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  1. #1

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    Weisser Schimmel oder Salzausblühungen an der Innenseite einer Außenwand?

    Hallo Experten,

    ich bin gerade am renovieren des Schlafzimmers, an einer Außenwand sind relativ großflächig Salzausblühungen bzw. "Weisser Schimmel" zu
    beobachten. Betroffen sind im Grunde nur Flächen, welches vom Kopfteil des Bettes verdeckt waren - D.h. das hier großflächig "Beulen" auf
    der Tapete ersichtlich waren.

    Die Wand wurde früher mal stellenweise mit Gips ausgebessert und exakt zwischen Gips und (Zementputz?) bildeten sich diese Salze bzw. der Schimmel - Durch die
    unzureichende Luftzirkulation wird sich also entweder durch die Feuchtigkeit der Schimmel oder die Salze gebildet haben. Zement und Gips sollen sich
    ja ebenfalls nicht vertragen, könnte das die Ursache sein?

    Ich habe mal ein paar Fotos hochgeladen, evtl. könnten die Experten sich mal dazu äußern - Ich persönlich tippe auf Salze, da die Struktur kristallin ist und auch kein Modergeruch oder ähnliches von der Fläche ausging - Lediglich die abgenommene Holzfussleiste in dem Bereich roch "modrig".

    Auf den letzten Fotos habe ich Detailfotos vom Salz/Schimmel gemacht.










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  2. Weisser Schimmel oder Salzausblühungen an der Innenseite einer Außenwand?

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  3. #2
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    Auf dem Foto 3031 (das drittletzte) kann man die Struktur recht gut erkennen.

    Zum Mauerwerk, das ist ein zweischaliges Mauerwerk aus 1980 (Klinker und Hohlblockstein).
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  4. #3
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    Keiner eine Idee?
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  5. #4

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    Mal diese "Ausblühungen" angefaßt? Sieht für mich nach Kristallwachstum aus, aber aus der Ferne schlecht zu diagnostizieren. Es müßte mal gemessen werden, ob Feuchtigkeit in der Wand ist. Vielleicht sollte sich das mal ein Fachmensch anschauen.
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  6. #5

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    Würd mich wundern, wenn das was Anderes als Kristalle wären...
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  7. #6
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    Zitat Zitat von Shanau Beitrag anzeigen
    Mal diese "Ausblühungen" angefaßt? Sieht für mich nach Kristallwachstum aus, aber aus der Ferne schlecht zu diagnostizieren. Es müßte mal gemessen werden, ob Feuchtigkeit in der Wand ist. Vielleicht sollte sich das mal ein Fachmensch anschauen.
    Genau das denke ich auch, die "Kristialle" zerbröseln sofort zwischen den Fingern zu Staub und sind auch nicht feucht oder ähnliches.

    Die Frage ist, ob mangelnde Luftzirkulation tatsächlich zu dem Schadensbild führen kann, dafür spricht ja, dass nur die Stellen betroffen sind, welche vom Kopfteil des Bettes bedeckt waren.
    Die Kristalle haben sich auch fast nur zwischen reparierten Stellen (mit Gips) und dem Zementputz gebildet.

    Da ich das Zimmer jetzt sowieso neu sanieren möchte, da kommt eine neue Rigipsdecke rein, Fenster neu, Fliesen, Tapeten etc. - Habe ich mir gedacht, dass man evtl. Calciumsilikatplatten in 4cm als Innendämmung auf die Außenwandbereiche anbringt.

    Wie schaut es bei den Platten eigentlich mit den Detailbereichen Estrich und Ecke Innenwand/Außenwand aus? Müssen die Platten direkt bis zur Bodenplatte reichen (Estrich schlitzen) und teilweise auf die Innenwand reichen?
    Fensterlaibungen sollen ja ebenfalls mit den Platten verkleidet werden, dies wäre kein Problem die aktuell montierten Rigipsplatte gegen Calciumsilikat zu tauschen - Diese müsste ja eh beim Fenstertausch raus.
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  8. #7
    Stolzenberg
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    Sieht mir sehr nach Effloreszenz aus. Ich tippe hier auf eine Treibreaktion zwischen Elektrogips und Zementmörtel (Wandputz)...

