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Altbau aus 60ern wurden wie typischerweise geerdet?

Diskutiere Altbau aus 60ern wurden wie typischerweise geerdet? im Forum Elektro 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Altbau aus 60ern wurden wie typischerweise geerdet?

    Hi!

    Im Zusammenhang mit einer Neuinstallation einer Sat-Anlage bin ich auf das Thema Erdung, Blitzschutz un Potentialausgleich gestoßen.
    Mann o Mann ist das ein Wulst an DIN und VDE Normen die man da um die Ohren herumgehauen bekommt...

    Also Blitzableiter habe ich keinen auf dem Dach gesehen. Folglich habe ich keinen.
    Nun stellt sich mir in erster Linie die Frage, wie ist mein neues altes Haus überhaupt geerdet?

    Wie ist bei den Häusern damals mit dem Thema Erdung und Potentialausgleich umgegangen?
    Wo könnte/müsste ich welche Bauteile vorfinden? Würd mir gerne erstmal nen Überblick verschaffen.
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  2. Altbau aus 60ern wurden wie typischerweise geerdet?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Wie ist bei den Häusern damals mit dem Thema Erdung und Potentialausgleich umgegangen?
    Wo könnte/müsste ich welche Bauteile vorfinden? Würd mir gerne erstmal nen Überblick verschaffen.
    Je nach Gegend unterschiedlich. Hier waren bspw. gusseiserne Wasserleitungen bis in die frühen 80-Jahre drin. Dann Kunststoff mit zusätzlichen Erder (St Rd10) im gleichen Graben verlegt. Netzform TN-C, klassische Nullung. HES gab (gibt) es da nicht.
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  4. #3
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    Zitat Zitat von karo1170 Beitrag anzeigen
    Je nach Gegend unterschiedlich. Hier waren bspw. gusseiserne Wasserleitungen bis in die frühen 80-Jahre drin. Dann Kunststoff mit zusätzlichen Erder (St Rd10) im gleichen Graben verlegt. Netzform TN-C, klassische Nullung. HES gab (gibt) es da nicht.
    Wie könnte man das als Leie erkennen was bei mir der Fall ist?
    Die alten Wasserleitungen fliegen alle raus und es kommen neue rein. Ebenso Abwasser.
    Nur die Heizungsrohre bleiben drin.
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  5. #4

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    Wie könnte man das als Leie erkennen
    hallo
    erdung über w-leitung:
    irgendwo ist dann eine erdungsschelle an der metallwasserleitung vorzugsweise dort wo die ins gebäude rein kommt.
    erdung mit erdband:
    dann sitzt im keller irgendwo eine potential-ausgleichsschiene wo die erdungskabel angeschlossen sind. früher wurde verzinktes erdungsband mehr oder minder lustlos in den fundamentbeton geworfen zum teil ohne betondeckung und davon ist dann heute nur noch rost da.
    heisst soviel wie aufgraben und neues band VIIA verlegen.
    baujahr des hauses mal angeben.
    wenn nichts von beiden da ist dann heisst das soviel wie aufgraben und neues band VIIA verlegen.
    laien sollten aber an der sache nicht rumbasteln.
    gruss aus de pfalz
    Geändert von gunther1948 (05.03.2014 um 16:58 Uhr) Grund: erg.
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  6. #5

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    Das kann man überhaupt NICHT sagen, da es extrem unterschiedlich war.
    Und zwar vor allem abhängig von der Netzform.
    Die Spanne reicht von gar keiner Erdung (nur Nutzung des PEN) bis hin zu ordentlichem Tiefen- oder Banderder.

    Welche Netzform liefert denn Euer VNB?
    Welche hat die Anlage des Hauses jetzt bzw. zukünftig?
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  7. #6
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    Hi.

    Also mein Eli hat sich das jetzt mal angeschaut und gesagt das es keine Erdung gibt. (Nur PEN)
    Er meinte dann aber das es ja Bestandsschutz gibt und ich nichts machen muss.

    Netzform weiß ich nicht.
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  8. #7

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    Netzform ist dann TN-C oder TN-C-S.

    Ob Du etwas machen mußt, kommt drauf an, was erreicht werden soll und wie die Sat-Anlage aussehen soll/kann.

    Wird sich die Antenne im erdungspflichtigen Bereich befinden (z.B auf dem Dach oder an der Traufe), so muß dafür auf jeden Fall ein geeigneter Erder errichtet werden.
    Wenn nicht, dann nicht.

    Wo genau soll sie denn hin?
    Soll daran mehr als ein Receiver angeschlossen werden?
    Besteht wenigstens ein Gebäude-Potentialausgleich?

    Unabhängig davon sollte man trotzdem über die Nachrüstung eines Erders nachdenken!
    Im Moment hast Du halt vergleichsweise die Sicherheit eines 50er Jahre Autos (also weder Sicherheitsgurt noch Airbag).
    Wenn der PEN mal eine Unterbrechung bekommt oder gar durch Klemmfehler im VNB-Netz eine Adervertauschung auftritt (alles schon passiert), dann wirst Du eben zum Brathähnchen...
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  9. #8
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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Wo genau soll sie denn hin?
    Soll daran mehr als ein Receiver angeschlossen werden?
    Besteht wenigstens ein Gebäude-Potentialausgleich?

