Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 31
  1. #1

    Registriert seit
    10.2012
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Student
    Beiträge
    45

    VOB/B Ausführungsfristen? Aktuell Baustopp, Geld aber bezahlt.

    Hallo,

    Bauen mit BU.

    Problem:

    Baubeginn 48 KW / 13 wir haben es bis zur Sohle geschafft, danach gab es einen Baustopp wir konnten unseren BU nicht bezahlen, die Bank forderte einen Rankbescheinigung, der Notar war unfähig diesen zu erstellen.
    Und das Grundbuchamt in der Hansestadt Hamburg ist leider hoffnungslos überlastet. Es kam zum Baustopp, mittlerweile haben wir das Geld überwiesen anfang April.

    Jetzt hatte ich eben ein Gespräch mit dem Bauleiter das Sie ausgelastet wären und die es leider nicht früher schaffen könnten den Bau fortzusetzen. Im Vertrag steht Bauzeit beginnt ab Sohle.

    Frage wäre, darf der Baustopp auch nach einer beglichenen Rechnung fortgesetzt werden? Und wie lange hat der BU Zeit um den Bauablauf neu zu koordinieren? mehr als eine schriftliche bestätigung das am 21 KW der Bau fortgesetzt wird haben wir noch nicht bekommen.

    VOB/B
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. VOB/B Ausführungsfristen? Aktuell Baustopp, Geld aber bezahlt.

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2012
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Student
    Beiträge
    45
    § 6
    Behinderung und Unterbrechung der Ausführung

    (3) Der Auftragnehmer hat alles zu tun, was ihm billigerweise zugemutet werden kann, um die Weiterführung der Arbeiten zu ermöglichen. Sobald die hindernden Umstände (unsere Rechnung) wegfallen, hat er ohne weiteres und unverzüglich die Arbeiten wieder aufzunehmen und den Auftraggeber davon zu benachrichtigen.

    (4) Die Fristverlängerung wird berechnet nach der Dauer der Behinderung mit einem Zuschlag für die Wiederaufnahme der Arbeiten und die etwaige Verschiebung in eine ungünstigere Jahreszeit.

    Wie sollte man jetzt vorgehen?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    nach wegfall der hindernden umstände hat der auftragnehmer innerhalb von 2 wochen die arbeiten nach schriftlicher aufforderung wieder aufzunehmen. inwieweit das jetzt in deinem fall gilt, sollte ein anwalt klären. ich nehme an, dass die arbeiten länger als 3 monate unterbrochen wurden. meines wissens nach hätte der unternehmer bei einer arbeitsunterbrechung grösser als 3 monate den vertrag kündigen können. ich schätze, dass dir noch einige kosten ins haus flattern werden, wenn der unternehmer die vob kennt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2012
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Student
    Beiträge
    45
    Danke für den Beitrag rolf a i b.

    Ich habe sofort nach dem ich deinen Beitrag gelesen hab erstmal, geschaut wann die Baustoppanzeige bei uns einging.
    Das war am "09.01.2014", die Zahlung wurde vor dem April Überwiesen und müsste auch vor dem April eingegangen sein. Sehr knapp haben das garnicht bedacht.

    Das ganze war auch zum Teil die Schuld unseres BU die wollten weiter machen und wussten von unsere lage und urplötzlich dann ne geht nicht mehr.
    Und dann ging der Run um den Grundbucheintrag und der Rangbescheinung los....
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    Teltow bei Berlin
    Beruf
    Techniker
    Beiträge
    1,447
    Baustopp bei der Sohle weil Rechnung nicht bezahlt werden konnte. Gibt es kein Eigenkapital was man anstelle dessen erstmal hätte nehmen können?
    Also ich meine, es wird doch sicherlich nicht ohne EK mit dem Hausbau angefangen worden sein,oder ?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    Magdeburg
    Beruf
    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
    Beiträge
    2,216
    Setze dem BU per Einschreiben eine konkrete Frist, bis wann er seine Arbeiten wieder aufzunehmen hat. War die VOB/B im Werkvertrag überhaupt vereinbart?

    Parallel könntest du deinen Bauvertrag anwaltlich darauf prüfen lassen, ob der BU überhaupt berechtigt war, seine Werkleistung zurückzubehalten und einen Baustopp zu verhängen. In vielen vom Unternehmer gestellten Werkvertragsformularen sind unwirksame Zahlungsraten vereinbart. Sollte das bei euch bei Fall sein, wäre die betreffende Rate gar nicht zur Zahlung fällig gewesen und der Baustopp war ohnehin rechtswidrig.

