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Ist es nass dort oben oder nicht ?

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  1. #1

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    Blinzeln Ist es nass dort oben oder nicht ?

    Hallo,

    am Wochenende ging es mal wieder zu einer Hausbesichtigung. Das Haus wurde ca. 1960 gebaut und hat leider ein Dach, welches mit Wellasbest eingedeckt ist.
    Laut Makler natürlich alles prima und da muss nichts gemacht werden, bei den anderen Nachbarn ist es schließlich auch noch drauf.

    Ich habe mal ein paar Fotos angehängt:

    - Flecken an den Balken, das wird es doch bestimmt ab und zu richtig nass oder ?
    - Ist die Befestigung der Dachbalken mit Draht normal ?

    Grüße,

    Thomas

    P1030386.jpgP1030382.jpgP1030388.jpg
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  2. Ist es nass dort oben oder nicht ?

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  3. #2

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    Das mit dem Draht ist schon ne eigentümliche Variante der Windsogsicherung. Da das aber vermütlich vor meiner Zeit war, will ich mich dazu mal nicht auslassen.

    Deine Wasserflecken: Die Gummidichtungen der Schrauben deiner Wellasbestplatten sind quasi nicht mehr existent. Deswegen wird's da vermutlich reinschiffen. Gerade bei Schlagregen/Flugschnee. Was du da machen kannst? Entwerder Schrauben erneuern lassen, wobei das schon grenzwertig ist oder Giftstoff runter und einmal neu bitte
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  4. #3

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    Schrauben erneuernlassen dürfte ein Harakiri-Job werden... Die Platten sind in diesem Alter normal ziemlich brüchig, das Dach ist meiner Meinung nach um... Das wird nicht mehr lange heile bleiben.

    Da handelt es sich nur noch um ein paar Jahre, dann muß das spätestens neu, das Dach hat jetzt über 50 Jahre auf dem Bucken!
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  5. #4
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    Guten Morgen,

    danke für eure Antworten. Ok dann wird da was gemacht werden müssen. Welche Möglichkeiten gibt es denn ?

    - alte Platten runter und neue ohne Asbest drauf, wie kann man das dämmen ?
    - Dachstuhl neu und dann mit Ziegeln eindecken, bekommt man das zum Nachbarn hin dicht der noch die alten Platten hat ?

    Grüße,

    Thomas
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  6. #5

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    hallo
    zu bild 1 wird wohl meistens schwitzwasser im bereich des ungedäämmten dachausstieges mit blechschürze sein.
    zu bild2 der ortgang hat keinen ringanker, dann kannste auch nix mit winkeln und dübeln oder sonstwie festmachen. das sonstwie wurde hier erfinderisch gelöst.
    zu bild 3 seltsamer knapperfirst.
    allgemein zur feuchte.
    der dachraum ist über lüftungsplatten belüftet aber am first dicht. da entsteht der selbe effekt wie bei blechdächern in etwas abgemilderter form. bei bestimmten witterungslagen luftfeuchten bildet sich über nacht schitzwasser und zum teil eis auf der unterseite der platten das dann abtropftbzw an den platten bis zu den pfetten runter läuft. ( bei wasser über die schrauben müsste die streifen auf der talseite zu sehen sein)
    das dach wird wohl der 1. sanierungsschritt sein.

    gruss aus de pfalz
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  7. #6

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    Hallo,
    nach über 50 Jahren hat es wahrscheinlich seinen Dienst getan, bzw. die Wasserflecken bestätigen den Anfang vom Ende. Der Vorteil ist noch, dass das Dach für Wellplatten relativ steil ist, sonst wären wahrscheinlich schon größere Schäden. Stell doch noch mal ein Bild von der Aussenseite der Wellplatten ein, daran kann man evtl. mehr zur Restlebenszeit des Daches sagen. Wenn die Wellplatten an den Kanten anfangen sich Blätterteigartig aufzulösen, bzw. gräuliche Schichten zu erkennen sind, kann man davon ausgehen, dass hier bald was getan werden muß.
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  8. #7

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    Für mich wäre die Entscheidung klar, komplett runter oder auf den Kauf verzichten.
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  9. #8

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    Zitat Zitat von bt047265 Beitrag anzeigen
    - alte Platten runter und neue ohne Asbest drauf, wie kann man das dämmen ?
    Wie jedes andere Dach auch, was man saniert. Am Anfang kommt aber erstmal das systematische Abarbeiten von Wünschen und Vorstellungen. Neue Platten kann man sicherlich verlegen, Berlinerkurzwelle zum Bleistift, mag ich optisch an einem Wohngebäude eher weniger.

    - Dachstuhl neu und dann mit Ziegeln eindecken, bekommt man das zum Nachbarn hin dicht der noch die alten Platten hat ?
    Warum sollte der Dachstuhl neu? Sofern da keine Pilze/ Wurmbefall oder andere Holzzerstörende Schädlinge drin sind würde ich allenfalls über eine Ertüchtigung nachdenken. Die klärt sich aber erst, wenn Punkt eins abgehandelt ist und man weiß wohin die Reise gehen soll. Den Nachbaranschluss kann man auf viele Arten abdichten. Du wirst vermutlich eh höher kommen mit deinem Dach. Bevor man sich aber ein Kopf macht wie man das abdichtet, sollten grundsätzlich erstmal Brandschutzbestimmungen eingehalten werden.
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  10. #9

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    Kalle, bei FZ.Platten-Dachstühlen immer an die Statik denken... Die sind oft nur gering belastbar da nur für FZ.Platten ausgelegt...
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Kalle, bei FZ.Platten-Dachstühlen immer an die Statik denken... Die sind oft nur gering belastbar da nur für FZ.Platten ausgelegt...
    Hab ich was anderes geschrieben? Ich Sprach doch von Ertüchtigung, das ist Statik für mich. Da ich es ja im Kontext zum ersten Abschnitt gesetzt habe. Ich kann natürlich auch so Ertüchtigen, Sinn machts aber, wenn ich konkrete Werte habe, was die Dämmung nun an Last bringt und die Bedachung inkl. So sollte das eigentlich verstanden werden
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  13. #11
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    Hallo,

    vielen Dank für eure hilfreichen Antworten. Auf jeden Fall viel dazugelernt.

    Grüße,

    Thomas
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