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  1. #1

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    Sicherheitseinbehalt bei Privat-Bauvertrag?

    Hallo zusammen,

    wir sind kurz davor, unseren Hausbauvertrag zu unterschreiben. Da ich beruflich auch mit Bauverträgen zu tun habe, frage ich mich, ob ich in unseren Vertrag z. B. auch einen Passus zur Vertragserfüllungs- bzw. Gewährleistungsbürgschaft mit aufnehmen lassen soll.

    Also im Detail, dass eine Vertragserfüllungsbürgschaft zu stellen ist bzw. dann die Abschlagsrechnungen nur mit 90 % bezahlt werden. Und dass bei der Schlussrechnung für die Dauer der Gewährleistung 5 % einbehalten werden. Kann man das machen? Kennt das jemand?

    Wäre für eure Meinungen sehr dankbar.
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  2. Sicherheitseinbehalt bei Privat-Bauvertrag?

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  3. #2

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    Ja, das kann man machen das wurde hier auch schon öfter erörtert. Nutze die Suchfunktion! (-> weißes feld oben rechts "Live Suche")
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ich habe davor schon einmal danach gesucht, aber ehrlich gesagt waren es mir zu viele Themen...
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  5. #4
    wasweissich
    Gast
    ist ja logisch ..... da es zu dem thema schon zu viele themen gibt , muss man noch ein paar neue einstellen ......
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  6. #5

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    hast du denn den anbietern das auch mitgeteilt, bevor sie ihr angebot abgegeben haben?

    gegenfrage - kannst du eine bürgschaft nach bgb 648a stellen, wenn du sicherheiten vom auftragnehmer verlangst?
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  7. #6
    Themenstarter

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    Ich will das eben noch ansprechen. Warum soll ich ne Bürgschaft bringen wenn ich eine Finanzierungsbestätigung von der Bank habe?

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  8. #7
    Baufuchs
    Gast
    Bürgschaft nach 648a muss ein EFH Bauherr nicht stellen.
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  9. #8

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    Hallo @all,

    vielleicht kann ein Jurist zum Thema Handwerkersicherungshypothek antworten.

    Ich bin der Meinung, dass der Handwerker einen Anspruch auf die Sicherungshypothek hat, nicht nur auf Verlangen, sondern auch eigenständig ohne Zustimmung des Bauherrn, ein Finanzierungsnachweis entbindet m.E. nicht.

    Und das nicht nur vor Baubeginn, sondern auch während, es gibt dem Handwerker die Möglichkeit bei unberechtigter Nichtzahlung das Eigentum zu belasten, vorrausgesetzt AG bzw. Bauherr ist Eigentümer der Immobilie.

    Grüsse
    Mark
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  10. #9
    Baufuchs
    Gast
    Wir reden hier nicht von einer Sicherungshypothek, sondern von Gestellung von Sicherheiten.

    Guckst Du 648a:

    Die Vorschriften der Absätze 1 bis 5 finden keine Anwendung, wenn der Besteller 1.eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, über deren Vermögen ein Insolvenzverfahren unzulässig ist, oder
    2.eine natürliche Person ist und die Bauarbeiten zur Herstellung oder Instandsetzung eines Einfamilienhauses mit oder ohne Einliegerwohnung ausführen lässt.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Zitat Zitat von Baumark Beitrag anzeigen
    vielleicht kann ein Jurist zum Thema Handwerkersicherungshypothek antworten.
    Danach wurde nicht gefragt, es geht um eine Fertigstellungs- und Gewährleistungsbürgschaft!

    Oh, Baufuchs war schneller - und ausführlicher!
    Geändert von Skeptiker (10.03.2014 um 08:13 Uhr) Grund: weitere Posts gelesen
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  13. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Bei Verbrauchern ist eine 5%-ige Erfüllungssicherheit der Hausbaufirma (für die Dauer der Bauphase) nach § 632a Absatz 3 BGB sowieso Pflicht, sofern im Bauvertrag nicht anderes vereinbart wird und zwar auch dann, wenn der Bauvertrag mit seinem Ratenzahlungsplan dazu „schweigt“.

    Eine Finanzierungsbestätigung der Bank bietet der Baufirma keine nennenswerte Sicherheit, insbesondere verbessert sie nicht ihre Liquidität.

    @SpookyM:
    Nachverhandeln kann man prinzipiell alles, es wird darauf ankommen, womit der AN sich letztlich einverstanden erklärt. Du solltest vor Abschluss des Bauvertrags eine juristische Beratung in Anspruch nehmen und evtl. auch die Leistungsbeschreibung und insbesondere die im Vertrag wahrscheinlich enthaltenen Zahlungraten von einem Sachverständigen überprüfen lassen. Die Frage wechselseitiger Sicherheiten ist nicht das einzige Thema, bei dem im Bauvertrag etwas schief gehen kann. In diesen Zahlungsplänen stecken oftmals für den künftigen Bauherrn größere finanzielle Risiken, als im „Fehlen“ einer über die 5 % des § 632a BGB hinausgehenden weitergehenden Vertragserfüllungsbürgschaft.

    Die Verbraucherverbände, die sich mit privatem Bauen beschäftigen, nämlich der Bauherrenschutzbund und der Verband privater Bauherren, empfehlen die von dir angesprochene 5 %-Gewährleistungssicherheit für sich an die Bauabnahme anschließenden Gewährleistungsphase auf jeden Fall. Im Rahmen einer juristischen Beratung wird dein Anwalt dir i.d.R. entsprechende Zusatzklauseln mitgeben, mit der du den Bauvertragsentwurf ergänzen kannst, falls sich dein künftiger Vertragspartner damit einverstanden erklärt. Letztlich ist alles Verhandlungssache.

    Viele Zahlungspläne von Baufirmen sind unausgewogen und deshalb AGB-rechtlich nach § 307 BGB unwirksam und sollten angepasst werden. Da werden z.B. 5 % schon nach Vertragsschluss gefordert, oder insgesamt 20 % sind gar schon nach der Erstellung der Bodenplatte (ohne Keller) zu zahlen.
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