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RAL-Gütesiegel für Umfinanzierung Haus (Holzständerbauweise)

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  1. #1

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    RAL-Gütesiegel für Umfinanzierung Haus (Holzständerbauweise)

    Hallo zusammen,

    ich möchte ein vorhandenes KfW-Darlehen zur DS.-Bank umfinanzieren.

    Grund ist Wohnriester - aber egal für mein eigentliches Anliegen.

    Die DS.-Bank hätte nun gerne das RAL-Gütesiegel des Hausherstellers.

    Gibt es aber nicht!!!

    Das Haus wurde von einer Zimmerei (lokale Zimmerei in der näheren Umgebung) gebaut, die nicht Mitglied in dem Verband ist, bzw. halt das Siegel nicht hat und ausstellen darf.

    Und nun?

    Hab ich wirklich die A...karte gezogen oder gibt es Möglichkeiten, also Alternativen zum RAL-Gütesiegel, die von der Bank anerkannt werden müssen? Hat wer hier schon Erfahrungen gesammelt?

    Höre das zum ersten Mal, bei der Finanzierung des Gebäudes 2009 war das nie ein Thema.

    Gruß Karl
    Geändert von R.B. (31.03.2014 um 11:30 Uhr) Grund: Name geändert
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  2. RAL-Gütesiegel für Umfinanzierung Haus (Holzständerbauweise)

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  3. #2

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    Zitat Zitat von karlh Beitrag anzeigen
    ...die von der Bank anerkannt werden müssen?
    Die Bank muss gar nichts anerkennen, d.h. Du wirst sie nicht dazu zwingen können. Letztendlich steht es ihr immer noch frei mit wem sie unter welchen Bedingungen Geschäfte macht, genau so wie es Dir freigestellt ist mit wem Du Deine Finanzierung machst.

    Wenn man sich darüber im Klaren ist, dann ist die Lösung ganz einfach.

    Es gibt eine Menge Gütesiegel, viele davon sind nicht einmal das Papier wert auf dem sie ausgedruckt werden, aber das nutzt alles nichts wenn die Bank, egal warum, so ein Gütesiegel fordert.

    Aus Sicht der Bank ist das verständlich. Man hat mit der Werthaltigkeit der Sicherheit ein Problem, Erfahrungen aus der Vergangenheit haben halt dazu geführt, dass Banken bei der Bewertung von Sicherheiten vorsichtiger vorgehen müssen wie das früher der Fall war. Da es für eine Bank nahezu unmöglich ist im Nachhinein die "Qualität" eines Gebäudes festzustellen, hat man halt versucht, durch solche oder ähnliche Anforderungen mehr Sicherheit zu erreichen.

    Die Alternative wäre, dass die Bank das Haus so drastisch niedriger bewertet, dass sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite liegt. Das würde Dir aber sicherlich auch nicht gefallen, denn dann wären die Konditionen für die Finanzierung dementsprechend schlecht (Risikoaufschlag).

    Jetzt gibt es nur 2 Möglichkeiten. Entweder die Bank akzeptiert eine andere Wertermittlung, bzw. ihr vereinbart einen höheren Risikoabschlag (evtl. spielt die Bank dann mit), oder Du schaust nach einer Bank die diese Anforderung nicht stellt. Im ersten Fall kann Dir das nur die Bank beantworten, aber nicht wundern wenn die sich strikt an ihre Vorgaben halten.
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  4. #3

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    Zu R.B. gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Die können fordern was sie wollen.

    Hintergrund ist aber dieses Thema:
    "Beidseitig bekleidete oder beplankte Wand-, Decken- und Dachelemente (z.B. Holztafeln für Holzhäuser in Tafelbauweise d.h. geschlossene Bauteile) müssen nach Bauregelliste A/Teil1 ein Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) führen. Die technischen Regeln obliegen der DIN 1052 (HFB)."

    Heißt wenn der Betrieb geschlossen Bauteile liefert muss er ein Übereinstimmungszeichen haben. RAL-Gütezeichen ist freiwillig. Für Banken ist das nicht ganz einfach zu durchschauen, haben aber natürlich einen Anspruch an die gelieferte Qualität. Dann kommt halt so was raus, irgendeiner der Banker hat mal was im www von RAL gelesen.
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  5. #4
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    Ja mein Holz hat natürlich das Ü-Zeichen.

    Sieht man nur nicht mehr, da das Haus fertig ist...
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  6. #5

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    Stop, die einzelnen Bauteile haben normalerweise dieses Ü-Zeichen. Dein Zimmermann muss das für geschlossenen Wand-, Decken- und Dachtafeln haben. Wenn er das hat, hat er auch einen Nachweis darüber. Wenn ja, geh mit den Unterlagen zur Bank, rede mit Denen, vielleicht löst sich das Problem von alleine.
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  7. #6
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    Es gab keine "geschlossenen Tafeln" für Wände, Decken oder Dach. Das Haus wurde Holz für Holz hier zusammengezimmert.

