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Größere Dachfenster

Diskutiere Größere Dachfenster im Forum Baugesuch, Baugenehmigung auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Größere Dachfenster

    Hallo liebe Forengemeinde,

    wir bauen gerade das Haus meiner Schwiegereltern um, daher werde ich in den nächsten Tagen wohl mal den ein oder anderen Post hier verfassen. Bisher haben mir viele der bestehenden Threads schon weiter geholfen. Schon einmal vielen Dank für Eure Mühen hier im Forum.

    Als 1. Baumaßnahmen haben wir letzte Tage die vorhandenen Dachfenster im ausgebauten Speicher ausgetauscht. Die Fenster waren 30 Jahre alt und so langsam am Ende der Bedienbarkeit. Wir haben die Fenster jetzt durch neue Velux Fenster vom Fachmann austauschen lassen.

    Die vorherigen Fenster waren 1,4m * 0,9m. Um den Raum heller und freundlicher zu gestalten, haben wir uns für größere Fenster entschieden (2,2m * 0,9). Jetzt kam natürlich gleich aus der Nachbarschaft der Kommentar, dass dies eine bauliche Veränderung sei und ob wir eine Baugenehmigung hätten. Nur zur Info, die Fenster haben immer noch die gleiche Außenfarbe, sie sind einfach nur etwas größer.

    Über das Thema Baugenehmigung hatten wir gar nicht nachgedacht, unser Handwerker hat dieses Thema auch nie angebracht. Was denkt ihr? Benötigt man hier eine Baugenehmigung (ich will jetzt auch nicht unbedingt beim Amt nachfragen ).

    VG
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  2. Größere Dachfenster

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  3. #2

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    (ich will jetzt auch nicht unbedingt beim Amt nachfragen ).

    VG
    Wieso nicht? Entweder es passt nicht, dann musst Du es sowieso ändern lassen, oder es passt, dann hast Du Gewissheit, dass Dein Nachbar Unsinn erzählt.
    Wenn DU Dich nicht rührst und es stellt sich heraus, dass es so nicht erlaubt ist, dann hast DU erst Recht ein Problem.

    Wenn ich die LBO für NRW richtig interpretiere, dann wäre die Vergrößerung des Fensters genehmigungsfrei. Genehmigungsfrei bedeutet aber nicht, dass man machen kann was man will. Jetzt stellt sich also noch die Frage, ob durch die Vergrößerung die notwendigen Abstände (Brandschutz) weiterhin eingehalten werden, oder ob es lokale Vorgaben gibt (BPlan oder irgendwelche Satzungen oder was weiß ich) die hier greifen und einer Vergrößerung entgegen stehen. Das kann am einfachsten das Bauamt beantworten.

    Deine "Ausrede", dass der Handwerker auch nichts gesagt hat, ist sinnfrei, denn Planung ist Sache des Bauherrn bzw. des Planers an den er diese Verantwortung delegiert. Damit kommst Du also nicht durch. Die Verantwortung liegt bei Dir.

    Nebenbei bemerkt klärt man solche Dinge vorher. Das macht das Leben leichter.

    Ich würde beim Bauamt anrufen bevor´s der Nachbar macht. Die Chancen stehen ja gut, dass alles OK ist. Gewinnen kannst Du durch Vogelstrauß-Taktik nichts.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Wahrscheinlich hast du Recht. Ich werde da einfach mal anrufen.

    Hätte ich da vorher dran gedacht, dann hätte ich wahrscheinlich vorher nachgefragt. Mir ist nur nicht einmal ansatzweise in den Sinn gekommen, dass ein größeres Fenster eine bauliche Veränderung sein könnte. Normale Fenster würde ich mir ja auch nicht genehmigen lassen... Aber ich hab nun mal auch keine Ahnung

    Zum Thema Handwerker. Ich erwarte schon, dass mich ein Handwerksmeister bei der Planung, Besprechung etc. wenigstens mal nach so etwas fragt, falls es notwendig ist, auch wenn mich das als Bauherren nicht aus der Pflicht entlässt. Aber vielleicht ist mein Anspruch an Dienstleister, die viel Geld von mir bekommen auch einfach zu hoch ...
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  5. #4

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    Der Handwerker ist kein Planer, und woher soll er wissen, ob Du den Dachaus/umbau einfach so beauftragt hast, oder ob es für alles schon eine Genehmigung gibt, oder es bei Euch in der Stadt, Straße vielleicht irgendwelche planerischen Besonderheiten gibt? Über so was kann man reden, muss aber nicht. Sein Auftrag lautet, altes Fenster raus, neues Fenster rein. So lange er damit nicht etwas bastelt das gefährlich werden kann, muss er nur seinen Job machen.

