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Kostenrechnung nach DIN276

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  1. #1

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    Kostenrechnung nach DIN276

    Hallo!

    Wie in einem anderen Thread schon diskutiert haben wir eine Kostenrechnung unseres Architekten vorliegen.
    Von der Aufstellung her ist für mich nicht ersichtlich ob nach DIN276 oder nicht.
    Daher hier die Frage: Was bzw. welche Kostengruppen muss die Aufstellung des Architekten enthalten?

    Viele Grüße

    maku1975
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  2. Kostenrechnung nach DIN276

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Kommt drauf an, zu welchem Zwecke die Berechnung gemacht wurde.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von DIN 276
    4.2Ausführungsorientierte Gliederung der Kosten

    Soweit es die Umstände des Einzelfalls zulassen (z. B. im Wohnungsbau) oder erfordern (z. B. bei Modernisierungen), können die Kosten vorrangig ausführungsorientiert gegliedert werden, indem bereits die Kostengruppen der ersten Ebene der Kostengliederung nach ausführungs- oder gewerkeorientierten Strukturen unterteilt werden. Dies entspricht der 2. Ebene der Kostengliederung. Hierfür kann die Gliederung in Leistungsbereiche entsprechend dem Standardleistungsbuch für das Bauwesen (Internet unter <www.gaeb.de>) verwendet werden.

    Im Falle einer solchen ausführungsorientierten Gliederung der Kosten ist eine weitere Unterteilung, z. B. in Teilleistungen, erforderlich, damit die Leistungen hinsichtlich Inhalt, Eigenschaften und Menge beschrieben und erfasst werden können. Dies entspricht der 3. Ebene der Kostengliederung.

    Auch bei einer ausführungsorientierten Gliederung sollten die Kosten in Vergabeeinheiten geordnet werden.
    Auf gut Deutsch - wie der Kollege die Aufstellung macht, ist erstmal ihm überlassen, so lange alle aufzunehmenden Kosten auch enthalten sind!
    Was ist aufzunehmen? Auf jeden Fall, alle Baukosten (KG 300 & 400), alle Nebenkosten (KG 700).
    Ob Grundstück, Erschliessung, Aussenanlagen, Einrichtung usw. auch mit aufzunehmen sind, ist abzustimmen!

    Auf jeden Fall sind Eigenleistungen als Handwerkerleistungen aufzunehmen und ggf in einem gesonderten Blatt darzustellen (als Einsparung).
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  5. #4
    Themenstarter

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    Wir haben dem Architekten zum einen unser Budget für das Haus genannt und zum anderen geht es uns jetzt darum die konkrete Finanzierung angehen zu können bei der ja auch die ganzen "Nicht direkt Haus" und auch "machen wir selbst" Kosten von Irgendetwas bezahlt werden müssen
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall sind Eigenleistungen als Handwerkerleistungen aufzunehmen und ggf in einem gesonderten Blatt darzustellen (als Einsparung).
    Das ist schon mal gut zu Wissen, da hat er nämlich im Moment nur Materialkosten (Trockenbau OG) angesetzt, bzw. die Zahlen ganz rausgenommen (Maler/Bodenbeläge) ohne die Handwerkerkosten nochmal irgendwo auszuweisen.
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  7. #6

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    Das ist schlicht falsch, ausserdem will die Bank ja nicht wissen, wie viel Sie bezahlen wollen (schon auch, aber nicht nur), sondern auch, was das Haus wert ist.
    Und Ihre Eigenleistung erbringt ja auch einen materiellen Wert!

    Ausserdem - was, wenn die Eigenleistung dann aus persönlichen oder beruflichen Gründen nicht ausgeführt werden kann und doch durch eine Firma gemacht werden muss.
    Zu guter Letzt senkt er damit sein Honorar - aber das ist nicht Ihr Problem
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  8. #7
    Bauexpertenforum
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    Und Ihre Eigenleistung erbringt ja auch einen materiellen Wert!Ausserdem - was, wenn die Eigenleistung dann aus persönlichen oder beruflichen Gründen nicht ausgeführt werden kann und doch durch eine Firma gemacht werden muss.
    Genau! Und deswegen sind die anrechenbaren Kosten von Eigenleistungen nach § 4 Abs. 2 HOAI auch mit den ortsüblichen Preisen in Ansatz zu bringen!