    Du solltest in der Tat mal die Wandfeuchte im Auge behalten. Mit der Luftzirkulation hat es wohl eher nichts zu tun, sondern mit Wasser. Da mir sonst keine weiteren Informationen zum Gebäude vorliegen: Zur Vermeidung von Ausblühungen sollte an erster Stelle ein zu hoher Wassergehalt im Mauerwerk vermieden werden!

    Nur zur Info:
    Um Ausblühungen bekämpfen zu können müssen zunächst die dafür maßgeblichen Mechanismen erkannt und erkundet werden. Alle feinporigen Baustoffe mit kapillarporösem Gefüge besitzen die Fähigkeit Wasser aufzunehmen und zu transportieren. Wichtigste Voraussetzung ist allerdings die Anwesenheit von Wasser, welches in flüssiger Form vorliegen muss. Alles weitere macht dann der kapillaraktive Baustoff. Um die Herkunft der ausblühenden Salze zu erkunden müssen zunächst die verarbeiteten Baustoffe auf Ihren Salzgehalt untersucht werden. Aus einem Kilogramm Zement entstehen bei der Hydratation ca. 200 Gramm Ca(OH)2 als Nebenprodukt, welches die Alkalität im Zementstein erzeugt und in erheblichen Maße zu Ausblühungen beitragen kann. (Nur als Beispiel!)

    Für die Norddeutschen:
    Regionaltypisch für den norddeutschen Raum ist vor allem das nachträgliche Verfugen von Verblendschalen. Dazu wurden die Fugen bis zu 2 cm ausgekratzt bevor der Mörtel angesteift ist. Nach mehreren Wochen wurde die Verblendschale dann vor dem Verfugen gereinigt. - Zur Beseitigung der Mörtelreste kamen häufig verdünnte Salzsäure oder vereinzelt auch Essigsäure zum Einsatz. Trotz ausgiebigem Vornässen ist ein Eindringen von Säure in das Mauerwerk praktisch nicht vermeidbar, da eine restlose Belegung aller verfügbaren Porenräume mit Wasser nicht umsetzbar ist...

    Nach weiteren 20 Seiten Text reduziert es sich trotzdem erst einmal auf folgendes:
    Primär hast Du ein Problem mit dem Wasser! - Also: NIX mit mal eben eine Innendämmung anbringen!

    Wo wir gerade beim Thema Innendämmung sind: Ich hoffe Du weißt genau was Du tust!!!

    Liebe Grüße aus dem Harz nach Hamburg!
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  9. #8

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    ich würde auch erst mal nach einem Wassereintritt suchen. Entweder kommt das Wasser von innen (Rohrbruch Heizung, Warmwasser, Kaltwasser, Abwasser oder Abdichtungsmangel etc.) und/oder von außen (Abdichtungsmangel, Schlagregen, Rohrleitungsschaden Regenwasser etc.).
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  10. #9
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    Danke für die zahlreichen Tipps - Jetzt bin ich schon ein ganzes "Stück" weiter und habe die Ursache wohl in der mangehaften Aussenabdichtung ausgemacht. (siehe Bilder)
    Zusätzlich ist auch schon die Fensterlaibung aus aufgeklebten Rigipsplatten mit Leichtmörtel bis zum Mauerwerk rausgeklopft, sowie die Decke freigemacht.

    In den kommenden Tagen kommt ein "Abdichtungspezi" und schaut sich die Sache mal genauer an, alleine den Sockelbereich auszuschachten wird wohl einige Zeit in Anspruch nehmen. (zumindest ohne Minibagger)

    Im Grunde sollte es doch genügen eine neue Abdichtung an den Sockel zu setzen und von Innen den schadhaften Putz abzuklopfen und neu zu verputzen.

    Eine andere Frage ist die Fensterlaibung, nach sauberer Maurerarbeit sieht das nicht gerade aus - Wild zusammengeschnittene Kalksandsteine (sind doch welche, oder?) völlig ohne Glattstrich, das Fenster selbst stand de facto auf der Außenfensterbank.

    Jetzt die Frage - Sollte man die Laibung jetzt mit Leichtmörtel grob angleichen und das ganze mit Gipskartonplatte wieder verkleiden oder lieber gleich eine Thermoplatte von "REHGIBTS" nehmen?

    Ansonsten das Aufmaß nehmen und die Fenster montieren kriege ich hin, bloß habe ich das bisher nur im Holzrahmenbau gemacht - Muss der Zwischenraum Klinker-Innenschale nicht auch mit EPS verkleidet werden?