    Unabhängig davon sollte man trotzdem über die Nachrüstung eines Erders nachdenken!
    Im Moment hast Du halt vergleichsweise die Sicherheit eines 50er Jahre Autos (also weder Sicherheitsgurt noch Airbag).
    Wenn der PEN mal eine Unterbrechung bekommt oder gar durch Klemmfehler im VNB-Netz eine Adervertauschung auftritt (alles schon passiert), dann wirst Du eben zum Brathähnchen...
    Schüssel soll aufs Dach und auch mehrere Receiver.
    GEbäude Potentialausgleich gibts anscheinend auch net.

    Es werden komplett neue Leitungen gezogen. Jeder Raum für sich.
    Der Eli meinte man könne das ERdungskabel in den Verteilerschrank ziehen. Aber dadurch würde ich mir andere Probleme (Blitzableiter) bekommen.
    Er würde gar nix erden.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Er würde gar nix erden.
    Wenn er die Antenne im erdungspflichtigen Bereich montiert bekommt er aber Probleme!
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  11. #10

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    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Schüssel soll aufs Dach und auch mehrere Receiver.
    GEbäude Potentialausgleich gibts anscheinend auch net.
    Dachantennen sind nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):20011-06 erdungspflichtig und zu jeder erdungspflichtigen Antenne ist auch ein Potenzialausgleich auszuführen, der auch bei Komponentenausbau erhalten bleiben muss.

    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Der Eli meinte man könne das ERdungskabel in den Verteilerschrank ziehen. Aber dadurch würde ich mir andere Probleme (Blitzableiter) bekommen.
    Er würde gar nix erden.
    Elis, welche die Antennenerdung nicht anbieten, weil es die Kollegen auch nicht tun und man sonst den Auftrag nicht erhält, sind schon schlimm genug.

    Wer aber auf konkrete Nachfragen seines Auftraggeberes so reagiert, ist entweder total normfrei oder erdungsfaul oder gar beides. Mit derart inkompetenten "Beratungen" disqualifiziert man sich als Elektrofachkraft. Ein gewerblicher Auftragnehmer schuldet auch ohne VOB-Vereinbarung ein Werk nach den anerkannten Regeln der Technik (= Normen), anderfalls macht er sich haftbar.

    Antennendirekterdungen sind zwar blitzschutztechnisch nicht mehr State-of-the-Art aber als Minimal-Maßnahme zulässig. Wie Antennenerdungen nebst Potenzialausgleich normkonform aussehen müssen, siehe DEHN Blitzplaner Kapitel 9.05, Kleiske Fachinformationen oder die angehängten Folien.

    Blitzstrombelastete Erdleiter stets ohne gefährliche Näherungen zu Personen und anderen Leitungen und Kabeln außen ableiten und nicht als Blitzeinleiter innen führen!
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken
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  12. #11

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    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Der Eli meinte man könne das ERdungskabel in den Verteilerschrank ziehen.
    Damit im Fall des Falles auch alle Nachbarn noch etwas davon abbekommen...?
    Das wäre ja fast noch schlimmer als gar keine Erdung.

    Naja, wenigstens bekommst Du dann eine komplette neue Elektroinstallation.
    Und vielleicht auch ein neues Haus.
    Falls der Eli es Dir bezahlen kann...

    Wie unfähig kann man sein?
    Elis gibts...
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  13. #12
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    @Dipol
    dein Link von Dehn funzt nicht.

    Was wäre denn nun der minimalste zulässige Erdungsaufwand bei mir?
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  14. #13
    Avatar von Fassade
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    Steht doch da für Antenne ist eine Direkterdung zulässig. Das wäre der minimalste Aufwand für die Antenne.
    Für alles dann das volle Programm. Siehe das 2. Bild sind 3 Möglichkeiten beschrieben.
    Drucke es aus und gebe es dem Elektriker deines Vertrauens....
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    @Dipol
    dein Link von Dehn funzt nicht.
    Sorry, dann bitte entweder den kompletten Blitzplaner oder nur die Kapitelübersicht aufrufen.

    Zitat Zitat von ma4er72 Beitrag anzeigen
    Was wäre denn nun der minimalste zulässige Erdungsaufwand bei mir?
    Antennen soll man möglichst nur noch in geschützten Zonen installieren. Die günstigste Lösung ist eine Montage in der nicht erdungspflichtigen Schutzzone der Fassade mit > 2 m Abstand zur Dachkante/Dachrinne und max. 1,5 m Wandabstand, dann ist nur ein PA mit 4 mm² Cu gefordert. Bei durchgehend geschützter Verlegung reicht normativ sogar ein Querschnitt von nur 2,5 mm² Cu aus.

    Für erdungspflichtige Dachantennen ist die konventionelle Direkterdung durch eine Elektrofachkraft kostengünstiger als die Montage einer getrennten Fangeinrichtung durch eine der höchst seltenen qualifizierten Blitzschutzfachkräfte. Dafür riskiert man aber auch im Falle eines Direkttreffers Teilblitzströme auf den Antennenleitungen und Endgeräten.

    @ Mods:
    Der Link im gepinnten Beitrag http://www.bauexpertenforum.de/showt...15-Blitzplaner zum alten Blitzplaner-Ausgabe wurde abgeschaltet, die alte zweite Ausgabe ist aber hier noch online.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von Dipol Beitrag anzeigen
    @ Mods:
    Der Link im gepinnten Beitrag http://www.bauexpertenforum.de/showt...15-Blitzplaner zum alten Blitzplaner-Ausgabe wurde abgeschaltet, die alte zweite Ausgabe ist aber hier noch online.
    Habe ich aktualisiert. Danke.

    Gruß
    Ralf
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