    Die Unwirksamkeit der Raten kann z.B. an besonders kopflastigen Zahlungsplänen liegen, aber auch daran, dass die vom Verbraucher zu beanspruchende Erfüllungssicherheitsleistung von 5 % nach § 632a BGB nicht berücksichtigt wurde, siehe folgenden BGH-Urteil:

    ================================================== =============================
    BGH, Urteil vom 8. November 2012 - VII ZR 191/12
    Eine in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Unternehmers enthaltene Klausel, die die Fälligkeit und die Höhe der ersten Abschlagszahlung in einem Werkvertrag mit einem Verbraucher über die Errichtung oder den Umbau eines Hauses regelt, ohne auf die nach § 632a Abs. 3 BGB gesetzlich geschuldete Sicherheitsleistung des Unternehmers einzugehen, ist unwirksam, denn sie könnte den Verbraucher davon abhalten, sein Recht auf Gestellung einer Erfüllungssicherheitsleistung geltend zu machen.
    ================================================== ===============================

    Habt ihr überhaupt eine Erfüllungssicherheit erhalten? Wurde diese irgendwie im Vertrag erwähnt?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2012
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Student
    Beiträge
    45
    @ Kater432

    erster Abschlag wurde vom Eigenkapital bezahlt, Sohle 2 Abschlag daher kein Eigenkapital mehr.

    @ Ralf Wortmann

    Vob/b wurde vereinbart, wurde auch beim Vertragsabschluss an uns übergeben.

    Erfüllungssicherheitsleistung sind bei uns sogar 10% siehe Bild.
    Und die Abschläge siehe Bild, mehr war nicht drin. Der 1 Abschlag und der 2 Abschlag sind zu hoch leider.
    Der BU ist ein grosser deswegen waren wir letztendlich einverstanden damit.

    Klausel.2.jpgKlausel.1.jpg

    Montag fragen wir erstmal einen Anwalt.
    Also ein Architekt hat mal über den Vertrag geschaut, ausser den Abschlägen hat er nichts grossartiges gefunden was schlecht sein könnte.
    5 Jahre Garantie gibts auch (VOB sonst üblich 4 jahre).

    Wir wollten es nochmal von der Verbaucherzentrale überprüfen lassen, aber dort wo wir bauen standen schon 2 Häuser.
    Die von dem selben Unternehmen gebaut wurden, Bauherren waren zufrieden.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    01.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Architekt + Sachverst.
    Beiträge
    23,476
    61% gezahlt bis zur fertigstellung des rohbaus (dachstuhl)???
    21% für baugesuch und erstellung der bodenplatte???
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2012
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Student
    Beiträge
    45
    Ja genau. So wie auf dem Bild.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10

    Registriert seit
    02.2012
    Ort
    73230
    Beruf
    Architektin
    Beiträge
    1,129
    Wahnsinn...... Also nur 12% für alles was nach der Rohinstallation kommt.....? Unfassbar.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Ralf Wortmann
    Registriert seit
    09.2009
    Ort
    Magdeburg
    Beruf
    Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
    Beiträge
    2,216
    Dieser Zahlungsplan ist für ein Haus ohne Keller einer der kopflastigsten, der mir in den letzten Jahren untergekommen sind. 61 % ohne Dacheindeckung - das ist absolut heftig!

    Wenn du willst und es sich um eine ausreichend große Baufirma mit überregionaler Bedeutung handelt, schicke das ursprüngliche Vertragsangebot der Firma mit dem noch unkorrigierten Zahlungsplan mal an den Bauherrenschutzbund (Mail: office(ät)bsb-ev.de), wenn dein BV fertig und abgenommen ist. Das ist der einzige Verbraucherschutzverein, der in diesem Bereich Baufirmen wegen der Verwendung unzulässiger Vertragsklauseln in eigenem Namen abmahnen darf (und es auch tut). Da hast du selbst zwar nichts davon, aber es sind dann wenigstens künftige Bauherren vor solchen Klauseln dieser Firma sicher. Schön wäre es, wenn du auch noch Bauherren findest, die diesen Plan unkorrigiert unterschrieben haben.

    Abgemildert wird der Zahlungsplan lediglich dadurch, dass die Firma sich statt der gesetzlichen Erfüllungssicherheit von 5 % nach Verhandlungen zu einer 10 %-Sicherheit bereit erklärt hat. Hast du die Bürgschaft schon bekommen und im Original vorliegen? Wenn nicht, fristsetzend auffordern!

    Zitat Zitat von skyscraper Beitrag anzeigen
    Erfüllungssicherheitsleistung sind bei uns sogar 10% siehe Bild.
    Und die Abschläge siehe Bild, mehr war nicht drin. Der 1 Abschlag und der 2 Abschlag sind zu hoch leider.
    Der BU ist ein grosser deswegen waren wir letztendlich einverstanden damit.
    Verstehe ich das richtig, dass über die Zahlungsraten verhandelt wurde? Dann wird aus einer AGB-Klausel eine Individualvereinbarung (§ 305 Absatz 1, Satz 3 BGB) und die Chancen, sich auf Unwirksamkeit zu berufen, sinken rapide.

    Hoffnung könnte man diesbezüglich evtl. nur dann haben, wenn die Baufirma Verhandlungen über die ersten fünf Zahlungsstufen kategorisch abgelehnt und nur bezüglich der letzten drei ein Entgegenkommen signalisiert hat und wenn du als Bauherr das im Bestreitensfall auch beweisen kannst. Aber auch das wäre risikoreich. Tendenziell: wegen der eigenen Verhandlungen, die dann auch zu handschriftlichen Korrekturen führten => kaum eine Chance.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2012
    Ort
    Hamburg
    Beruf
    Student
    Beiträge
    45
    Das mit dem Bauherrenschutzbund mache ich gerne nach Fertigstellung. Bei der Baufirma handelt es sich um ein grosses Unternehmen.
    Bürgschaft liegt vor.