    Von der Aufstellung her ist für mich nicht ersichtlich ob nach DIN276 oder nicht.
    Problem verstehe ich nicht. Wer die DIN 276 kennt, kann auch anhand dieser DIN prüfen und klären, ob die Kostenschätzung den Anforderungen dieser DIN entspricht.

    Wäre ja genauso als würde jemand fragen: Ich habe ein Auto, weiß aber nicht, ob es einen Motor hat.
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    @maku1975: Falls du alle Grundleistungen der Leistungsphasen der HOAI im Architektenvertrag beauftragt hast, müsste dir inzwischen eine Kostenschätzung nach DIN 276 (aus der Leistungsphase 2, Vorplanung) und auch eine Kostenberechnung nach DIN 276 (aus der Leistungsphase 3, Entwurfsplanung) vorliegen, falls ihr von der Planung her schon so weit seid. Welche Leistungsphasen hat denn der Architekt abgerechnet?

    In der Kostenschätzung sollen die Gesamtkosten nach Kostengruppen mindestens bis zur 1. Ebene der Kostengliederung ermittelt werden, vgl. DIN 276/06.93, Ziffer 3.2.1 und in der Kostenberechnung sollen die Kosten mindestens bis zur 2. Ebene ermittelt werden, vgl. DIN 276/06.93, Ziffer 3.2.2.

    Die Kostenberechnung der LP 3 nach DIN 276 gliedert sich dann (auszugsweise) so:

    Kostengruppe
    (…)
    Nr. 200 Herrichten und Erschließen (Grundstück)
    ---------------------------------------------------------
    2. Ebene der Kostengliederung:

    210 Herrichten
    220 Öffentliche Erschließung
    230 Nichtöffentliche Erschließung
    240 Ausgleichsabgaben
    250 Übergangsmaßnahmen

    Nr. 300 Bauwerk-Baukonstruktionen
    ---------------------------------------------------------
    2. Ebene der Kostengliederung:

    310 Baugrube
    320 Gründung
    330 Außenwände
    340 Innenwände
    350 Decken
    360 Dächer
    370 Baukonstuktive Einbauten
    390 Sonstige Maßnahmen für Baukonstruktion


    Nr. 400 Bauwerk - Technische Anlagen
    ---------------------------------------------------------
    2. Ebene der Kostengliederung:

    410 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen
    420 Wärmeversorgungsanlagen
    430 Lufttechnische Anlagen
    440 Starkstromanlagen
    450 Fernmelde- und informationstechnische Anlagen
    460 Förderanlagen
    470 Nutzungsspezifische Anlagen
    480 Gebäudeautomation
    490 Sonstige Maßnahmen für Technische Anlagen


    Nr. 500 Außenanlagen
    ---------------------------------------------------------
    2. Ebene der Kostengliederung:

    510 Geländeflächen
    520 Befestigte Flächen
    530 Baukonstruktionen in Außenanlagen
    540 Technische Anlagen in Außenanlagen
    550 Einbauten in Außenanlagen
    560 Wasserflächen
    570 Pflanz- und Saatflächen
    590 Sonstige Maßnahmen für Außenanlagen

    u.s.w.

    Nicht nur Schlussrechnungen, sondern auch Abschlagsrechnungen müssen prüffähig sein, vgl. Locher/Koebele/Frik, HOAI-Komm., Rn 99 zu § 15 HOAI. Dazu gehört das Vorliegen einer entsprechenden korrekten Kostenermittlung nach DIN 276 und eine Bezugnahme darauf.

    Sind Abschlagsrechnungen nicht prüffähig, sind sie nicht fällig und brauchen nicht bezahlt zu werden.

    Wichtig: der Auftraggeber kann sich auf die fehlende Prüffähigkeit einer Architektenrechnung nicht mehr berufen, wenn er diese nicht spätestens binnen 2 Monaten ab Rechnungszugang unter genauer Angabe der Gründe gerügt hat.

