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  1. #1

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    Unterschied Silikatfarbe und Silikatische Farbe

    n'Abend zusammen,
    ich habe einige Angebot von Fassadenbauern. Ich suche einen möglichst diffusionsoffenen Aufbau, um die Moos- und Algenbildung auf den außenstehende Wassertropfen zu vermeiden.

    Die Fassade erhält einen mineralischen Mörtel und einen mineralischen Oberputz 3mm Korngröße. Jetzt soll sie zusätzlich zweimal mit Silikatfarbe gestrichen werden.

    Anbieter ist die Fa. W****. Die haben alternativ eine
    - Silikatfarbe - Nr. 410 "Silikatfarbe außen" und eine
    - silikatische Farbe - Nr. 414 "Silikatische Egalisationsfarbe"

    Die Zusammensetzung ist weitestgehend identisch

    Silikatfarbe
    Kaliwasserglas, geringfügige organische Zusätze zur Stabilisierung, Zusätze für eine bessere Verarbeitung und Haftung am Streichgrund, hochwertige Pigmente, Hydrophobierungsmittel

    Silikatische Farbe
    Kaliwasserglas, organische Bindemittel, Zusätze für eine bessere Verarbeitung und Haftung am Streichgrund, hochwertige Pigmente, Hydrophobierungsmittel

    Macht das einen Unterschied ... und was ist ggf. besser? Im System würden beide funktionieren.

    Danke schonmal,
    Thomas
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  2. Unterschied Silikatfarbe und Silikatische Farbe

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von dquadrat
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    neben dem hauptbindemittel kaliwasserglas hat die silikatische farbe noch organische bindemittel. ich persönlich würde das als vorteil sehen (elastischer, geringere wasseraufnahme), fans mineralischer systeme eher nicht (weniger diffusionsoffen) .

    wenns nach mir ginge würde ich komplett auf organisch machen - mit silikonharz als bindemittel, fungizid eingestellt. hoch diffusionsoffen und extrem wenig wasseraufnahme.

    die diffusionsoffenheit hat im übrigen keinen einfluß auf den algenbefall, denn deine wassertropfen sind zu groß zum diffundieren . entscheidend ist die wasseraufnahme. je weniger desto besser, denn mit wasser vollgesogene untergründe bilden optimale nährboden für algen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    na - das ist ja gerade, was ich vermeiden möchte. Auf KEINEN Fall eine Fungizide Einstellung, die sich nach 5+x Jahren auswäscht und dann habe ich die Fassade doch voller Algen oder muss neu streichen. DAs das so ist kann ich an einer Reihe von Gebäuden in meiner direkten Nachbarschaft beobachten. Nord- und Südseite spielt fast keine Rolle.

    "Wassertropfen sind zu gross um zu diffundieren"? Meinst Du nicht ernst, oder - ist nämlich schlicht falsch.
    Es gibt eine Menge Untersuchungen, u.a. vom Fraunhofer Institut für Holzbautechnik, die Dich widerlegen. Gut ist, wenn der Wassertropfen nicht auf der Fassade steht. Schlecht ist, wenn Du einen Silikonharzputz nimmst, bei dem die Wassertropfen auf der Fassade stehen bis sie verdunsten. Und das ist ein idealer Nährboden für Algen.

    Das ist wahrscheinlich eine Philosophiediskussion - ich werde jetzt live beobachten, wer Recht hat - meine Nachbar hat Cap*** in Deiner Zusammenstellung, ich hab W**** therm B100 mit Mineralputz und 2x silikatfarbe gestrichen. Mal sehen.
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  5. #4
    Avatar von Hundertwasser
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    Diffusion findet von Wasserdampf statt, insofern ist die Diskussion müßig da Tropfen immer kondensierter Dampf sind. Wenn die hydrophilen Systeme so gut sind geben deren Hersteller sicher mehrere Jahre Garantie gegen eine Veralgung? Lieber Morpheus, wenn du das nicht verstanden hast (grundlegende physikalische Vorgänge) dann verstehst du auch nicht was beim Algenbewuchs auf deiner Fassade passiert. Aber tröste dich, du gehst mit 90 % der deutschen Bevölkerung konform.

    Die von dir zitierten Untersuchungen sind also vom Fraunhofer Institut für Holzbautechnik? Sicher? Ja?

    Beobachten kannst du was du willst, aber ohne alle entscheidende Parameter zu kennen bringt dich das auch nicht weiter. Wer sagt dir, das eine von dir beobachtete Veralgung nicht auf eine mangelhafte Verarbeitung der Farbe hinweist?

    So lange du keine Antworten auf diese Fragen hast solltest du deine (vermeintlichen) Feststellungen vielleicht lieber im Konjunktiv posten. Nicht das jemand diesen Schmarrn auch noch ernst nimmt.
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