    Aber wie macht das denn der Zimmerer mit dem Nachweis, wenn er die Tafeln bei sich zusammenzimmert?

    Ich weiß schon, dass es teilweise so gemacht wird. Aber diesen "Nachweis" schreibt er dann selber, wenn er das bei sich in der Werkstatt zimmert und dann als fertiges Teil auf die Baustelle bringt.

    Oder wie kann ich mir das vorstellen?
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  8. #7

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    Dann hat er wahrscheinlich gar nichts. Deshalb zurück zu #2, dort ist alles gesagt. Das Ü-Zeichen darf man führen wenn man im Rahmen eines Überwachungsvertrages mit geeigneten Stellen die Voraussetzungen erfüllt.
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  9. #8

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    Je nachdem was für alles drin ist ist das ein oder andere Bauprodukt schon mit einem Ü-Zeichen gekennzeichnet. Nutzt aber tatsächlich nichts und hat auch nichts mit Qualität zu tun.
    Das Gütezeichen auf dem regulären Weg (Eintritt in eine Gütegemeinschaft, Antrag, Erstüberwachung, Güteausschuss...) zu bekommen dauert locker ein halbes Jahr, sagt über die Qualität des Bauwerks von 2009 oder 2010 auch nichts aus.
    Vielleicht lässt die Bank mit sich reden und die Zimmerei kann sich (Projektbezogen) in Anlehnung an die Güte und Prüfbestimmungen des RAL-Gütezeichens überwachen lassen. Kostet in jedem Fall eine nicht geringe Summe, die die Zimmerei bestimmt nicht übernehemen wird.
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  10. #9
    MoRüBe
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    Also, hier ist wohl eine Bank, die Probleme mit Holzhäusern hat. Die Forderung ist hier auch völliger Mumpitz, denn ein handwerklich hergestelltes Haus ist nu mal kein "Fertighaus". Was wollen die denn bei einem Steinhaus machen?

    Ähnliches gibt es bei der staatseigenen gelben Bank. Aber da sieht man grosszügig drüber hinweg, wenn denn der Überwachungsverein mit den 3 Buchstaben für ne satte Prov nen Gutachten fertigt.
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  11. #10

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    Nee, ist nicht soweit hergeholt. Das (die) Gütezeichen ist auch nicht auf vorgefertigte Elemente beschränkt.
    GZ als Vorraussetzung etabliert sich gerade bei den Banken.
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  12. #11
    MoRüBe
    Gast
    Find ich total cool

    Hier wird immer propagiert bau mit Archi und Einzelvergabe. Und was wird dabei herauskommen mit diesem verdammten Siegel? Entweder alle Zimmereien besorgen sich son Wisch, oder es wird der Tod vieler kleiner Unternehmen

    Oder noch besser: bauen wir halt wieder massiv
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  13. #12

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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    Also, hier ist wohl eine Bank, die Probleme mit Holzhäusern hat.
    und davon gibt es immer mehr.

    Aus Sicht der Banken ist das verständlich, die kennen sich mit "Bauen" auch nicht aus. Denen geht es, wie ich oben schon geschrieben habe, um die Werthaltigkeit ihrer Sicherheiten. Da war es halt in der Vergangenheit so, dass man für ein Haus aus "Stein" nach ein paar Jahrzehnten einfach höhere Wiederverkaufserträge erzielen konnte.
    Man darf ja nicht vergessen, dass solche Finanzierungen auf Jahrzehnte angelegt sind. Hinzu kommt, dass dank niedriger Zinsen, immer mehr Bauvorhaben finanziert werden, die man an sich nicht finanzieren dürfte. Da werden dann 100% finanziert, am besten die Nebenkosten auch noch mit, und weil das monatliche Einkommen nicht mehr her gibt, wird die Finanzierung mit einer anf. Tilgung von 1% versehen, Hauptsache die monatliche Rate bleibt niedrig. Wir landen dann bei Laufzeiten von 46 Jahren und mehr.

    d.h. die Bank geht bereits zu Beginn mit einem nicht unerheblichen Blankoanteil in die Finanzierung, und es ist sehr wahrscheinlich, dass sich daran nicht viel ändert, weil der Wertverlust durch die Tilgungen kaum kompensiert wird, vor allen Dingen in den ersten Jahren (Jahrzehnten).

    So, und jetzt hat die Bank ein Problem. Einerseits müsste man die Finanzierung verweigern, andererseits will man ja Geschäfte machen. Steigt sie in die Finanzierung ein, dann wird man ihr bald vorwerfen, dass sie den Wert der Sicherheiten falsch eingeschätzt hat. Es gibt nachträglich Korrekturbedarf, und wenn die Bank logisch denkt, dann wird sie versuchen solche Finanzierungen schnellstmöglich loszuwerden.
    Das hatten wir doch alles schon einmal. Ist ja nicht neu.

