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Entscheidungshilfe Dicke der Sparren

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  1. #1

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    Entscheidungshilfe Dicke der Sparren

    Hallo,

    wir planen gerade den Bau unseres EFH mit Satteldach und zwei zus. Giebeln (vorne und hinten). Das Dach soll aktuell mit 20er Sparren gebaut werden. Zwischensparrendämmung also 20cm. Darunter würde unser BU dann 6cm noch einmal quer dämmen. Somit wären die Sparrenselbst auch noch einmal gedämmt.

    Nun habe ich mit dem Bau-Ing. gesprochen, der die Pläne macht und dieser hat gemerkt, dass ich großen Wert auf die Dämmung unseres Hauses lege. Daher hat er ins Gespräch gebracht, ob wir nicht evtl. 24er statt 20er Sparren haben wollen. Dann könnte man auf 24er Zwischensparrendämmung hochgehen und dann zusätzlich noch die Untersparrendämmung einbauen.

    Das Dach soll mit Meyer-Holsen 'Tandem' eingedeckt werden. der Spitzboden soll neben einem Lagerraum ein Hobbyzimmer/Gästezimmer beherbergen.

    Die Decke zwischen den Schlafräumen und dem Spitzboden soll noch einmal zusätzlich gedämmt werden. Der Planer sagte mir, dass er die Kehlbalkenebene auch noch einmal dämmen würde... .

    Die Dämmung soll 035er MW sein.

    Kann mir jemand sagen, wie wir mit der 20+6cm Lösung dastehen? Durchschnitt?

    Ich habe eben versucht den Aufbau mit dem u-Wert-Rechner nachzugaukeln. Daran bin ich aber gescheitert, da ich sonst nicht viel über den Aufbau weiß. Wo sind da welche Folien usw.? Muss man die Luftschicht unter den Dachziegeln mit angeben... ?

    Peter
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  2. Entscheidungshilfe Dicke der Sparren

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  3. #2

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    Zitat Zitat von petermueller Beitrag anzeigen
    Kann mir jemand sagen, wie wir mit der 20+6cm Lösung dastehen? Durchschnitt?
    Mit WLG035 zwischen den Sparren (60x200mm mit Abstand 780mm) und WLG040 Untersparendämmung (z.B. Styropor) kommst Du auf einen U-Wert von 0,150 W/m²K. Größere Sparrenabstände machen den U-Wert geringfügig besser, kleinere schlechter.

    Ich würde nicht auf stärkere Sparren für mehr Dämmung gehen, sondern dann die Untersparendämmung erhöhen. bei 20+10 bist Du schon bei 0,13 bei 20+15 bei 0,11.

    Grüße, Ralf.
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  4. #3

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    Wenn zusätzlich dämmen dann wie der Archi vorschlägt, eine zusätzliche Untersparrendämmung erhöht nur die Komplexität des Hauses sowohl bauphysikalisch als auch wartungs- und ausführungstechnisch - späteres Öffnen wegen z.B. Feuchtigkeit, Elektrik, oder sonstwas?
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  5. #4

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    Wenn die 24er Sparen preislich gleich kommen, warum nicht? Bekannte haben auch 24er Sparen und entsprechende Dämmstärken. (KFW70)

    In den U-Wert Rechner brauchst du nur deine Dämmschichten und den Sparenanteil eingeben, der restliche Aufbau (Dachziegel, Folien, GKP etc.) sind für den reinen U-Wert vernachlässigbar. (sind nur für den Taupunkt, Phasenverschiebung etc. relevant)
    D.h. du müsstest zumindest wissen, welche Sparenstärke geplant ist - Bei 24er Sparen sollten es i.d.R. ca. 8cm sein.

    Morgen werden dir aber sich die Profis noch weitere Hilfestellung geben.