    Wenn du willst, poste die anonymisierte Rechnung nebst der Kostenermittlung hier im Forum mal, oder schicke sie mir per E-Mail. Ich schaue dann kurz mal drüber. Wenn man sie nicht sieht, lässt sich da „aus der Ferne“ kaum was dazu sagen.
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  10. #9

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    @Rolf,
    geht´s hier um eine Architekten-Abschlagsrechung??
    Ich dachte es geht dem TE darum, was in einer Kostenberechnung nach 276 enthalten sein muss......
    Oder hab ich was überlesen?
    Warum spricht man eigentlich nicht ganz einfach mit dem Archi?
    Liesl
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  11. #10
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    Ich denke mal, @maku meint eine Kostenberechnung = Kostenschätzung und nicht eine " Kostenrechnung " = Honorarabrechnung des Archis.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von Bauliesl Beitrag anzeigen
    @Rolf,
    geht´s hier um eine Architekten-Abschlagsrechung??
    Ich dachte es geht dem TE darum, was in einer Kostenberechnung nach 276 enthalten sein muss......
    Oha, danke für den Hinweis!
    Das kann sein, dass der TE nicht eine "Kostenrechnung", sondern eine "Kostenberechnung" meint, die er da erhalten hat. Dann wären Teile meines Beitrags #8 in der Tat obsolet.
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  13. #12

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    Eben. Davon gehe ich auch aus. Aber wieso kommt dann sofort die "wenn Architektenrechnungen nicht prüffähig sind, sind sie nicht zu bezahlen...".
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
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    Zitat Zitat von Bauliesl Beitrag anzeigen
    Aber wieso kommt dann sofort die "wenn Architektenrechnungen nicht prüffähig sind, sind sie nicht zu bezahlen...".
    Weil das so gewesen wäre, wenn der TE eine Abschlagsrechnung erhalten hätte, die nicht prüffähig wäre. Ein bisschen viel Konjunktiv, aber so ist das bei Irrtümern nun mal ...
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Aber wieso kommt dann sofort die "wenn Architektenrechnungen nicht prüffähig sind, sind sie nicht zu bezahlen...".
    Wenn @Ralf von einer " Kostenrechnung " ausgegangen ist, war der Hinweis doch richtig. Und für diesen Fall hätten die Mitleser wieder was gelernt.
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  17. #15

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    Herr Wortmann, so sehr ich Ihre Beiträge schätze, ich muss mal wieder widersprechen.

    1) Vor die Kostenschätzung hat die DIN 276 den Kostenrahmen gesetzt

    2) Wie ich im Rahmen der LP 1 - 9 meine Kostenermittlungen gliedere (Nach Kostengruppen, nach Gewerken, nach späteren LVs) ist mir überlassen - siehe mein obiges Zitat

    3) Wenn ich meine Kostenberechnung nicht nach den KG gemacht habe, dann genügt es, in dieser die einzelnen Posten nachträglich für die Abrechnung mit den entsprechenden Untergruppenziffern zu versehen und entsprechen zu sortieren. Macht Excel mit einem Knopfdruck!
    Habe ich selber schon so auch vor Gericht durchgewunken bekommen!

    Ich mache Kostenermittlungen eingentlich NUR für kommunale Bauabteilungen nach DIN 276-Systematik. Und das nur mit anhängender detailierter gewerkerweiser Erläuterung.
    Bei allen privaten und bisher auch allen gewerblichen Kunden mache ich diese nach Leistungen
    Also Mauerwerk, Beton, Stahl, Innenputz, Estrich, usw usw usw.
    Nur für Bank gibts ein Deckblatt mit den Hunderter-Gruppen.
    Dann kann ich dem Bauherren nämlich im Rahmen der Kostenverfolgung jederzeit mitteilen, welche Positionen aus der KE für in welchem LV auftauchen, die Kosten entsprechend auflisten und nach der jeweiligen Submission genau beweisen, ob und wieviel das wirtschaftlichste Angebot über oder unter den ermittelten Kosten liegt.
    DAS versuchen Sie mal mit einer KE nach der DIN 276
    Da wird jeder private Bauherr irre!
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