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Neue Heizung total verwirrt

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  1. #1

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    Neue Heizung total verwirrt

    Hallo zusammen

    Ich hoffe ich bin hier mit meiner Frage richtig, habe nichts anderes Gefunden, wenn nicht bitte Verschieben.
    Also wir haben uns letztes Jahr ein Haus gekauft mit einer alten Ölheizung meine BJ 84 und die soll jetzt gegen eine neue ausgetauscht werden im gleichen Zug soll das Warmwasser direkt über die Heizung mit laufen.
    Hatte jetzt 3 Installateure da gehabt und jeder hat etwas anderes gesagt und hoffe hier ein bisschen mehr Klarheit zu bekommen.
    Erst mal das Haus ist freistehend auf der Giebelseite etwas Gedämmt hat ca 130m² Wohnfläche. Die Heizkörper haben wir schon alle erneuert und aus den Nieschen raus geholt. Das Dach werden wir die Tage Dämmen.

    Alle Installateure haben uns von Pellets und davon Öl zu behalten abgeraten.
    Alle haben uns die neue Gas Brennwerttechnik glaube so heißt das empfohlen.
    Aber der eine die Firma Vissmann der eine Weber der andere Junker.
    Der eine Sagt 14kw reichen der andere sagt 14kw reichen nicht dann läuft die Heizung im Winter mit Warmwasser immer auf Max besser wären 22Kw.
    Der eine meinte wir sollen einen kleinen Wasserspeicher nehmen, weil dann umso weniger Wasser warm gehalten werden muss und das Energie Spart und zum Duschen alle mal noch reicht und für die Badewanne die Heizung dann wie ein Durchlauferhitzer funktioniert.
    Der andere sagte was fürn quatsch muss ein großer Warmwasserspeicher sein damit auch genug Warmwasser für die Badewanne vorhanden ist und nicht in den DH betrieb geht,

    Ich hoffe ihr könnt mir bei der Wahl der Heizung ein wenig behilflich sein ich weiß jetzt gar nicht was das beste für uns ist.

    Vorab schon mal Vielen Dank für eure Hilfe

    Mit freundlichen Grüßen
    Marc
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  2. Neue Heizung total verwirrt

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  3. #2

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    hat mal was vernünftiges gelernt
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    fangen wir mal vorne an...
    Gibt es Verbrauchswerte aus den letzten Jahren? Irgendwie muss man wenigstens grob die aktuelle Heizlast ermitteln und das geht vermutlich am besten über den bisherigen Verbrauch.
    Alternativ müsste man die einzelnen Bauteile berechnen; geht auch, wenn man weiß welcher Stein, Fenster etc..(ist bei der angedachten Dämmassnahme auch der bessere Weg)

    Welcher Wärmeerzeuger zukünftig die Arbeit verrichten soll, hängt neben den Investkosten von den baulichen Gegebenheiten ab.
    Bei Gas braucht man einen Anschluß (oder liegt der schon im Haus?) und einen LAS (Schornstein).
    Bei Pellets brauchts ein Lager. Wenn der alte Öltank das Lager werden soll, gibts Entsorgungskosten des Tanks.
    usw usf..hängt eben stark von den örtlichen Gegenbenheiten ab.

    Die Speichergröße hängt vom WW Bedarf ab. Was heißt überhaupt "groß" und "klein" bei den vorgeschlagenen Speichern?

    Die Marken sind erst mal egal (und werden hier auch nicht diskutiert; NUBs beachten). Alle machen gute Geräte. Hier kommt es auf den HB an, welches er am liebsten verbaut (Marge und Erfahrung mit Hersteller)
    Dass die HB´s alle zu Gas raten hat vermutlich mehrere Gründe.
    Das ist das Brot und Butter Geschäft, man kann wenig falsch machen und die HB´s kennen sich damit aus.
    Aktuell ist Gas zudem im Verhältnis zu den anderen Energieträgern günstig. Je nach PLZ, bekommt man die kWh für 6-6,5 Cent inkl. GG.
    Öl kann da nicht mithalten, wird aber das günstigste im Invest sein, Pellets gehen etwas günstiger vom Verbrauch, dafür meist höherer Invest.

    Was am Ende die wirtschaftlichste Vollkosten Lösung (auf 10,15,20a) ist, kann man so nicht sagen. Das kann evtl. sogar Öl als Brennwerter sein, warum nicht.
    Das muss man rechnen..

