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  1. #1

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    Altbau von 1913 sanieren

    Guten Tag,

    ich habe folgendes Anliegen:

    Ich habe ein Altbau von meinen Eltern erhalten (Baujahr 1913). Nun habe ich entschlossen, diesen Altbau zu sanieren und selbst zu bewohnen.
    Ich habe einen fachkundigen Altbauspezialisten gebeten, mir eine Kostenschätzung aufzustellen. Die Gesamtsumme der Sanierung beläuft sich auf 160.000 EUR.

    Nun stand der nächste Termin mit einem Energieberater und einem Statiker an. Aus dem Gespräch heraus, konnte ich erkennen, dass die Kosten nicht bei der veranschlagten Summe bleiben würden.
    Nun veranlasste ich eine neue Kostenschätzung meines Architekten und viel fast vom Hocker. Aus den bereits kalkulierten 160.000 EUR wurden auf einmal 224.000 EUR...

    Was sagt Ihr dazu? Ich bin momentan sehr verunsichert, ob ich so viel Geld für einen Altbau ausgeben soll.....Kann mir hier jemand bei der Entscheidungsfindung weiterhelfen? Ich gehe auch gerne noch weiter ins Detail bzw. Arbeitsaufwand etc..

    Vielen Dank im Voraus.

    Mit freundlichem Gruß

    Tommy
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  2. Altbau von 1913 sanieren

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  3. #2

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    Klassischer Fall "Glaskugel". Nach deinen Angaben würde ich mal den Sanierungsaufwand zischen 10.000 € und 1.000.000 € einschätzen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Deswegen würde ich auch gerne noch weiter ins Detail gehen. Ich würde mich über eine Einschätzung freuen, mit welcher Entscheidung in Bezug auf die nächsten Jahren sicherer ist. Sanieren, oder abreißen und neu bauen.

    Folgende Sanierungsmaßnahmen müssten erfolgen:

    - Abbrucharbeiten (Wände, Anbau, Terasse, Stall, Bäder)
    - Drainage herstellen
    - Neue Betonsohle für den Anbau + Garage
    - Dacheindeckung + Abdichtung + Neukonstruktion der Gaube zum Flachdach
    - Erneuerung der Regenrinnen Zink
    - Erneuerung Innenputz
    - 2 neue Bäder
    - Fliessen + Parkett + Streichen
    - neue Zimmertüren
    - neue Fenster
    - WDVS oder ggf. Einblasdämmung
    - Fassadenanstrich
    - diverse Trockenbauwände
    - Dämmung Anbau + Garage
    - neue Heizung wegen KFW ggf. Gasbrennwerttherme + Wasserspeicher
    - Keller + Dachboden ausbauen (Keller ist feucht da kein vernünftiges Fundament)
    - neue Wohnzimmerdecke, da Dielenbalken morsch sind (im OG ist alles okay)
    - neue Waschküche
    - neue Elektroinstallation
    - neue Terrasse
    - Außenanlage
    - Dezentrale Abluftanlage für Frischluft im ganzen Haus

    Das ist momentan der aktuelle Stand der Sanierungsmaßnahmen. Was sagt Ihr dazu? Sanieren oder Neubau??
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  5. #4

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    Wenn ich das lese, bleibt außer ein paar Mauerwerksresten und einer wahrscheinlich zu schwach dimensionierten Holzbalkendecke nicht viel übrig.

    Daher auch hier mein Spruch: "Wer viel Geld hat und ist dumm, kauft ein haus und baut es um."

    Eine aufwändige Sanierung kann sich aber in Abhängigkeit von Lage, Stil, Größe usw. des Hauses trotzdem "lohnen". Das kann man ohne ein paar weitere Angaben aber nicht abschätzen.
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  6. #5

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    sowas oder sowas?
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  7. #6

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    Bei diesem Aufwand halte ich eine Kostenschätzung mit der Differenz von Schätzung 1 zu 2 für nicht ungwöhnlich. Ich denke die Abrechnung wird dann bestimmt noch höher ausfallen.
    Die Entscheidung wird Dir niemand abnehmen können.
    Anhaltspunkt wäre aber auch wieviel Wohnfläche Du zu diesem Aufwand erreichst. Dann kannst Du ja mal grob dagegen rechnen was Dich ein Neubau + Abriss kostet.
    Frage wäre für mich auch ob es vielleicht eine wertvolle Bausubstanz ist, also zum Beispiel Fachwerkhaus.
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  8. #7

