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Thema: Hausanschluss

  1. #1

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    Hausanschluss

    Hallo,

    langsam muss eine Entscheidung fallen. Aber so richtig war ich bisher mit den Vorschlägen der "Fachfirmen" nicht einverstanden.

    Folgende Planung erscheint mir bisher am sinnvollsten und ich bitte um Tipps was gut ist und was eventuell verbessert werden könnte (meine Bedenken in einem Punkt hoffe ich hier erläutert zu bekommen).

    HAK 63 A NH - Verbindung zum Zählerschrank (Striebel KS 2211, ABB SHS Leistungsschalter 3x50 A) mit NYM-J 5x10 mm² - 3 Stück MINIZED-Lasttrennschalter NEOZED D02 40 A - weiter mit NYM-J 5x10 mm² zu den 3 UV (UG, EG und OG) - in jeder UV RCD 40 A, 30 mA und notwendigen LS.

    Die 63 A NH und die 50 A SHS sind angeblich in der TAB Nord (Schleswig Holstein) vom Versorger vorgegeben. Die TAB habe ich zwar gelesen, aber da finde ich diese Angaben nicht. Nur Hinweise auf DIN und sonstige Vorschriften, zu denen ich keinen Zugang habe.

    Was ist von dieser Planung zu halten?

    Danke schon mal im voraus.

    lg Alfons
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  2. Hausanschluss

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  3. #2

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    Klingt vernünftig.

    die 10mm² vom HAK sind auf jeden Fall durch 16mm² zu ersetzen.
    Die 10mm2 zu den UV gibt's glaube ich in Deutschalnd eine Bestimmung, dass UV Zuleitungen genauso auf 63A ausgelegt werden müssen. Also auch 16mm²

    In manchen Situationen verstehe ich den verpflichteten SLD vorm Zähler nicht ganz.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von fuchsi Beitrag anzeigen
    Klingt vernünftig.

    die 10mm² vom HAK sind auf jeden Fall durch 16mm² zu ersetzen.
    Die 10mm2 zu den UV gibt's glaube ich in Deutschalnd eine Bestimmung, dass UV Zuleitungen genauso auf 63A ausgelegt werden müssen. Also auch 16mm²

    In manchen Situationen verstehe ich den verpflichteten SLD vorm Zähler nicht ganz.
    Ob 5x10 oder 5x16 erforderlich ist, hängt von Leitungslänge (Spannungsabfall) und Verlegeart (Strombelastbarkeit) ab.
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  5. #4

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    Also 5x10mm² geht laut meiner Tabelle überhaupt nicht für 63A. Bei der günstigsten Verlegeart C, berechnet bei 30° Umgebungstemp. und 3 belasteten Ader ist bei 57A Schluss.

    -> Von daher 16mm²

    Einen eventuell zu hohen Spannungsfall kann ich aufgrund fehlenden Fakten natürlich nicht beurteilen.
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  6. #5
    feelfree
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    Zitat Zitat von fuchsi Beitrag anzeigen
    Also 5x10mm² geht laut meiner Tabelle überhaupt nicht für 63A.
    Aber warum muss man eine Leitung für 63A auslegen, wenn sie doch mit 40A vorgesichert ist?
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  7. #6

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    HAK--> Zählerkasten ?

    Und die angebliche Regel in Deutschland (UV Zuleitung muss für 63A ausgelegt sein) kenne ich als Österreicher eh nicht.
    Habe nur davon läuten gehört.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    Aber warum muss man eine Leitung für 63A auslegen, wenn sie doch mit 40A vorgesichert ist?
    Ein Blick in die TAB:

    In Wohngebäuden werden nach DIN 18015-1 die Hauptleitungsabzweige bis zu den Messeinrichtungen und die Leitungen bis zu den Stromkreisverteilern als Drehstromleitungen ausgeführt und so bemessen, dass ihnen zum Schutz bei Überlast Überstrom-Schutzeinrichtungen mit einem Bemessungsstrom von mindestens 63 A zugeordnet werden können.
    d.h. Unabhängig von der Vorsicherung ist die Leitung auf 63A auszulegen, denn man könnte ja irgendwann einmal eine höhere Vorsicherung einbauen.

    Das bedeutet üblicherweise mindestens 10mm2, meist aber 16mm2.

