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  1. #1

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    Heizung - Fragen zu den Umwälzpumpen

    Hallo Experten,

    unser Neubau steht kurz vor der Vollendung, und bei der "Baubegehung" hat mit ein Kollege ein paar Fragen zu meiner Heizung gestellt, die mich stutzig haben werden lassen. Einschränkend hierzu: Ich habe vom Thema sehr wenig Ahnung, der Kollege nur durch seinen Hausbau, wir sind also beide nicht vom Fach.

    Also los: Wir haben eine Pellet-Heizung im Keller, die seit ca. 6 Wochen in Betrieb ist. Nennleistung lt. Typenschild 7,5 kW. Im Heizkreislauf sind 2 Umwälzpumpen verbaut, eine im Vorlauf und einem im Rücklauf (daneben auch noch eine Brauchwasserpumpe, aber die bei dem Thema außen vor).

    Frage 1: Sind 2 Pumpen üblich? Vom Gefühl her würde ich sagen, dass diese Pumpe sehr sehr gut aufeinander abgestimmt sein müssen, da sie sonst gegeneinander arbeiten? Kollege meint auch, er hätte nur eine Pumpe im Vorlauf, und das war's.

    Frage 2: Die Pumpe im Zulauf ist eine (lt. Hersteller) Hocheffizienz-Heizungspumpe mit LED-Anzeige mit einer Leistungsaufnahme von 4...20 W lt. Typenschild. Die Pumpe im Rücklauf ist eine (lt. Hersteller) drehzahlumschaltbare Heizungspumpe (alte Ausführung), die auch gar nicht mehr produziert wird. Leistungaufnahme Stufe 1-3: 43 W, 61 W, 84 W Dürfen solche alten Pumpen überhaupt noch verbaut werden? Das Ding alleine kostet mich locker 100-120 Euro Strom im Jahr!

    Wenn es erlaubt und von Interesse ist, kann ich gerne auch Typ und Hersteller der Pumpen posten.

    Frage 3: Im Rücklauf (direkt vor der Pumpe) ist ein Thermostat verbaut, wie es an jedem Heizkörper zu finden ist. Welchen Zweck erfüllt das bzw. soll das erfüllen?

    Ich werde diese Fragen selbstverständlich auch meinen Bauleiter bzw. den Heizungsbauer nerven, aber das kann ich frühestens am Montag tun. Bis dahin möchte ich gut vorbeitet sein, drum schon mal mein Dank vorab!

    Grüßle vom gartenzwerg!
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  2. Heizung - Fragen zu den Umwälzpumpen

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  3. #2

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    hallo
    2. pumpe hängt nicht im rücklauf sondern dient zur anhebung der kesseltemperatur.
    irgendwo sitzt da auch noch ein rücklaufanhebungsventil.
    zu 3. dürfte ein sicherheitsthermostat sein der zur absicherung des sytems vor zu hohen temperaturen schützt.

    gruss aus de pfalz
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Dürfen solche alten Pumpen überhaupt noch verbaut werden?
    Wenn die Pumpe Bestandteil der Kesselanlage ist ... ja, noch bis zum 01.08.2015.

    Ansonsten greift die Ökodesignrichtlinie (ERP-Richtlinien) und es ist ein erhöhter Wirkungsgrad gefordert (wie bei der Heizkreispumpe) der nur mit E-Pumpen mit erfüllt werden kann.

    -->1. Januar 2013: Der maximal zulässige Energieeffizienzindex (EEI) externer Nassläuferumwälzpumpen entspricht 0,27.
    (gilt für die Heizkreispumpe)

    -->1. August 2015: Der maximal zulässige Energieeffizienzindex externer und in Produkten integrierter Nassläufer-umwälzpumpenentspricht 0,23 (ausgenommen: Ersatz integrierter Pumpen).
    (Verschärfung der Anforderungen für HK-Pumpen und gilt dann auch für geräteinterne Pumpen)

    --->1. Januar 2020: Der maximal zulässige Energieeffizienzindex von 0,23 gilt für integrierte Nassläuferumwälzpumpen auch bei Ersatz.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke Euch beiden.

    Die eingesetzte Pumpe ist lt. Herstellerangaben ein Gerät der Energieeffizienzklasse C, also Energieeffizienzindex zw. 0,42 und 0,6. Nassläufer (Spaltrohrmotor) mit Gleitlagern.

    Nur nochmal für mein Verständnis:
    Diese Pumpe dient der Anhebung der Kesseltemperatur
    >> ist also "Bestandteil der Kesselanlage"
    >> unterliegt somit nicht der Ökodesignrichtlinie (ERP-Richtlinie)
    >> und darf demzufolge auch die o.g Grenzwerte von 0,27 bzw. 0,23 überschreiten?

    Wie lange läuft denn so eine Pumpe im Jahr? Doch genauso lange wie die Umwälzpumpe im Vorlauf?

    Grüßle vom gartenzwerg!
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Die Info gibts aus der Bedienungsanleitung/Dokumentation des Hersteller ... keine Pauschalaussage möglich.

    In wie weit die Umwälzpumpe Bestandteil des Kessels ist ---> ?
    Auch hier hilft nur die Unterlagen zu studieren.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  7. #6
    Themenstarter

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    Die Pumpe wurde gestern getauscht gegen eine Hocheffizienzpumpe. Leistungsaufnahme die Pumpe liegt jetzt (lt. Anzeige) nur noch bei 28 Watt (im Vergleich zu 61 Watt zuvor).

    Vielen Dank und frohe Ostern! Grüßle vom gartenzwerg
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  8. #7
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    Hoffentlich wurde sie auf die richtige Betriebsart eingestellt ---> Konstantbetrieb, da Rücklaufanhebung und nicht auf ne variable Kennline .... die funktioniert für den Fall grade verkehrt rum.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  9. #8
    Themenstarter

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    Der Heizungsbauer hat gemeint, dass die Hocheffizienspumpen insbesondere bei variablen Kennlinien eben hocheffizient arbeiten und die Ersparnis bei Konstantberieb nicht so groß sein wird. Insofern gehe ich davon aus, dass die Betriebsart korrekt eingestellt wurde. Werd aber zur Sicherheit nochmal nachfragen, danke für den Hinweis.

    Grüßle vom gartenzwerg
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  11. #9

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    Hallo,
    Zitat Zitat von gartenzwerg Beitrag anzeigen
    Der Heizungsbauer hat gemeint, dass die Hocheffizienspumpen insbesondere bei variablen Kennlinien eben hocheffizient arbeiten und die Ersparnis bei Konstantberieb nicht so groß sein wird....
    Einseitiges Schielen auf irgendwelche Watt Zahlen führt selten zum Erfolg. Der Bedarf wird von den Heizflächen und der vorhandenen, ausgeführten Anlagenhydraulik (Verbrauchskreis) bestimmt, nicht vom Angebot!!!
    Eine variable Kennlineneinstellung dürfte hier ungeeignet sein.

    v.g.
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  12. #10

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    So wie es sich anhört, HAT der Heizi doch die Pumpe richtig eingestellt!
    Und dabei darauf hingewiesen, daß die vom AG erhoffte hohe Einsparung bei DIESEM Einsatzzweck der Pumpe leider gar nicht eintreten kann.

    Ich denke, der Fragesteller hat das auch verstanden.
    Im Gegensatz zu Dir, der Du gedanklich sogar an der völlig falschen Stelle in der Anlage bist.
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