    Über den Zahlungsplan wurde verhandelt wie auf dem Bild zu sehen ist.
    Wie gesagt wir waren selbst nicht zufrieden mit den Zahlungsraten. Wir hatten aber viel Feedback von anderen Bauherren die im gross und ganzen zufireden waren.
    Andere Häuser hatten wir uns auch angeguckt vom gleichem BU. Zeit war auch nicht gerade viel. Hinter uns wird auch schon tüchtig gearbeitet gleiche Baufirma und es geht vorran.

    Ich weiss jetzt nur nicht wie man vorgehen sollte. Sollte man gleich auf sein Recht bestehen? Wir haben noch ein gutes verhältnis mit unserem BL.
    Oder versuchen einen mittelweg zu finden?

    Hatten eben noch ein gespräch mit ihm er will morgen mit dem Leiter sprechen. Mal schauen was passiert.
    Schriftlich haben wir bisher noch nichts gemacht spätestens morgen wird ein schreiben gesetzt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13

    Registriert seit
    10.2011
    Ort
    in einem Haus
    Beruf
    Architekt
    Beiträge
    5,673
    Zitat Zitat von skyscraper Beitrag anzeigen
    Das mit dem Bauherrenschutzbund mache ich gerne nach Fertigstellung.
    NEIN. Sofort.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,470
    mehr als eine schriftliche bestätigung das am 21 KW der Bau fortgesetzt wird
    Das ist Mitte Mai, was willste denn noch ?
    Dicke Backen machen ?

    Ohne jetzt irgendwelche Details abzufragen, aus der Darstellung ist zu entnehmen, dass die Finanzierung - warum auch immer - klemmte und deswegen (sicherlich mit der einen oder anderen Welle im Pudding) das Bauvorhaben eingestellt wurde.
    In solchen Fällen kommt mit Sicherheit auf beiden Seiten keine Freude auf.

    Haste dich mal gefagt was der BU durch den Baustop für Ausfälle hatte ?
    Es hat auch *blos* 4 Monate gedauert bis das Problem gelöst war und jetzt wird wegen noch grade mal 4 bis 5 Wochen versucht den Knüppel zu schwingen ....

    Jedes andere Bauvorhaben das der BU *dazwischenschieben* musste um die Leute nicht nach Hause schicken zu müssen dauert 8 bis 12 Wochen. Ich bin mir ziemlich sicher dass der BU die angefangene Baustelle, an der er jetzt arbeitet, fertig macht.

    Die Rechtslage geht mir dabei gelinde gesagt gradewegs zunächst am Allerwertesten vorbei ....
    Es ist nicht Aufgabe des BU des Bauherrn Finanzierungsprobleme auszubaden.
    Ein Baustop bereitet nicht nur dem Bauherrn Ärger er verursacht auch beim BU u.U. nicht unerhebliche Kosten denn es ist nicht unbedingt sicher, dass der BU blos auf die Straße gehen muss, zweimal pfeifen und schon kommt der Anschlussauftrag ums Eck.

    Das die Baustelle stockte lag nicht am BU ... wieso sollte er sich jetzt nachdem die Regulierung 4 Monate (warum es 4 Monate dauerte und wer da gepennt und für was man da gefälligst Verständnis zu haben hat ist auch nicht des BU´s Problem) dauerte in den Hintern treten lassen ? Den Termin an dem an der Baustelle weiter gearbeitet wird - der anscheinend nicht passt - wurde genannt.

    Wenn dich der BU hätte ärgern wollen, dann gibts noch so Spielchen wie Leistungsannahmeverzug bishin zur Vertragskündigung ...
    das hättest in der Zeit brauchen können wie der Teufel Weihwasser zum Zähne putzen ...

    Wäre ich BU und mir will einer in der Situation in den Allerwertesten treten .... wir hätten sehr viel Spaß miteinander ... jede Wette.

    Im Streifalle seh ich den nächsten Termin in 6 bis 24 Monaten und ne zumindest vorläufige Kostensteigerung im mittleren 5-stelligen Bereich .... obs das wert ist ? 5 Jahre später ist die Situation dann vielleicht auch geklärt und obs dann den richtigen getroffen hat --> ?

    Einfach mal drüber nachdenken ....

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Baufuchs
    Gast
    Das die Bank eine Grundbucheintragung bzw. mindestens ein Rangattest vor Darlehnsauszahlung haben will, stand mit Sicherheit in denen dir von der Bank ausgehändigten Auszahlungsbedingungen.

    Du hast also den Unternehmer mit dem Bau beginnen lassen, obwohl die Auszahlungsvoraussetzungen nicht gegeben waren.

    Anders gesagt: BU arbeiten lassen im Bewusstsein nicht zahlen zu können.

    Und jetzt meckern, weil der BU nicht sofort parat steht?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen