu beachten gilt. Das fängt an bei der Verdichtung und geht hin bis zu Farbwünschen. Generell muss man erstmal anmerken, dass ein Estrich, ordentlich verarbeitet, ein Boden für die Ewigkeit ist. Im privaten Umfeld heißt das: leicht zu reinigen, sehr schöne Optik (da nahezu fugenlos), leicht aufzubereiten und v.a. sehr widerstandsfähig.
    Dadurch muss man solch einen Boden als kleine Investition sehen. Wie bei Parkett werden mit der Zeit Benutzungserscheinungen auftreten, die jedoch wirklich sehr leicht zu beseitigen sind (und dadurch auch relativ kostengünstig). Man muss sich schlichtweg vorstellen, dass man mit einem ordentlichen Estrich das erhält, was man gekauft hat: einen Steinboden, der entsprechend zäh ist.

    Wie gesagt, kann ich jetzt genaue Preise nicht verkündigen, die Range beläuft sich aber beginnend bei ca. 20€ den Quadratmeter für leichte Schleifarbeiten inkl. Imprägnierung bis hin zu 60€/m² bei wirklich "schwerwiegenden" Fällen. Dafür sind die Auffrischungskosten mit ca. 15€/m² in etwa 10-Jahresintervallen erfrischend gering.

    Für genauere Aussagen muss aber jeder Boden für sich einzeln betrachtet werden.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Noch mal zur Frage oben:
    Ich habe den alten Estrich komplett herausgerissen, da ich bei meinem Umbau eine FB istallieren will. Im Zuge dessen habe ich ein Angebot für Anhydritestrich für ca. 16-18 €/m² erhalten. Wäre das mit solch einem Anhydritestrich auch möglich ?
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  17. #15

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    Klar, das geht wunderbar. Es gilt halt ein paar Eckdaten zu beachten: Wenn Ihr eine Styropor-Dämmung einbringt, dann achtet bitte auf die Schnittkanten: ich habe schon zuviele Estriche gesehen bei denen Styroporkügelchen an die Oberfläche aufgeschwämmt wurden und dadurch entweder wieder viel abgeschliffen werden musste, bzw. sehr viel gespachtelt werden musste. Je nachdem welche Optik erhalten möchtest musst Du auch die verschiedenen Zuschlagsstoffe beachten (Beispiel Terrazzo Optik mit Murano Glas bzw. Kunststoffzuschläge). Und verdichtet den Estrich ordentlich! Gerade bei Fließestrichen sehen die Ränder meistens - Entschuldigung - scheiße aus, weil nicht ordentlich gerüttelt bzw. geglättet wurde.

    Wenn Du bzw. dein Estrichbauer das beachtet, dann könnt Ihr den Estrich ohne großes Aufheben schleifen und imprägnieren lassen. Einziger Punkt noch: Bitte VOR dem Bezug die Arbeiten durchführen lassen und dabei die Abtrocknungszeit (Faustregel 20 Tage plus) beachten.
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