    Bei 20+6 cm bist du bei 0,151 W/m²K - Mit 750mm Sparenabstand und 80mm Stärke, habe nur mit 20cm gerechnet, wg. Hinterlüftung.
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  6. #5
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    @Bughandle: Unter diesem Gesichtspunkt würdest Du also den Vorteil den eine Untersparrendämmung bietet (die Sparren selbst werden auch gedämmt), verwerfen?
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Bughandle Beitrag anzeigen
    Wenn zusätzlich dämmen dann wie der Archi vorschlägt, eine zusätzliche Untersparrendämmung erhöht nur die Komplexität des Hauses sowohl bauphysikalisch als auch wartungs- und ausführungstechnisch - späteres Öffnen wegen z.B. Feuchtigkeit, Elektrik, oder sonstwas?
    Warum sollte man den üblichen Zwischenraum der Konterlattung ungenutzt lassen?
    Was hat die Untersparrendämmung mit "Komplexität" zu tun, dass ist ein nicht nennenswerter Mehraufwand bei Verwendung einer Konterlattung - Innerhalb von Installationsebenen sogar die Regel.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Bughandle Beitrag anzeigen
    Wenn zusätzlich dämmen dann wie der Archi vorschlägt, eine zusätzliche Untersparrendämmung erhöht nur die Komplexität des Hauses sowohl bauphysikalisch als auch wartungs- und ausführungstechnisch - späteres Öffnen wegen z.B. Feuchtigkeit, Elektrik, oder sonstwas?
    Warum sollte man den üblichen Zwischenraum der Konterlattung ungenutzt lassen?
    Was hat die Untersparrendämmung mit "Komplexität" zu tun, dass ist ein nicht nennenswerter Mehraufwand bei Verwendung einer Konterlattung - Innerhalb von Installationsebenen sogar die Regel. (20% Regel bei Untersparrendämmung sollte beachtet werden)
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  9. #8

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    Zitat Zitat von ralf9000 Beitrag anzeigen
    Mit WLG035 zwischen den Sparren (60x200mm mit Abstand 780mm) und WLG040 Untersparendämmung (z.B. Styropor) kommst Du auf einen U-Wert von 0,150 W/m²K. Größere Sparrenabstände machen den U-Wert geringfügig besser, kleinere schlechter.

    Ich würde nicht auf stärkere Sparren für mehr Dämmung gehen, sondern dann die Untersparendämmung erhöhen. bei 20+10 bist Du schon bei 0,13 bei 20+15 bei 0,11.

    Grüße, Ralf.
    Nun Styropor als als Untersparrendämmung halte ich für sinnfrei. Natürlich nimmt man hier eine Matte und keine starre Platte.
    Wie willst Du den eine Untersparrendämmung in 10 oder 15 cm ausführen. Mehrfacher Lattenrost oder sogar weitere Sparrenschicht. Ein bisschen sollte man was von der Verarbeitung verstehen. Außerdem verkleineren solche Untersparrendämmungen auch den Raum. Mehr als 6 cm ist sinnfrei.
    Wenn es Dir nicht reicht kann man auch auf 032 er Dämmung gehen. Ansosnten bekommt der Sparren eben eine größere Höhe.
    Die einzelnen Dämmwerte rechnet Dir gerne Dein Planer aus.
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  10. #9

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    1. Lage der Luftdichtigkeitsebene ist bei Untersparrendämmung nicht unerheblich, wenn diese freudig weiter vergrößert wird und kein rechnerischer Nachweiß geführt wird. Bringt Untersparrendämmung wenig. Aufsparrendämmung mittels Holzweichfaser hat nen besseren sommerlichen Hitzeschutz.

    2. Schalbretter bei Dachschrägen ist.... Da gibts vermutlich haue von guten Trockenbauern...

    3. Sparren sollten so groß sein, dass sie Statisch die Auflast tragen wie alle weiteren Komponenten. Davor sollte klar sein was ich mit der Dämmung alles erreichen will. Kriterien dazu: Sommerliche Hitzeschutz, U-Wert, Schallschutz.

    Steht das Konzept, solten Sparrenstärke sich dahingehend orientieren was a. Konstruktiv benötigt wird (Last) und was b. wärme dämmtechnisch Sinn macht.

    Das Dach bis in First zu dämmen und anschließend die Kehlebene noch zu dämmen ist, wie so oft, in meinen Augen Quatsch. Es verkompliziert das ganze nur. Also sollte klar sein was die thermische Hülle ist und was nicht. Dämmung der "Decken" sofern es Holzbalkendecken sind ist für mich irgendwo, naja sinnlos? Die Decken sollten konstruktiv so hergestellt werden, dass Schallschutz nicht ausschlieslich über die Dämmung zu erreichen versucht wird.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    was in obigen antworten "gemeint" und "geglaubt" wird: vergiss es - das
    ist zum teil bauphysikalischer komplott gegen das bauwerk
    die skeptischen oder indifferenten antworten helfen zwar nicht unmittelbar
    weiter, zeigen aber in die richtige richtung.
    in dieser rubrik sind momemtan 3 beiträge oben angepinnt - die zu lesen,
    würde für mehr grundlagenverständnis sorgen. dann schauen wir weiter.
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  13. #11
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    @mls: Danke für Deine Bewertung, ich werde mir die besagten Threads Morgen einmal reintun... .
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