    Und nebenbei: Ob die Gasbuchse jetzt WW unter Vollast macht oder nicht, ist doch vollkommen Schnuppe. Das ist kein Argument pro 22kW...
    Und nebenbei: es gibt Gasthermen, deren Heizleistung auf z.B. 11kW begrenzt ist, aber WW mit 16kW machen.
    Aber ob man jetzt WW mit 14 kW oder 16 oder 20 auf einen Speicher macht ist nicht so entscheidend. Ob das jetzt 20, 17 oder 15min dauert ist egal.
    Die Therme sollte so ausgelegt werden, dass die obere Leistungsgrenze sicher reicht, auch bei Auslegungstemperatur (z.b. -14° AT) die Bude warm zu kriegen und in der Übergangszeit nicht übermässig taktet, d.h. untere die Leistungsgrenze sollte möglichst klein sein.
    Um aber die richtige Größe zu finden, braucht es ein Abschätzung, was aktuell und nach Dämmung des Dachs (werden sonst noch Dämmmassnahmen gemacht?) an Bedarf besteht.
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  4. #3

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    Zellstoff hat ja schon viel geschrieben. Allerdings denke ich das Marc ne Ölbrennwertheizung meint und kein Gas. Oder hab ich das falsch verstanden? Wäre ein Erdgasanschluß möglich?
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  5. #4
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    Hallo zusammen

    Erst mal Danke für eure Antworten
    Also erst mal soll nur das Dach neu Gedämmt werden.
    Gasanschluss ist auf der anderen Seite der Strasse wäre aber kein Problem das ins Haus zu bekommen.
    Also wenn dann soll Öl raus also wenn das Gasbrennwert. Habe ich vielleicht nicht deutlich genug geschrieben sorry.
    Also kleiner WW Speicher bedeutet 75l und groß wären 200-250l.
    Es gibt leider keine Verbrauchswerte vom Vorbesitzer. Kann nur sagen, das wir letztes Jahr 2000l Öl nach getankt haben und die jetzt verbraucht sind. Aber war ja auch nicht wirklich Winter und eine Etage wurde kaum Geheizt, weil noch nicht fertig und das Dach ist noch nicht gedämmt. Also kann man nicht wirklich was dazu sagen.
    Die Außenwände sind Bimssteine und außen sind zwei Giebelseiten mit ich schätze so 5 cm Dämmstoff gedämmt. Komme da aber nicht genau ran, weil alles verkleidet ist.

    Die Entsorgung des alten Öltanks ist auch nicht das große Problem.

    MFG
    Marc
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Marc84 Beitrag anzeigen
    Kann nur sagen, das wir letztes Jahr 2000l Öl nach getankt haben und die jetzt verbraucht sind.
    Wann letztes Jahr?

    Wegen dem Wasserspeicher, ein Konzept mit einem 75Liter Speicher ist ja fast schon ein Durchlauferhitzerkonzept, dafür braucht es bei entsprechenden Zapfstellen schon Leistung. Ich sehe da keinen Vorteil gegenüber einem 200Liter WW-Speicher, denn die Verluste werden nicht viel geringer sein. Beides sind ja eher kleine Speicher mit entsprechend kleiner Oberfläche. Dafür kann man bei dem etwas größeren die WW-Temperatur niedriger wählen, so dass der Unterschied bei den Stillstandsverlusten überschaubar sein sollte. Da reden wir vielleicht über eine Differenz von 1kWh pro Tag, vermutlich weniger.

    Es würde mich nicht wundern, wenn nach Abschluss der Sanierung die kleinste verfügbare Gastherme ausreichen sollte. Dann würde ich mir überlegen, ob ich die auf einen etwas größeren Speicher arbeiten lasse, und gleichzeitig noch für den Sommer ein paar Kollektoren auf´s Dach baue. Das rechnet sich zwar nicht wirklich, aber im Sommer bleibt die Kiste halt aus.

    Möchte man die Leistung des Wärmeerzeugers genauer dimensionieren, dann müsste man sich den WW Bedarf auch genauer anschauen. Anzahl und Art der Zapfstellen, Nutzung, dann kann man schon sagen welche Leistung bzw. welches Konzept sinnvoll wäre. Es macht halt einen Unterschied ob nur die Dusche genutzt wird, oder ein 500 Liter Whirlpool im Badezimmer steht.
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  7. #6

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    Hmmm 2000 Liter in einem Jahr bei der Wfl. und dem relativ milden Winter sind jetzt nicht zu wenig. (kommt drauf an wann getankt wurde) Wenn du Ölheizung aber 30 Jahre alt ist ist sie wohl nicht besonders sparsam. Würde dann auch auf Gas-Brennwert gehen. Ein Gerät mit max. 15 kw reicht aus. Hydraulischen Abgleich machen lassen.