    Die Lösung auch Sicht der Banken, man lässt sich die Qualität bestätigen und somit hat man auch eine Rechtfertigung für die Finanzierung. Sollte es mal Probleme geben, dann wird man darauf verweisen, dass man als Bank alles irgendwie mögliche getan hat, und es gab ja eine externe Bestätigung, dass die Qualität in Ordnung ist. Es war somit nicht vorhersehbar, dass die Hütte nur noch Brennholzwert hat, und schon ist die Bank fein raus aus der Sache. Man wird ihr keinen Vorwurf machen können.

    Man muss einfach versuchen beide Seiten zu verstehen, dann erklärt sich so manches Verhalten ganz schnell. Hat man erst einmal verstanden was dahinter steckt, dann finden sich auch Lösungswege.

    Wenn ich heute zu einer Bank gehe, denen 50% EK auf den Tisch blättere und den Rest über einen 10a Volltilger mache, oder vielleicht auch noch einen 2. Kreditgeber mit einbinde der im besten Fall auch noch in den Nachrang geht, dann interessiert sich die Bank nicht die Bohne dafür ob ich mit dem Geld ein Haus aus Stein, Ziegel oder in HRB baue.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von MoRüBe Beitrag anzeigen
    Oder noch besser: bauen wir halt wieder massiv
    Ich hoffe Dein Mega Lol steht bewußt da!!! Aber mal ehrlich, wer bewußt sich mit Holzhausbau beschäftigt braucht eine bestimmte Ausrüstung und damit fallen die ganz kleinen Einmannvordachbauer sowieso weg und das ist gut so. Ich habe mehrfach gesehen wie Wandelemente auf dem Zimmererplatz auf Böcken im Regen zusammengeschustert wurden. Danke!!
    Ich bin zwar hier schonmal für meine Meinung geprügelt worden trotzdem nochmal. Zu einem vernünftigen Holzhausbau gehört auch die Zertifizierung.

    Ach und das RAL-Zeichen ersetzt nicht das Übereinstimmungszeichen bei geschlossenen Elementen. Dagegen kannst Du natürlich offene Wände unter RAL laufen lassen.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    MoRüBe
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    Ralf nu nimm nicht die Banken in Schutz

    Diese gelbe Bank, nur dank massiver Hilfe von Angela vor der Pleite gerettet, Milliarden verbrannt, die gleiche Bank erklärt jetzt was gut oder was schlecht ist? Und nur dann, wenn der TÜFF-Onkel vorbeischaut isses gut?

    Friedel: dieser ganze Zertifizierungswahn: Müll, Schwachsinn, typisch deutsch! Das sagt nichts über die Qualität der Arbeit vor Ort aus. Und nu komm mir nicht an, daß die Monteurstruppen sich auch bewischen lassen können. Wir haben in Deutschland den Meisterzwang,

    Du kennst den Spruch des Handwerks? Gott erschuf Himmel und Erde, dann kam das Handwerk...

    Und Du siehst selbst den ganzen Müll der täglich durch zertifizierte Meisterbetriebe produziert wird. Was ist denn mit diesen ganzen RAL-Fenstermontagen (ja, ich weiß, RAL-Montagen jibbet nicht)? Oder si, der wird dank des Meisterzwangs und wwi von Zertifikaten nicht arbeitslos.
    Ach hör auf...
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  17. #15
    Avatar von Flocke
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    Also Friedel, da muß ich Dir aber jetzt wirklich widersprechen. Ich habe selten ein Fertighaus gesehen das auch nur annähernd an die Qualität eines vor Ort gestellten Hauses herankommt. Die meisten zertifizierten Betriebe arbeiten eben nicht mit Gesellen, sondern haben einen Vorarbeiter und ein Rudel Honks. Auch die komplette Abdichtung läßt sich vor Ort besser herstellen, als in einer Halle an einzelnen Elementen. Da selbst bei Fertighäusern oft nicht alles passt8 Haus zu BoPla und anschlüsse der Versorger) wird vor Ort improvisiert um den Montagetermin zu halten, es kann aber in den seltensten Fällen die DB wieder vernünftig geflickt werden. Ich sehe viele dieser Häuser und oftmals rollen sich einem die Fußnägel hoch, wenn man sieht wie dort gearbeit und verarbeitet wird. Diese Häuser sind Industrieprodukte und keine Handwerksleistung. Alles was fehlt ist der " made in Hong Kong" Stempel. Ein Theoretiker sagt dem anderen was er tun soll und die Brigade an Honks wird es nicht hinterfragen, so sieht für mich das optimale Zertifizierte Haus aus

    Ach Rübe: Bei einem Industriebetrieb gibt es keinen Meisterzwang. Die sind nicht Mitglied der HWK, sondern in der HK. Sie dürfen dafür auch nicht richtig handwerklich arbeiten, sondern nur Häuser produzieren
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