    Aber ich hab nun mal auch keine Ahnung
    Dann solltest Du Dir aber schleunigst jemanden holen der Ahnung hat, denn bei so einem Umbau kommen noch viel mehr Dinge auf Dich zu als nur das bisschen Dachfenster. Du darfst Dich nicht darauf verlassen, dass Handwerker einfach mal so nebenbei die Planung mit erledigen, und das auch noch ungefragt und ohne Auftrag. Manche können zumindest in ihrem Gewerk auch planerische Aufgaben übernehmen, aber dann fehlt der Blick für´s Ganze. Also nicht zu viel erwarten für das "viele" Geld das sie von Dir bekommen. Es lohnt sich auch wenn klare Absprachen getroffen werden, so dass jeder weiß wo er dran ist.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von dernils Beitrag anzeigen
    Zum Thema Handwerker. Ich erwarte schon, dass mich ein Handwerksmeister bei der Planung, Besprechung etc. wenigstens mal nach so etwas fragt, falls es notwendig ist, auch wenn mich das als Bauherren nicht aus der Pflicht entlässt. Aber vielleicht ist mein Anspruch an Dienstleister, die viel Geld von mir bekommen auch einfach zu hoch ...
    Handwerker sind auch keine Dienstleister.... Und wenn ich das schon höre: Dienstleister, die viel Geld von mir bekommen...... Mann, Mann, Mann.
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  7. #6
    Themenstarter

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    @ R.B. Danke. Du hast recht und mich überzeugt. Ich war da wohl etwas blauäugig. Werde mich ab jetzt besser informieren und auch noch Unterstützung suchen (sowohl hier bei euch Experten im forum als auch durch jemand der mich vor Ort unterstützt)

    @Bauliesl: das mit dem Viel Geld war vielleicht falsch ausgedrückt. Ich bin gerne bereit gute Leistung auch gut zu bezahlen. Habe vielleicht mehr erwartet als ich erwarten konnte.
    Aber Handwerker sind für mich weiterhin Dienstleister, das ist ja nicht abwertend oder so gemeint.

    VG
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  8. #7

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    aber der Dienst, den sie leisten ist die Montage etc. Nicht das Denken! Dafür sind Andere zuständig! Ja, das meine ich ernst! Ich denke bewusst bei einigen Baustellen nicht. Ist nicht mein Job, warum soll ich ihn dann für Andere erledigen? Nur wenn es meine Arbeit berührt dann denk ich drüber nach und überlege, ob ich mein Denken dem Kunden sage. Manchmal sag ich es, manchmal sag ich es nicht... Vieles ist einfach nicht MEIN Problem, sollen sie doch ihre Probleme dann alleine lösen wenn sie sie auch gefunden haben... Und finden werden sie ihre Probleme definitiv... Kann man mit Denken und Planen oft vorher sehen... Wenn man dafür mal Zeit und Geld aufbringen würde und dafür nicht zu hektisch und sparsam wäre...
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  9. #8
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    @h.pf.: das verstehe ich. Vielleicht war meine erwartungshaltung einfach falsch, aber ich mache sowas ja auch nicht jeden tag, und wahrscheinlich war ich bei den Dachfenstern etwas schnell. Aber daraus habe ich ja gelernt.

    Aber ich hoffe, dass bis auf die genehmigsthematik sonst alles gut ist
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  10. #9

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    @Bauliesl: das mit dem Viel Geld war vielleicht falsch ausgedrückt. Ich bin gerne bereit gute Leistung auch gut zu bezahlen. Habe vielleicht mehr erwartet als ich erwarten konnte.
    Aber Handwerker sind für mich weiterhin Dienstleister, das ist ja nicht abwertend oder so gemeint.

    VG
    Wenn im Sinne deiner Definition damit gemeint ist ein Werk zu erstellen (mit den Händen), dann für diesen Bereich ja. Meinst du es aber nicht so, dann ganz klar nein. Handwerker sind keine Dienstleister - im umfassenden Sinne. Sie können es seien, sind dann vielleicht die, für die Beruf nicht nur Beruf ist. Das kann man aber nicht pauschalisieren und nur weil jemand nicht "mitdenkt" ist er keinesfalls ein schlechter Handwerker.
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  11. #10
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    Ja ich meinte die Erstellung des Werks als Dienstleistung. Ich glaube wir reden vom gleichen
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Ja ich meinte die Erstellung des Werks als Dienstleistung. Ich glaube wir reden vom gleichen
    Das bezieht sich aber nur eben auf die Erstellung, wie du es schon sagtest. Nicht aber auf etwaige Planleistung. Du kannst also den fachgerechten Einbau erwarten. Dass der DD sich aber vorher in die LBO einließt und ggf. vorher ne Anfrage beim Bauamt stellt um etwaige Tücken aufzudecken - das kannst jetzt nicht unbedingt erwarten. Da ich denke, dass es nicht nötig ist um ein mangelfreies Werk abzuliefern.
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  14. #12

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    Ja ich meinte die Erstellung des Werks als Dienstleistung.
    Ich dachte bisher, Handwerker lieferten ein Werk und Dienstleister einen Dienst. Und ich dachte weiter, ein Werk und ein Dienst seien nicht das selbe, schon allein aus dem Wort heraus.

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