    Zum Warmwasser. Wie viele Bewohner? Was für Zapfstellen? (Dusche, Badewanne usw.) Hartes oder weiches Wasser?
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  8. #7
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    Also wir sind noch 2 Bewohner Nachwuchs ist geplant es hängen 2 duschen und später eine Badewanne dran die aber eher selten benutzt wird. Wir haben hier sehr sehr weiches Wasser. Ein Hydraulischer Abgleich wurde schon gemacht wo wir die alten Heizkörper ausgetauscht haben.


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  9. #8

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    Ich wiederhole mich

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wann letztes Jahr?
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  10. #9
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    Kurz vorm "winter" wann genau kann ich so gar nicht sagen. Fakt ist wenn man im Heizungs Raum steht geht die Heizung permanent an.


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  11. #10

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    Kurz vorm "Winter 2013/14" der groß keiner war? Dann wäre das nicht wenig Öl. Kann dann an der alten Anlage liegen oder anderen Grund haben. Würde sagen Gastherme mit max. 15 kw Leistung mit nebenstehenden 150 Liter WW-Speicher oder Kompakt-Gerät mit Schichtladespeicher.
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  12. #11

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    1. Es sollen noch Veränderungen an der Gebäudehülle vorgenommen werden, so dass die Heizlast sinken wird --> Kesseltausch abwarten, bis Arbeiten an der Gebäudehülle entsprechend des energetischen Sanierungskonzeptes abgeschlossen sind
    2. Heizlastberechnung fertigen lassen und Warmwasserbedarf ermitteln --> HLS-Planer
    3. Neue Kesselanlage darauf auslegen --> HLS-Planer
    4. Planung fertigen, Ausschreibung fertigen und Angebote einholen --> HLS-Planer
    5. Handwerker beauftragen --> Bauherr
    6. Bauen --> Handwerker
    7. techn. Abnahme --> HLS-Planer
    8. Abnhame und Rechnung bezahlen --> Bauherr

    Eine Heizungsanlage haben, die in dem Gebäude, im dem sie steht genau das macht, was sie soll.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von flo79 Beitrag anzeigen
    Kurz vorm "Winter 2013/14" der groß keiner war? Dann wäre das nicht wenig Öl. Kann dann an der alten Anlage liegen oder anderen Grund haben. Würde sagen Gastherme mit max. 15 kw Leistung mit nebenstehenden 150 Liter WW-Speicher oder Kompakt-Gerät mit Schichtladespeicher.
    Ich würde sagen, Du haftest jetzt dafür, dass diese Anlage auch in diesem Gebäude funktioniert und dem Bauherren kein finanzieller Schaden entsteht.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Marc84 Beitrag anzeigen
    Fakt ist wenn man im Heizungs Raum steht geht die Heizung permanent an.
    Und wenn nicht, dann nicht?
    Da ist wohl etwas mit der Verdrahtung nicht in Ordnung...

    Im Ernst:
    Sie taktet also heftig?
    Und da soll ein hydraulischer Abgleich erfolgt sein?
    Möglicherweise haben die neuen Heizkörper zu wenig Wasserinhalt!
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Taipan. Warum? Baue ich die Anlage ein oder ein HB? Das ist als Tipp bzw. Anhaltspunkt zu verstehen. Wenn ein 15kw Kessel ein 130qm Haus nicht warmbekommt liegt da einiges schief.

    Und jetzt mal an den schlauen Architekten. Wie könnte der finanzielle Schaden ausschauen? Aber Hauptsache du hast was geschrieben...
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  17. #15

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    Zitat Zitat von flo79 Beitrag anzeigen
    Taipan. Warum? Baue ich die Anlage ein oder ein HB? Das ist als Tipp bzw. Anhaltspunkt zu verstehen. Wenn ein 15kw Kessel ein 130qm Haus nicht warmbekommt liegt da einiges schief.

    Und jetzt mal an den schlauen Architekten. Wie könnte der finanzielle Schaden ausschauen? Aber Hauptsache du hast was geschrieben...
    Weil du mit deiner Aussage unter Umständen in die Planerhaftung kommst ... Dass passiert, wenn irgenwer meint zu irgendwas Empfehlungen zu geben, ohne tatsächlich Ahnung zu haben.

    Der Schaden beläuft sich beispielsweise auf Mehrkosten der Anlage, wenn es günstiger gänge.
    Der Schaden beläuft sich auf Hotelkosten und Umbaukosten, wennn nächsten Winter die Bude doch nicht ausreichend warm wird.
    Der Schaden beläuft sich auf laufende Kosten, wenn der Unterhalt und Betrieb der Anlage teurer ist, als eine ordentlich geplante ....


    So jetzt halte die Bälle flach.
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