    Jetzt könnte man noch über die Definition von "Stromkreisverteiler" diskutieren. Die allgemeine Definition in den TAB:

    Stromkreisverteiler dienen zum Verteilen der zugeführten Energie auf mehrere Stromkreise. Sie sind geeignet zur Aufnahme von Betriebsmitteln zum Schutz bei Überlast und indirektem
    Berühren sowie zum Trennen, Steuern, Regeln und Messen.
    DIN VDE 0603-1
    Eine gängige Interpretation wäre, dass ein Stromkreisverteiler eine abgeschlossene Wohneinheit versorgt. Eine Unterverteilung für beispielsweise eine Garage oder Keller wäre dann kein Stromkreisverteiler im Sinne der TAB.
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  9. #8
    feelfree
    Gast
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Eine Unterverteilung für beispielsweise eine Garage oder Keller wäre dann kein Stromkreisverteiler im Sinne der TAB.
    Wenn also beim TE die UV für einzelne Wohnungen sind -> 63A/16mm².
    Wenn es sich aber um ein EFH und um einzelne "Stockwerksverteiler" handelt -> Leitungsquerschnitt passend zur Vorsicherung. So zumindest würde ich das sehen. Andernfalls wären viele solcher Unterverteiler ja wirtschaftlicher Wahnsinn, der nur Kupferdiebe anlockt ;-)
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  10. #9

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    Zitat Zitat von feelfree Beitrag anzeigen
    Wenn es sich aber um ein EFH und um einzelne "Stockwerksverteiler" handelt -> Leitungsquerschnitt passend zur Vorsicherung. So zumindest würde ich das sehen. Andernfalls wären viele solcher Unterverteiler ja wirtschaftlicher Wahnsinn, der nur Kupferdiebe anlockt ;-)
    Jetzt wird´s kompliziert. Ich persönlich bin der Meinung, dass die Macher der DIN´s und TAB auch nicht alle Varianten berücksichtigen können. Bei einem EFH wäre der Stromkreisverteiler an sich der erste Verteiler und auf diesem hängen dann alle Endkreise, also wiederum alles was für eine Wohnung benötigt wird. Dieser erste Verteiler kann theoretisch auch im Zählerschrank sitzen.

    Hat man nun ein EFH mit mehreren Etagenverteilern dann könnte man ja unterstellen, dass niemals die komplette Wohnung auf einen einzelnen Verteiler gelegt wird. Nehmen wir mal an, da steckt so ein "Verteiler" auf der obersten Etage, daran hängen nur Schlafzimmer und Badezimmer, mehr nicht. Dann könnte man diesen ja deutlich niedriger vorsichern als mit 63A. Wenn hier tatsächlich mal aus einem EFH ein MFH werden sollte, dann müssen sowieso umfangreiche Umbaumaßnahmen erfolgen, und dann müsste auch dieser Verteiler anders angefahren werden weil er ja in Zukunft einen anderen Zweck erfüllen soll.

    Ich habe das bei mir so gelöst, dass ich trotzdem alle UV in den Etagen mit 10mm2 anfahre, weil der Kupferpreis bei dem ganzen Aufwand nicht die entscheidende Rolle spielt. Zudem hält das den Spannungsfall niedrig und aufgrund der Verlegeart ginge das auch noch mit 63A durch.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Zudem hält das den Spannungsfall niedrig und aufgrund der Verlegeart ginge das auch noch mit 63A durch.
    Was verwendet Ihr für Tabellen?

    Laut von mir verwendeten Tabelle geht sich 10mm² bei 3 belasteten Adern nicht mal mehr bei Verlegeart E aus.

    Der Vollständigkeit halber. Ich arbeite mit

    http://www.elektrikforen.de/attachme...uerschnitt.pdf
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    feelfree
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    Zitat Zitat von fuchsi Beitrag anzeigen
    Was verwendet Ihr für Tabellen?
    Vermutlich die von dir verlinkte, aber bei 25 Grad Umgebungstemperatur?
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  14. #12

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    Tabelle 3 in Deinem pdf, Verlegeart C und E:

    3) Bei Verlegung auf Mauerwerk, Putz usw. ergeben sich Strombelastbarkeitswerte bei 4 mm2 = 35 A und bei 10 mm2 = 63 A
    Gilt nicht für Verlegung auf einer Holzwand, in diesem Fall muss um eine Stromstärke niedriger abgesichert werden.
    Aber wie gesagt, das funktioniert halt nicht immer. Da muss man jeden Einzelfall betrachten.
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