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  1. #1

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    Frage DHH Putzfassade schalltechnisch trennen?

    Hallo, wir wohnen in einer 20 Jahre alten Doppelhaushälfte.
    Zunehmend ist die Geräuschbelästigung durch den Nachbarn (lautes Sprechen) belastend geworden.
    Die beiden Hälften verfügen gem. Planunterlagen über getrennte Innenwände (Ziegel) an der Nahtstelle beider Häuser.
    Leider wurde damals die Außenfassade durchgehend geputzt. Das soll, wie ich u. a. auch hier gelesen habe zu unerwünschten Schallbrücken führen.

    Kann man z. B. durch nachträgliches aufflexen die beiden Häuser schalltechnisch trennen?

    Wie müsste der entstandene Spalt dann schalltechnisch entkoppelt wieder verschließen?

    Danke für einen Hinweis.
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  2. DHH Putzfassade schalltechnisch trennen?

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  3. #2

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    Hallo,
    du erreichst keine Verbesserung Innen wenn du außen die Fassade einschlitzt.
    Die Geräusche kommen ja über die Innenwände.
    MfG
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  4. #3

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    Ich fürchte das wird Dir nicht helfen. Das Problem sitzt mit Sicherheit an Stellen die Du nicht mehr erreichst.
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  5. #4

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    "Normalerweise" geht so eine Fuge komplett durch und wird dann außenseitig durch ein entsprechende Putzprofil entkoppelt. Eine durchgehend geputzte Wand kann daher sehr wohl zur Schallübertragung beitragen. Wieviel dies ausmacht mag ich jetzt nicht abschätzen.

    Aber: Wer sagt denn, daß der Putz der schalltechnische Bösewicht ist? Evtl. liegt die Fehlerquelle in den Haustrennwänden bzw. in der Fuge. Hier muß sorgfältig gearbeitet werden, damit keine Mörtel oder Betonstücke in diese Fuge geraten und einen Kontakt zw. den beiden Haushälften herstellen.

    Wenn man aber sogar das Sprechen im Nachbarhaus hören kann, muß schon etwas sehr im Argen liegen. Ob das dann nur am Außenputz liegt, erscheint mir fragwürdig.

    Kann man noch irgendwo Fotos aus der Rohbauphase auftreiben (beim Erstbesitzer zum beispiel)?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke für die Rückinfo. Hätte mir echt was davon versprochen. Zumal ich bei anderen Häusern immer diese Trennung sehen kann. Nur bei unserem eben nicht.
    Hatte mal gelesen, dass der Schall in Nachbars Außenwand über den Außenputz in meine Außenwand u.s.w. "wandert". Ist das falsch?
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  7. #6
    Themenstarter

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    @Thomas B:

    Fotos lassen sich sicher nicht mehr auftreiben.

    Mit Sprechen meine ich ein lautes Sprechen bis hin zum anbrüllen ... :-)

    Wenn die normal reden, höre ich nichts.

    Verschärft hat sich das, nachdem der Nachbar Laminat verlegt hat. Früher hatte der Teppich wohl einiges "geschluckt"? Und ob er das Laminat richtig entkoppelt hat, weis ich leider auch nicht ...

    Kann mich erinnern, dass damals dieser Dämm-Trennstreifen der die genannten Mörtelbrücken zwischen den Häusern verhindern soll "vergessen" worden ist ...

    "Da waren sie wieder meine Probleme ..." :-(
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  8. #7

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    Klar gibt eine sogenannte Flankenübertragung.

    Aber: die "großen" Schallverursacher sind (normalerweise) zum Beispiel die Innentreppe, die jeden Fußtritt in die Wand weiterleitet. Auftretender Körper ist schwer und erzeugt entsprechend starke Schwingungen, deren Übertragung es zu unterbinden gilt.

    Ein lautes Wort bzw. die damit verbundenen Schallwellen müssen erstmal die Wand des Nachbarn in Schwingung versetzen und dann zu Dir übertragen werden. Da darf man schon recht laut brüllen um das zu schaffen.

    Hört man dennoch etwas, so habe ich den Verdacht, daß die Schwachstelle evtl. ganz woanders zu verorten ist.

    Beispiel: falsches Material für die Innenwänd verwendet. Keine schalltechnisch hierfür geeignteten Steine. Oder : Trennfuge zw. den Häusern sehr fehlerhaft, faksches Material in der Fuge.

    Hier kann man nun zu rätseln anfangen....
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  9. #8

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    Eins ist aber nahezu sicher. Putz aufschneiden wird keine Lösung bringen.
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  10. #9

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    ...wieso brüllen sich die Nachbarn eigentlich an....?

    Ein "Nebenweg" wären da natürlich offene Fenster....