    Von Außen habe ich vor den Klinker als Anschlag für die Fenster zu nehmen und die Kontaktflächen mit Kompriband abzudichten.

    Meine Idee:

    - Nach Ausbau des Fensters einen Glattstrich mit Leichtmörtel machen
    - EPS-Platte bis zum Klinker vollflächig kleben (1-2cm Stärke)
    - Fenster mit Laschen setzen (zum Klinker hin mit Kompriband)
    - das EPS von Innen verputzen.

    Ach, schaut euch das "Elend" am besten selbst an - Eigentlich sollte nur die Decke, die Tapeten und der Boden neu und jetzt ist das zu einer Großbaustelle mutiert.







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  11. #10
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  12. #11
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    Möchte den Thread nochmal kurz beleben - Mittlerweile war ein "Abdichtungs-Spezialist" aus dem Bekanntenkreis da und hat sich die Sache angeschaut.

    Er meint, man muss die gesamte Giebelseite freilegen, dann soll die restliche Bitumenbeschichtung (kaum noch vorhanden) mit einer Drahtbürste runter,
    anschließend soll wohl Dichtschlämme, 2K KMB-Beschichtung rauf und zusätzlich wohl 2cm Jackodur.

    Dichtschlämme und KMB verstehe ich, aber wofür die 2cm Jackodur, er meint wg. Feuchteschutz etc? Da kann man doch gleich lieber 6cm nehmen - Wobei man sich wohl eine Sockeldämmung ohne Keller wohl sparen kann, oder?

    Innen soll der Putz mit den Salzausblühungen bis zur halben Höhe runter, anschließend wohl ebenfalls Dichtschlämme und danach eine Horizontalabdichtung mithilfe von "MUMs trockene Wand" erstellt werden - Anschließend alles mit Sanierputz wieder zu.

    Hört sich für mich soweit alles ok an, evtl. müsste man bißchen über die Giebelseite hinaus, die beiden anderen Hausseiten sind ja relativ gut durch die Dachüberstände vor Feuchtigkeit geschützt und hier gibt es keine Salzausblühungen an den Wänden.
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12

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    Sockeldämmung spart...

    Irgendwo hat ich glaube Bruno das mal hier durchexerziert, die bringt mehr als eine Bodenplattendämmung...
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  15. #13
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    Zitat Zitat von H.PF Beitrag anzeigen
    Sockeldämmung spart...

    Irgendwo hat ich glaube Bruno das mal hier durchexerziert, die bringt mehr als eine Bodenplattendämmung...
    Habe jetzt nochmal mit dem Spezi gesprochen, das Jackodur sollte eigentlich nur die KMB schützen.

    Der Estrich auf der Innenseite beginnt in etwa auf Höhe des Klinkers, auf der Seite befindet sich keine Kellerwand (Haus ist teilunterkellert) - Also wäre trotzdem eine Dämmstärke von mind. 10cm (oder weniger) sinnvoll, um die Kältebrücke des Sockels zu minimieren?

    Kann man sich wohl in etwa so vorstellen, dass sich die Abwärme über die Bodenplatte dann unter dem Haus "staut", da diese seitlich durch die Sockeldämmung eingegrenzt wird?

    Geklebt wird die Dämmung wohl in Wulst-Punkt-Verfahren, der Versatz zwischen Wandklinker und Sockelklinker beträgt nur etwa 2cm, die Terrassenplatten liegen in etwa fast bis zum Wandklinker auf - Optisch würde das Jackodur bei größeren Dämmstärken nun deutlich "hervorspringen".

    Wie könnte man das geschickt kaschieren? Blech? Abgekantete Zinkbleche kämen aber auf die Länge (ca. 10m) auch wohl nicht billig - Wobei morgen der Heizungsbauer kommt und die für die Dachdecker die Klempner- und Abkantarbeiten erledigen, da könnte ich mal direkt nachfragen.

    Falls es keine Schnappidee ist, einfach U-Bleche mit einem 40mm und 150mm Schenkel (sollten bis unter die Terrassenplatten reichen) den kurzen Schenkel direkt an die Wand andübeln, (in dem Bereich ist ein Loch im längeren Schenkel) anschließend das Jackodur unter das Blech schieben und im Grunde fertig.

    Die Bleche wären zwar eine Wärmebrücken, aber das Blech würde nur 40mm auf der Sockelwand aufliegen.
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