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    Friedl, was denn nun: wertvolle Bausubstanz oder Fachwerkhaus?
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  9. #8
    Themenstarter

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    Das Haus steht auf einem 1000 qm großen Grundstück und hat eine Wohnfläche von 120 qm. Es handelt sich hier um eine mit der besten Wohngegenden in unserer Stadt.
    Alle haben zu mir gesagt, dass ich blöd wäre, dass Grundstück zu verkaufen, da man hier so etwas in der Größe nicht mehr bekommen würde. Ist ja auch alles schön und gut, aber was bringt es mir, wenn ich ein Grundstück habe, aber für das Haus einen sehr großen Batzen Geld in die Hand nehmen muss.

    Zu den Fragen:

    Das Mauerwerk des Hauses ist in einem super Zustand. Das EG ist zweischalig, das OG leider nicht!!
    Ich habe schon ein Fertighaus in Erwägung gezogen, da bei uns in der Nachbarschaft letztes Jahr eins gebaut wurde.

    Nun meine Rechnung:

    Sanierung des Altbaus inkl. Garage, Terrasse = 224.000 EUR (zzgl. Garten und Dachausbau)

    Fertighaus (Massivbauweise ohne Holz) ohne Keller

    130 qm Wohnfläche inkl. Bodenplatte, Innenausbau, Garage, Garten, Baunebenkosten = 210.000 EUR (Gesamtkosten meines Nachbarn)

    Ein Abriss des alten Hauses würde mich knapp 15.000 EUR kosten. Im Prinzip wäre ein Neubau zu der Sanierung ein kostendeckendes Projekt.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Thomas Traut Beitrag anzeigen
    Friedl, was denn nun: wertvolle Bausubstanz oder Fachwerkhaus?
    Bei meiner hier sicherlich bekannten Grundeinstellung stellt sich die Frage nicht.
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  11. #10

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    Natürlich macht es Sinn auf dem Grundstück zu bleiben wenn es eine solch gute Lage ist.
    Bei Kostenneutralität würde ich den Neubau vorziehen.
    Ob Deine Kalkulation passt?!?!?!?!
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  12. #11
    Avatar von ars vivendi
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    Ohne ein Foto des hauses gesehen zu haben Die Typische Wegwerfgesellschaft. Schade schade. Und Verschwendung von Ressourcen. Aber so ist wohl der Lauf der Welt.
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  13. #12
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    Generell bin ich ja für den Altbau, da das Haus wirklich sehr schön ist! Ich habe nur Angst, dass die Folgekosten und Reparaturen nach der Sanierung in den Jahren überproportional zunehmen.
    Klar hätte der Altbau für mich mehr Charme, da auch gerade für mich noch Kindheitserinnerungen darin stecken.

    Aber kann man überhaupt einen Altbau so sanieren, dass man danach nicht mehr Probleme hat wie mit einem Neubau? (Renovierung nach Jahren etc..)
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  14. #13

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    Sascha den Einwand verstehe ich nicht. Wenn das Haus nichts besonderes hat, was es erhaltenswert macht und der Neubau kostenneutral ist, warum mit Gewalt was erhalten. Die Risiken die in einer solchen Mega Sanierung stecken, sowohl von der Ausführung als auch von den Kosten her, würde ich nicht tragen wollen. Ein Neubau bei allen möglichen Fehlern bleibt doch deutlich eher kalkulierbar.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Ich würde die Bude abreißen. Niemand kann Dir mit Sicherheit sagen, welche Überraschungen zu Tage treten, wenn Du mit der Sanierung anfängst. Wenn Dir der Grundriss gefällt, kann der Neubau genau so gebaut werden. Mit einem Neubau bist Du auf dem aktuellen energetischen Stand und alle Leitungen sind neu, so dass Du erst einmal viele Jahre Ruhe hast.
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  17. #15
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    Anbei ein Foto des IST-Zustandes!!
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