    Hach....da gibt es so viele Möglichkeiten....
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  11. #10

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    Hi.
    Plane aktuell 2 DHH mit zwei 0,175m KS-Wänden zur jeder DHH und Treppen die an dieser Innenwand liegen, ohne Keller.
    Wie würde man es denn heute machen?
    Getrennte Bodenplatte und Trennfuge in der Mitte, oder ist an diesem Ansatz mit Schwierigkeiten zu rechnen, Wasser an der Trennfuge oder so was?
    Danke.
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  12. #11
    Inkognito
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    Zitat Zitat von Friedl1953 Beitrag anzeigen
    Eins ist aber nahezu sicher. Putz aufschneiden wird keine Lösung bringen.
    Das würde ich jetzt so nicht unterschreiben, das problematische an Schallbrücken und damit im deutlichen Gegensatz zu Wärmebrücken ist, dass eine einzige ausreicht, um den ganzen Aufwand zunichte zu machen. Je nach Wandaufbau kann also durchaus der durchgehende Putz das Problem darstellen, möglicherweise ist es aber auch an einer ganz anderen Stelle zu suchen, wie z.B. einer fehlerhaft ausgeführten Trennwand oder in der Fundamentkonstruktion.
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  13. #12

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    @ Inkognito, doch würde ich so unterschreiben. Die Wahrscheinlichkeit das die Belästigungen durch Flankenübertragung kommt ist wesentlich geringer als die Übertragung von z.B. Mörtelbatzen im Bereich der Wände. Gerade bei gemauerten Trennwänden ist im Gegensatz zu Fertigteilen (egal ob Holz oder Beton) öfters mal damit zu rechnen. Wenn dann noch die Schallschutzmatte dazwischen fehlt erhöht sich in meinen Augen die Wahrscheinlichkeit nochmals.
    Aber was willst Du dem TS raten. Zum Ersten hat er wohl von jemanden der jemanden kennt was zum Thema Flankenübetragung gehört. Zum Zweiten ist das Trennen wohl in DIY gedacht. Nun er wird viel Zeit, Schweiß und Geld investieren. Im schlimmsten Fall versaut er dauerhaft sein Fassade, um dann festzustellen, "Es hat nichts gebracht".
    Deshalb auch hier wie schon gefühlte hunderttausendmal gelesen, von einem Fachmann prüfen lassen. Ein Schallschutzfachmann sollte die fachlichen und technischen Möglichkeiten besitzen die Ursache genauer festzustellen um dann die geeigneten Vorschläge zu unterbreiten.
    Schall ist absolut nichts für DIY.
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  14. #13
    Themenstarter

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    @Friedl1953:
    Nein, ich hatte niemals vor solch einen Eingriff selber zu erledigen. Das kann ich gar nicht.

    Hatte mich lediglich hier mal informieren wollen.

    Vielen Dank an alle.

    MfG
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  16. #14

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    Zitat Zitat von uwe joerg Beitrag anzeigen
    Hallo, wir wohnen in einer 20 Jahre alten Doppelhaushälfte.
    Ich vermute, die fehlende Entkopplung beim Außenputz ist das geringste Problem. Wenn sich die Lautstärke bereits durch den neuen Bodenbelag verschlechtert hat, dann liegt die Vermutung nahe, dass es andere Schwachstellen gibt. Gespräche mit erhöhter Lautstärke, das deutet auf mangelhafte Luftschalldämmung hin.

    Meine Glaskugel sagt, die Schwachstellen liegt zwischen den beiden Wänden, sprich mangelhaft ausgeführte Fuge oder was auch immer. Der Außenputz ist dann nur das berühmte i-Tüpfelchen.

    In dieser Situation ist guter Rat teuer....im wahrsten Sinne des Wortes. Man müsste zuerst einmal die Schallwege suchen und untersuchen. Dann darauf achten, ob und wie sich das Verhalten in den unterschiedlichen Geschossen zeigt. Danach könnte man Vermutungen anstellen und Lösungsmöglichkeiten erarbeiten. Sollte es auf eine mangelhafte Trennung der beiden Haushälften hinauslaufen, dann geht der Spaß erst richtig los.

    Gegen die Luftschallausbreitung könnte man raumseits der Wände etwas unternehmen. Dadurch wäre eine Verbesserung der Luftschalldämmung möglich. In welcher Größenordnung das gelingt, und welcher Aufwand dafür erforderlich wird, das steht in den Sternen. Das kann man erst näher beziffern, wenn die o.g. Infos vorliegen (sprich Messwerte etc.).

    Also, trennen durch aufflexen des Außenputz mag vielleicht einen psychologischen Effekt haben, aber ich vermute, messtechnisch lässt sich der Erfolg kaum feststellen.
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  17. #15

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    Hmmm, viel Mühe für etwas was schon abgehandelt ist.
    "Ein Schallschutzfachmann sollte die fachlichen und technischen Möglichkeiten besitzen die Ursache genauer festzustellen um dann die geeigneten Vorschläge zu unterbreiten."
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